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Hilfe! Großes Fischsterben

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    • Hilfe! Großes Fischsterben

      Hallo,

      ich wende mich heute an das Forum, weil wir nicht mehr weiter wissen.
      Vor ca. 2 Monaten begann in unserem Aquarium das große Fischsterben.
      Es starben nach der Reihe, innerhalb von 3 Tagen, fast alle Fische (Hawaiidoc, Fuchsgesicht, Clownfische, Garnelen, Seestern).
      Bis heute haben 2 Phalaenagrundeln, 1 Banggai-Kardinalbarsch, 1 Halloweenkrebs und 1 Seeigel überlebt. Die halten sich bereits seit über einem Jahr in diesem Becken und schauen aktuell auch gut aus.

      Sofort habe ich natürlich das Wasser nachgemessen.
      PO4 lag bei 0,03; KH bei 8; CA bei 430; NO3 bei 2;

      Schaute eigentlich alles recht gut aus. Nun dachten wir uns, eventuell liegt es an Schwermetallen oder irgendetwas anderes.
      Ich schickte eine Wasserprobe zu einem renommierten Unternehmen.
      Der Test kam mit keinen nennenswerten Beanstandungen zurück.

      Komisch, dachte ich mir.
      Ich wartete ein Monat ab....anschließend kamen 2 Zwergbarsche ins Becken, um zu Testen.
      Ein paar Tage darauf fingen sie an sehr schnell mit aufgerissenem Maul zu atmen.
      Wenig später starben sie dann auch.

      Gleiches Spiel wieder von vorne.
      Werte wieder gemessen - alles im Rahmen.

      Ich dachte mir das kann doch nicht sein. Die Korallen schauen bis auf ein paar Kleinigkeit im Großen und Ganzen gut aus. Warum geht es den anderen Fischen so "gut"? Warum sterben Neue?
      Wieder abgewartet und am letzten Dienstag abermals 2 Zwergbarsche eingesetzt.
      Seit heute haben Sie wieder mit der schnellen Atmung begonnen. Ich denke die werden nicht mehr lange leben :(

      Ich besorgte mir heute noch 3 zusätzliche Tests. Einen O2 Test, einen NO2 Test und einen NH4 Test.
      Was soll ich sagen? Alles perfekt.
      O2 bei 10-12, NO2 bei 0 und NH4 bei <0,05.

      Wir haben heute auch mal etwas Sand vom Boden weggeschaufelt, um eventuell eine Fäulnisproduktion feststellen zu können.
      Optisch schaute dabei alles Tip Top aus. Keine Sauerstoffbläschen, keine dunklen "Gammelzonen".

      Das Becken läuft seit über 2 Jahren. Der Wasserinhalt beträgt brutto 360L.

      Ich weiß nicht mehr weiter.
      Eventuell hat jemand einen Ansatz.

      Liebe Grüße

      Walter
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    • Hallo Walter,

      mein Beileid zu Deinem Unglück. Deiner Beschreibung nach vermute ich, dass Du einen Parasiten im Becken hast, der sich über Schwärmer ausbreitet und die Kiemen befällt. Oodinium wäre ein Kandidat.
      Einige Fische leiden stärker unter solchen Parasiten als andere, einige Fische können dagegen auch Resistenzen entwickeln und sehen dann gesund aus, obwohl sie immer noch Wirt sind. Dadurch werden neue Fische angesteckt und sterben.

      Heraus bekommst Du dies nur, wenn Du einen gestorbenen Fisch mikroskopieren lässt, insbesondere die Kiemen.

      Was Du machen kannst:
      - erst einmal keine neuen Fische einsetzen und einen UVC-Klärer mit ordentlich Leistung im Becken installieren.
      - herausfinden, welcher Parasit es ist (ideal, wenn noch ein toter Fisch aufgehoben wurde im Tiefkühlfach zur Bestimmung des Parasiten)
      - sehr gut wäre es, wenn Du die Fische aus dem Becken in eine Behandlungsbecken unterbringen könntest, denn solange infizierte Fische im Becken sind, kann der Parasit sich dort halten. Ohne Fische sterben nach höchstens 6 Wochen alle Stadien des Parasiten ab.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Walter,

      aufgrund des wirklich prächtigen Polypenbildes deiner Korallen, würde ich ungünstige Wasserwerte wie Schwermetalle etc. auch eher ausschließen. O2 Mangel, z.B. durch Bakterienblüten, wäre eine Möglichkeit (z.B. wenn NOPOX, Wodka, Bacto Balance o.Ä. regelmäßig zugegeben wird). Da ihr aber Sauerstoff gemessen habt, ist das wohl eher unwahrscheinlich, wenn auch nicht ganz ausgeschlossen (ich nehme mal an ihr habt einen Abschäumer?). Von daher geht Sandys Vorschlag vermutlich in die richtige Richtung...

      --> Erregerbestimmung / UV-Lampe / Quarantänemassnahmen

      mehr fällt mir dann auch nicht ein...

      LG Robin
    • Hallo,

      vielen Dank für die raschen Antworten.

      Zuerst dachte ich an einen Zusammenhang zwischen der "grünen Wiese" und dem Fischsterben, da dies in etwa zeitgleich passiert ist.
      Man kann an einem Foto erkennen, dass die fast gänzlich eingezogen ist.....aber scheint wohl Zufall zu sein.

      Ich werde mir mal als Erstes einen UV Klärer kaufen.

      Am Sauerstoff kanns meiner Meinung nach nicht liegen. Und ja, wir haben einen Abschäumer und dazu noch relativ viel Oberflächenbewegung plus ein Fallrohr vom Gulli ins Technikbecken.
      Ich gebe weder NOPOX, Wodka noch Bacto Balance oder dergleichen ins Becken.
      Allenfalls Grotech A,B,C kommt bei mir ins Becken.

      Das Aquarium steht bei mir in der Firma. Hier ist in der Regel am Nachmittag und am Wochenende niemand.
      Dass ich hier einen gestorbenen Fisch erwische, ist fast ausgeschlossen. Aber man weiß ja nie.
      Die beiden letzten waren auch nicht mehr "auffindbar".

      LG
      Walter
    • Hallo Walter,

      kranke Fische ziehen sich häufig ins Gestein zurück, ist eine Instinkthandlung. Wenn man schwach ist sollte man sich nicht nach draußen ins Freiwasser begeben, wo die Räuber nach einem suchen. (^-^)
      Dadurch sind sie oft nicht sichtbar, wenn sie sterben. Dann muss man leider etwas suchen.

      Da Du jedoch auch recht große Fische in einem relativ kleinem Aquarium verloren hast würde ich vorsichtshalber auch auf Ammoniak und Nitrit testen, denn dies könnte als Folgeproblem ebenfalls auftreten, wenn man einen größeren Fisch nicht findet.

      Je nachdem, wie gelüftet wird in der Firma könnte eventuell auch Atemkalk interessant sein. Damit wird das Kohlendioxid gebunden und in Folge der pH-Wert stabilisiert und erhöht. Teilweise werden auch organische Ausdünstungen gebunden, wie sie manchmal in Arztpraxen auftreten können.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Walter,

      was fütterst Du..??
      Habe auch mal meinen fast ganzen Besatz (28 Fische,12 Garnelen) durch "verdorbenes " Frostfutter verloren..
      Könnte eine Vibrionen- Erkrankung sein durch Frostfutter?!
      Garnelen sind auch sehr anfällig dafür, Krebse nicht so.
      Würde sofort erstmal nur Trockenfutter verabreichen und wie schon gesagt, einen guten UVC- KLärer.

      Viel Erfolg und alles gute..

      Beste Grüße
      Tilo :)
    • Wenn das Becken bereits 2 Jahre lief, stellt sich die Frage, ob kurz vorher irgendwelche Tiere nachgesetzt wurden. Für mich sieht das auch nach einer Infektion aus, z.B. OOdinium oder Cryptocarien. Erstes Zeichen dafür ist schnellere Atmung der Fische, da die Erreger sich zuerst auf die Kiemen setzen. Empfindliche Tiere sterben dann am Sauerstoffmangel, da die Kiemen unwiderruflich zerstört wurden. Bei einigen tritt dann noch eine Hautreizung auf. Erkennen kann man das, wenn man die toten Tiere seziert und die Kiemen unter das Mikroskop legt. Das Hauptproblem ist aber leider, das die Erreger im Becken über ein Jahr existieren können und immer wieder Fische infizieren können. Medikamente im Riffbecken sind sehr eingeschränkt wirksam (Protmor hilft hier etwas und ist riffsicher). Zusätzlich hilft hier nur , wie oben schon erwähnt, eine "dicke" UV_Lampe, mindestens 25 Watt, und dies über Wochen, damit man die Tronten abtöten kann. Dazu muss das Wasser dicht über dem Boden abgesaugt und der UV Lampe langsam, so 300l, zugeführt werden.
      Die pH-Schwankungen in unseren Becken sind völlig uninteressant, sodass Atemkalk nur rausgeschmissenes Geld ist und dem Verkäufer dient. Deine Wasserwerte sind ok und das Bild deiner Korallen auch. Nitrit und Ammoniak spielen hier auch keine Rolle, wie sind im Seewasserbereich, da müsste man das schon riechen, wenn man Probleme bekommen sollte.

      Also nochmal, UV anschalten, die Tiere gut füttern und leider abwarten.

      Gruß

      Rolf
    • Hallo zusammen!

      Wie vermeide ich das Ausbrechen von Krankheiten und auf welche Weise kann ich diese auch effektiv bekämpfen?
      Wer sich zur speziellen Aufgabe gemacht hat Fische zu pflegen, sollte sich nicht darauf verlassen, von Krankheiten verschont zu bleiben. Diese brechen beim Altbesatz gewöhnlich seltener aus, als bei den Neuzugängen. Man kann sagen, je größer ein Becken, desto größer im Verlauf der Zeit die Frequenz von Neuzugängen und mit ihnen selbstredend die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
      Schon deswegen und weil dieses Fallbeil über jedem Fischliebhaber schwebt, darf sich ruhig einmal Gedanken über die Aufstellung eines (kleinen) Übergangbeckens (früher Quarantänebecken) gemacht werden. So etwas schont die Nerven und auch den Geldbeutel. :)
      Eine gesicherte Diagnose und schnelles Erkennen sollte Voraussetzung für die Ergreifung geeigneter Maßnahmen zur Gesundung unserer Fische sein. Informationen über die Erreger, deren Lebensweise und Übertragungswege sollten jedem Fischliebhaber geläufig sein. Zumindestens zugänglich.
      Eine UV-Anlage ist hier unbestritten das Mittel der Wahl. Sofern die richtige Kapazität gewählt wurde. Sie kann im Übergangsbecken als auch im Riffbecken ihren Dienst verrichten.
      Im letzteren setze ich sie als Dauerprophylaxe ein, da sie einen möglichen bakteriellen Infektionsdruck mindern kann und somit in dieser Phase zur Stabilisierung des Immunsystems der Fische beiträgt.
      Höchstwahrscheinlich werden jetzt wieder Argumente kommen, die ein begrenztes Platzangebot ins Feld führen, oder zusätzliche Kosten. Hier sei gesagt, je nach Heftigkeit der Infektion kann der UV-Einsatz zwar eine weitere Verbreitung mindern, ist aber absolut kein Garant für die Gesundung sämtlicher befallenen Insassen. Daher ist vorab auch hier die beste Alternative eine Kontrolle/Behandlung im separaten Becken.
      UV-Lampen sind kein Freifahrtschein zum absoluten Erfolg! Die Voraussetzung für deren Wirksamkeit sind ihr rechtzeitige Einsatz und ein richtiger Abgriff in Bodennähe. Leitungs(um)wege über TB o. ä. sind wenig effektiv. Selbst bei größter Aufmerksamkeit gelingt es nicht immer den gesamten Bestand zu retten. Aber man darf sich schon der Mühe unterziehen, diese Hilfsmittel zu nutzen.
      Ohne diese Methoden gleicht der Verlauf besagter Krankheit einem Russisch Roulette, dessen Ausgang zwar bekannt ist, die Anzahl der Opfer aber nicht. :(
      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo zusammen,

      ich habe die Erfahrung gemacht, dass der pH-Wert eine nicht unerhebliche Rolle im Aquarium spielt.
      Luty schreibt auf Seite 61:"Wobei Tiere viel intensiver auf pH-Wertschwankungen als auf Dichteschwankungen reagieren."
      Der pH-Wert und seine Schwankung im Tagesverlauf ist eine wichtige Größe.

      Sollte der pH-Wert so scheiss egal sei, drüfte die Versäuerung der Meere ja eingentlich kein Problem sein ;)

      Gruß David
      1600/700/600, RE DC 200 RD3, 8x80W, Balling, Sangokai, Vliesfilter DIY
    • Ein nicht weniger unerhebliches Problem ist, das die Fische bei niedrigem PH Wert anfälliger für Krankheiten sind.
      Das durfte ich selbst durch gesamten Verlust des Besatzes erfahren.
      Ohne das ich neue Korallen oder Fische eingesetzt hatte. Alle Werte im Optimum außer PH.
      (7,3-7,8 höchstens)
      Oodinium und Cryptocaryon im Anschluss.
      Erst als ich Kontakt zu einem mehr oder weniger Dinosaurier der Meeresaquaristik hergestellt hatte wurde ich geläutert in Sachen PH Wert und Auswirkungen.
      Das heist auf deutsch eher zurechtgestutzt wie einen großschneutzigen 1 Klässler ;) .

      Das muss ja jetzt nicht die Ursache sein, aber außer acht lassen würde ich den PH nie mehr.

      Gruß Stefan
    • Niedriger pH-Wert und vor allem starke pH-Wert-Schwankungen können einige Fische (insbesondere Doktorgruppe) nicht gut vertragen. Dieser Streß kann weitere Folgen auslösen, z.B. eine schnellere Infektion mit Parasiten.
      Und wenn wir schon einmal beim Streß sind: kommt ein neuer Fisch (ohne Krankheitsanzeichen) ins Becken, ist das purer Streß für ihn und für die anderen (wir haben auch Probleme damit, direkt aus eine Plastiktüte mitten in der City von Tokio ausgesetzt zu werden). Diese Streß führt zu einer Immunschwäche, auf die Parasiten nur gewartet haben.
      LG Burkhard
    • Hallo,

      Schwankungen des pH-Wertes sind zwar nicht uninteressant, in einer gewissen Bandbreite (etwa 0,5 Einheiten im Tagesverlauf) aber normal. Ich denke, dass Rolf dies in seinem Beitrag auch ausdrücken wollte.
      Tagsüber findet durch die Photosynthese ein CO2-Verbrauch statt, der pH-Wert steigt. Nachts, ohne Beleuchtung, findet dagegen kein CO2-Verbrauch statt, aber alle Lebewesen produzieren Kohlendioxid. Dadurch fällt der pH-Wert.

      Dem kann man natürlich in einem gewissen Umfang entgegen steuern, z.B. durch ein gegensätzlich beleuchtetes Algenrefugium, und ein ausreichender Gasaustausch wirkt pH-Schwankungen entgegen.

      Sicher sind sind stärkere pH-Schwankungen für die Fische nicht optimal, aber für das hier beschriebene Fischsterben bestimmt nicht ursächlich. Da müssten sie schon ganz extrem sein, was dem Bild der Korallen und den Alkalinitätswerten aber nicht entspricht.
      Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wurden Krankheitserreger eingeschleppt. Neue Fische sind dann regelmäßig empfindlicher, denn neben Stress verursachen vor allem Schleimhautschäden durch Fang und Transport ideale Ansiedlungsflächen für parasitäre Erreger.

      Ist ein Becken einmal befallen, ist eine ausreichende Zeit (mindestens 1 Monat) ohne jeglichen Fischbesatz die zuverlässigste Gegenmaßnahme.

      Gruß

      Bernd
    • Hallo zusammen,


      es muss während einer Diskussion auch der Blick ein wenig abseits des Kernthemas erlaubt sein.
      Es ist doch nicht verkehrt den Fokus einmal mehr auf den PH-Wert zu lenken. Nahezu jede chemische Reaktion wird durch den PH-Wert beeinflusst. Es gibt vermutlich diverse biologische Effekte.
      Den Blick auch für diese Dinge zu schärfen, kann ja nicht verkehrt sein.
      Allein aus diesem Grund ist der Kommentar von Rolf wenig hilfreich. Schon gar, wenn Anfänger mitlesen, und wenn man dabei nicht ins Detail geht. Also keine Begründung liefert, sondern nur diesen einen Satz heraushaut. Was er auch in anderen Diskussionen auf diese Art und Weise einmal mehr zum Ausdruck gebracht hat.
      Aber sei es, wie es ist.
      Zur Bewertung bezw. Einschätzung des PH-Werts bezüglich seiner Schwankungen (diese sind relativ zu sehen) erinnern wir uns lieber an den „Zehnerlogarithmus“ der PH-Wert-Skala. :)
      Je weiter wir uns von den Idealwerten (natürlicher Wert) entfernen, desto unübersichtlicher werden manche Reaktionen. Das gilt nicht nur für den PH-Wert. Insofern kann man ruhig einmal über darüber sprechen.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Die von hajo angesprochenen biologischen Folgen kann ich leider aus eigener Erfahrung sehr eindrucksvoll bestätigen: breites Korallensterben vor allem bei den Steinkorallen, wuchernde Algen in einem vorher fast algenfreien Becken, Wunden und Entfärbungen am Mandarinfisch, verheerender Zusammenbruch der Population bei den Kleinkrebsen wie Flohkrebsen, tropische Mysis und andere Kleinlebewesen.
      Das Becken stand kurz vor dem totalen Kollabs.

      Jetzt nach gut zwei Monaten mit Atemkalk erholt sich langsam alles, ich habe wieder ein paar Flohkrebse und tropische Mysis gesehen, obwohl es immer noch nicht die rauhen Mengen wie vorher sind. Aber zumindest tanzen die Mysis an einigen Stellen im Refugium und im Hauptbecken wieder herum und bei der Algenernte sehe ich wieder viele Kleintiere.
      Viele Grüße

      Sandy
    • moin,

      der ph-wert in fischtransporttüten sinkt im laufe der stunden, explizit bei langen transporten halt besonders tief.

      wenn der fisch jetzt sofort in ph-hohes wasser gesetzt wird, fällt ammoniak in seinem gewebe aus, was ihn letztlich tötet.

      großhändler ziehen mit co2 den ph-wert in den quarantänebecken so weit runter, dass die fische problemlos umgesetzt werden können und heben dann den wert laaangsam wieder an.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      "ULTRA-C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Hallo,

      natürlich kann man bei einer Diskussion auch einen Blick etwas abseits lenken, aber es hilft weder dem Betroffenen noch mitlesenden Einsteigern, wenn abseits von Fakten spekuliert wird und nötige Maßnahmen eventuell in die falsche Richtungen geleitet werden.
      Den tatsächlichen pH-Wert kennen wir noch gar nicht, die Alkalinität scheint optimal, damit die Pufferwirkung nicht eingeschränkt und das Becken sieht optisch nicht schlecht aus. Warten wir daher lieber einmal auf das Ergebnis der pH-Messungen.

      Gruß

      Bernd
    • Hallo,

      ich werde mir morgen einen UV Klärer einbauen. Es ist der FIAP UV Active 35W geworden.
      Den konnte ich mir ausleihen. Der soll jetzt mal 1-2 Monate laufen, danach probier' ich wieder mit neuem Besatz.
      Achja, eine neue Lampe kommt natürlich auch rein.

      Bezüglich pH-Messung wäre ich auf jeden Fall gewillt mal eine richtige Messung kontinuierlich über eine längere Zeit durchzuführen.
      Allerdings ist das etwas schwierig, da mein Büro nur am Vormittag besetzt ist, und ich somit nicht 24h beim Becken bin.
      Hier wäre ein pH-Messgerät mit Aufzeichnung eventuell interessant. Gibt's da vielleicht irgendwelche Vorschläge?

      Ehrlich gesagt habe ich noch nie den pH-Wert bei mir gemessen.
      Ich werde mir morgen mal einen Tester besorgen.

      Was wir ständig, mindestens 1x wöchentlich kontrollieren ist Ca, KH und NO3.

      LG
      Walter
    • Hallo Walter,

      der GHL Profilux bietet die Möglichkeit den pH Wert zu messen und gleichzeitig aufzuzeichnen.
      Ich habe mir zu diesem Zweck einen gebrauchten PL3 geholt.
      Gleichzeitig kannst Du noch vieles mehr damit automatisieren.
      Wenn Du es richtig nobel möchtest dann gleich das aktuelle Modell PL4

      shop-meeresaquaristik.de/Mess-…-Ultimate-Set::19153.html

      Gruß David
      1600/700/600, RE DC 200 RD3, 8x80W, Balling, Sangokai, Vliesfilter DIY
    • Hallo,

      PO4 messen wir nicht so oft....geschätzt ca. monatlich. Ist eigentlich noch nie aus dem Ruder gelaufen.
      Seit dem großen Fischsterben vor 2 Monaten ist Phosphatabsorber und Kohle im Becken.

      Heute habe ich den pH gemessen: 7,0 war das Ergebnis mit anschließendem Gegentest.
      Also das Ergebnis sollte stimmen. (gemessen um 10Uhr bei Beleuchtungsmaximum)
      KH war dabei auf 7,9.
      Da ich für eine KH Erhöhung sowieso Natriumhydrogenkarbonat dosiere, würde ich jetzt mit Triple Buffer nachhelfen, und dabei natürlich das Natrium aussetzen.

      Heute haben wir einen toten Fisch sediert und ihn uns unterm Mikroskop angesehen. Im Speziellen die Kiemen, welche wir aufschnitten.
      Wir konnten nichts Auffälliges entdecken.

      Die Frage ist halt, ob dieser natürlich viel zu niedrige pH-Wert, überhaupt die Ursache für das Sterben sein kann.
      Und vor Allem, kann dies solche Symptome bei den Fischen hervorrufen? (Atmung)
      Warum ist der überhaupt so tief? Warum passt die KH dann?

      LG
      Walter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hicom350 ()

    • Hallo David,

      ich kann dazu nur soviel sagen:
      Zuerst habe ich mit den Salifert Tests KH und pH selbst gemessen.
      Da ich auch sehr verwundert bezüglich des pH war, habe ich den nochmal gemessen, jedoch mit dem selben Ergebnis.

      Anschließend bin ich zum Aquarianer meines Vertrauens gefahren.
      Dieser hatte einen Kombi-Streifentest verwendet. Das selbe Ergebnis.

      Hier noch der Link für Triple Buffer: tropic-marin.com/minerals/triple-buffer/

      LG
      Walter
    • Hallo Walter,

      die PH-Wert-Messung sollte immer an Ort und Stelle erfolgen. Im Gegensatz zu Ca und KH kann sich der Wert im Transportwasser schnell verändern.
      Die Werte mit Tropftest oder Teststreifen zu ermitteln, erscheint mir wegen der Genauigkeit nicht sinnvoll. Fuer den gestandenen Meerwasser - Aquarianer ist die elektronische Messung die weitaus bessere Wahl, weil genauer. Die Tendenzen werden leichter wahrgenommen, als man es mit den o. a. Methoden erreichen wird. Kannst du dir nicht bei deinem Händler ein Gerät ausleihen? Es wäre doch nur fuer ein paar Stunden. Dann hast du auch die Gewissheit, was los ist. Allerdings sollte das Gerät vorher kalibriert werden. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist in diesem Fall besser!
      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Hallo Hajo,

      das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen.
      Ich habe mir im Fachhandel das JBL PH Control Touch besorgt.
      Ich komme jetzt nach erfolgter Kalibrierung auf einen pH-Wert von 8,08 (ca. 1h nach Beleuchtungsabschaltung).

      Irgendwie ist mein Vertrauen in die Tröpfchentests am Tiefpunkt angelangt.
      Ich frage mich wie man bei dreimaliger Messung, mit 2 verschiedenen Tests welche komplett dasselbe anzeigen, so weit daneben liegen kann?
      Abgelaufen waren die ja auch nicht.

      So wie es scheint kann ich dann wohl den pH-Wert als Ursache für ein Fischsterben komplett ausschließen.
      Außer man sollte der elektronischen Messung wieder nicht trauen können ?!?!

      Noch ein kleines Update zum gestorbenen Fisch:
      Am Nachmittag hat sich ein Univ. Prof. den toten Fisch unterm Mikroskop nochmal angesehen. Er konnte weder in den Kiemen noch im Magen oder sonst wo Unauffälligkeiten erkennen.
      Am Sauerstoff meinte er, kann es jedenfalls nicht liegen, da die Kiemen definitiv gut aussahen.

      LG
      Walter
    • Kein Sauerstoffmangel, keine Ammoniak/Nitritvergiftung, keine festsitzende Parasiten (Haut, Magen, Darm)! Auch ein Vibrionenbefall wäre entdeckt worden.
      Bleibt eigentlich nur eine schleichende Toxizität?
      Gruss
      Hajo
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      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo,

      also eines käme lt. Aussage des Prof. noch in Frage:
      Ein parasitärer Befall der Leber oder Nieren (ich weiß grad nicht mehr was er von den beiden gesagt hat).
      Soweit ist er nämlich nicht vorgedrungen bei der Untersuchung.
      Er meinte, dass ich einfach die UV-Anlage mal ein Monat laufen lassen soll, und dann noch mal probieren soll.

      An was hast Du bei der Toxizität gedacht?
      Das könnte ja alles sein.

      LG
      Walter
    • Es hatte hier einen Bericht gegeben, wo in der Quarantäne Fische imer wieder Probleme mit der Atmung bekommen hatten, die selbst mit vielen großen Wasserwechseln nicht verschwanden und erst durch das Entfernen der Weichkorallen gelöst wurden. Ob es Absonderungen des anhaftenden LS oder der Weichkorallen war konnte nicht herausgefunden werden.
      Muss irgendein organisches Gift gewesen sein.

      Konnte den Thread aber leider nicht mehr wiederfinden.
      Viele Grüße

      Sandy
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