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"Milka" bleicht aus

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    • Hallo zusammen,
      Nachdem ich jetzt seit einigen Monaten mit Kalkwasser arbeite kann ich die Kalkwasserdosierung voll und ganz empfehlen! Ich hatte massive Fadenalgenprobleme und bin durch Bernd Koberstaedts Ratschlag daran gegangen KW zu dosieren. Die pH-Werterhöhung klappt bestens und die Algen gingen auch langsam wie gewünscht zurück. Ich verwende keinen KW Reaktor, sondern einen ganz normalen Kanister. Wichtig ist, wie Bernd auch schon schrieb, den Behälter gut abzudecken, damit kein CO2 der Umgebungsluft im KW schon CaCO3 erzeugt.
      Mittlerweile dosiere ich das KW nur Nachts und damit gehen die pH-Schwankungen Tag/Nacht auf ca. 0,3 herunter (aktuell Tag ca 8,4 ‚nachts 8,1).
      Da ich in einer kleinen Wohnung mein Becken stehen habe und aktuell ohne Atemkalk arbeite macht das CO2 der Umgebungsluft aber u.U. einen großen Einfluß auf den Effekt der KW Dosierung:
      - wird wenig gelüftet/ viel CO2 erzeugt (z.B. Durch Anwesenheit von mehreren Personen in der kleinen Wohnung, fällt der pH deutlich ab.
      - wenn der CO2 Eintrag weg ist dauert es 1-2 Tage bis der pH wieder ansteigt
      - je nach CO2 Situation gibt es einen Einfluß auf die Balling Dosierung. Ich verwende Balling Light und mußte Ca komplett einstellen (ist ja logisch) aber auch die Kh Dosierung mußte oft angepaßt werden und ich meine eine Korrelation von erhöhtem CO2 und reduzierter Kh Dosierung feststellen zu können. Das spricht natürlich dafür dass bei erhöhtem CO2 Gehalt der Umgebungsluft dieses verstärkt im Beckenwasser gelöst wird und dort auch die Kh erhöht.

      Von daher werde ich jetzt auch mit Atemkalk arbeiten, um diese CO2 Schwankungseffekte zu minimieren.

      Ansonsten aber ein klarer :thup Für die Kalkwasserdosierung!
      Vielen Dank nochmal an Bernd für diesen Rat!

      Beste Grüße
      Bernhard
    • martin.holzner schrieb:

      für Kalkwasser funktioniert ganz gut der Calcium Dispenservon Tunze.
      Hallo Martin,

      Danke für den Tipp. Leider ist mein Unterschrank schon dermaßen voll, dass dieses Gerät nicht mehr reinpassen würde. Werde mich zunächst der manuellen Methode bedienen.

      deep_blue schrieb:

      Ich verwende keinen KW Reaktor, sondern einen ganz normalen Kanister.
      Hallo Bernhard,

      dein Vorgehen, die Beckengröße ca. und auch die Kombination mit dem Balling Light klingt ja genau nach meinem Becken und meinem Plan.
      Dass man sich an die Mengen und veränderten Einstellungen im Balling herantasten muss, ist klar, aber nur mal so grob: Wieviel Kalkwasser in welcher Geschwindigkeit gibst du täglich zu?

      Danke und Grüße
      Ronny

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von colisa ()

    • Hallo Ronny,

      ich brauche momentan 2l täglich, die ich in 250ml Einheiten per Dosieranlage stündlich in der Nacht zugebe. Dazu kommt täglich noch ein halber Liter normales Osmosewasser zum Niveauausgleich. Mittlerweile habe ich sogar meinen ehemaligen Osmosewasserbehälter (50l Kapazität) zum KW Behälter umfunktioniert und das OSmosewasser kommt aus einem kleineren Kanister. Mit abgedeckten Wasserbehälter habe ich nunmehr auch nach 2 Wochen keine Beeinträchtigung des KW gesehen. Man soll das KW auch ganz gut über die resultierende Leitfähigkeit kontrollieren können.

      Beste Grüße
      Bernhard
    • Hallo Bernhard,

      2 Liter täglich? OMG, musste mich erst mal setzen. ;)
      Das bekomme ich platztechnisch nicht hin. Wenn ich den jetzigen Nachfüllbehälter zum Kalkwasserbehälter umfunktioniere, wäre ja eben auch hier ein zusätzlicher Behälter zum Niveauausgleich notwendig.

      Jetzt hoffe ich doch wie verrückt, dass der Einsatz des Atemkalks ausreichend ist und ich das Thema Kalkwasser streichen kann. Wenn nicht, muss ich neu überlegen.

      Danke und Gruß
      Ronny
    • hajo schrieb:

      Es wird hierbei nicht die Alkalität (KH) beeinflusst
      Hallo Hajo,

      Alkalinität wird als Säurebindungsvermögen definiert. Und mit Kalkwasser, egal ob mit Kalkwasserrührer oder in der PE Flasche angesetzt, gibt man Calcium- (Ca2+) und Hydroxidionen (2x OH-) zu. Und Hydroxidionen können Säuren (z. B. H+ oder R-COOH (organische Säuren)) neutralisieren/binden. Mit 1 l Kalkwasser, in welchem 1,6 g Ca(OH)2 gelöst sind, erhöht man auf 1000 l Ca um 0,87 mg/l und die Alkalinität um 0,12 °dKH.

      Ca(OH)2 + 2 CO2 > Ca(HCO3)2

      Bei hinreichendem Angebot an CO2 wird aus den Hydroxidionen auch Hydrogencarbonat/Karbonathärte gebildet, was ja letztendlich der Hauptteil der Alkalinität ist.

      Da bei einer KH von 7,5 die Sättigungskonzentration von CO2 im Meerwasser bei einem pH von ~ 8,32 vorliegt, würde ich sagen, bei den meisten liegt der Zustand der Übersättigung vor. Zumindest bei mir trotz Atemkalk. Ich dosiere Nachts 3 l Kalkwasser und musste meine KH Dosierung um den Alkalinitätsbeitrag des Kalkwassers senken, damit die KH stabil bleibt.

      Durch die Kalkwasserdosierung ist mein pH absolut ca. 0,1 nach oben gegangen und die Tag/Nacht Differenz von ca. 0,3 auf 0,2 gesunken.




      LG Kristian
    • Hallo,

      Kristian hat es genau richtig ausgeführt. Kalkwasserzugabe ist ja eine altbewährte Methode, bei der allerdings im Gegensatz zur Balling-Methode keine Carbonat-Ionen direkt in Becken gegeben werden können. Nur über den von Kristian aufgezeigten Umweg des Gasaustausches/ Zufuhr von Kohlendioxid aus der Umluft können Hydrogencarbonate gebildet werden.
      Mit der Ballingmethode/ Zugabe von Natriumhydrogencarbonat für die Alkainität und Calciumchlorid-Dihydrat für die Calciumversorgung lassen sich beiden Parameter zielgenauer steuern.

      Trotzdem macht auch die Kalkwasserzugabe in vielen Fällen Sinn. Ich arbeite zum Beispiel mit einem Kalkreaktor. Der dabei nicht vermeidbare geringe CO2-Überschuss wird durch die Kombination mit der Kalkwasserzugabe ideal ausgeglichen.

      Viele Versorgungsgerätschaften habe ich mir selbst konstruiert, was bei meinem ausreichenden Platz kein Problem ist. Ein elektronisches Pegelgerät schaltet eine kleine Förderpumpe, die bei sinkendem Wasserstand Osmosewasser aus einem Vorratsbehälter in einen geschlossenen Behälter mit Kalkwasser und von dort in das Technikbecken drückt. Im Kalkwasserbehälter befindet sich eine uralte, billige Minipumpe, welche sich mehrmals nachts kurz einschaltet und den Kalkschlamm umrührt. Der Wasserausgleich erfolgt dagegen nur am Tag. Der Kalkschlamm kann sich in der Zwischenzeit wieder absetzen. So wird verhindert, dass mit dem Kalkwasser auch Calciumhydroxidschlamm ins Becken gelangt.

      Ronny wird so viele Geräte wohl nicht unterbringen können. Aber eine manuelle Zugabe zum Ausgleich des Verdunstungswassers aus einem Kanister einmal täglich ist auch kein so riesiger Akt. Im Lauf der Zeit bekommt man ja ein gutes Gefühl für die jeweils nötige Menge.

      Gruß

      Bernd
    • Hallo

      Der Tipp von Bernd mit den nachts beleuchteten Algen ist eine sehr einfache Lösung und macht sehr wenig Arbeit.

      Ich hab mir dazu eine Kammer im Technikbecken mit LED-Beleuchtung ausgerüstet.

      Eventuell kannst du ja doch irgendwo einige Algen unterbringen.
      Gruß vom Nils

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    • Hallo Kristian,

      es sah in meiner Praxis so aus, dass ich mit dem Kalkwasser den Ca-Wert optimiert habe. Heute nehme ich ein anderes Verfahren. Der Nebeneffekt ist, wie von dir trefflich beschrieben, eine geringfügige Erhöhung der Alkalität. Armin Glaser beschreibt dieses Phänomen mit „unter günstigen Bedingungen!“. Wo aber sind die Bedingungen günstig? Ich denke, nicht unbedingt überall.
      Da aber diese Erhöhung nicht ausreicht, um das korrekte Verhältnis zum Calciumwert herzustellen, wird versucht, den Verbrauch der Alkalität durch zusätzliche Gaben von Carbonaten bezw. Hydrogencarbonaten auszugleichen. Ich muss gestehen, dass ich bemüht bin ein stöchiometrisches Verhältnis anzustreben. Im Alltag hingegen bewegen wir uns oft nur in Bereichsgrenzen, zwischen den empfohlenen und den unproblematischen. Der Verbrauch schwankt in diesen Grenzen in gewissen Abhängigkeiten. So sind mir eventuelle Verschiebungen, speziell auf der Alkalitätsseite nicht sonderlich auffällig geworden, da der Ausgleich auch nie in punktgenauer Größenordnung erfolgte.
      Trotzdem, hab Dank für den Einblick in deine Chemiekiste. :D
      Gruß
      Hajo
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    • Burkhard Ramsch schrieb:

      Habe ich auch lange Zeit gedacht. Im allgemeinen stimmt es wohl. Doch scheint es Fälle zu geben, bei der die KH trotzdem ansteigt. In unserem Fischsystem (kein Kalkreaktor, kein Ballling) steigt reproduzierbar die KH (wenn man nicht aufpasst sosgar über 12°dH), wenn der Kalkwasserreaktor in Betrieb ist. Warum weiß ich nicht. Es scheint sich CO2 bei hohem pH-Wert (im Becken ca. 8,2) zu Hydrogencarbonat/Carbonat umzuwandeln.
      Hallo Burkhard, hallo zusammen,

      das ist relativ leicht zu erklären und hängt mit der Kalksättigung zusammen. Kalkwasser führt dem Becken Calcium und Alkalinität (Karbonathärte) zu. Wenn das Wasser kalkgesättigt ist, was in Riffaquarien meist der Fall ist, kann die Alkalinität nur durch einseitige Zufuhr von z. B. Natriumhydrogencarbonat gesteigert werden. Zufuhr von Calcium und Karbonathärte führt zu verstärkter Kalkbildung wodurch die Zufuhr wieder ausgeglichen wird. Ist das Wasser aber mit Kalk untersättigt, was in Fischaquarien öfter der Fall ist, bleiben sowohl Calcium als auch Karbonathärte bis zur Kalksättigung im Wasser, beide Messwerte steigen an.

      Grüße

      Hans-Werner

      P. S.: Sehe gerade, Kristian hat es bereits in anderen Worten erklärt.
      H ><((((°>

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hans-Werner ()

    • Hallo zusammen,

      Vielen Dank zunächst nochmal für alle Meinungen, Informationen und Ratschläge.

      Aus Platzgründen lassen sich Algenrefugium und ein automatisches Dosiersystem von Kalkwasser nicht umsetzen.

      Die letzten 2 Tage habe ich mal versuchsweise morgens je 1 Liter Kalkwasser zugegeben. Hatte die beiden Tage zumindest den Eindruck, dass sich der PH Wert insgesamt auf einem etwas höheren Niveau bewegte.

      Messung mit PH Elektrode:

      Tag vor Kalkwassereinsatz
      früh 7,57 / abends 7,98

      die beiden Tage mit Kalkwasser
      früh 7,75 bzw. 7,78 / abends 8,01 bzw. 8,02

      Heute ist endlich der Atemkalk eingetroffen und seit ungefähr 2,5 Stunden der Filter angeschlossen.

      PH Wert 17:00 Uhr: 8.01
      PH Wert 19:30 Uhr: 8,07!

      Also hier passiert was.

      Mit dem neuen PH- Tropfentest messe ich soeben eher 8,2. Die Abweichung zur Elektrodenmessung 8,07 halte ich aber für tolerabel, oder wie seht ihr das? Ich denke mir jetzt immer konservativ 0,1 zur Digitalanzeige dazu, was ja insgesamt eine noch bessere Entwicklung des PH Wertes ergibt.

      Kalkwasser werde ich erst einmal nicht mehr zugeben. Erstens hoffe ich, der Atemkalkfilter ist ausreichend und zweitens kann ich die tägliche manuelle Zugabe niemals durchhalten.

      Ich werde mal ein paar Tage alles notieren und nochmal berichten. Bin mal auf die Anzeige morgen früh gespannt.

      .... über die Entwicklung der "Milka" (da war doch was, siehe Titel) berichte ich natürlich auch noch, wenn ein paar Tage/ Wochen vergangen sind.

      Liebe Grüße
      Ronny
    • Hallo Ronny,

      Das klingt doch schon mal gar nicht so schlecht.....

      In meinen Augen würde die Zugabe von Kalkwasser abends deutlich mehr Sinn ergeben.

      Je nach Job und Lebensweise hat man ja Abends auch etwas mehr Zeit für solche Dinge.
      Gruß vom Nils

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    • Hans-Werner schrieb:

      aufgrund der auf den Bildern eher beige-gräulich erscheinenden Färbung würde ich auch auf Phosphatmangel tippen. Ich habe hier eine Milka unter stärkerem LED-Licht, die wurde beim Aufhellen eher rosa mit bläulichen Polypen statt gräulich.
      Hallo,

      ich weiß, es kommt spät, wollte aber mal ein Bild nachreichen. Ich glaube, diese "Milka" ist ähnlich hell und "ausgeblichen", aber wohl unter anderen Bedingungen. Es ist eine "Milka", in anderen Aquarien ist sie auch braun mit bläulich-violetten Tentakelspitzen, so wie man sie kennt. Aufnahme unter der relativ diffusen LED-Aquarienbeleuchtung, Weißabgleich Tageslicht, kein Blitz.

      Grüße

      Hans-Werner

      H ><((((°>

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    • Hallo zusammen,

      2 Woche sind nun erst vergangen und folgende positive Dinge kann ich nach dem Einsatz des Atemkalkfilters und dem regelmäßigen (fast täglich, aber nur geringe Dosis) zugeben des Korallenfutters AquaMedic Reef Life plancto beobachten:

      PH: deutliche Erhöhung des allgemeinen Messbereiches
      Schwankung morgens mind. 8,00 abends 8,4.
      (Tröpfchentest vom TM, die PH Sonde zeigt stabil mindestens 0,15 bis 0,2 niedrigere Werte an)

      "Milka": das ausbleichen ist nicht nur gestoppt, sondern es sind an den vor 2 Wochen sehr hellen Flächen an der Basis Zeichen der Regeneration erkennbar, ansonsten wieder hin zur (für mich) schönen lila Farbe, Polypen ziehen sich kaum noch zurück.

      KH: 6,9 (Dosierierung muss ich seit Tagen permanent anheben, Verbrauch zieht an)
      Mg: 1110 (heute überraschend festgestellt, obwohl jede Woche wie immer 20ml nachdosiert wodurch ich stabil über 1300 gemessen hatte, heute auf 1340 angehoben, Verbrauch zieht also an, wöchentliche Dosierung werde ich anheben)
      Ca: von 430 vor 2 Tagen jetzt auf 410 gefallen. Verbrauch zieht also an, Dosierung angehoben.

      Also derzeit bin ich sehr zufrieden. Werde regelmäßig Messungen vornehmen und die Dosierungen anpassen.
      Bilder
      • 20190202_095438.jpg

        5,53 MB, 3.200×2.400, 31 mal angesehen
      • 20190202_095412.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von colisa ()

    • Hallo Ronny,

      kann ich deinem Bericht entnehmen, dass einzig und allein die Anhebung des Phs das Problem gelöst hat? Insofern scheinen die Ergänzungen der Elemente eine positive Folge der PH-Stabilisierung zu sein, was sich auch auf das Wachstum niederschlagen wird. Ähnliche Probleme hatte ich mit dem niedrigen PH auch. Nach der Anhebung verschwanden alle negativen Aspekte. :)
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Ronny,

      ich sehe da vor allem eine sehr deutliche Verbesserung beim Polypenbild. Das scheint mir der wesentliche Unterschied zwischen diesen und den älteren Bildern. Das Polypenbild entscheidet natürlich mit über den Farbeindruck. Eventuell sind die Polypen etwas dunkler geworden.

      Ich halte die Fütterung und die damit eingebrachten Nährstoffe für die wahrscheinlichere Ursache der verbesserten Polypenexpansion und der dunkleren Färbung gegenüber pH-Wert und Atemkalk. Ich habe zwar noch keinen Atemkalk eingesetzt, anders bewerkstelligte pH-Erhöhungen (Hydrogencarbonat/Carbonat, Kalkwasser) hatten eher gegenteilige Auswirkungen.

      Ein erhöhter Verbrauch bei Ca und KH hängt natürlich von pH-Wert und Kalksättigung ab. Da müsste man abwarten, wo der Kalk hingeht, Korallen, Kalkrotalgen oder drittes.

      Ein deutlicher und rascher Verbrauch beim Magnesium ist zumindest ungewöhnlich. Wurde zwischen den Messungen die Dichte verringert?

      Gruß

      Hans-Werner
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    • hajo schrieb:

      kann ich deinem Bericht entnehmen, dass einzig und allein die Anhebung des Phs das Problem gelöst hat?
      Hallo Hajo,

      da ich auch Korallenfutter zugebe, kann es natürlich auch an dem Futter liegen, siehe auch Beitrag von Hans- Werner.

      Wenn der PH Wert sich aber jetzt auf einer höheren Ebene stabilisiert, kann dies sicher dem Becken nur gut tun. Bin jedenfalls derzeit von der Atemkalkmethode positiv überrascht.

      Hans-Werner schrieb:

      Ein deutlicher und rascher Verbrauch beim Magnesium ist zumindest ungewöhnlich. Wurde zwischen den Messungen die Dichte verringert?
      Hallo Hans-Werner,

      die Dichte liegt eigentlich unverändert bei 1,0235 (25°C), wie vor 4 Wochen. Gemessen habe ich jeweils mit dem doch recht großen (und genauen?) JBL Präzisions-Aräometer.

      Grüße Ronny
    • colisa schrieb:


      Wenn der PH Wert sich aber jetzt auf einer höheren Ebene stabilisiert, kann dies sicher dem Becken nur gut tun. Bin jedenfalls derzeit von der Atemkalkmethode positiv überrascht.
      Genau in diese Richtung habe ich auch gedacht.

      Gruß
      Hajo
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    • Hallo zusammen,

      die Laboranalyse liegt vor.

      Sieht gar nicht sooo schlecht aus, finde ich.

      Silicium und Nickel sind etwas hoch. Woher die Werte kommen? Im UO Wasser ist ja nichts gemessen worden.

      Sind diese beide Werte kritisch?

      Danke
      Gruß
      Ronny
      Dateien
      • Analyse_Becken.pdf

        (132,4 kB, 41 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • Analyse_UO.pdf

        (130,68 kB, 22 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Hallo Ronny,

      ich habe auch meine Analyse von ATI bekommen und bin erstmal über den hohen Si Wert gestolpert.
      Meine Probe für die Osmoseanlage hat auch nichts angezeigt.

      Jetzt ist mir aufgefallen, dass der Wert ja in Mikrogramm/Liter angegeben ist.
      Also Wert in Milligramm/Liter umrechnen um den Silikatgehalt auszurechnen.

      Auf ein Silizium-Atom mit einem Gewicht von 28u kommen 4 Sauerstoffatome mit einem Gewicht von 16u.
      Das wären bei dir umgerechnet 430,6u/l => 0,436 mg/l

      0,436x(4x16/28)= 0,99 mg Silikat

      Da es ja auch im Salz enthalten ist, mit dem du dein Wasser ansetzt, kann es also auch in deinem Becken vorkommen.

      Bitte an die Chemiker hier im Forum um Korrektur falls ich da was durcheinander gebracht habe.

      LG
      Peter
      salzige Grüße aus dem Taunus

      Peter
    • Hallo Peter,

      die Rechnung ist nicht ganz richtig. Anstelle von Chemikern ist hier jemand notwendig, der Mathematik für den Hausgebrauch kennt. (^-^)

      Gemessen wird in der Analyse nur atomares Silizium, dieses wird mit 0,436 mg angegeben.

      Silizium hat als Atomgewicht 28u, Sauerstoff hat 16u. Silikat mit der Formel SiO4 hat als Atomgewicht 92u.

      Hier das einfache Verhältnis:
      Silikat / Silizium = 92u / 28u = 3,28

      Wenn alles Si als Silikat angenommen wird bekommst Du 0,436mg *3,28 = 1,43mg.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Sandy Drobic schrieb:

      Hallo Peter,

      die Rechnung ist nicht ganz richtig. Anstelle von Chemikern ist hier jemand notwendig, der Mathematik für den Hausgebrauch kennt. (^-^)

      Gemessen wird in der Analyse nur atomares Silizium, dieses wird mit 0,436 mg angegeben.

      Silizium hat als Atomgewicht 28u, Sauerstoff hat 16u. Silikat mit der Formel SiO4 hat als Atomgewicht 92u.

      Hier das einfache Verhältnis:
      Silikat / Silizium = 92u / 28u = 3,28

      Wenn alles Si als Silikat angenommen wird bekommst Du 0,436mg *3,28 = 1,43mg.

      Kann doch so einfach sein :aeh:
      salzige Grüße aus dem Taunus

      Peter
    • Hallo Peter und Sandy,

      Danke für eure Berechnungen.
      1,43 mg sind dann ja schon etwas erhöht, zumindest was ich so als Empfehlung (0,1) gelesen habe.
      Aber da es kaum Algen gibt, inbesondere keine Kieselalgen, scheinen die 1,43 mg/l nicht zu stören.

      Hallo Hans Werner

      Danke für die Info. Habe bei A. Glaser gerade gelesen, ab 10 µg/l Ni können Schnecken geschädigt werden.
      Davon bin ich zum Glück noch entfernt.

      Grüße Ronny
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