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Einrichtung eines neuen Meerwasseraquariums OHNE Meeresentnahmen

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    • Hallo zusammen,

      ich habe mich auch schon gefragt, ob der entscheidende Faktor nicht vielleicht Nährstoffe in der Kulturlösung sind.

      Bei meiner Lieferung habe ich auch nicht wirklich die rundlichen Synechococcus (Kokkos = Kern, Korn, Bezeichnung Kokken für kugelige Bakterien) gefunden sondern kurze (Bruchstücke von?) Fäden, eigentlich auch für Synechococcus elongatus zu lang.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Wachstum ist die Lösung - nicht das Problem, sprach die Krebszelle und begann sich zu teilen. :devil3:

      www.photoimpressionismus.de

      Franconia Franca
    • Hallo Ewald,

      danke für Deine Rückmeldung.

      Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht so ganz, da ja "überall" damit geworben wird, dass Synechococcus Cyano-Probleme löst.

      Wenn das nicht funktionieren würde, würden doch nicht alle Plankton-Lieferanten damit werden, oder?

      Auch die FAQ von Martin Kuhn - und die haben ja keine wirtschaftlichen Interessen - geben an, dass Synechococcus verschwinden lässt...


      Auf der anderen Seite stellt sich natürlich noch die Frage, ob Du einen anderen Tipp hast, der hilft?


      Schöne Grüße


      Ralf
    • Hallo Hans-Werner,

      wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du, dass man zwar Synechococcus kauft, aber der Inhalt doch mehr oder weniger ein anderer ist?

      Ich verzweifle jedenfalls so langsam - dir Korallen stehen gut und wachsen, aber ich habe überall Cyanos. Eine Besserung ist kaum in Sicht.

      Wie Du weißt, gebe ich ja einiges an Mittelchen ins Wasser - neben Balling Light (wobei ich im Moment weder Magnesium noch Calcium verbrauche), Nitribiotic, Bacto-Balance und K+ und A-Elements. Dazu kommt noch das Plankton seit einigen Wochen.

      Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich das eine oder andere verändern soll, aber was?

      Da ich vermute, dass die Hauptsursache für die Cyanos durch hohe Silicium-Anteile im Osmosewasser hervorgerufen worden sind (sagt im Übrigen auch die IPC-Analyse), habe ich nun eine hochwertige Osmose-Anlage bei Burkhard bestellt, die ich gegen meine "Billig-Anlage" tausche. Ich hoffe sie kommt nächste Woche... ob das die Lösung ist... ich weiß es nicht!

      Zwischenzeitlich hatte ich auch nochmal vermutet, dass ich zu wenig oder falsche Strömung hatte. Also habe ich meine Maxspect auf volle Pulle gestellt und das Becken so richtig durchblasen lassen. Das hat nur dazu geführt, dass überall Cyano-Fäden über den Korallen hingen. Ansonsten keine Reduzierung der Bakterin.

      Ich überlege noch, ob ggf. das Licht dafür verantwortlich ist. Ich habe ja "nur" 4 x 96 Watt LED bei 60 cm Wassertiefe. Ich weiß es einfach nicht ?(

      Ich bin für alle Tipps und Ratschläge überaus dankbar!!!

      Schöne Grüße

      Ralf
    • SP1DIVER schrieb:

      Hallo Ewald,

      danke für Deine Rückmeldung.

      Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht so ganz, da ja "überall" damit geworben wird, dass Synechococcus Cyano-Probleme löst.

      Wenn das nicht funktionieren würde, würden doch nicht alle Plankton-Lieferanten damit werden, oder?

      Auch die FAQ von Martin Kuhn - und die haben ja keine wirtschaftlichen Interessen - geben an, dass Synechococcus verschwinden lässt...


      Auf der anderen Seite stellt sich natürlich noch die Frage, ob Du einen anderen Tipp hast, der hilft?


      Schöne Grüße


      Ralf


      Die Synechococcus werden vermutlich nicht direkt gegen Cyanos wirken sondern indirekt. Es wird auch damit geworben dass Synechococcus Po4 senken. Sinken des Po4 bedeutet Änderung des Milieus. Cyanos verschwinden oft bei Änderung des Milieus. Immer wieder liest man zu niedrige Nährstoffe und Cyanos. Erhöhung der Nährstoffe Cyanos weg. Zu hohe Nährstoffe Cyanos - starke Reduzierung Cyanos weg. Wie bei mir oben bereits geschrieben hat eine Erhöhung der Nährstoffe die Cyanos verschwinden lassen. Alles Änderungen des Milieus. Wenn jemand also wenig Po4 hat und dann Synechococcus dosiert fällt Po4 vermutlich weiter und verändert das Milieu vermutlich nicht.

      Wie hoch ist dein Po4?

      Gruß Torben
    • SP1DIVER schrieb:

      wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du, dass man zwar Synechococcus kauft, aber der Inhalt doch mehr oder weniger ein anderer ist?
      Das sah für mich so aus. Es ist evtl. ganz informativ, mal einen Blick durchs Mikroskop zu werfen.

      Wenn Du Nährstoffe ausgewogen anheben willst, könntest Du es mit Plus-NP anstelle von Bacto-Balance probieren.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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    • SP1DIVER schrieb:

      Hi Torben,

      mein PO4 bleibt recht konstant beio 0,02.

      Seit Anfnag der Woche spüle ich nicht mehr das Frofu. Ich hoffe, dass ich den nun etwas hoch bekomme. Ich messe immer Samstags - mal schauen wie es morgen aussieht...

      Schöne Grüße

      Ralf
      Ich hatte immer laut ICP 0.03 Po4. Ständig wurden Korallen von unten langsam weiß und überall Cyanos. Jetzt bin ich bei 0.1 Po4 und Acroporen wachsen besser. Farbe ist auch in Ordnung. Keine weißen Stellen mehr und Cyanos sind auch fast weg. Montiporen sind auch deutlich besser.

      Gruß Torben
    • Hallo Ralf,

      SP1DIVER schrieb:

      Hauptsursache für die Cyanos durch hohe Silicium-Anteile
      Cyanos sind von Silicium vollkommen unbeeindruckt. Silicium kann maximal eine Kieselalgenplage auslösen. Am besten mal die Cyanoteppiche unter's Mikroskop legen. Zur Not kannst Du eine Probe auch zu uns schicken (wenig Wasser, viel Luft).
      LG Burkhard
    • Hallo Zusammen,

      mal eine Frage an die Besatzprofis (Guten Morgen @hajo ;) ).....

      Ich plane jetzt so langsam die letzten Fische einzusetzen. Aktuell habe ich:

      2 x Pterapogon kauderni
      2 x Gramma loreto
      3 x Meiacanthus grammistes
      3 x Meiacanthus kamoharai
      5 x Pseudochromis fridmani
      2 x Assessor flavissimus
      2 x Amphiprion percula
      2 x Pseudochromis springeri
      2 x Sphaeramia nematoptera
      2 x Dunckerocampus pessuliferus

      Gesetzt sind für mich jetzt eigentlich noch 2 x Synchiropus Splendidus und 1 x Zebrasoma flavescens, da beide nun ja auch als Nachzucht zu bekommen sind.

      Meint Ihr der Besatz wäre dann schon zu viel?`

      Ich hätte eigentlich gerne noch zusätzlich 2 x Elacatinus Puncticulatus, 2 x Elacatinus Evelynae, 3 x Meiacanthus Nigrolenatus und 1 x Manonichthys Splendes, aber ich würde darauf verzichten, wenn es dann vielleicht doch schon zu viel Fisch für meinen kleinen Tümpel ist.

      Was meint Ihr?

      Schöne Grüße
      Ralf
    • Die meisten Deiner Fische sind relativ klein, von daher ist auch die Futtermenge deutlich geringer als wenn Du einige fette große Fische einsetzen würdest.

      Die entscheidende Frage ist daher eher, ob das Becken die biologische Last tragen kann. Dies hängt viel davon ab, ob die Korallen auf Dauer auch weiter gut wachsen und so Nährstoffe verwenden.
      Wenn die Nährstoffe sehr niedrig sind kannst Du es wagen. Ansonsten würde ich erst die Korallen ein halbes Jahr gut wachsen lassen, bevor Du schon die Fische auf den Endbestand aufstockst.

      Eine weitere Frage ist, ob die Dekoration den Bedürfnissen der weiteren Fische genügt und entsprechend Schlaf- und Fluchtplätze bietet.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Ralf!

      Ich setze einmal voraus, dass deine doch etwas ruhige Rasselbande gut miteinander auskommt. :)
      Das ist schon die halbe Miete bei der Vergesellschaftung mehrerer Arten, die sich in der Natur, wenn überhaupt, nur stellenweise begegnen würden.
      Die Kaudernis, die Grammas, Pseudochromis wie auch die Assessor und der Pyjama sind dem Riff und den Höhlen und Unterständen zugewandt und versuchen dort zurecht zu kommen. Die Meiacanthus-Arten bleiben ebenfalls unter der 10cm-Marke (obwohl mein Grammistes-Weib schon die 9cm erreicht hat). ;) Seenadeln fallen bei dieser Betrachtung nicht ins Gewicht.
      Gegen Synchiropus ist im Wesentlichen nichts einzuwenden, wenn im Becken die Mikrofauna stimmt. Kritisch wäre nur die Futterkonkurrenz zu den Seenadeln. Wenn allerdings diese Frost- und /oder Trockenfutter zu sich nehmen, wird es weniger ein Problem sein.
      Die Wasserhygiene wird dein(e) Vorhaben limitieren.
      Solange die Nährstoffwerte nicht aus dem Ruder laufen, kann auch der Flavescens Einzug halten. Bei der Betrachtung von Fisch/Aquarium sollte immer die Sicht auf die zu erwartende adulte Größe und der Stoffwechsel eine Rolle spielen. Es kann unter Umständen spätere Situationen geben, wo die vorhandene Technik nicht mehr den Anforderungen genügen wird.
      Wenn möglich,hat man dann die Möglichkeit technisch aufzurüsten oder man trennt sich von Liebgewonnenem.

      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Sandy,
      Hallo Hajo,

      im Moment vertragen sich alle ganz hervorragend. Hier und da mal ein bisschen Gerangel um die beste Höhle oder den schöneren Unterstand, aber alles harmlos....

      Da ich ja nur Nachzuchten habe, gehen auch alle Fische brav an Trockenfutter und Frostfutter.

      Im Moment ist es bei mir ja noch so, dass ich immer noch zu wenig Nährstoffe im Wasser habe. Obwohl ich bereits das Frostfutter nicht mehr spüle und täglich Plus-NP dosiere bin ich beim Phosphat immer noch so bei 0,03 und Nitrat liegt an der Nachweisgrenze.

      Also sollte von der Warte ja eigentlich nichts dagegen sprechen, wobei natürlich noch nicht alle Fische ausgewachsen sind.

      Die Synchiropus möchte ich natürlich auch als biologische Waffe gegen meine Turbellarien einsetzen. Ich hoffe das hilft...

      Ich denke ich setzte nächsten Monat dann mal die beiden Synchiropus und den Zebrasoma ein und werde dann weiter berichten.

      Vielen Dank für die Ratschläge.

      Schöne Grüße

      Ralf
    • moin,

      bei ordentlichem korallenbesatz und wuchs werden die winzlinge nicht viel zum nährstoffangebot beitragen.

      zumal zu beginn eh keine ausgewachsenen zum einsatz kommen - meistens.

      für einen einzelnen zebrasoma ist der restbesatz nicht wirklich passend.

      zumindest sollte ein zweiter mit hinzu.

      sie schwimmen gerne mit gleichartigen, wobei auch doc und falter angenehme gesellschafter sein können.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      shop.korallenfarm.de/index.php H
      "C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
    • Hi Joe,

      Falter habe ich als Nachzucht noch gefunden und andere Doc's als den Flavescens habe ich auch noch nicht als Nachzucht gefunden.

      Würdest Du dann also zu einem Pärchen Flavescens raten? Gibt es da nicht auch hin und wieder Schwierigkeiten untereinander?

      Was wäre denn statt einem zweiten Doc mit einem Pärchen Centropyge? Würden die auch zum Flavescens passen?

      Schöne Grüße

      Ralf
    • Hallo zusammen, Hallo Ralf!

      Dieser Gedankenaustausch bemüssigt mich, das Thema noch weiter zu vertiefen.
      Das folgende ist keine Kritik sondern eher meine eigene Sichtweise auf die Dinge.
      Ralf, es gibt auch keinerlei Beanstandung am vorbildlich laufenden Projekt!
      Der Gedanke möglichst viele bunte Fische in einem Aquarium zu vergesellschaften beschäftigt die Mehrzahl in unserer Meerwasser-Zunft.
      Allerdings stößt man bei der Umsetzung des Gedankens oft an die Grenzen seiner Wunschvorstellung. Oft unbewusst. Unabsichtlich.
      Wer kann mit wem, und wie färbt sich z. B. eine Mischgesellschaft auf das Verhalten Einzelner ab?
      Leider kauft die Mehrzahl der Aquarianer mit dem Auge und weniger mit dem Verstand.
      So finde ich zunehmend Einzeltiere bestimmter Arten und weniger harmonisierende Paare oder Gruppen in unseren Heimaquarien.
      Dabei gibt es nichts Bereicherndes als ein soziales Gefüge, in das ein Paar oder eine Gruppe ideal eingebunden ist. :)
      Beim Erwerb von juvenilen Doktorfischen, dazu zähle ich ebenso die Kaninchen, vermutet man nicht sofort ein spaeteres Problem.
      Wie auch, zum Zeitpunkt des Kaufs sind sie alle noch klein und niedlich, und das Entzücken vernebelt den Verstand.
      Diese Fische sind Dauerfresser!
      Ernährt man sie nicht optimal, artgerecht wäre hier das falsche Wort, bilden sich Neurosen und diese Arten können für andere Mitbewohner, sei es für andere Fische oder auch für die Korallen, zum Albtraum werden. Sie werden aus vielen Becken wegen der Unerfahrenheit ihrer Pfleger herauswachsen (falls sie diese Chance überhaupt bekommen) und blicken dann in eine sehr ungewisse Zukunft......... :(
      Apropos herauswachsen....
      Mit zunehmender Groesse, und da ist auch die Familie der Doktorfische eine nicht gerade sehr langsam wachsende Spezies, bekommt der Stoffwechsel einen Stellenwert.
      Neben der Unterschätzung ihrer adulten Endgroesse geht auch das Unwissen über die zu erwartende Wasserbelastung einher. Nicht selten werden größere Fische entfernt, weil sich die Belastung negativ auf die wenigen Korallen auswirkt. Selbst bei gutem Willen wird es oft nicht möglich sein, das Filtersystem aufzustocken oder durch ein anderes zu ersetzen.
      All das soll man bedenken, bevor man sich für die eine oder andere Tierart entscheidet.
      Vor dem Kauf!
      Zur Vorfreude auf eine harmonisierende Fischgesellschaft gehört unbedingt das Wissen um die Arten und um ihre sozialen Netze. Es gibt nichts traurigeres als ein Einzeltier. :!:
      Es kann jeder halten, wie er es will. Die Stelle des Moralapostels ist schon von anderen besetzt.
      Ich möchte hier die Pflege von Paaren oder Gruppen besonders! in den Vordergrund stellen.
      Das bringt (mir) mehr, als das Betrachten einer unorthodoxen Fischsuppe.
      Noch etwas: Nachzuchten sollten bei jedermann (jedefrau) hoch im Kurs stehen! Es bringt nur Vorteile. Die Fische sind kaum krankheitsanfällig und auch noch futterfest.
      Was will man mehr?
      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Hajo,

      ich bin total bei Dir.

      Ich hatte vor dem Start meines Projektes zunächst auch darüber nachgedacht, nur Fische einer bestimmten Region zu vergesellschaften, um ein möglichst natürliches Umfeld zu gewährleisten. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass das bei der Anforderung nur Nachzuchten zu verwenden, kaum möglich ist bzw. es noch weniger Optionen gegeben hätte. Auf diese Anforderung habe ich daher verzichtet.

      Bei meinem letzten Meerwasserbecken, vor über 25 Jahren, hatte ich bereits einige Jahre einen Flavescens und damals hieß es ganz klar - Einzelhaltung. So habe ich das auch damals erfolgreich gemacht. Auch heute ist diese Information noch in Fachbüchern oder Online-Informationen durchaus üblich, wobei ich natürlich nun noch einmal recherchiert habe und auch mittlerweile zahlreiche Empfehlungen zur Paarhaltung gefunden habe.

      Darüber hinaus bin ich froh, dass ich hier genau einen solchen Gedankenaustausch gibt, der auch mal einen kritischen Blick zulässt, um den Tieren eine möglichst optimale Lebenssituation zu ermöglichen.

      Ich denke daher, dass es auch bei mir ein Pärchen wird. Da die als Nachzucht nicht ganz preiswert sind, werde ich diesen Nachbesetz aber erst im kommenden Jahr umsetzen und dann selbstverständlich wieder hier berichten.

      Schöne Grüße

      Ralf
    • Hallo Zusammen,

      mal unabhängig davon, dass ich mich immer noch mit Cyanos und Planarien herumschlagen muss, entwickelt sich das Becken recht ordentlich.

      Insbesondere Weichkorallen, die Gorgonien, und das Briareum wachsen ziemlich gut.

      Was mich allerdngs wundert, ist die extrem hohe Anzahl an Schnecken die ich mittlerweile im Becken habe. Ich hatte ganz zum Anfang 20 Stück Nassarius eingesetzt und jetzt habe ich geschätzt tausende!

      Man sieht eigentlich, wenn überhaupt nur vereinzelt welche, aber wenn ich füttere, kommen die zu hunderten, in allen möglichen Größen, aus dem Bodengrund gekrochen.

      Ist das normal, oder ist das ein Zeichen für irgendwas? Mich stören die überhaupt nicht - ganz im Gegenteil, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ein "gutes" oder ein "schlechtes" Zeichen ist...

      Schöne Grüße

      Ralf
    • Hallo Ralf!

      Vergrößert sich eine Schneckenpopulation hast du, je nach den Gelüsten der verschiedenen Arten, Algenprobleme oder viele Zersetzungsprodukte im Sand (Detritus).
      Natürlich gibt es auch onmivore (frisst kleine Krebstiere, Algen und Würmer) und carnivore Gesellen, die aber in unseren Aquarien gemieden werden.
      Oder Spezialisten, die sich von Korallen, Schwämmen, Seescheiden und Moostierchen ernähren.
      Unsere harmlosen Sandbewohner fressen Algen und Detritus.
      Allerdings kann man einige Untertage arbeitenden Schnecken leicht verwechseln.
      Dann steht vielleicht keine reine Pflanzenkost auf dem Speisenplan, sondern auch ein gelegentliches Knabbern an Korallen oder Niederen.
      Verkleinert sich mit der Zeit die Schneckenpopulation ist das ein Zeichen für Nahrungsmangel.
      Das „Floaten“ ist eigentlich die Standardsituation. Mal habe ich einen Überschuss, da das Futterangebot stimmt – mal habe ich es nicht, und die Schnecken sind in ihrem Vermehrungsdrang gehindert.
      Es wird immer eine Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten sein.
      Eine übermässige Ansiedlung zeugt von reichlichem Nahrungsangebot. Dieses „Problem“ lässt sich, wenn überhaupt gewollt, mit der Einschränkung von Futter lösen.
      Gruß
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Zusammen,

      gestern habe ich meine beiden Zebrasoma Flavescens aus Nachzucht erhalten. Ich kann jetzt schon sagen, dass die beiden eine absolute Bereicherung für das Becken sind.

      Kamen in Top-Zustand bei mir an und sind schon wenige Minuten nach dem Einsetzen ans Futter gegangen. Besser geht es kaum!

      Ich freue mich wie Bolle.

      Darüber hinaus sind meine Wasserwerte nahezu perfekt und die Korallen wachsen prima.

      Allerdings habe ich immer noch nicht die Cyanos im Griff oder kann ich eine Reduzierung der Tubellarien feststellen. Diese sind wohl für meine Mandarin-Fische zu groß...

      Ich werde in den nächsten Wochen noch ein paar Korallen einsetzen. Vielleicht kann ich dadurch zumindest die Cyanos etwas eindämmen....

      Schöne Grüße

      Ralf
    • Hallo Zusammen,

      ich wollte mal ein kurzes Update geben....

      Leider ist wenige Tage nach dem Einsetzen einer der Zebrasomas spurlos verschwunden. Keine Leiche, keine Reste - nix! Ich habe natürlich ein paar Tage abgewartet, aber er ist nicht wieder aufgetaucht. Sehr schade....
      Ich habe mich direkt entschieden nicht lange zu warten und habe bei Coralaxy einen neuen aus Nachzucht bestellt. Wieder ein wunderschönes Tier. Der vorhandene hat ihn ein paar Tage gnadenlos verfolgt und die Flossen zerbissen. Genau an dem Tag, wo ich einen wieder aus dem Becken nehmen wollte, schwammen sie plötzlich wie ein Herz und eine Seele zusammen durchs Becken. Jetzt sind die beiden unzertrennlich und der Neue hat sich auch sehr schnell wieder von den Verfolgungspuren erholt. Das freut mich sehr.

      Wirklich toll, dass es so schöne Tier nun auch aus Nachzuchten gibt.

      Ich habe mir dann noch ein Pärchen Elacatinus puncticulatus (Rotkopfgrundel) gegönnt. Das sind auch super interessante und schöne Fische. Es macht sehr viel Spass die kleinen Racker zu beobachten. Sie sind zwar relativ scheu, aber beim Füttern immer vorne mit dabei. Interessant ist es, dass sich eine Grundel, die eigentliche Garnelen-Höhle, zum Wohnplatz gemacht hat und (dadurch?) alle meine Garnelen zum Auszug bewegt hat. Die haben sich nun einen anderen Wohnraum zugelegt.

      Da ich ein paar Mojanos hatte und ich diese mit Joeys Juice nicht an allen Stellen "bearbeiten" konnte, habe ich mich noch für ein Pärchen Acreichthys tomentosus (Tangfeilenfisch) entschieden. Auch die bekommt man ja mittlerweile regelmäßig aus Nachzucht zu kaufen. Das Gute ist, dass innerhalb weniger Tage alle Mojanos, die noch irgendwo versteckt gesessen haben, aufgefressen wurden. Das Schlechte ist nun allerdings, dass zumindest einer der beiden Genossen, sich über meine Weichkorallen hermacht. Ich werde das noch ein paar Tage beobachten und wenn das nicht aufhört, werde ich die beiden abgeben (müssen).

      Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch noch einmal meine tollen Dunckerocampus pessuliferus (Sulu-Seenadel) erwähnen. Super Tiere, die echt spannend zu beobachten sind und sich jederzeit neugierig durchs Becken bewegen. Kann ich wirklich nur jedem empfehlen.

      Die Cyanos werden so langsam weniger. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Elisabeth für die geschenkte Holothuria hilla (Seewalze) und an Hans-Werner für die Unterstützung. Interessanterweise habe ich mittlerweile die Nährstoffe schön erhöhen können (PO4 ~0,06 / NO3 ~5), aber trotzdem verschwinden die Cyanos nicht, ohne andere Hilfsmittel.

      Planarien habe ich auch immer noch. Die beiden seinerzeit eingesetzten Mandarin-Fische haben an den blöden Dingern kein Interesse und daher sind immer noch einige in meinem Becken.

      Die Korallen selbst wachsen sehr gut. Egal ob Weiche, LPS oder SPS. Das ist echt super. Leider muss ich nun einige zurechtschneiden und ich finde noch nicht mal jemanden, der sie geschenkt haben möchte. Irgendwie traurig....

      Schöne Grüße

      Ralf
    • SP1DIVER schrieb:


      Die Korallen selbst wachsen sehr gut. Egal ob Weiche, LPS oder SPS. Das ist echt super. Leider muss ich nun einige zurechtschneiden und ich finde noch nicht mal jemanden, der sie geschenkt haben möchte. Irgendwie traurig....
      Hallo Ralf,

      ich bin eigentlich immer auf der Suche nach ein paar Ablegern.

      Habe dir hierzu eine PN geschrieben.

      Darfst dich sehr gerne bei mir melden :)

      Gruß
      Faban
    • Hallo Zusammen,

      hier die versprochenen Bilder. Sind nicht besonders gut, aber geben einen kleinen Eindruck wie es bei mir aussieht....
      Bilder
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    • Hallo Ralf,

      Nachdem ich schon seit langem als stiller Mitleser bei Deinem Beitrag dabei bin, melde ich mich auch mal zu Wort. Sehr schön geworde Dein Becken. Den Ansatz, den Du verfolgst, finde ich richtig gut.
      Bei mir steht für kommenden Winter eine Beckenvergrößerung an. Die Beckenmaße kommen Deinen schon sehr nahe. Ich plane mit 180x60x50. Da auch ich ein Freunnd von abgedecken Aquarien bin (ich mag das Streulicht nicht), würde mich interessieren, ob die Giesemann Pulzar unter der Abdeckung zufriedenstellend funktionieren.
      Grüße
      Thomas
    • Hallo ?!,

      schön das Dir mein Projekt gefällt.

      Leider hat das Konzept mit der Abdeckung nicht funktioniert. Der Hersteller des Beckens hat mehrere Beratungsfehler bei mir gemacht. Die Lampen überhitzen innerhalb kurzer Zeit unter der Abdeckung und das Becken heizt sich darüber hinaus extrem auf. Mit anderen Worten - ich habe 4 einzelne Abdeckungen, von denen ich im Winter maximal 2 Stück und im Sommer keine verwenden kann.

      Leider ist es auch so, dass auf meine Reklamation in dieser Angelegenheit (und einige weitere Punkte) keinerlei Reaktion des Lieferanten erfolgt ist.

      Ich habe auch Giesemann angeschrieben, die mir ebenfalls bestätigt haben, dass die Lampen nicht unter einer Abdeckung betrieben werden sollten.

      Die Lampen sind insgesamt sehr gut, aber der geplante Einsatz, konnte nicht realisiert werden.

      Schöne Grüße

      Ralf
    • Hi Ralf

      Danke für die Bilder. Entwicklung geht vorwärts. :thup

      Wie willst Du das Becken weiter formen. Gerade wenn Du nur Nachzuchten halten willst, sind weitere SPS sicher gesetzt, weil leicht zu bekommen. Deshalb würde ich die Gorgonien nach unten verfrachten und das Riffdach für die lichthungrigen SPS freihalten.

      Gruss
      Andi