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Pholidichthys leucotaenia - Weissstreifen-Aalgrundel

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    • Pholidichthys leucotaenia - Weissstreifen-Aalgrundel

      Moin,

      seit Ewigkeiten meine ich diese Fischart zu kennen. Von einem NZ-Artikel im AquarienMagazin in den 80ern über Unmengen von Exemplaren unterschiedlicher Herkunft während meiner Tätigkeit im Handel bis zur eigenen Haltung.
      Aber dabei ist mir einiges aufgefallen....

      Pholidichthys ist im Aquarium einfach zu vermehren wenn man ein harmonisierendes Paar pflegt. Was die Zucht so einfach macht, ist das Fehlen eines planktonischen Larvenstadiums.
      Und jetzt mal einen Blick auf die Verbreitung, die praktisch den gesamten indo-australischen Bereich umfasst.
      Wie soll sich eine Art ohne planktonische Larvenstadien so weit verbreiten? In einem Bereich, in dem ständig neue Endemiten mit nahezu punktförmiger Verbreitung beschrieben werden (Riffbarsche, Grundeln, Schleimfische, Kardinalbarsche, ...), die alle mindestens einige Tage als Larve im freien Wasser verbringen und trotzdem nicht weiter verdriftet werden?

      Wenn man die Chance hat, verschiedene Zuchtpaare unterschiedlicher Herkunft zu vergleichen, fallen grosse Unterschiede in der Größe und auch der Zeichnung auf.
      Bei der Arbeit pflege ich Tiere, die wir als NZ von Burgers Zoo (NL) bekommen haben. Die haben fast einen halben Meter Länge erreicht und haben viele breite, teilweise in Flecken aufgelöste leuchtend weisse unregelmäßige Querbänder.
      Bei einer privaten Beckenauflösung erhielten wir ein Pärchen, bei dem beide Tiere gerade 20 cm lang sind und die jahrelang Gelege produziert und Jungfische aufgezogen haben. (Leider ist das Weibchen bei uns aus dem Becken gesprungen) Die Zeichnung ist bei diesen auch eher längs gestreift angeordnet, eindeutig nicht mehr die "Rally-Streifen-Jugendzeichnung", aber schon längs gestreift.... zwar weiss, aber nicht leuchtend weiss ...

      Ich bin inzwischen der Überzeugung, daß es sich bei "Pholidichthys leucotaenia" um einen Komplex kryptischer, allopatrisch verbreiteter Arten handelt.

      Leider lässt sich bei den oben beschriebenen Tieren die geographische Herkunft nicht mehr herausfinden, deshalb meine Frage:
      Wer hält Aalgrundeln, von denen ihm bekannt ist, von wo sie importiert wurden?
      Wie sehen diese Tiere aus?

      Leider habe ich bei der Arbeit bisher keine Möglichkeit gehabt, Fotos von unseren Aalgrundeln zu machen. Vielleicht hatten aber einige Forenteilnehmer mit ihren Tieren - womöglich noch mit bekannter Provenienz ;) - trotz deren foto-unfreundlicher Lebensweise mehr Glück?
      Womöglich hat jemand beim Tauchen Bilder von adulten Tieren gemacht?

      Ich würde mich freuen, wenn jemand etwas dazu beitragen kann.

      Beste Grüße vom Deich!

      Sven Vogler
    • Hallo Sven,


      dicht aneinander geschmiegt bildet der Pulk juveniler Tiere eine besondere Schwimmformation. :) Was sehr ansprechend ausschaut und was sicherlich den Laien zum Kauf dieser Grundelart verlockt. Dieser besondere optische Reiz dieser juvenilen Schule begeistert mich noch heute. Spaeter wird man sich wundern, ob der Groesse und des eher scheuen Verhaltens.
      Bei adulten Exemplaren hingegen sind die Streifen in ein fleckiges Muster uebergegangen. Was sich fuer mich irgendwie irritierend darstellt, da kaum noch ein Bezug zur Bezeichnung "Weissband" besteht. Aber diese optischen Veraenderungen in der Wachstumsphase kennen wir auch von anderen Arten. Ich koennte mir auch vorstellen, dass es je nach Verbreitungsgebiet leichte Unterschiede in Groesse und Farbmuster geben wird. Auch nicht ungewoehnlich bei Fischen.
      Meine Grundeln lebten sehr versteckt in einem Hoehlensystem von ungefaehr 2 qm Flaeche. Diese weiten Verzweigungen habe ich erst nach der Aufgabe dieses Beckens entdeckt. Ich war sonst immer der Meinung, dass sie sich nur geringfuegig von ihrer Stammhoehle entfernten. Das Gelege hatte froschlaichaehnliche Struktur. Nachzucht war unmoeglich, da u. a. grosse Kaiser- und Lippfische dieses unmoeglich machten.
      Auch mir sind damals schon die Groessenunterschiede und die unterschiedlichen Farbnuancen aufgefallen. Meine beiden Exemplare sind nicht ueber ca. 30cm hinaus gewachsen. Das Muster war eher von leicht gelblicher Farbe, als ich es von anderen adulten Tieren kannte, die ich zu einem spateren Zeitpunkt allerdings allesamt nur im Handel gesehen hatte. Mit Fotos kann ich nicht dienen, kann aber die doch recht verschiedenen Groessen und Farbnuancen bestaetigen.
      Dennoch kann es ein interessantes Thema werden.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hi Sven,

      wir hatten mal 10 Tiere in einem System (650 Liter - ging leider nicht anders). Der Musterwechsel von juvenil zu adult war wirklich interessant. Auch die Schwimmweise, wenn sie in schlängelnder Bewegung vorwärte und exakt den gleichen Weg wieder rückwärts schwammen, war ungewöhnlich (habe mal irgendwo gelesen, dass Fische nicht rückwärts schwimmen können - ha, ha, ha).
      Die Tiere wurden ca. 40 cm lang und dicker als ein kräftiger Männerdaumen. Besonders scheu sind sie mir nicht vorgekommen - großartigen Reibereien gab es nicht (nur im Transporteimer als Jungtiere sind sie sich an die Wäsche gegangen und haben teilweise die Schwanzflossen abgefressen - sind aber schnell nachgewachsen).
      Die Tiere haben gefressen wie die Scheunendrescher (Frostfutter, Flockenfutter, Pellets), sodass in dem System nur noch Weichkorallen gehalten werden konnten. Die Baggeraktivtät war erstaunlich - das Becken konnte in einer Nacht von der Sandfläche völlig umgestaltet werden. Die meisten haben sich zu zweit oder dritt (jeder wie er's mag) in selbstgegrabenen Sandhöhlen in Kombination mit den lebenden Steinen tagsüber zurückgezogen (außer zu den üppigen Mahlzeiten). Laichaktivität konnte ich nicht feststellen (hat aber nichts zu sagen).
      Leider neigen die Tiere zum Herausspringen.
      Woher die Tiere kamen kann ich leider nicht sagen.

      LG Burkhard
      Bilder
      • IMG_7193.jpg

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      LG Burkhard
    • Über den Erwerb juveniler Tiere bekommst du letztendlich ein Paar oder bei entsprechender Beckengroesse auch mehrere Tiere zur Verpaarung. Allerdings wuerde ich mich nur auf ein entsprechendes Paar beschraenken. Der Handel kann dir dabei behilflich sein. Die Anzahl der Grundeln wuerde ich von der Beckengroesse festmachen. 600l aufwärts!
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Sven,
      ich pflege ein Pärchen der Aalgrundel seit März 2017. Damals kaufte ich zwei dieser unscheinbaren Jungtiere. Heute sind sie ca. 30 cm das Weibchen, einige cm kürzer das Männchen. Vor einigen Wochen haben sie zum erstem Mal gelaicht, aber leider ist nix geworden.
      Ich denke auch, daß es mehr als zwei Arten der Pholidichthys gibt. Immerhin wurden mir schon Längen von einem Meter für die Tiere angedroht. Mir Fotos kann ich einigermaßen dienen. Jetzt ist es mir zu spät, aber heute am Tag werde ich gerne weiter berichten.
      LG Helmut

      Ach ja, Ina F. hat mich verpflichtet hier zu berichten! :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HST ()

    • Hallo,
      nun mal einige Anmerkungen zu meinen Aalgrundeln. Wie auf den Fotos ersichtlich, sind die Muster auf den Tieren gelblich. Die Herkunft weiß ich nicht, aber ich könnte sicherlich nochmal nachfragen.
      @Sven,
      in keinem meiner Bücher (und das sind einige) gibt es Fotos von Aalgrundeln aus dem Freiwasser. Alle Aufnahmen sind aus Aquarien!
      @hajo,
      eine Gruppenhaltung von Jungtieren halte nicht für empfehlenswert. Die wird für Dascyllus-Arten auch immer wieder empfohlen. Da die Aalgrundeln mit 30-35 cm nicht gerade kurz ;) sind, benötigte man schon ein ziemlich großes Aquarium. Bei mir haben die beiden den mittigen (Raumteiler) Aufbau auf seiner gesamten Länge untergraben. Das Aquarium hat 165X65X65 cm. Der Aufbau ca. 110 cm.
      LG Helmut
    • Hallo Helmut,

      wahrscheinlich ist es nicht richtig ruebergekommen:
      In Beitrag #7 hatte ich ueber den Erwerb von (2) juvenilen Exemplaren, im Gegensatz zu adulten Tieren, geschrieben. Meine Aussage bezog sich mit Blick auf eine unkomplizierte, spaetere Verpaarung. Den moeglichen Versuch aus einer bereits vorhandenen Schule juvenile Tier zu isolieren, halte ich fuer machbar, aber keineswegs in kleinen bis mittelgrossen Becken. Die Unterhoehlung von 2 qm Bodengrund in meinem Becken sprechen territorial eine deutliche Sprache.
      Gruss
      Hajo
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    • Wow, da habe ich ja was gestartet..... :)

      @HST, Du hast Recht. Ich war lange bei Aquarium Tonndorf (bis 2004), dann in Pinneberg im Grosshandel, dann bei Hagenbeck.
      Seit November 2011 bin ich im Klimahaus Bremerhaven. (ich hatte immer Hoffnungen, Dich mal bei unseren Meerwasserkongressen zu treffen).

      Danke für die bisher gegebenen Antworten.
      Es scheinen tatsächlich grosse Unterschiede zwischen verschiedenen Populationen zu geben, da im Handel aber die Informationen zur Herkunft - wenn überhaupt - nur unzureichend den Tierhalter erreichen, kommen wir auf diese Art wohl kaum weiter. Letztendlich bleibt wohl nur ein genaues taxonomisches und ein genetisches Screening von (Museums-)Exemplaren mit genauem Fundort um da etwas zu verifizieren.

      @Burkhard Ramsch: Schöne Tiere! Die sehen denen die wir aus den Niederlanden haben sehr ähnlich.

      .... und da bin ich gestern Abend über etwas im Web gestolpert. In Australien startet jetzt wohl genau so ein Projekt. Leider finde ich den Artikel auf die Schnelle nicht wieder. Gelingt es mir aber wieder, werde ich den hier mal mit verlinken.

      Und zu dem nachträglichen Verpartnern des Einzeltieres habe ich auch eine Meinung: wenn die Tiere wie viele andere Meerwasserfische das Geschlecht durch sozialen Stress/Alter bestimmen und es gelingt ein Jungtier derselben Population(Art?Unterart?) zu bekommen, sollte es möglich sein. :)

      Danke und beste Grüsse an alle, das Thema ist und bleibt spannend.

      Sven Vogler
    • HST schrieb:

      @Knopfi,
      Du kannst bedenkenlos ein Jungtier nachsetzen. Gut füttern (Krill und Mysis) und Du kannst ihr beim Wachsen zu sehen. Das wird mit ziemlicher Sicherheit wieder ein Paar! Das Weibchen ist bei dieser Art größer und beide sind absolut friedlich, jedenfalls bei mir!
      LG Helmut
      Das freut mich zu hören. Das werde ich machen ich wünsch mir da schon lange meiner Aalgrundel ein Partner zu geben.

      Was mir aber bei euren Bildern auffält ist das meine
      nicht so gelb ist wie eure. An was kann den das liegen? die streifen sind eher Weiss als Gelb. Gibt es solche Farbvarianten?
      Bzw. am Futter kann es nicht liegen, denn ich füttere sehr abwechlungsreich. Und den anderen Fischen geht es gut.

      Sollte ich es schaffen mach ich euch mal Bilder.
    • @Knopfi,
      das weiß noch keiner. Die Tiere unterscheiden sich wohl nicht nur in der Farbe, sondern vor allem in der Größe, oder hier eher in der Länge!

      Hi Sven,
      bis ins Klimahaus sind es von mir ganze 70 km. Da könnten wir uns ja mal treffen?! Allerdings würde ich da schon ganz gerne hinter die Kulissen schauen und knipsen. Schön Dich wieder getroffen zu haben! Danke Ina!
      LG Helmut
    • Ina Fischer schrieb:

      Kannst mich dann ja mitnehmen ins Klimahaus, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte...

      hajo schrieb:

      vielleicht koennte auch dort, fuer weitere Interessenten, eine kleine Exkursion mit Fuehrung entstehen?

      Vielleicht ist auch dieser Termin hilfreich etwas zu organisieren.


      Liebe Meerwasser-Aquarianer/-innen,


      am 27. und 28. April nächsten Jahres steht unser 4. Klimahaus-Kongress „Meerwasser-Aquaristik“ an.
      Bisher haben die folgenden Referenten zugesagt:


      Erwin Kerkenberg
      Fluoreszierende Korallen: Ein Vortrag über fotografische, wissenschaftliche und aquaristische Aspekte
      Stefan Inselmann (Erwin Sander Elektroapparatebau GmbH)
      Abschäumung und Ozonisierung?? - Aber sicher!!
      Heiko Blessin (JBL GmbH & Co. KG)
      Titel noch nicht bekannt – Arbeitstitel: „Reisen und Tauchen“


      Ein Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Aquakulturforschung des Alfred-Wegener-Instituts, AWI
      Titel noch nicht bekannt – Arbeitstitel: „Alternativen in der Ernährung bei Fischen“
      André Luty
      Einsiedlerkrebse - in der Natur und im Aquarium
      Dr. Sebastian Ferse (Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, ZMT)
      Nachhaltigkeit und Bedeutung der Aquarienfischerei in Herkunftsländern am Beispiel Indonesien
      Prof. Martin Zimmer (Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, ZMT)
      Mangroven
      Elena Theys (Seepferdchen und Meer)
      Seepferdchen - Haltung, Zucht und Vergesellschaftung


      Sobald wir das Programm mit 10 Vorträgen komplett haben, wird es
      nochmals eine Information und die Möglichkeit zur Anmeldung geben.
      Ich hoffe, dass wir dies noch vor Weihnachten ermöglichen können (… falls es noch an guten Geschenkideen mangelt …)


      Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit und verbleibe


      mit besten Grüßen


      Ihr
      Lutz Fischer


      Dr. Lutz Fischer
      Leitung Aquaristik/Terraristik
      _______________________________
      Klimahaus® Betriebsgesellschaft mbH
      Am Längengrad 8
      27568 Bremerhaven
      Telefon: 0471-902030-30
      Fax: 0471-902030-99



      Mail fischer@klimahaus-bremerhaven.de
      Internet www.klimahaus-bremerhaven.de



      Geschäftsführer: Arne Dunker
      Amtsgericht Bremen
      HRB: 5298
      Ust-IdNr: DE 238738294
    • HST schrieb:


      Hi Sven,
      bis ins Klimahaus sind es von mir ganze 70 km. Da könnten wir uns ja mal treffen?! Allerdings würde ich da schon ganz gerne hinter die Kulissen schauen und knipsen. Schön Dich wieder getroffen zu haben! Danke Ina!
      LG Helmut
      Klar, das kriegen wir hin. Und natürlich musst Du hinter die Kulissen schauen. Das ist doch immer das interessanteste.

      Irgendwie hat sich der Thread aber schon zum kommenden Meerwasser-Kongress gewandelt.... Ist toll, aber vielleicht in einem eigenen Thread besser aufgehoben.

      Sven
    • Pholidichthys leucotaenia - Weissstreifen-Aalgrundel

      Ich weiß das Dejong immer die gleichen Exporteure nutzt in einer Region. Ein Beispiel: Pygoplites diacanthus Gelbbauch kommt nur von einem Exporteur. Folglich sollte Dejong genau wissen von welchem er die Aalgrundeln bekommt und wie diese aussehen. TMC, AMBLARD, von Wussow und MCM werden vermutlich oder ziemlich sicher von anderen bedient. Wenn alle Großhändler gebeten werden Bilder und Herkunft zu liefern sollte die Einordnung gelingen.

      Gruß Torben

      Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
    • Ha! Ich habe die Meldung gefunden! Das Problem wird offensichtlich tatsächlich gerade bearbeitet!

      "Do you study the convict blenny, Pholidichthys leucotaenia? If so, the Sanger Institute in the UK is looking at sequencing the species' genome and needs fresh tissue. If you can help, please contact Emília Santos (es754@cam.ac.uk)."

      Da bin ich ja gespannt wann denn Ergebnisse veröffentlicht werden. :)

      Sven
    • Hallo Sven,
      jetzt hoffe ich mal, daß die Dame aus Brexitannien sich tatsächlich mit den offensichtlichen Unterschieden verschiedener Populationen der Aalgrundel(n) befaßt und nicht nur die Taxonomie der Tiere untersucht. Schon längere Zeit weiß man ja eigentlich, daß die Fische keine Grundeln sind. Heute stellt man sie eher zwischen die Schleim- und Kieferfische. Was da rauskommt ist sicher interessant, aber letztlich nicht sooo wichtig. Interessanter finde ich schon, ob es mehrere als die bisher zwei Arten gibt. Unterarten glaube ich eher nicht, da würden die Größenunterschiede dagegen sprechen. Da bin ich jedenfalls schon mal gespannt. Und Sven: übersetze das bitte ins Deutsche, oder wenn's sein muß, ins Russische!!! :P
      LG Helmut
    • Hallo,
      nachdem die Tiere gelaicht hatten und das Weibchen schon wieder an Umfang zulegte, ist das Männchen bei der Renovierung der Wohnung verunglückt. Es hat sich ein größerer Stein aus dem Aufbau gelöst und den Fisch eingeklemmt. Leider war der nicht zu retten. Ich war einige Tage ziemlich fertig, weil das nicht irgendwelche Fische sind. Das sind für mich Persönlichkeiten! Damit Ihr mich nicht für völlig abgedreht haltet, mal ein Foto. Der schaut nicht mal nur kurz zu mir sondern steht im Freiwasser und mustert mich einige Sekunden!

      Ich habe mich dann sofort um Ersatz gekümmert, aber es gab natürlich nur Jungtiere. Die drei wachsen jetzt ziemlich rasant und fressen fast ausschließlich Krill und Mysis, sowie winzige Lobstereier.
      Nun hoffe ich nur noch, dass das auch die gelben sind.
      LG Helmut

    • Helmut
      Beiträge916

      Hallo Ihr,jetzt bin ich überzeugt, dass das die falschen Aalgrundeln sind. Eigentlich müßten sie sich jetzt endlich umfärben, aber das geht ganz langsam vor sich. Die Fische sind 14 cm lang und vom Bauch her bilden sich Flecken und Striche, bleiben aber weiß. In dieser Größe hatten sich meine Tiere schon viel weiter umgefärbt. Wenn das also die weißen sind, dann geht wohl alles etwas langsamer. Aber bei der zu erwartenden Größe werde ich sie auch nicht behalten. Abnehmer habe ich schon. Es ist schade, da geht das ganze nochmal los. Und auch dann kann man ja nicht sicher sein, wenn man die Elterntiere nicht kennt.
      Es ist mit ziemlicher Sicherheit so, dass es mehrere Arten der Aalgrundel gibt. Zwei Arten sind bekannt. Aber von der Pholidichthys leucotaenia soll es nur eine Art geben. Aber alleine die zu erreichenden Längen sprechen für mindestens zwei Arten. Eins davon müßte die Nominatform sein, aber welche? Da brauchte man wahrscheinlich die Erstbeschreibung. Mal sehen, was da noch rauskommt. Spannend ist das auf jeden Fall!
      LG Helmut

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    • Hallo Helmut!

      Ich habe im Dez. 2018 Ellen Thaler 4 Aalgrundeln, freischwimmend und in Jugendfärbung, mitgebracht.
      Die Fische sind schon längere Zeit umgefärbt, habe zwei Paare gebildet und vorige Woche hatten beide Paare bereit Nachwuchs.

      Also dürstest Du mit der verschiedenen Entwicklungsgeschwindigkeit recht haben.
      Servus Reinhard
      _________

      Meeresverein Austria