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Der Ablauf

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    • Servus,

      So einfach die Frage auch ist, um so komplizierter ist es wenn man Ihn plant.

      Ich suche den perfekten Ablaufschacht.


      Auch wenn hier jeder sicherlich noch ein Trick auf Lager hat, interessieren mich Diese alle.
      Denn er soll leise sein und seine Arbeit Fehlerfrei / Störungsfrei erledigen.

      Auch es hier um mein Becken (140b+70t+55h) geht, sind die Grundbedingungen doch fast immer die Selben.

      Angenommen die Beckenoberkante ist die 0 - Linie. Ergeben sich folgende Fragen:

      A) Wieviel Puffer nehmt ihr zum Ablaufkamm Oberkannte?

      B) Die Kammhöhe, ist ja eigentlich immer ein Standardkamm, oder gibt es hier Optimierungsbedarf?

      C) Der Ablauf - Das Ablaufrohr. (Annahme, man hat ein Drosselventil zum Wasseranstauen im Schacht unterhab des Beckens!)
      - Wie weit sitzt es unter Eurem Kamm (Oberkannte)
      - Nur ein Rohr mit 45° Schnitt.
      - Oder ein Geschlitztes Rohr mit Gitterdeckel (Schneckenschutz)
      - Oder?

      D) Sicher sitzt der Notablauf höher, aber wie hoch sitzt er?

      E) Ev. noch ein Geräuschdeckel - Nitratsammelschwamm? ... im oberen Bereich?

      Würde mich über eine erprobte gute Version freuen, wenn Ihr SIe mir darstellt.

      Danke
      Becken: 240/50/40, 330er in Planung
    • Aus leidvollen Erfahrungen im Laufe der Jahre habe ich bei mir ein paar Details verbessern und bin im Augenblick recht zufrieden mit meinem Ablauf im 500l-Becken. Der Durchsatz durch das Technikbecken ist relativ hoch mit starkem RE DC200 Abschäumer und deshalb ist die Gefahr für lautes Gurgeln nicht zu unterschätzen.

      Der Ablauf bei mir hat kein Rohr, sondern ich habe ein Ablaufsieb direkt in die Tankdurchführung gesteckt. Das verhindert, dass der Ablauf durch einen übergesprungenen Fisch oder eine Schnecke verstopft wird.
      Nachteil ist, dass er regelmäßig gereinigt werden muss, denn das Sieb setzt sich im Laufe der Zeit sonst zu. Im Prinzip etwa alle 2-3 Wochen muss das Sieb rausgenommen werden zur Reinigung.

      Auf dem Notablauf habe ich ein Krönchen gesetzt für das Abwehren von Schnecken. Vor kurzem hatte eine große und wirklich kräftige Turbo fluctuosa meinen Zulauf ins Becken fast aufgestaut, das Wasser sprudelte in einer kleinen 15cm Fontäne nach oben weg statt lautlos unter Wasser ins Becken. Die RFP, eine RE Speedy 80W lief dabei wie immer mit 50 Watt.

      Beim Ablaufkamm gibt es tatsächlich große Unterschiede, die sich auch bei der Wartung bemerkbar machen. Je höher der Durchfluß und desto kleiner die Ablaufkämme desto empfindlicher macht sich dies bemerkbar.
      Algen lieben diese Stellen mit hoher Strömung und setzen diese schnell zu. Deshalb kann es schnell dazu kommen, dass das Wasser vor dem Ablauf sich 1-2cm höher anstaut, weil der Durchfluß durch den Kamm/Ablaufsieb behindert wird.
      Einige Herstelle wie Aqua Medic etwa bieten einen Kamm mit gerundeten Zinken und größeren Abständen zwischend en Zinken an, diese sind deutlich unempfindlicher gegen Veralgung, sowohl durch Grün- als auch Kalkalgen.

      Mein Notablauf endet etwa auf gleicher Höhe wie die Ablaufkante, so dass fast kein Gefälle ist zwischen Becken und Ablauf, dann gurgelt es auch nicht.

      Was man da genau braucht ist auch eine Frage, welche Tiere man pflegt und wie das Verhältnis Beckenhöhe Ablaufhöhe ist. Generell wird oft Ablaufhöhe = Beckenhöhe -5cm gemacht. Wenn sich das Wasser 2cm vor dem Ablauf staut, was schnell passiert gibt es nicht mehr viel Reserve nach oben. Schließlich möchte man nicht bei jedem Platscher oder Flossenschlag das Wasser über die Beckenkante fliegen sehen, von einem Wellenmodus mal ganz zu schweigen.

      Die Verrohrung sollte wenn möglich mit Bögen statt Winkeln ausgeführt werden, da dies den Durchfluß doch ziemlich stört. Ich habe nur 32mm für alle Rohre verwendet, was völlig ausreichend ist, wenn es keinen Bremser gibt. Hatte das ganze auch schon mit der 80W Speedy auf voller Leistung getestet ohne Probleme bei einer Förderhöhe von 1,20m.

      Wie genau die Details aussehen hängt dabei aber von der Art des Betriebs ab und was man sich bei der Pflege verspricht. Allgemein das perfekte Zusammenspiel gibt es nicht, nur das für genau das eigene Becken in der vorliegenden Konfiguration.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Genau so etwas meine ich. Ich denke mit dem Aufbau ist man recht flexibel, wenn man bei den Abläufen rechts und links jeweils einen Kugelhahn oder noch besser ein Schrägsitzventil anbringt.

      Optik im Becken ist besser, der Ablauf ist breiter und die Strömungsplanung wird sicher auch einfacher, da kein Kasten stört. Ob der Ablauf seitlich oder auf der Rückseite ist, spielt keine Rolle, außer dass Du es auf der Rückseite noch breiter machen kannst. Das CL ist Optional, man kann auch einen einfachen Rücklauf machen. Viele Aquarienbauer bieten solche Rucksäcke mit an.

      Eine weitere Alternative wären fertige Lösungen, die meisten mit Bohrungen in der Rückseite funktionieren, bsp. "Shadow Overflow" von Synergy Reef, die gibt es glaube ich aber nicht in hier zu kaufen.

      VG Fabian
    • Die Lösung mit den Bohrungen hat halt den Nachteil, das die Kammhaut nicht abgezogen wird, da kein Überlauf ist.
      Vorteil, zwei Löcher in der Seite, die man sicher einfach machen kann ;)

      Ich tendiere aber eher zu einem Kamm über die Gesamte Seitenlänge.
      Nur für CL ist es schwierig, da die Wassermassen ja auch irgendwo hergesaugt werden müssen?!
      Und eine Breite Pumpe nicht unbedingt in das Zeitenfach passt... Da muß ich wohl nochmal weiterdenken.
      Becken: 240/50/40, 330er in Planung
    • galferiz
      Das Bild wo du gepostet hast, ist nur coast to coast Überlauf wo der Ablaufschacht außen ist .
      Da wird die Kammhaut auch entfernt
      Was wichtig ist, oben in den Kappen kleines Loch ist .
      Den Notablauf schräg absägen und so hoch schieben, dass er kurz unter dem Überlaufkamm endet.

      Man staut das Wasser, dann soweit an bis es grade so in den Notablauf rinnt!hat den Vorteil, dass es zu 99 % Geräuschlos ist dann
    • Ja, Danke Helmut.

      Ich denke derzeit über ein zweigeteilten ablauf nach in einer Länger von 70cm.
      Der zweite Teil mit zusätzlich Löchern in der Seitenscheibe 10cm unterhalb der Oberkannte, will ich als Zulauf für meine CL Ansaugung nutzen.

      Man hat ja leider auch hier immer das Problem, das CL eigentlich immer durch die Bodenplatte irgendwo per Rohr das Wasser zieht.
      Ich denke, so kann ich das auch lösen und habe dann wirklich keinerlei Rohre Pumpen sichtbar im Becken (Bis auf die Zuläufe vom CL halt von Oben)
      Becken: 240/50/40, 330er in Planung