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Po4 Limitierung

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    • Po4 Limitierung

      Hallo ich stelle mich erstmal vor :) . Ich heise Benny,bin 32, komme Hessen nähe Eschwegeallen und Bin dem Wahn sied 3 Jahren verfallen..

      Nun zu meinem Problem:

      Ich musste mein Becken 150x70x60 neu machen da es zu voll war und ich es Optisch nicht mehr schön fand.Habe dies dann lezte Woche auch getan übernommen hab ich das alte Gestein nur gereiningt bzw gespült 400L Wasser und das Tb nicht weiter angerührt also auch alt.Neu sind 280L wasser und der Sand (ATI Fiji 1-2mm Körnung)

      KH-8
      MG-1350
      CA-420
      No3-15
      Po4-o

      Habe mir dann bei Mrutzek das Phosphat+ bestellt dosiert auf 0.03 eine stunde später wieder gemessen alles weg... wie kann das sein?Korallen werden schon langsam Hell daher bitte ich um hilfe.Filtere seid heute noch über Aktivkohle
    • Hi Benny,

      den Tropfentests ist nicht unbedingt zu trauen - es muss schon einer sein, der bis auf 0,01 mg/l Phosphat heruntermessen kann; Tests, die nur auf 0,1 mg/l heruntermessen können, sind für SPS-Aquaristik nicht zu gebrauchen. Selbst bei einem empfindlichen Test ist der Fehler beim Messen hoch oder einfach ein kaputter Test zeigt nur Unsinn an. Auf jeden Fall den Wert mit einem hochempfindlichen anderen Test wiederholen.
      Die heller werdenden Korallen können ein Zeichen für zu wenig Phosphat sein - müssen es aber nicht.
      Vor weiterer Dosierung unbedingt noch einmal messen. Ansonsten weiter dosieren, bis tatsächlich eine Spur Phosphat angezeigt wird. - Ich persönlich würde mehr füttern: Fische oder/und Niedere Tiere.

      Und allgemein: schreibt bitte nicht immer 0 mg/l. Gebt bitte den kleinsten messbaren Wert Eures Tests an, z.B.

      PO4: kleiner 0,02 mg/l

      Die Null suggeriert immer das Nichtvorhandensein vor - meist ist doch noch etwas da; wir können es nur nicht messen.

      LG Burkhard
    • Hi versorgt wird das Becken über ATI Essentials. Bleuchtung ist eine ATI Sunpower 8x54 Watt.Das alles lief so auch über 2 jahre im alten becken top.

      Habe jetzt schon 2 Personen die das selbe Problem haben diese haben auch vor kurzen ihr becken neu gemacht mit dem ATI Sand ich gehe auch davon aus das es damit zusammen hängt da sonst nichts weiter neu ist.

      Habe das Wasser eben nochmal mit zwei anderen tests messen lassen auch kein test der beiden Springt auf Po4 an
    • Doch weil es genau das war. ich habe den sand seid gestern aus dem Becken und siehe da Po4 bei 0.03

      Ich habe davor stellenweise bewusst Phosphor so dosiert das ich auf einen wert von 0,1 kam.Zwei stunden Später war alles wieder weg.

      Der Sand war das einzigste neben dem Wasser was neu kam und seid dem er raus ist passt es ja wieder
    • Man(n oder Frau) kann dem Sand von Oliver viel vorwerfen....

      zu teuer (weil billig aus einem Steinbruch und nicht in Fuji abgebaut)
      zu kantig (weil gebrochen/gemahlen und nicht natürlich)
      kein natürliches Agronit sondern künstlich
      dass er zu schnell verbäckt
      usw.

      Aber das er nun auch noch langfristig als Po4-Killer dient usw. (auch wenn Claude das so beschriebt)
      finde ich echt klasse. Schreib das mal Oliver, vielleicht beteiligt er dich am Umsatz, wenn er dann Sand zukünftig als Adsorber anbietet.

      Die von Claude beschriebenen Probleme hast du bei natürlichen Sand leider auch. Ich habe aktuell den Sand von ATI, für das neue Becken nutze ich aber wieder natürlichen Agronit, warum???, weil mich die Kundentäuschung ärgert, egal ob Fuji, Bora, Grace Bay oder Eagle Beach ;) . Genug Fischbesatz und füttern hilft allemal, ist aber nur meine Meinung....

      LG
      Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel Rother ()

    • Ich hatte vorher auch 2 Jahre den ATI im Becken da war auch nichts also kaufte ich den wieder diesmal in der Körnung 1-2mm den Fiji white sand. und damit find es dann an...
      Komisch ist doch das seid etfernen des Sandes und Tausch der Wert wieder passt. Ich scheine nicht der einzigste zu sein und stehe auf FB grad mit 3 Leuten in kontakt die das selbe Problem haben mal sehen was dabei raus kommt
    • Daniel Rother schrieb:

      Aber das er nun auch noch langfristig als Po4-Killer dient
      Das war bei mir definitiv endlich. Bei Beckenstart stabiler PO4 Wert bis die Beckenbio loslegte. Dann musste ich PO4 dosieren. Irgendwann kerrte sich das um, ich habe momentan mehr Eintrag durch Futter als Verbrauch.

      Phosphatlimitierungen allein auf eine bestimmte Sandsorte zurückzuführen halte ich auch für gewagt.

      Grüße
      Kristian
    • Es geht hier auch um keine Vorwürfe sondern um Fakten! Jeder macht das was er für richtig hält oder kauft das wo er mit zufrieden ist. Ich habe in den Lezten Jahren alles von ATI gekauft angefangen von der Lampe über Abschäumer bis zum Sand und war bze bin immer zufrieden gewesen.

      Ich will hier niemand schlecht machen aber für mich ist eindeutig das mit meinem erworbenen Sand der eben nunmal von ATI ist da ich immer überzeugt davon war diesmal was nicht gestimmt hat!

      Ich kann doch nicht Phosphor+ dosieren bewusst höher 0,1 und nach 2 Stunden ist der wieder weg.. und nach absaugen des Sandes(der 3 Tage im Becken war) und Tausch durch einen andern (diesmal natürlichen Bruch) bleibt der Wert da wo er soll.

      Für mich eindeutig!
    • Hallo zusammen,


      P04- Reduktion mit ATI Fiji Sand in Verbindung zu bringen,das hat schon was.
      Seit 14 Tagen tausche ich gerade meinen alten Bodengrund gegen ATI Fiji aus.
      Nicht radikal, sondern in kleineren Portionen. Von dem bewussten Effekt ist nichts zu merken.
      Leider. :( :D
      Eine Vermutung habe ich noch,kann sie aber nicht beweisen.
      Es koennte ja sein, das dieser Sand aehnliche Eigenschaften hat, wie wir sie an gewisser Keramik beobachtet haben. Das Problemder konkurrierenden Flaechen (Bakterienmatten) bei Neueinrichtung . Hier koennte, wie auch bei der Keramik, die schnelle Besiedlung der Bakterien PO4 reduziert haben. Wenn dann keinerlei nennenswerte Organik vorhanden ist, ist die Limitierung nah.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hajo ()

    • Bei mir sind es Fakten!!! Und um etwas Licht ins Dunkel zu bringen und da ich Urlaub habe Hab ich mal was vorbereitet

      Zwei Eimer a 10Liter Meerwasser aus dem Becken.Der eine mit 3cm Schichtn ATI der andere mit 3 cm Aqua Medic PO4 hab ich etwas angehoben auf 0,1 alson beide Eimer exat gleich auser dem Sand.Morgen schauen wir mal was Passiert ist.
    • Hallo,

      das sehe ich auch wie Joe. Calciumcarbonat ist ein Phosphat-Puffer: Enthält es viel Phosphat, z. B. bei Korallenkalk, setzt er sogar Phosphat frei, enthält es wenig Phosphat, bindet es welches.

      Enthält das Calciumcarbonat mehr Phosphat als das Wasser, kommen die Cyanos.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Tell me the reality is better than the dream - but I found out the hard way nothing is what it seems !
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      www.photoimpressionismus.de

      Franconia Franca
    • Daniel Rother schrieb:

      zu teuer (weil billig aus einem Steinbruch und nicht in Fuji abgebaut)
      zu kantig (weil gebrochen/gemahlen und nicht natürlich)
      kein natürliches Agronit sondern künstlich
      Calciumcarbonat aus Steinbrüchen ist grundsätzlich Calcit, selbst wenn es vor Urzeiten einmal Aragonit war: mit der Zeit und dem passenden Druck wird Aragonit zu Calcit.
      Reine Calciumcarbonate haben eine leichte Tendenz, Phosphat an ihrer Oberfläche zu adsorbieren (Chemosorption) - dieser Effekt hält nicht lange an (wie bei allen Adsorbern), also als Phosphateliminierungsmaßnahme nicht wirklich zu gebrauchen (außer man wechselt wöchentlich den Bodengrund :D )
      Calciumcarbonat aus dem Steinbruch ist natürlich ein natürliches Produkt - hat aber wenig Ähnlichkeit mit Korallenbruch:
      - Calcit statt Aragonit
      - kantig statt abgerundet
      - massiv statt porös (nur gesinterte Calciumcarbonatmaterialien sind ebenfalls porös)
      - meist weniger Phosphat enthaltend
      - ähnliche Löslichkeiten bis schlechtere Löslichkeiten für den Kalkreaktor (je nach Verunreinigungen).

      Bodengrund ja oder nein sollte nicht anhand der Phosphatkonzentration entschieden werden, sondern rein nach den Bedürfnissen der Tiere und natürlich auch nach ästhetischen Aspekten. Die "Phosphatverschwindeaktivität" wird sich nach ein paar Wochen spätestens gelegt haben.

      LG Burkhard
    • Hallo Burkard, hallo zusammen,

      das ist zwar alles richtig, die Adsorptionkapazität der relativ geringen, geschlossenen Oberfläche ist sicher ziemlich gering, viel geringer als von Korallensand, die "normalen" Verhältnisse beim Einfahren werden dadurch aber dennoch umgekehrt. Normalerweise bring man mit frischem Korallensand und Riffgestein erst einmal Phosphat ein, von dem zunächst die Algen und dann die Korallen eine Weile zehren können. Das trägt zur Belebung eines neu eingerichteten Aquariums bei. Mit Riffkeramik und Steinbruchgestein ist das nicht der Fall. Das muss man berücksichtigen und ganz anders starten, wofür viel weniger Erfahrungen vorliegen.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
    • Hans-Werner schrieb:

      Mit Riffkeramik und Steinbruchgestein ist das nicht der Fall. Das muss man berücksichtigen und ganz anders starten, wofür viel weniger Erfahrungen vorliegen.
      Das würde ich genau so unterschreiben.

      LG
      Daniel
    • Hallo zusammen,
      ich habe vor 1,5 Jahren mein Becken (300 l)ganz ohne Sand gestartet. Nur das LS, die Korallen und ca 100 l Altwassers aus meinem ersten Becken, habe ich übernommen.
      PO4 ist vom Start bis heute <0,025, und alle Korallen Weich, LPS und SPS wachsen gut.
      Es befinden sich übrigens viele, gut genährte Fische in meinem Aquarium und ca 18 kg LS.
      Da nun meine Korallen bei einem so niedrigen PO4 Wert gedeihen und bei Benny86 nicht, scheinen doch viele andere Werte, Bedingungen und Abläufe für das Gedeihen der Korallen verantwortlich zu sein.
      Ich kann das nicht erklären, möchte aber aufzeigen, das es auch so laufen kann.
      Hilft vielleicht beim Erkennen von Zusammenhängen, zerstört aber vielleicht auch Vermutungen.
      Gruß Axel
      PS. Bin aber trotzdem auf Bennys Eimer-Projekt gespannt.
      Immer schön locker bleiben!
    • Die Versorgung der Korallen mit Phosphor wird nicht nur über das Phosphat gewährleistet, sondern auch über die Aufnahme von partikulärem organischem Phosphor (POC): Plankton, phosphathaltige Moleküle und nutzbare Schwebeteilchen. In natürlichen Biotopen sind ohne weiteres Phosphatkonzentrationen <0,01 mg/l (<10 µg/l) messbar.
      Die Beobachtungen von Walhai sind also durchaus plausibel.

      LG Burkhard