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Effekte von Abschäumern

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      Hallo,

      wenn ich mir die zuletzt verwendete Grafik so anschaue, dann müsste ich beide Abschäumer parallel oder nacheinander einsetzen. Den einen, um "Nährstoffspitzen" schnell abzufangen (bevor sie sich die Bakterien schnappen) und den anderen, um auf ein möglichst tiefes Niveau zu kommen. Wenn man beide Effekte haben will (worüber man ja auch diskutieren könnte), bräuchte ich ein Gerät, das eine Kombination von beiden darstellt. Vielleicht gibt es so etwas ja schon?


      aruff schrieb:

      Es ist aber gut, das Du die max. 65% als gegeben betrachtest.
      Was machst Du denn mit:

      TOC, das von Mikroben verbraucht wird
      TOC, das nicht von Mikroben konsumiert wird
      TOC, das (mittelbar oder unmittelbar) den Tanktieren schadet
      TOC, das für den Tankbestand nicht schädlich ist
      Andre, das "Problem" hast du aber doch immer, egal ob mit oder ohne Abschäumer und mit welchem Typ. Den von dir herangezogenen Untersuchungen kann ich nicht entnehmen, dass irgendein Abschäumertyp in dieser Richtung signifikant besser dastünde. Vielmehr sollte man doch annehmen können, dass dasjenige Gerät, das den tiefsten Allgemeinlevel erreicht, auch am meisten von den ungünstigen Stoffen (die zu definieren wären) entfernt - wohl aber auch am meisten von den günstigen (die auch erst zu definieren wären).

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
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      Wolfgang S. schrieb:

      Wenn man beide Effekte haben will (worüber man ja auch diskutieren könnte), bräuchte ich ein Gerät, das eine Kombination von beiden darstellt. Vielleicht gibt es so etwas ja schon?


      Ja, gibt es schon lange. Nennt sich BK Supermarines. Besonders schnell, besonders gründlich.... :wink die gab es auch schon vor 8 Jahren, wurden aber nicht im Test berücksichtigt.


      Grüße ... Klaus
      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....
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      Genauso der Durchfluss, eine Spanne von 9 L/min bis 30 L/min
      Auch hier, eine riesige Varianz. Nur, auch hier: Immer gleich

      Die Durchflussmenge hat nichts, gar nichts gebracht.
      Man könnte annehmen, dass hat auch seine Grenzen.
      Bitte lesen was zum gemessenen Durchfluss gesagt wurde.

      Flow g/min
      -12-1rs-1-1
      2.800.670.880.01217
      2.960.790.890.01432
      2.904.610.960.04817
      2.903.300.800.04016
      2.871.820.900.02726
      3.593.220.500.06017
      3.742.310.890.05127
      3.581.270.650.03424
      3.410.480.890.01726
      3.490.720.940.02435
      3.601.430.870.04032
      3.550.750.860.02532
      6.630.970.870.02541
      5.831.900.920.04331
      6.120.980.850.02518
      2.690.190.950.007639
      4.150.210.960.008734
      4.730.160.920.006625
      6.500.130.970.005545
      2.000.770.01432
      2.000.420.008430
      2.000.510.01045
      2.000.500.009842
      4.060.640.920.01712
      4.060.430.970.01239
      4.060.430.980.01223



      Über 24 Stunden gemessen, kein Unterschied.
      Aber das doppelte? Dann ist da ein Unterschied?

      Zitat
      Durch diese Art von Entwicklung Produktstudien, Skimmer Hersteller schließlich möglicherweise Beschreibungen enthalten in ihrer Werbung wie "beste", "schnellste" etc., die wirklich etwas bedeuten.
      Zitat Ende
      Grüße
      Andre

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aruff ()

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      Hallo Wolfgang,

      "dass irgendein Abschäumertyp in dieser Richtung signifikant besser dastünde. "

      Genau das ist die Botschaft der Untersuchung.
      Diese Unterschiede gibt es nicht.

      Und wie Du aus Anmerkungen hier bereits erfahren hast, ob das überhaupt Sinnvoll ist oder auch nicht, vielleicht ja doch vom Becken selbst in den Ausgleich gebracht wird (die Beiträge sagen das auch) sagt Dir auch niemand.
      Keiner der Beteiligten versucht auch nur mitzuteilen was denn da entfernt wird, warum das wichtig ist, und was denn passiert wenn es "nicht" entfernt wird.
      Einzige Maßgabe, individuelle Moment Aufnahmen. Nur Mutmaßungen

      Ich gebe nochmals zu bedenken, wir waren schon weiter.
      Einer der Hersteller schreibt sinngemäß: "Wenn alle die "Wahrheit" schreiben würden gebe es die Branche nicht mehr.
      Ich will die Wahrheit. Ich weiß dabei, es ist schwierig Jahrzehnte alte Denkstrukturen aufzubrechen.
      Vielleicht auf Seiten der Branche wirklich etwas weniger Geschäft machen zu können.

      Trotzdem, zu erfahren was denn da entfernt wird, ist immens wichtig.
      Genauso wichtig, wie zu erfahren, ob die Bakterienkulturen funktionieren oder nicht.
      Grüße
      Andre
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      Hallo Daniel,

      "Dann ist die Aussage über das getrocknete Float doch sehr ausschlussreich. In einem Becken, in dem es kaum eine nennenswerte PO4 Konzentration ist, sind 0,5% der Trockenmasse P.
      PO4. das sich nicht im Bodengrund absetzt. Dass ein Großteil NO3 etc. zu elementaren Stickstoffumgewandelt wird und ausgast (über den Abschäumer) wird, dürfte ohnehin bekannt sein. "

      Genau, das wurde schon hier angemerkt das, scheinbar, eine deutliche Konzentration statt findet.
      Wieso sagt keiner der Hersteller das dies ein Grund für die Abschäumung ist?
      Woher kommt die Konzentration Po4 im Flotat?

      Bedenke, die Sammlung des Flotats hat über einen Zeitraum statt gefunden.
      Grüße
      Andre
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      Hallo Daniel,

      "Was abgeschäumt wird, ist seit Jahren bekannt."

      Ach ja? Woher nimmst Du die Erkenntnis?

      Bisher war es Eiweiß, oder doch Tenside?

      Es gibt, außer der Studie im AdvancedAquarist keine Analyse.
      Auch dort ist die Anlayse des Flotats leidlich erklärt, auch die Grundparameter des Beckens.
      Auch dazu gibt es hier oder sonst wo keine Vergleiche der Hersteller.
      Scheinbar muss der Kunde glauben, statt zu wissen.

      Ich habe die Beiträge aus deinen Links gelesen.
      Auch die Unter-Beiträge.

      Hmm, ich habe das mal ganz am Anfang erklärt.
      Das sind Behauptungen, könnte ich auch schreiben.
      Bisschen Wiki hier, ein paar Bücher dort. Fertig ist die Abhandlung über Urin im Becken.
      Macht es das glaubwürdig?

      Die Beiträge mögen etwas wichtiges enthalten, leider wird davon nichts untermauert, untersucht oder gar bestätigt.
      Glaubwürdigkeit dadurch praktisch null.

      Nur die Beiträge enthalten eine nachvollziehbare Herangehensweise.
      Das tun die selbst verfassten Webseiten nicht.
      Grüße
      Andre
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      Hi Andre ...


      aruff schrieb:

      Ach Du je.
      Klaus, was entfernst Du denn, besonders gründlich?
      Und voran beurteilst Du das?
      An der Menge?



      Ganz einfach : ich stelle einen 180 er Double-Cone in unseren 400 Liter Salzwasserprüfstand, entferne alle anderen Geräte, schütte einen Becher bereits abgeschäumtes Material ab und warte die Zeit XY bis nach anfänglich *wildem* schäumen die Phase des *ruhigem* abschäumens beginnt, bis diese dann in die Phase des *wenig* abschäumens übergeht die dann in die Phase des nur noch *sprudelns* endet, so dass nichts mehr abgeschäumt wird.

      Dann nehme ich den Abschäumer raus und ersetze ihn z.B. durch einen Supermarines 250 mit RD3-Speedy Pumpe und lasse ihn mal vollspeed laufen. Ich schütte dann kein neues Absorbat dazu, sondern übernehme den Zustand des 180er Double-Cones, wo er aufgehört hat zu schäumen. Jetzt beginnt das Spiel wieder von vorne. Wildes schäumen, ruhiges schäumen, wenig schäumen und irgendwann wieder sprudeln ohne jegliche Schaumbildung. Diesen Effekt kann ich ohne Probleme hier nachvollziehen. Nach deiner Theorie dürfte er das aber gar nicht, da ja jeder Abschäumer nur in der Lage ist % XY raus zu holen, egal welche Baurt, Form, Luft-oder Treiberleistung.
      Einfach, oder ? Da muss ich nicht an einer Universität arbeiten und eine Doktorarbeit schreiben um den Effekt erklären zu können. Wenn nichts mehr da ist zum schäumen oder keine Oberflächenspannung anliegt, schäumt er halt nicht und wenn der Abschäumer zu klein ist, dann schafft er es nicht regelmäßig den TOC unten zu halten. Es spielt überhaupt keine Rolle ob 30, 45 oder 70 % TOC entfernt wird. Wasserpflege beginnt und endet nicht allein im Abschäumer. Schafft er keine 50 % , muss andersweitig der TOC entfernt werden. Wasserwechsel, Aktivkohle, Ozon, Vlies.-Watte.-Sockenfilterung ect... es gibt viele Möglichkeiten Wasserpflege zu betreiben. Wasserwechsel und Abschäumer sind nun mal die populärsten Methoden. Geht aber auch mit der Triton-Methode, DSB, MiracleMud, Zeolith und weiteren Methoden. Jedes System hat seine spezifischen Vor-und Nachteile. Ich maße mir nicht an, das ein-oder andere System in den Vordergrund zu stellen oder zu kritisieren, nur weil wir Abschäumer herstellen.

      Die Rückschlüsse aus diesem Thread wird der interessierte User selbst ziehen müssen....

      aruff schrieb:

      leider wird davon nichts untermauert, untersucht oder gar bestätigt. Glaubwürdigkeit dadurch praktisch null.


      Andre ... jetzt mal ganz im Ernst : ... kann es sein, dass du dich etwas verrannt hast ?


      Grüße ... Klaus
      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....
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      Hallo Andre,

      die Untersuchungen geben aber m.E. auch nichts dafür her, den Nutzen der Abschäumung generell infrage zu stellen. Sie belegen zumindest, dass der organische Kohlenstoff deutlich reduziert wird. Ziel der Untersuchung war ja wohl nicht, die Wirkung von Abschäumern als solches zu widerlegen, sondern der Frage nachzugehen, ob es spürbare Leistungsunterschiede gibt.

      Dass neben den erwünschten Effekten auch unerwünschte und unbekannte auftreten, bestreitet hier - soweit ich das sehe - niemand. Auch ist es durchaus möglich, dass mit anderen Methoden (Wasserwechsel, Algenfilter usw.) ähnliche Ergebnisse erzielt werden, aber die Abschäumung ist halt eine dieser Methoden und eine recht bequeme dazu. Mich würde auch interessieren, was da nun wirklich herausgeholt wird und z.B. auch, ob die Steigerung der Flotatmenge bei leistungsstärkeren Skimmern auch die Stoffentfernung proportional verläuft oder ob z.B. der Wasseranteil steigt oder sogar der Stoff X prozentual mehr oder auch weniger mitgenommen wird. Auch die von Hans-Werner aufgeworfene Frage der Organic wäre eine grundlegendere Erforschung wert. Aber auch wenn wir nicht wissen, was wir da wirklich bewirken, scheint es doch eine praktikable Methode zu sein. Die Frage, die die Untersuchung aufwirft, ist allerdings ob ein "besserer" Abschäumer wirklich "besser" ist, zumal wir nicht recht genau wissen, was denn wirklich "besser" ist.

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
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      Hallo Klaus!

      Nennt sich BK Supermarines. Besonders schnell, besonders gründlich....
      Hast du eine Erklärung dafür, dass ein Modell schneller anschlägt als ein anderes, dafür ein anderes TOC weiter reduziert? Liegt es an der Luftmenge, der Art der Blasenerzeugung, am Wasserdurchsatz oder woran auch immer?

      Das wäre nämlich schon interessant, warum ein Abschäumer schneller reagiert und ein anderer im Endergebnis effektiver ist, obwohl sie sich konstruktiv gar nicht so sehr unterscheiden (sofern man die o.g. Untersuchungsergebnisse überhaupt als signifikante Unterschiede wertet). Das könnte ja z.B. für die bedarfsorientierte Steuerung hilfreich sein, z.B. mehr Lufteinzug nach der Fütterung, mehr Wasserdurchsatz eine Stunde später (nur so als Gedankenspiel).

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
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      Hallo Andre,

      dann lies dir mal die Promotion von Chen durch. Die ist von 1991 und behandelt die theoretische und experimentelle Untersuchung der Schaumtrennung in der Aquakultur. Burkhard Ramsch hat die vielleicht sogar als PDF vorliegen. Danach wurden zig weitere Publikationen von Shulin Chen veröffentlicht. Der ist inzwischen Professor und forscht immer noch.

      labs.wsu.edu/bbel/documents/2017/02/chenshulinvita.pdf/

      Der uns bekannte Abschäumer ist letztendlich nur die Übertragung des damals überaus erfolgreich verwendeten Prinzipes auf kleinere Aquarien. Warum soll den im kleinen immer wieder das untersucht werden, was sich im großen durchgesetzt und dort ausreichend erforscht wurde. Unten übrigens die Formal nach Chen für die Abschäumung. Vielleicht verstehen Armin und Hans-Werner die Formel, ich nicht. Aber nach "Hobbyforschern" sieht das nicht aus.




      (unter anderem kommen in der Formel vor: Tensidkonzentration, Behandlungszeit, Adsorptionskoeffizient, Oberflächenkonzentration von Tensiden, Blasenradius....)

      Das Thema ist überaus interessant, aber deine Schlussfolgerungen wurden schon in den USA 1998 kontrovers diskutiert und verneint. Würde deine Schlussfolgerung (alle Abschäumer sind gleich) stimmen hätten wir heute noch die Geräte von 1998. Haben wir aber nicht. Das einzige, was die Abschäumer nicht können, ist die Chemie oder Physik zu überlisten, sie können uns aber an die Grenzen des maximal möglichen bringen in einer immer schnelleren Zeit.

      LG
      Daniel

      PS: Wolfgang, vielleicht kommen die Supermarines in bestimmten Bereichen (Blasenradius.... was weiß ich) dem "Optimum etwas näher als der Double-Cone.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel Rother ()

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      Wolfgang S schrieb:

      Das wäre nämlich schon interessant, warum ein Abschäumer schneller reagiert und ein anderer im Endergebnis effektiver ist, obwohl sie sich konstruktiv gar nicht so sehr unterscheiden (sofern man die o.g. Untersuchungsergebnisse überhaupt als signifikante Unterschiede wertet). Das könnte ja z.B. für die bedarfsorientierte Steuerung hilfreich sein, z.B. mehr Lufteinzug nach der Fütterung, mehr Wasserdurchsatz eine Stunde später (nur so als Gedankenspiel).

      Das wäre eine tolle Sache, zumal es inzwischen etliche Abschäumer mit regelbarer Pumpe gibt.
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      aruff schrieb:

      Ich will die Wahrheit.
      Andre,

      die will hier fast jeder. Doch wir werden sie nicht bekommen - sie ist nämlich meist Definitionssache und getrübt durch unsere Sinne. Nur Produkte einzusetzen, die vollständig entschlüsselt sind, ist vielleicht ein Ziel. Es ist aber nicht erreichbar. Konsequenterweise darfst Du dann gar keine Meerwasseraquaristik betreiben:
      Aktivkohlefilter: es ist nahezu unbekannt, welche aquaristisch relevanten Stoffe mit welcher Priorität adsorbiert werden - bis auf wenige Modellstoffe, mit denen versucht wird, eine Charakterisierung durchzuführen. (bei Abschäumern ist dieser Modellstoff bis jetzt BSA, auch wenn er überhaupt nicht im Aquarium vorkommt)
      Beleuchtung: welche Blauverschiebung ist für welches Tier die genau richtige? Nur Grundwissen ist bekannt.
      Strömung: welches Strömungsmuster, welche Strömungsstärke ist für jedes Tier optimal? Nur grobe Vorstellungen sind bekannt. Welches Plankton wird durch Pumpen zerschreddert, welches nicht? Fast nichts bekannt. Haben wir überhaupt Plankton in unserem Aquarien? Ich fürchte nicht nennenswert.

      Das kann ich beliebig fortsetzen bis hin zum eingesetzten Rohwasser (Trinkwasser). Wird der und der Stoff wirklich mit einer Umkehrosmoseanlage herausgeholt? Ist das überhaupt sinnvoll? Nur mal für den Eindruck: es dürfen ca. 2000 unterschiedliche Stoffe von den Wasserwerken in das Trinkwasser gemischt werden - sollen die alle getestet werden?
      Das Funktionieren eines Aquariums - und da gibt es schon wieder unbegrenzte Vorstellungen darüber, was ein funktionierendes Aquarium ist - wird beeinflusst von einer nahezu unendlichen Anzahl von Faktoren, die sich alle mehr oder weniger gegenseitig beeinflussen. Es ist ein Wunder, dass Meerwasseraquaristik überhaupt funktioniert, dass es möglich ist, Tiere zum Wachsen und Vermehren zu bekommen. Noch in den 1980er Jahren gab es anerkannte Wissenschaftler, die Korallenwachstum in Aquarien für unmöglich hielten - Hobbyaquarianer haben der Wissenschaft das Gegenteil gezeigt, ohne genau zu wissen wieso es funktioniert.

      Eine lebhafte Diskussion ist immer wichtig, um in der Sache weiterzukommen. Wir kommen aber nicht weiter, wenn sich an einer Studie festgebissen wird und die Ergebnisse gebetsmühlenartig falsch interpretiert werden.
      Man muss sich an vielen unterschiedlichen Stellen informieren, z.B. auch auf dem 18. Meerwassersymposium in Lünen, das nächsten Monat stattfindet - es sind noch Plätze frei: meerwassersymposium.de

      LG Burkhard
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      Hallo
      Großer, kleiner, dicker und dünner Abschäumer, der AB muss zum Becken passen.
      Ich habe ein Wasservolumen von ca 3500Litern in dem ich ein China-AB betrieb,
      Resultat, nicht zufrieden stellend, Abschaum Leistung gering.
      Gewechselt zu einem Deutschen Hersteller, 200mm Durchmesser nicht ganz 2m Hoch
      Mit 2 Nadelrad- Pumpen, Ergebnis, Abschaum-Leistung schon besser, aber Unansehnlich
      Und viel zu laut.
      Zu meinem derzeitigen Abschäumer, einem BK400, er passt zu meiner Wassermenge
      Und ich halte mit Ihm mein Nitratwert auf unter 10 und Phosphat 0,05-0,075.
      Das Aborb wie auf dem Bild, ist das Resultat von einer Woche, das muss mir mal einer
      Zeigen, wie das ein kleiner AB schaffen soll.
      Bilder
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      Gruß Ewald

      _______________________________________________________________________________________________________________________________

      Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
      Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
      hab ich Angst vorm Licht. ;(
    • Neu

      Hallo Burkhard,
      vielleicht muss ich es nochmal erklären, möglicherweise kommt es nicht an.

      Du behauptest, Bakterien-Präparate hätten wenig bis keine Wirkung.
      Deine Ergebnisse kannst Du nicht veröffentlichen, weil Du sonst möglicherweise verklagt wirst.
      Nenne bitte einmal Ross und Reiter damit man dieses versteht.

      Ich sage, das ist bei Abschäumerprodukten ähnlich. Auch hier gibt es, bis auf eine, keine Untersuchung der Produkte, die mit Kraftworten verkauft werden.
      Die ganze Branche arbeitet mit viel Voodoo.

      Du selbst sagst.: „Wenn alle die „Wahrheit“ sagen würden, gäbe es die Branche nicht mehr“
      Das gilt auch für Bakterienprodukte.

      Wir diskutieren hier über Abschäumer.
      Es wird auch hier viel mit Kraftworten beschrieben, ähnlich wie in den Beschreibungen und Werbungen zum Thema.
      Ich setzte mal voraus, dass alle Hersteller versuchen irgendwelche „Theorien“ zu verwenden um ihr Abschäumer zu konstruieren. Soweit auch die Links die hier benannt werden.
      Nochmals, es erscheint heut unmöglich einen Abschäumer zu bauen der "nicht" funktioniert.

      Es gibt Beiträge mit einer umfassenden Untersuchung über mehrere Jahre.
      Inhalt dieser Beiträge:
      1.Die Theorien werden darin überprüft
      2.Die erste Untersuchung wurde angezweifelt
      3.Auch dabei wurde BSA als ungeeignet gefunden
      4.Die Untersuchung wurde daraufhin erweitert
      5.BSA wird nicht mehr verwendet.
      6.Es wurden andere Abschäumer dazu gezogen(Bauart, Größe, Material und Durchfluss)
      7.Die mathematischen Modelle wurden angepasst
      8.Es wurde aufwendig die Berechnungen experimentell nachgewiesen

      Ergebnis, auf 24/7 Betrieb gibt es keinen Unterschied.
      Bauart, Größe, Material haben keinerlei Unterschied erbracht.

      Daraufhin wurde auch noch das Flotat untersucht.
      Ergebnis, auch hier, nur ein drittel war überhaupt organischer Natur.

      Viele hier haben diese Studie noch nie gesehen.
      Auch Du benötigst bis zum Thread Beitrag ca- 100 bis Du bemerkst das BSA gar nicht Gegenstand der Untersuchung ist.
      Bis ca. Beitrag 200 benötigst Du bis Du deine Branche anzweifelst.
      Immerhin, Du erkennst die Untersuchung an, und damit auch die Messergebnisse.
      Das kann man nun nicht von allen hier Beteiligten behaupten.

      Die Ergebnisse Untersuchen die Theorien die als Grundlage verwendet werden und sagen, wo da die Grenzen liegen.
      Die Untersuchungen sagen auch, dass Schaum ein schlechtes Mittel zur Entfernung von „Irgendwas“ ist.
      Damit wären wir an einem Kernthema angelangt.

      Niemand hier weiß auch nur annähernd was denn nun im Flotat ist!
      Ich frage danach, völlig rudimentären Antworten. Global galaktische "Vermutungen"
      Keiner der Hersteller hat auch nur einen Versuch gemacht das irgendwie darzustellen.
      Nach wie vor wird nach Menge und Farbe bestimmt ob etwas nicht ins Becken gehört oder doch.
      Das ist falsch.

      Natürlich, das ist aufwendig, und natürlich, vielleicht entstehen sogar Kosten einen Nachweis zu führen was denn überhaut entfernt wird.
      Was eine Möglichkeit ist, wie man Messen kann, sogar wie man „vorab“ berechnen wie sich ein AB statistisch einordnet wird in diesen Untersuchungen mitgeliefert.

      Die Untersuchungen sagen auch, der Endanwender sollte den Kraftworten nicht mehr vertrauen, vielmehr sollte man den Herstellern Misstrauen die „keinen“ greifbaren Entfernungs-Parameter angeben. Nicht nur das, die unterschiedlichsten Abschäumer haben gezeigt, das es bei diesen Geräten gar keinen Unterschied gibt. Auch wenn der Unterschied immer vermutet wird.

      Wer den Unterschied dort sieht, und die Werbungen zu diesen Geräten liest (diese sind „Haarsträubend“) muss sich durch diese Untersuchung eines besseren belehren lassen.

      Was hier im Thread passiert, es wird sich nur Bruchstückhaft mit diesen Untersuchungen beschäftigt.
      Man vertraut nach wie vor den Theorien so, als wenn es diese Untersuchung nie gegeben hätte.
      Einzelne Punkte werden bis aufs Blut verteidigt, vor allem alles was das bisherige in Frage stellt.
      Auch das ist falsch.

      Erwartet habe ich, das die Hersteller diese Untersuchung annehmen und analysieren.
      Möglicherweise eine „weiterführende“ Analyse durchführen oder sich dem anpassen.

      Meine Gedanken in dem ganzen Thread müssen nicht bewertet werden.
      Es geht um die Untersuchung, auch wenn diese unbequem sind.
      Grüße
      Andre

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von aruff ()

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      Wolfgang S schrieb:

      Hallo Klaus!

      Klaus Jansen schrieb:

      Nennt sich BK Supermarines. Besonders schnell, besonders gründlich....
      Hast du eine Erklärung dafür, dass ein Modell schneller anschlägt als ein anderes, dafür ein anderes TOC weiter reduziert? Liegt es an der Luftmenge, der Art der Blasenerzeugung, am Wasserdurchsatz oder woran auch immer?
      Das wäre nämlich schon interessant, warum ein Abschäumer schneller reagiert und ein anderer im Endergebnis effektiver ist, obwohl sie sich konstruktiv gar nicht so sehr unterscheiden (sofern man die o.g. Untersuchungsergebnisse überhaupt als signifikante Unterschiede wertet). Das könnte ja z.B. für die bedarfsorientierte Steuerung hilfreich sein, z.B. mehr Lufteinzug nach der Fütterung, mehr Wasserdurchsatz eine Stunde später (nur so als Gedankenspiel).

      Gruß

      Wolfgang


      Hallo Wolfgang ..

      ( ich hoffe die Moderation lässt mal einen Vergleich mit Eigenprodukten zu )

      die Erklräung ist relativ einfach. Es sind mehrere Faktoren. Der entscheidende ist aber, dass der SM 250 wesentlich mehr Volumen (Zylinder) hat als der DC 180 (Weinglasbody) und der SM konstruktionsbedingt durch die riesige Eindüsungspfanne am tiefsten Punkt der Säule mehr Kontakthöhe aufweist als der DC. Durch den innenliegenden Trichter wird das Wasserluft-Gemisch senkrecht nach oben in komprimierter und wirbelreduzierter Form nach oben geleitet. Dadurch ist bei diesen Modellen eine nassere Abschäumung garantiert, als z.B. bei einem DC. Deswegen warnen wir auch immer, einen SM dort einzusetzen, wo wenig Fische und viele Weichkorallen gehalten werden, denn da wird er nicht gut funktionieren. Wenn Wert auf extreme Nährstoffarmut gelegt wird, wie z.B. beim Zeo-System und an gleicher Stelle mit Zusätzen gearbeitet wird, da ist der SM zuhause. Wer Wert auf eine trockene, sichere und nicht übermäßig aktive Abschäumung Wert legt, ist der DC die bessere Wahl. Der DC ist der Nachfolger der rein konischen Skimmer, die wir mal für Vertex gebaut haben. Der rein konische Abschäumer haben wir 2006 entwickelt, aber nicht selbst auf den Markt gebracht, weil er einfach zu wenig Volumen hatte was ich zum entgasen nicht vorteilhaft finde. Das heißt, es werden zu viele Luftbläschen mit raus gezogen. Die Weiterentwicklung war der DC, der unten eben eine Art Bauch erhielt, so dass das Volumen anstieg. Trotzdem empfehlen wir diesen Typ nur für leichten bis mittleren Besatz.
      Der sichtbar vorhandene Unterschied zw. einem 180 DC und 250 SM sind die unterschiedlichen Leistungswerte. Ein DC 180 läuft am besten zw. 20 und max. 30 Watt, das heißt ca. 800 bis 1000 Liter Lufteinzug bei ca. 1500 bis 2000 L/H Wasserdurchsatz verhältnis 1 : 1,5
      Der SM 250 kann bis zu 1800 liter Luftleistung und max. 5000 L/H Wasserdurchsatz vertragen. Verhältnis 1 : 2,5 Zusammengefasst heißt das, es wird schneller und intensiver abgeschäumt. Das setzt natürlich voraus, dass auch der Durchsatz im Filter entsprechend hoch ist, sonst *verhungert* er.

      Viel Leistung hilft aber nicht immer viel. Es gibt Fälle, wo eine hohe Luft-Treiberleistung kontraproduktiv sein kann. Aus diesem Grund hat RE als erster Hersteller regelbare Pumpen für Abschäumer entwickelt. Ab diesen Modellen war es möglich einen Abschäumer sehr genau auf seine Wasserqualität einzustellen. Jedenfalls Aquarianer, die ein geübtes Auge haben, denn wir können nicht wirklich eine ehrliche Empfehlung geben, wie der Abschäumer eingestellt werden muss. Bei einem läuft er optimal mit 23 Watt, bei anderen bei 44 Watt. Was auch wieder die Komplexitität der Abschäumung ansich unterstreicht. Denn jedes Meerwasseraquarium ist anders beschaffen.

      Ich kann da nur Burkhardt seine Aussage unterstreichen, dass wir viele Dinge noch nicht wissen warum und wiso etwas funktioniert. Tatsache ist, dass sich dennoch in den letzten 20 Jahren die Meerwasseraquaristik enorm weiter entwickelt hat und das ist ausschließlich dem Einsatz vieler engangierter Aquarianer geschuldet, wie z.B. einem Dietrich Stüber, der schon Steinkorallen nachgezüchtet hat, wo viele noch gar nicht wussten, wie die Namen derselben geschrieben wurden. Das Verfahren wurde bekannt unter dem Synonym *Berliner System*




      Daniel Rother schrieb:

      Das wäre eine tolle Sache, zumal es inzwischen etliche Abschäumer mit regelbarer Pumpe gibt.


      Die regelbaren Pumpen eröffnen heute ganz neue Perspektiven, wenn sie einen Regeleingang haben. Z.B. könnte man in der Tat einen Abschäumer entwickeln, der nach der Fütterung extrem abschäumt um dann nach Zeit XY in der Leistung automatisch runterfährt.
      Oder einen überlaufsicheren Abschäumer. Technisch wäre das möglich mit den entsprechenden Sensoren. Das würde allerdings gut Geld kosten, denn gute Sensoren bekommt man nur in der Industrie, nicht in der Aquaristik. Die hintergeschaltete Elektronik und Peripherie wäre auch nicht billig, von daher glaube ich nicht, dass sich das auf breiter Front durchsetzt.

      Ewald schrieb:

      Das Aborb wie auf dem Bild, ist das Resultat von einer Woche, das muss mir mal einer zeigen, wie das ein kleiner AB schaffen soll.


      Danke für das Bild, Ewald. Und wie ich sehe hast du sogar noch ein *älteres* Modell, welches aber tadellos zu funktionieren scheint. Wahrscheinlich noch eins mit Nadelrad aus Titan. Die Teile waren unübertroffen gut. Warum ? Keine Ahnung ....weiß ich bis heute nicht. Ich bin Techniker, kein Wissenschaftler... möglicherweise können die Herren aus der USA-Studie das erlären, denn das sind ja schließlich auch Wissenschafter. Und Wissenschaftler glaubt man ja alles.
      Gibt es nicht auch Wissenschaftler, die behaupten, einen durch Menschen verursachten Klimawandel gäbe es gar nicht, oder Glyphosat, Rauchen und kiffen ist gar nicht schädlich ? :thumbsup:

      In diesem Sinne ... der Voodokönig aus Kölle .... Klaus :peace:

      Ps .. Zu aruffs Copy+Past Beiträgen schreibe ich nichts mehr.
      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....
    • Neu

      Hallo Klaus,

      danke für die ausführliche Erklärung. Dann wäre wohl die beste Steuerung eine Veränderung des Volumens im laufenden Betrieb und/oder eine Anhebung/Senkung der Eindüsungspfanne :) .

      Vielleicht wäre eine gewisse Steuerung sogar ohne teure Sensoren möglich, nämlich einfach zeitorientiert. Wenn die Fütterung immer zu den gleichen Zeiten erfolgt, müsste man nur herausfinden, wann die abschäumbaren Nähstoffspitzen anfallen und wie lange der AS braucht, um sie herunterzubügeln. In dieser Zeit könnte man die regelbare AS-Pumpe z.B. mit dem GHL Profilux hochfahren und dann wieder (schrittweise) herunterregeln. Nicht sehr elegant und auch recht grobsinnig, aber vielleicht ein Denkansatz.

      Gruß

      Wolfgang
      Die Aquaristik ist eine Liebhaberei, bei der die Liebe im Vordergrund stehen soll und nicht die Haberei!
    • Neu

      klaus Jansen schrieb:


      Gibt es nicht auch Wissenschaftler, die behaupten, einen durch Menschen verursachten Klimawandel gäbe es gar nicht, oder Glyphosat, Rauchen und kiffen ist gar nicht schädlich ?



      Klaus, ueber den letzten Punkt koennte man sich sicher streiten! :D :D

      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)