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Alle Fische atmen immer noch schnell nach überstandener Infektion

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    • aruff schrieb:

      Süß- und Meerwasserfischen haben Unterschiede in der Giftwirkung von Nitrit bestätigt.
      Nitrit ist absolut ungiftig! Das Problem ist die dazugehörige Salpetrige Säure. Genau wie bei dem Paar Ammonium / Ammoniak ist das Ammonium nicht giftig, liegt aber in einem Gleichgewicht mit dem giftigen Ammoniak vor. Die Gleichgewichte sind abhängig hauptsächlich vom pH-Wert.

      Je höher der pH-Wert, desto mehr Ammoniak liegt vor - also ein Problem der Meerwasserbewohner mit den hohen pH-Werten im Wasser.

      Je niedriger der pH-Wert, desto mehr Salpetrige Säure liegt vor - also ein Problem der Süßwassertiere mit den teilweise sehr niedrigen pH-Werten unter 5. Deshalb der irrsinnige Faktor zwischen Amphiprion und Forelle.
      Ein Nitritproblem würde ich kategorisch ausschließen. Wir haben bei Versuchen bei 10 mg/l Nitrit/Salpetrige Säure (pH >8,0) keinerlei Anzeichen von Unwohlsein festgestellt. Häufig auftretende Nitritwerte sind nur ein Zeichen für eine nicht vollständig funktionierende Ditrifikation (Ammmonium -> Nitrit - > Nitrat) oder Denitrifikation (Nitrat -> Nitrit -> Luftstickstoff) - aber auch die Tests spinnen leider zu oft.

      Ich tendiere eher zur Sauerstofftheorie - Giftstoffe können eigentlich auch ausgeschlossen werden (EasyLife, Aktivkohle). Ob der Abschäumer die 520 l/h (wie im Prospekt angegeben) wirklich schafft, kann ich nicht beurteilen. Oft wird beim Lufteintrag "geschummelt". Die Leistungs sollte eigentlich ausreichen. Wenn Dir das Geplantsche mit Wasserstoffperoxid zu risikoreich ist, kann auch mal der gute alte Luftausströmer mit einer starken Pumpe wieder ausgepackt und installiert werden. Wenn Sauerstoff anschließend (2-3 Stunden später) besser aussieht oder gar die Atemfrequenz niedriger ist, wäre das die richtige Richtung für Dein Problem.
      Ist die hohe Atemfrequenz nur morgens oder den ganzen Tag über zu erkennen?

      LG Burkhard
    • Hallo!

      Eine weitere Möglichkeit:

      Fische reagieren extrem empfindlich auf jegliche Form von Insektiziden (z.B.: die häufig eingesetzten Pyrethroide, Literatur z.B books.google.at/books?id=aOfEX…20fish%20toxicity&f=false).

      Es reicht etwa eine Pflanze im Aquarienraum zu haben, welche etliche Zeit davor behandelt wurde. Hier ist es dann oft schwierig die Kausalitätskette herzustellen. Kann dies ausgeschlossen werden? Zur Sicherheit ist es empfehlenswert in die Ansaugleitung des Abschäumers eine Aktivkohle-Kartusche einzubauen - kostet fast nichts, und minimiert dieses Risiko.

      Auch kann die Infektion noch latent vorhanden sein, und je nach Immunstatus des Fisches werden eventuell auch nur die Kiemen befallen, so dass außer der beschleunigten Atemfrequenz nichts feststellbar ist. Wie wurde die Infektion ausgeschlossen? - Durch Mikroskopieren eines Kiemenabstrichs, oder wurden weitere Untersuchungen durchgeführt?

      Beste Grüße,
      Christoph
    • Hallo Burkhard,

      das Zitat ist von Armin Glaser aus dem Buch „Ratgeber Meerwasserchemie“, dort wird der Zusammenhang auch erläutert. Das Zitat ist also „nicht“ von mir.
      Jetzt wird es kopiert und irgendwann entsteht daraus eine Fake News :)

      Deine Theorie mit dem Abschäumer ist natürlich Unsinn.
      Aus eigener Erfahrung kann ich von einem Becken berichten, das ich 5 Jahre lang mit DSB betrieben habe, ganz ohne Abschäumer.
      Nach deiner Theorie, bei der ja eine falsche Angabe der Luftleistung zu einem Fischsterben führen kann, dürfte das ja gar nicht gehen.

      Es gibt genügend Personen die einen Abschäumer gar nicht oder nur Zeitweise benutzen.
      Dürfte dann ja auch nicht funktionieren. Ein Berliner System ist kein Garant für ein funktionierendes Becken, es gibt durchaus gegenteilige Ansichten.

      Mich würde aber trotzdem interessieren woher Du diese Information beziehst.
      Also eine Korrelation zwischen Abschäumer Luftleistung und Sauerstoffgehalt des Wassers.
      Gibt es da Messreihen? Diagramme etc. die deine Theorie untermauern?
      Grüße
      Andre
    • Hallo Sandra,
      an deiner Technik kann es m. E. nicht liegen. Da bist Du überall gut dabei.
      Selbst wenn es ein direkter Sauerstoffmangel ist, würde ja eine Zufuhr nur die Symptome lindern, aber niemals die Ursache bekämpfen.
      Du solltest es trotzdem mit dem Wasserstoffperoxid versuchen, langsam und mit Messung. Wenn es dadurch den Fischen besser geht....

      Um bei einem normalen Becken eine Sauerstoffmangel zu erzeugen muss schon etwas richtig schief hängen, absterben der gesamten Bakterienpopulation,
      große Mengen Sauerstoff die durch Verwesung verbraucht werden, usw. usf. Üblicherweise geht dann aber alles mit kaputt.
      Sollte es Sauerstoffmangel sein, ermittelt durch häufige und bessere Messmethode gilt es die Ursache zu finden.

      Du fütterst Preis Carley?
      Also durch Zumischung zum Futter?
      Oder als Zumischung zum Wasser?
      Dann müsste ja schon eine Änderung zu sehen sein. Hat sich etwas getan?

      Da die Werte der ICP Analyse zumindest eher unbedenklich erscheinen kann es auch keine reine Wasserwert Diskussion sein.
      Das wäre eher bei den Korallen zusehen denn bei den Fischen.

      Du hast auch Aktivkohle im Einsatz, somit müssten Giftstoffe oder Arzneirückstände aus dem Wasser sein. Bitte zur Vorsicht mal wechseln.

      Die UVC „sollte“ freischwimmende Keime nach und nach vernichten.

      Ich glaube das Phänomen kommt nicht von dieser Seite, nicht von der Technik, nicht von den Filtermaterialien.

      Für mich bleiben 2-3 Unsicherheitsfaktoren.
      Zum einen der Bodengrund, wurde der erneuert?
      Wird der durchgewühlt?

      Du könntest versuchen den Bodengrund vollständig abzusaugen und den Verlust mit frischem Meerwasser ausgleichen. Möglicherweise steckt etwas im Bodengrund das z.B. die Garnelen, oder Fische aufnehmen.
      Unwahrscheinlich aber möglich. Sollte eigentlich einfach zu prüfen sein.

      Das Futter.
      Ich empfehle Dir, das komplette Futter auszutauschen. Gehe zu einem anderen Händler, kaufe völlig anderes Flockenfutter und Frostfutter, am besten von einem anderen Hersteller, um ganz sicher zu sein. Möglicherweise ist eines der Futtermittel irgendwie belastet (hoffentlich unbeabsichtigt) und der Inhalt wirkt so richtig nach Aufnahme durch die Fische und Garnelen. Wenn es sich nicht auflöst ist das möglicherweise gar nicht im Wasser nachweisbar. Trotzdem kann ein Giftstoff z.B. im Granulat gekapselt sein. Oder im Frostfutter, oder im Trockenfutter. Oder im Grünfutter.

      Ist ja relativ einfach durchzuführen. Bessert sich dadurch nichts, kann es schon zu spät für diese Fische sein, das würde immer noch nicht das Futter ausschließen.
      Verwendest Du anderes Futter in den anderen Becken?
      Wir müssen den Unterschied herausbekommen.
      Grüße
      Andre

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aruff ()

    • aruff schrieb:

      Deine Theorie mit dem Abschäumer ist natürlich Unsinn.
      Hallo Andre,

      die Sauerstoffkonzentration im Wasser ist abhängig von:
      - der Sauerstoffkonzentration in der Luft (also in unseren Aquarium als konstant anzusehen)
      - dem Sauerstoffeintrag der photosynthese aktiven Organismen (leider nur tagsüber; nachts atmen sie leider auch den Sauerstoff weg)
      - dem Sauerstoffeintrag aus der Luft in das Wasser
      - dem Verbrauch des Sauerstoffs im Wasser durch Tiere, Bakterien, Algen (nachts)

      Gerade der letzte Punkt ist überhaupt nicht abzuschätzen. In einigen Systemen liegt er niedrig, in anderen sehr hoch.
      So kann es durchaus sein, dass der gleiche Abschäumer in dem einem System eine normale in einem anderem System eine zu niedrige Sauerstoffkonzentration erzeugen kann. Unbestreitbar ist der Abschäumer mit seiner extrem großen Oberfläche der Luftblasen das effektivste technische Sauerstoffeintragsytem; er kann sogar das Wasser übersättigen. - Natürlich können auch Aquarien ohne Abschäumer und mit extrem hohen Bodengrund (Jaubert, Deep Sand) ohne Abschäumer laufen - ist nur eine Frage des Sauerstoffverbrauchs des Gesamtsystems. Und der Sauerstoffverbrauch hängt hauptsächlich vom Eintrag organischer Substanzen (Futter, Aminosäuren, Proteine....) ab und wie schnell diese wieder das System verlassen (Tierwachstum, Adsorbat des Abschäumers, Partikelfilter, Wasserwechsel u.a.).
      Wir versuchen hier die Ursache des niedrigen Sauerstoffgehalts (wenn die Messung tatsächlich aussagekräftig war) zu ermitteln. Und aus praktischen Versuchen haben wir mit einer verbesserten Abschäumung die Wasserqualität des Wassers verbessert:

      aquacare.de/download/referenz/d_rep_turkua.pdf

      Ob es in diesem Fall die Ursache ist, da kann ich auch nur spekulieren.

      LG Burkhard
    • die These mit dem Mangel an Sauerstoff ist verlockend. Bei naeherem Hinsehen wird aber nicht verstaendlich (jedenfalls nicht mir), warum bei einem PH von 8,2 und einer Alkalitaet von 8 ein Sauerstoffdefizit vorherrschen soll. Der Gegenpart von O2 ist CO2 im Wasser. Wenn es eine CO-2-Uebersaettigung geben wuerde, waere der PH im Keller. Oder der PH ist nicht korrekt gemessen? Seit vielen Jahren betreibe ich eines meiner Becken ohne AS. Es fasst 350l und ist hier schon mehrfach vorgestellt worden. Relativ starker Korallenwuchs und wenig Fisch. Damalige O2-Messung aus Neugier ergab 6mg/l. Alle Fische mopsfidel und mit normaler Atmung. Standzeit ca. 5 Jahre.
      Gruss
      Hajo
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      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo Burkhard,

      alles klar. Wir sollten diese Diskussion an anderer Stelle weiterführen.
      Zu diesem Thema bringt das nichts. Deine "Vermutungen" in Ehre, …..

      Es ist ein Abschäumer in Betrieb der für einen Gasaustausch sorgt.
      Sollte Sauerstoffmangel vorliegen, empfehle ich die Ursachen dafür zu suchen.
      Die Luftleistung eines Abschäumers kann hier, aus meiner 40 Jährigen Erfahrung heraus, nicht die Ursache sein.
      Grüße
      Andre
    • Hallo an Alle

      tut mir leid das ich mich erst jetzt melde aber ich habe jetzt endlich mal Videos bei Youtube hochgeladen.

      Pestizide,Raumsprays ja sogar Duftkerzen kann ich ausschliessen.
      Die Tito hat Kiemen und Hautabstriche sowie Kotprobe und auch durch eine Spülung
      irgendetwas aus dem Maul und Darm untersucht.
      Sie meinte man könnte noch einen MiBi Abstrich machen was aber für den Fisch dann sehr stressig gewesen wäre.

      Die Kotprobe war ein weißer Faden aber unter dem Mikroskop sah man nix.

      Allerdings möchte ich nochmal sagen das der Junker immer fit geschwommen ist und gefressen hat eine schnelle Atmung kann ich nicht ausschließen man sah es bei dem Fisch sehr schlecht.
      Ich wollte auch eigentlich lieber Palette fangen aber die ging absolut nicht in die Falle.

      Der Bodengrund wurde bei der Beckenvergrößerung bis auf 3 Handvoll erneuert
      (ATI Fiji white Sand).
      Wir haben einen grabenden Seestern und einen Herzseeigel(habe den aber länger nicht mehr gesehen) die den Bodengrund durchgraben.
      Und eine Phalanea Grundel die für mich sogar noch den besten Eindruck macht.

      Das Futter schließe ich eigentlich aus weil ich genau das selbe im Cube verfütter.
      Aber ich werde es trotzdem mal wechseln.

      Heute morgen hatte ich allerdings erstmals das Gefühl das zumindest Palette ruhiger atmet.
      Aber alle anderen eigentlich wie immer.
      Ich habe jetzt mal Videos gemacht.
      Das 1. war im März vor der ganzen Infektion wo mir aufgefallen ist das der Hawai Doc bereits schnell geatmet hat.



      Das 2. am 9.07



      Das 3. heute



      Gestern hatte ich ja Easy life reingegeben und Preis Coly gefüttert, sowie eine Strömungspumpe zur Oberfläche gerichtet.

      Kann bzw. soll ich das Preis Coly direkt ins Becken dazu geben?

      Viele Grüße

      Sandra
    • Hallo Sandra,

      warum Preis Coly? Wenn seitens der TiHo Kiemenabstrich und Darminhalt keinen Aufschluss brachten, warum also ein Wurmmittel? Bist du unsicher wegen der Methode oder des Untersuchungsergebnisses ?
      Irrtuemlicherweise hatte ich eigentlich eine Untersuchung am toten Objekt vor Augen mit Oeffnung des Bauchraums und Sektion der inneren Organe. Hautabstriche sind in vielen Faellen erfolgreich. Dagegen ist ein Erkennen von Schaeden innerer Organe mit dieser Methode nicht moeglich. Leber-und Darmschaeden sind zweifelsfrei zu erkennen.
      Preis Coly kannst du entsprechend der Dosieranleitung ins Wasser geben. Falls du dich weiterhin fuer diesen Versuch entschieden hast, empfehle ich das Mittel erst einmal weiterhin ueber das Futter zu verabreichen.
      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Ja die TÄ hat auch gesagt wenn ein Fisch stirbt oder es naheliegt das er bald stirbt dann kann ich ihn bringen.
      Da würden sie dann weitere Untersuchungen machen.
      Ich wollte dem Fisch aber nicht für die Untersuchung opfern sowas kann ich nicht.

      Ich bin mir halt nicht sicher weil es ja sein kann das gerade dieser Fisch nix hatte.
      Ich weiss das hört sich blöd an aber ein Versuch denke ich kann ja nicht schaden.
      Es ist ja kein direktes Medikament.

      Morgen kommt der O2 test dann werde ich dahingehend nochmal Messen und ggf mit H2O2 versuchen.

      Heute nochmals alle wichtigen Werte gemessen
      NO2 0.05
      NO3 1
      PO4 0.01
      Ammon.0
      Dichte 35
      Temp. 25.9

      Man hält sich an nem Strohhalm fest wenn man die Nadel im Heuhaufen sucht.

      LG
      Sandra
    • kleinesRiff schrieb:

      Ja die TÄ hat auch gesagt wenn ein Fisch stirbt oder es naheliegt das er bald stirbt dann kann ich ihn bringen.
      Da würden sie dann weitere Untersuchungen machen.
      Ich wollte dem Fisch aber nicht für die Untersuchung opfern sowas kann ich nicht.

      Ich bin mir halt nicht sicher weil es ja sein kann das gerade dieser Fisch nix hatte.
      Ich weiss das hört sich blöd an aber es kann ja nicht schaden.


      Ja, schaden wird es nicht. Ich hätte diesen Weg auch erst einmal eingeschlagen.
      Nur zur Ergänzung (ich möchte das Thema gewiss nicht überstrapazieren):
      Manchmal ist es besser ein Opfer zu bringen, um eine ernsthafte Krankheit von den anderen Fischen abzuwenden.

      Auf den Videos ist für mich eine akute Notlage nicht zu erkennen. Jedenfalls nicht an Äusserlichkeiten festzumachen.
      Ich drück dir erst einmal die Daumen und hoffe weiterhin, dass wir die Ursache gemeinsam finden werden.
      Obwohl es aus der Ferne ein schwieriges Unterfangen ist.

      Gruß
      Hajo
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    • Ich kann an der Palette nix sehen.
      Die Probleme im Kopfbereich(vermutlich HLLE)hat sie schon von klein auf
      Leider bisher trotz Vitaminreicher Fütterung keine Besserung.

      Ich habe eben nochmal eine Kotprobe mikroskopiert von dem Junker der ja noch im QB ist

      Da bewegte sich diesmal ordentlich was, allerdings war der Kot nicht frisch.



      (Der Ton ist weil mein Sohn Minecraft gespielt hat :) )
    • Hallo, habe erst einmal mitgelesen.
      Sauerstoffmangel wird es nicht sein. Die Tests sagen nichts aus, da völlig unbrauchbar. Gammelecken würde ich auch ausschließen, da genug Schwefel im Becken ist. Ein vernünftiger ICP Test würde das hergeben. Der Wert wäre dann völlig im Keller.
      Was für eine Infektion war es denn? Crypto ? nachgewiesen?
      Wenn ja, dann kann es sein, dass die Kiemen bereits geschädigt sind. Der Erreger setzt sich schon auf die Kiemen und schädigt sie bevor irgendwelche Anzeichen auf dem Fisch zu sehen sind. Übersteht der Fisch die Infektion, äußerlich, bleiben die Kiemen geschädigt. Das ist nicht rückgängig zu machen! Dadurch bedingt sehr schnelle Atemfrequenz.
      Bei Cryto sollte man außerdem beachten, die die Tronten bis zu einem halben jahr abgekapselt überleben können. Daher erneute Infektionen, wenn man glaubt, es wäre alle überstanden. Die Zuführung des Wassers zum UV Filter sollte auch über dem Boden angesaugt werden, da sich hier die Erreger vorzugsweise aufhalten.
      Zur TÄ: Ein Abstrich zeigt bei geschädigten Kiemen nichts! Die müsste man entfernen, um sie genau zu untersuchen.

      Ich würde die UV massig weiter laufen lassen und eventuell Protomor zugeben und wenn die Fische fressen versuch mal als Futter das Matrine von Aquarium Münster.
      Sorry, dass ich dir da nicht abschließend helfen kann.
    • Hallo wilro,


      Mit dem Fachbegriff "sekundaerer Sauerstoffmangel" hatte ich bereits auf eine eventuelle Schaedigung der Kiemen hingewiesen.
      Dagegen spricht die wieder hergestellte, normale Atmung der behandelten Tiere im anderen Becken. Ausserdem wurden die merkwuerdigen Atmungssymptome bereits 1 Monat (Maerz) vor Einsatz des infizierten Fisches (April)entdeckt.

      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Andre,

      gewiss aehnelt die Diskussion dieser in Teilen.
      Die vorliegenden Videos weisen kaum auf eine ernsthafte Schaedigung hin.
      Abstehende Kiemendeckel oder eine stark erhoehte Atemfrequenz, hervorgerufen u.a. durch starke Schleimbildung , weisen meist auf eine verminderte Sauerstoffzufuhr hin. Diese Auffaelligkeiten fehlen.
      Was bleibt, ist das langsame Abklingen einer moeglichen (Cryptocarion?)Infektion, deren genaue Entstehung durch den infizierten Fisch zeitlich bekannt ist. Eine schnelle Atemfrequenz soll bereits vorher bemerkt worden sein. Es kann also gut sein, dass die Fische bereits vor der eigentlichen Infektion durch den Crypto an einer bis dato unbekannten Krankheit gelitten haben. Die primaere Ursache scheint vielleicht doch woanders zu liegen?
      Alles nicht befriedigend.

      Gruss
      Hajo
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    • Hallo zusammen,

      Im o. a. Thread sind alle Fische, die neu nachgesetzt wurden, innerhalb weniger Tage verstorben.
      Auch wurden 2 Anemonenfische eingesetzt ---> Ein Tier nach 2!! Tagen verstorben, der andere Fisch zeigt schwere Krankheitssymptome! Das weist auf einen äusserst kurzen Übertragungsweg und einen hohen Virulenzgrad hin. Es lässt auch eine gewisse Parallelität zum Test von Sandra mit dem Chromis erkennen.
      Mir ist kein Ekto- oder Endoparasit bekannt, der in dieser kurzen Zeit bei einem gesunden Fisch diesen Schaden anrichten kann. Nichtparasitäre Erkrankungen, wie Vergiftungen, sind da rasanter. Kiemenschäden durch Ammoniak fallen mir zu diesem Thema ein. Dieser Punkt ist aber schon abgehandelt worden.
      Merkwürdigerweise denkt niemand an das Futter als mögliche Quelle. Der Bericht von Jens sollte uns zu denken geben. Da alle Beckeninsassen, inklusive Garnelen & CO, alles gereichte Futter (speziell Frostfutter) miteinander aufgenommen haben (einige anschliessend gestorben sind), ist nicht auszuschliessen, dass hier die Quelle liegt oder gelegen hat. Nicht jedes Tier hat ein gesundes Immunsystem, das einer permanenten Belastung durch Giftstoffe länger widerstehen kann.
      Mir ist ein Fall bekannt, wo durch den Züchter von Frostfuttertieren eine Belieferung an den Handel gestoppt wurde, weil sich eine bestimmte Zuchtart infiziert hatte. So etwas kommt selten an die Öffentlichkeit, aber weist darauf hin, dass die Tiefkühlkost unserer Tiere nicht nur verderblich, sondern bereits vorher keimanfällig werden kann. Wir vertrauen naturgemäss unseren Futterprodukten. Deswegen wird auch selten diese Quelle hinterfragt.
      Auf jeden Fall sollte dieses Thema endlich einmal bis zum Ende beackert werden, da sonst das Ergebnis, wie so oft, im Dunklen liegt, und die Ursache mit der entsprechenden Abwehrmassnahme nicht bekannt wird. Das meine ich im Interesse aller Betroffenen und Mitlesenden.

      Gruß

      Hajo
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    • aruff schrieb:

      Das Futter.
      Ich empfehle Dir, das komplette Futter auszutauschen. Gehe zu einem anderen Händler, kaufe völlig anderes Flockenfutter und Frostfutter, am besten von einem anderen Hersteller, um ganz sicher zu sein. Möglicherweise ist eines der Futtermittel irgendwie belastet (hoffentlich unbeabsichtigt) und der Inhalt wirkt so richtig nach Aufnahme durch die Fische und Garnelen. Wenn es sich nicht auflöst ist das möglicherweise gar nicht im Wasser nachweisbar. Trotzdem kann ein Giftstoff z.B. im Granulat gekapselt sein. Oder im Frostfutter, oder im Trockenfutter. Oder im Grünfutter.
      Sehe ich auch so.
      Grüße
      Andre
    • Hallo an Alle

      So ich habe mit dem Salifert test nun mehrfach O2 gemessen und komme immer auf 6-8.

      Es ist ja auch kein akuter Notfall da es ja schon seit März geht.Also eher ein schleichender Prozess.

      Hier ein Foto meines Putzers der sich erst erholt hatte und nun seit Mitte Mai so lebt.
      Vor der Quarantäne und heute
      meerwasserforum.info/index.php…793001755b81da3e6111fae59meerwasserforum.info/index.php…793001755b81da3e6111fae59

      Ich hatte einen Fall gefunden der meinem sehr ähnlich ist.
      Leider hat derjenige sein Hobby aufgegeben.
      Letztendlich vermutete er Backsteine die er als Unterbau für den AS hatte.
      Die habe ich aber nicht im Becken.

      korallenriff.de/artikel/1822_K…e_nach_einem_Phantom.html

      Als nächstes werde ich das futter und das futtersieb tauschen....

      Viele Grüsse

      Sandra
    • Hallo Sandra,

      mal nur so am Rande.......

      Mir ist nicht ganz begreiflich, warum du mit deinem Anliegen das Forum gewechselt hast. In unserem Nachbarforum hatte man dir bereits die Konsequenzen eines Cryptocarion-Befalls vor Augen gefuehrt. Letzter Beitrag war der 21.6.2018, also ca. 2 Wochen vor deiner Anfrage hier im Forum.
      Die Nachwirkungen des Crypto waren da immer noch Thema. Weit aufgerissenes Maul, schnelle Atmung, weniger Puenktchen etc.
      Warum sollte sich dieser Zustand innerhalb 2 Wochen drastisch aendern?
      Mit Hilfe der UV laesst sich einiges eindaemmen, aber dafuer braucht es Zeit. Manchmal auch Monate. Dass in der Zwischenzeit, trotz UV, stark geschwaechte Tiere sterben, ist leider fast Normalitaet. Die Behandlung von Preis Coly hattest du zwar erwaehnt, die von Costapur, Protamor (Protazon) hingegen hier nicht. Ob diese Mixture guenstig oder weniger guenstig fuer die Fischgesundheit ist, moechte ich jetzt nicht bewerten.
      Fuer eine vollstaendige Amnese muss alles auf den Tisch, damit wir ein moeglichst komplettes Bild bekommen. Nur so koennen wir Nutzen daraus ziehen und so zu einer abschliessenden Diagnose kommen.
      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hajo ()

    • Entschuldigung aber ist es falsch sich eine andere Meinung zu holen?
      In dem anderen Forum Betraf es nur die Cryptocarion da war mir selber noch nicht bewusst das das ganze ja schon im März anfing.
      Es waren da keinerlei Punkte zu sehen sowie jetzt auch nicht.
      Die Tiho hat mehrere Abstriche gemacht...NIX...
      Mein Gefühl sagt mir das etwas anderes dahinter steckt und da ich hier einige ähnliche Beiträge gefunden habe hatte ich gehofft das jemand eine Idee hat.
      Die Beiträge sind nur leider Jahre her und enden ohne Lösung.
      Das Cryptocarion und auch andere Erreger bevorzugt die Kiemen befallen ist mir bewusst und wenn ich nicht gesehen hätte das meine Fische bereits im März eine schnelle Atmung hatten dann würde ich jetzt noch glauben das es Cryptoc.sind.
      Aber ohne jegliche Punkte und ohne andere äusserlichen Symptome schon sehr komisch.
      Auch das das ganze jetzt schon so lange geht und das es absolut alle betrifft.
      Komisch das der Clarkii im kleinen Becken wieder ganz ruhig atmet ohne UV..gleiches Futter..gleiches Wasser und Salz.
      Die Behandlung im QB mit Costapur f hatte ich erwähnt.
      Protomor hatte ich nicht erwähnt da mein Problem für mich gesehen ein ganz anderes ist und die Behandlung damit im Mai war.

      Aber danke trotzdem

      Viele Grüsse
      Sandra
    • Hallo Sandra,

      alles gut!
      Ich habe den Leidensweg der Fische nur kurz zusammengefasst bzw. um diese Information ergaenzt, damit wir alle ein moeglichst vollstaendiges Bild bekommen. Jede Kleinigkeit kann helfen.
      Ich hoffe, dass bei allen die Diskussionsbereitschaft zu diesem Thema nicht abreisst.
      Wie verlief eigentlich die Zeit vor dem April? Du hattest bereits im Maerz die anormale Atmung entdeckt. Also vor dem Einsetzen des besagten infizierten Fisches. Gab es noch andere Zugaenge vor Maerz 2018? Wenn ja, welche und in welchem Zeitraum? Wie sieht die tournusmaessige Pflege deines Beckens aus? Wie oft Wasserwechsel? Welches Salz? Wurde die Marke gewechselt? Welche Additive wurden verwendet? In welcher Dosis und in welchem Zeitraum? Wurden die Marken gewechselt? Wurde Technik ( bis auf die UV) ausgetauscht?
      Das klingt jetzt alles etwas simpel, aber wir sollten besser nichts uebersehen. Auffaellig ist natuerlich die Gesundung des Amphiprion im QB. Allerdings wohl auch durch die Gabe eines Medikaments. Das koennte dann wohl doch auf Parasiten hinweisen.
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Hajo

      Leider ist mir ja das alles erst nachträglich bewusst geworden.
      Also vor der heftigen Infektion habe ich das gar nicht so wahr genommen erst durch das Video was ich mal gemacht habe.

      Das einzige was mir aufgefallen war war das der Hawai Doktor Anfang März kein Frofu mehr wollte sowie auch später der Fuchs eben nur Salat...Nori...
      Da hatte ich im Forum gefragt und mir wurde gesagt das er das frisst was er in der Natur auch fressen würde das sei absolut ok.
      Damit war das für mich ok.

      Ja wir haben immer mal Fische eingesetzt.
      Im Februar ein Chelmon Rostratos den ich mit viel Geduld und Lebendfutter ans Futter bekommen habe.
      Er scheint mir noch am fittesten zu sein.
      Dann hatten wir eine 5er Gruppe Chromis eingesetzt schon am nächsten Tag fehlten 2.
      Nach der Crypto.infektion war es nur noch einer.
      Jetzt hatten wir ja nach der Infektion nochmal einen reingesetzt der lebt noch.

      Wir hatten im alten Becken einen kleinen Weißkehl der aber immer fit war leider rupfte er an der Tubipora Musica so das diese sich nicht mehr öffnete und wir konnten ihn zum Händler zurück bringen..dafür hatten wir dann den Schmuck junker.

      Wir hatten immer Probleme mit Kieselalgen(mikroskopisch nachgewiesen)auf dem Boden trotz Nachgeschaltetem Harz Filter das war auch schon im alten Becken ein Problem.
      Nach einigen Recherchen sollte das Salz wohl schuld sein das habe ich gewechselt.
      Jetzt Red Sea coral pro.
      Allerdings erst vor 3 Wochen.
      Und siehe da Kieselalgen sind weg.

      Keine neue Technik im Gegenteil zur Zeit kein PO4 Adsorber nur noch Kohle.
      Wasser Wechsel jede Woche 50l
      Ausser Iod und Balling (von mrutzek)gebe ich nix rein.
      Nicht mal mehr Korallenfutter oder Phytoplankton.
      Auch keine Bacs.

      Auch einer meiner Ocellaris hat sich schwarz verfärbt also so schmutzig und eben der Lipfisch.
      Der Chelmon hat an der rückflosse einen leicht schwarzen Saum.

      Natürlich würde ich eine Krankheit nicht komplett ausschliessen und wäre sogar froh wenn ich wüsste das es eine ist.

      Meine Gedanken...kann eine Parasitäre Krankheit so lange vorherrschen ohne weitere Symptome?
      Warum sterben dann die Putzergarnelen nach 2 Wochen?
      Warum frisst mein Fuchs kein Frofu mehr?
      stürzt sich aber verfressen auf Grünzeug.

      So ab heute Abend absolut neues Futter...

      Habe mir auch nochmal Fische im laden angeschaut...Die atmen so ruhig kaum Kiemendeckel Bewegung...

      Viele Grüsse
      Sandra
    • Hallo Sandra,

      wenn ein Fisch Futter verweigert, ist es ihm entweder fremd oder es ist fuer ihn ungeniessbar. Fremd kann man beim Fuchs wohl ausschliessen. Bleibt nur noch zu ueberlegen, warum es ihm ploetzlich nicht mehr schmeckt. Gerade der Fuchs ist eine Fressmaschine, die eigentlich vor nichts halt macht.
      Krankheitserreger durch Futterschaeden sind nicht etwa nur eine traege Spezies, sondern koennen sich auch ggf. explosionsartig vermehren. Schaedigung der Leber, Galle und/oder der Niere weisen auf Wurmerkrankungen hin, die Fische zeigen dunkle Stressfaerbung bei Befall. Ich komme immer noch nicht vom Frostfutter los.
      Hast du jemals lebendes Plankton verfuettert? Natuerlich kann der Eintrag auch von jedem anderen gefrosteten Produkt kommen. Hast du jemals den Chelmon mit Tubifex gefuettert? Praziquantelhaltiges Futter waere einen Versuch wert.

      Ich haette an deiner Stelle nicht den Weisskehl entfernt, sondern die Tubipora. :D
      Auch aus gaertnerischen Gruenden. Wenn die einmal in Tritt kommt, musst du aufpassen,dass sie nicht alles ueberwuchert. Dann ist sie schwer zu kontrollieren.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Ja ich habe den Chelmon mit lebenden Artemia,Enchyträn und tatsächlich einmal mit Tubifex.
      Leider habe ich vor Februar kein geeignetes Video zum Vergleich der Atmung.
      Dann hätte ich feststellen können wann es angefangen hat.

      Lebendes Plankton habe ich also nur Phytoplankton eingegeben.

      Die dunklen verfärbungen zeigen beide Putzerfische und einer der beiden Clownfische.
      Andere Fische bisher nicht.
      Die beiden Putzerfische wirken auch blass also der schwarze Streifen wirkt hell.
      Was mich dann auch auf oodinum schliessen lässt aber da wurde mir gesagt das die todesrate schnell sein würde und nicht über einen so langen Zeitraum.

      Der Fuchs ist im Grunde auch noch gierig ich kann ihm Salat aus der Hand füttern.
      Nur ob das auf Dauer reicht?

      Habe ja das Frofu nun getauscht aber es ist jetzt kein Nutrion oder Golden Gate sowas gibt es hier leider nicht.
      Welches wäre grundsätzlich zu empfehlen?
      Kann man das auch bedenkenlos im Netz bestellen?

      Die Mittel die Praziquantel enthalten scheinen vom Markt genommen zu sein.
      Bekomme ich das beim TA?

      Ja die Tubipora ist mittlerweile schon ein Handball :/

      Viele Grüsse
      Sandra
    • Hallo Florian,


      ja, die Produktvielfalt ist gross. Es gibt unterschiedliche Qualitaet im Angebot. Damit meine ich nicht den Zustand einer mehrfach aufgetauten Blisterpackung, sondern die Unterschiede in der Qualitaet des fangfrischen Produktes.
      Es nutzt auch nichts, wenn das Premiumfutter fangfrisch seinen Weg antritt, anschliessend beim Transport die Kuehlkette mehrfach unterbrochen wird, und so die Keime sich warmlaufen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
      Da es keinerlei Produktgarantie bei der Endabnahme gibt, sind wir selbst bei der Qualitaetskontrolle gefragt. Das setzt aber voraus, dass die Unterschiede fuer jeden klar erkennbar sind. Das sind sie leider nicht. Und so vermischt sich gutes mit schlechtem Futter in den Maegen unserer Fische. Unerkannt. Ganz konsequenzlos wird das nicht immer verlaufen.

      Gruss
      Hajo
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      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Da kann ich hajo nur zustimmen, der Zustand von Frostfutter hier in Deutschland ist meistens furchtbar, selbst die Verkäufer meinen oft noch, dass die dunkelbraunen Mysis die bessere Qualität ist.

      fusedjaw.com/food-and-nutritio…-quest-for-quality-mysis/

      Der Link zeigt sehr schön die Probleme mit Frostfutter, sowohl bei der Erkennung der Qualität als auch bei der Lagerung.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Die "guten weißen" Mysis habe ich hier noch Nie !!! gesehen

      Gruß
      Bernd
      200x70x60, Beleuchtung: 2x NextOneEighty, Abschäumer: NyosQuantum 160, RFP: RD3 Speedy 80W, Strömungspumpe: 3x Ecotech MP 40 QD/Reeflink, Dosieranlage: Kamoer X4, Nachfüllanlage: Aqualight ST-O2, Knepo-Medienfilter
      Versorgung: Triton Methode
    • Hallo Sandra,

      deinen Worten entnehme ich, dass du unsicher geworden bist ob dem Verdacht frei im Wasser befindlicher Giftstoffe. Oodinium ist im fortgeschrittenen Stadium recht gut zu erkennen.
      Wenn du die Fische im hellen Gegenlicht betrachtest, wird der Befall deutlich.
      Eine kurzzeitige Umquartierung eines der befallenen Fische in ein enges, transparentes Behaeltnis erleichtert die genaue Diagnose.
      Dass momentan nicht noch weitere Opfer zu beklagen sind, ist der UV zuzusprechen.
      Leider wird ein Befall nicht immer gleich erkannt. Im akuten Stadium schleppt sich die Dezimierung der Erreger dahin, auch mit Verlusten von Fischen verbunden.
      Es ist sehr selten der Fall, dass ueber eine UV-Methode alle Fische gerettet werden. Mit dem Verlust einiger starkinfizierten und dahr geschwaechten Fischen muss daher gerechnet werden. Das sollte man in seine Gedanken mit einbeziehen.
      Der Dreh- und Angelpunkt ist immer das rechtzeitige Erkennen einer Krankheit. Moeglichst noch bevor das akute Stadium einsetzt. Dann sind die Chancen am Groessten.
      Der TA wird dir sicher ein Rezept geben. Vielleicht auch ein anderes Medikament empfehlen. Infektioese Krankheiten in einem Riffbecken mit Fischbesatz fuehren immer zu Verlusten. Wie hoch diese ausfallen haengt vom rechtzeitigen Erkennen und der Art der Infektion ab. Das wiederum haengt vom Wissensstand eines jeden Einzelnen ab. Wer viele Fische pflegt,oder gepflegt hat, bekommt mit der Zeit einen Blick fuer gewisse Krankheiten. Leider fusst oft die Erfahrung mit Krankheiten auf dem Verlust der Fische.
      Wie ist denn jetzt der Stand?
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo
      Da ich im Moment Urlaub habe und somit noch mehr beobachten kann...ist mir aufgefallen das die beiden Putzerfische sich morgens nach anschalten des Lichts gescheuert haben.
      Auch die Palette scheuert sich hin und wieder bzw reibt sich leicht.
      Vor ein paar Tagen hatte sie komische zuckungen die nach ein paar Minuten wieder weg waren und bisher von mir nicht mehr gesehen wurden.

      Am 13.verschwand einer unser Grammas ich dachte er sei gestorben...Gestern dann ist er plötzlich wieder da.
      Die Atmung ist leider weiterhin erhöht.
      Aber bisher keine Verluste mehr.

      Ich habe nochmals mit der TÄ kontakt aufgenommen.
      Sie empfiehlt mir das ich nochmal mit einem Fisch vorbei komme der deutliche Symptome hat am besten den Palettendoktor.
      Leichter gesagt als getan denn die Palette in die Falle zu kriegen ist mehr als schwer.
      Sie meinte auch das es sein kann das der Cryptocarion Erreger sich in die Kiemenregion zurückgezogen hat.
      Genau verstehe ich die Aussage nicht denn soweit mir bekannt ist befällt der Erreger ja sowieso die Kiemen mit.
      Aber ich denke um eine Aufklärung zu bekommen werde ich wohl nochmal versuchen einen Fisch zu fangen und nochmals untersuchen zu lassen.

      Frofu habe ich ja komplett gewechselt und der Fuchs hat heute das erste mal was davon probiert.

      Ich habe das Gefühl das wenn es doch noch eine Erkrankung ist,sie irgendwie stagniert.

      Werde aufjedenfall weiter berichten wenn ich was weiss.
      Vielen Dank an alle....

      Viele Grüsse
      Sandra
    • Hallo Sandra,

      vielen Dank fuer deinen Bericht.
      Die Kiemen werden zuerst staerker in Mitleidenschaft gezogen. Die Haut und Flossen zeigen im ersten Stadium nicht so viele Puenktchen. Diese Situation wird meist nicht rechtzeitig erkannt und ist truegerisch. Wenn der Befall auf der Koerperoberflaeche sichtbar wird, haengen die Kiemen bereits voll und der 2. Zyklus oder gar der 3. Zyklus ist gestartet. Das ergibt Atemnot. Dies Symptom ist zu auffaellig, als dass man es uebersehen koennte. Leider ist dieser Zeitpunkt bereits der Anfang vom Desaster.
      Ich hoffe, dass jetzt die TA genauer hinschaut.

      Gruss
      Hajo
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    • Diese Anzeichen kenne ich ebenfalls, ähnliche Symptome hatten meine Fische vor ein paar Jahren gezeigt, als der Befall am Abklingen war. Einige Fische zeigten dieses kurze Schütteln und Zucken, andere dagegen gar nicht. Dafür hatte es aber zusätzlich auch Verhaltensstörungen wie Hospitalismus mit Scheibe hoch- und runterschwimmen und den Tunze-Kreisel beim Lippfisch gegeben, der ständig um die Pumpe gekreist war. Meine Palette hatte als Sekundärinfektion am Schwanzwurzelbereich noch eine Verpilzung bekommen, die sich auch später nicht mehr zurückgebildet hatte. Das war die einzige dauerhafte Veränderung.

      Bei den anderen Fischen hatten sich Symptome noch Monate nach dem akuten Befall gezeigt, sind im Laufe der Monate aber immer weiter zurückgegangen.

      Ein Zwergkaiser war gestorben, die übrigen Fische sind durchgekommen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • hajo schrieb:

      Die Kiemen werden zuerst staerker in Mitleidenschaft gezogen.
      moin,

      und infolge dessen mögen sie so stark geschädigt sein, dass sie die sauerstoffversorgung ohne schnappatmung nicht mehr ordentlich gewährleisten können.

      behandlungsversuche in mit korallen und anderen wirbellosen eingerichteten becken sind aufgrund der zur verfügung stehenden mittel in der regel nicht wirklich zielführend.

      zwar bildet der ein oder andere fisch eine resistenz gegen crypto und das überleben wird der behandlung angeheftet aber bei oodinium ist mir das nicht bekannt, soweit ich weiss.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      "ULTRA-C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Hallo Joe,

      Laut Mehlhorn sollen auch Erfolge mit Medizinalflocken zu verzeichnen sein. Leider heute nicht mehr erhaeltlich. Es ist aber grundsaetzlich moeglich ein aehnliches Verfahren mit dafuer vorbereitetem Futter durchzufuehren. Natuerlich nur unter dem Aspekt einer gezielten Fuetterung.

      Gruss
      Hajo
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    • moin hajo,

      ja, die medizinalflocken hatten ihre wirkung aber man meint ja hier im lande nicht nur in diesem falle, aufgrund voreilendem schutz seiner bürger - vor was eigentlich - solche praktikablelen mittel verbieten zu müssen...

      so bleibt nur das selber zusammen mixen.

      wenn man mal das fischkrankheisenbuch von basseleer durchforstet wird man erstaunt sein, was damals alles so zusammengemixt wurde.

      antibiotika sowieso aber auch formaldehyd u. äh. gehört dazu.

      das wissen über fischkrankheiten scheint langsam zu verblassen und wird kaum in mewabüchern behandelt.

      mag daran liegen, dass sie nicht mehr so vordergründig wie in den damaligen anlagen verbreitet sind.
      ansonsten
      gruss
      joe

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    • Hallo Joe,

      wie du sicher aus eigener Erfahrung weisst, haben wir uns damals (vor dem Steinkorallenhype) mit diversen Fischkrankheiten herumschlagen muessen.
      Im Handel war das Verhaeltnis von Fisch zu Koralle umgekehrt proportional zum heutigen Angebot. Wo viel Fisch, da war auch viel Krankheit. Linke Hand Oodinex, rechte Hand Masoten. :D Das reichte in den meisten Faellen.
      Es gab und gibt spezielle Fachliteratur, leider auf diesem Gebiet nicht genug. In aelteren Leitfaeden fuer die Meerwasseraquaristik fand man wenigstens noch ein paar Seiten ueber die gaengigsten Behandlungsmethoden. Diesen Anspruch hat man heute nicht mehr , da die Korallen im Vordergrund stehen und den Fischen weniger Raum gegeben wird. Die Nachfrage nach spezieller Literatur gewisser Behandlungsmethoden ist gleich Null.
      So wird auch schnell klar, dass das (rechtzeitige) Erkennen von Krankheiten unserer Fische ebenfalls den Bach herunter ist.
      Gruss
      Hajo
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