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Algenproblem

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    • Algenproblem

      Hallo, ich habe seit ca. 5-6 Monaten ein Algenbeläge auf mein Riffgestein und habe mir nie große Gedanken darum gemacht und immer gehofft, dass sie genauso schnell wieder verschwinden, wie sie entstanden sind. Zwischenzeitlich wurde es weniger und ich dachte nun ist der Punkt überwunden, nun kommen sie aber wieder...

      Zu meinem Becken, 160x60x60 mit mit ca. 150 l Wasservolumen im TB. Ich betreibe das Becken mit einem royal exclusiv double cone 200, habe ein Algenrefugiumabteil mit Drahtalgen die hervorragend wachsen.

      Beleuchtung, ATI Hybrid, 8x80 W mit 4x 75 W LED.
      4 Röhren laufen tagsüber auf 100 % (innen) und 4 weitere auf 80 Prozent (außen), LED nur auf 50 %.
      09.30 Uhr gehen die LEDs an, 10:30 die Röhren und um 11 Uhr sind die Röhren auf Maximum... 20 Uhr dimmen die Röhren runter und um 21 Uhr sind sie aus und die Blaulichtphase läuft bis 22 Uhr. Hängt das Problem vielleicht mit der Beleuchtungsphase zusammen?

      Im Becken befinden sich zu 80 % Acroporas und 20 % LPS. Standzeit des Beckens, 11 Monate. Betrieben wird das Becken mit Balling light von FM, zuvor mit ATI Essentials. Die Grundversorgung habe ich vor ca. 2 1/2 Monaten umgestellt, aber das Algenproblem hatte ich schon während der Versorgung mit ATI. Ich verwende auch seit diesem Zeitraum das FM Salz, vorher das Tropic Marin Pro Reef.

      Zu meinen Werten:
      KH 7,7
      CA 430
      MG 1350
      PO 4 0,02 (laut Rowa 0,008, aber die Analyse vor zwei Wochen hat 0,02 ergeben) Misst sonst jemand von euch mit dem Rowa High Sensitivity Test? Würde mich mal interessieren und auch Erfahrungen wären schön, weil der Test nicht gerade billig ist.
      No3 2 mg/l

      Ich werde nochmal eine Gesamtansicht von meinem Becken hinzufügen und eine Detailansicht von den Algen.(Die Bilder sind mit meinem Handy entstanden, nicht die beste Qualität. hoffe sie reichen aus. :(

      Freue mich über jegliche Information. Danke im Voraus und ein schönes Wochenende.

    • ich vermute einmal, dass die Fische gut im Futter stehen und sich deswegen weniger fuer die Algen interessieren. Die eigentliche Herangehensweise besteht aus geringer Futtergabe und einer Beschraenkung der Fischgesellschaft. Fressmaschinen, wie z. B. Anthias oder Chromis sind kontraproduktiv, was die Einschraenkung von zusaetzlichen Futtergaben anbelangt. Der Fuchs, und ebenso der Xanthurum, werden sich der taeglichen (groesseren) Futterportionen wohl schneller bemaechtigen, als irgendein anderer Kollege im Becken. Ich selbst habe auch diese Fischkonstellation (Fuchs+Flavescens+Xanthurum) im Aquarium. Eigentlich schon immer. Nicht nur gelegentlich, sondern immer wieder. Deswegen weiss ich auch wovon ich rede. Wird in der Regel zusaetzliches Futter gereicht, dann ist das Interesse an Valonia oder irgendeiner anderen Algenart nur maessig. Es wird lieber abgewartet, bis der naechste Futterschub kommt. Ich setze in solchen Faellen die Fische auf schmale Kost. Das hat schon immer gut fuktioniert. Mit der Zeit entwickelt sich der Trieb als Selbstversorger wieder und die Algen sind dann meist Geschichte. Allerdings mit einer Einschraenkung. Im Falle von Kugelalgen ( Valonia) macht es wenig Sinn juvenile Fische darauf anzusetzen. Semi-adulte oder adulte Fuechse oder Docs haben eine weitaus hoehere Erfolgsrate beim Entfernen dieser Alge. Das sollte man beachten, ehe man das Handtuch wegen angeblicher Erfolgslosigkeit wirft.
      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Danke für die Antwort. Ich füttere momentan sehr sehr viel, aufgrund meiner po4 Limitierung. Zur Zeit füttere ich einmal am Tag Frost und zweimal Flockenfutter, um der limitierung entgegen zu wirken. Abschäumer ist trocken gestellt und Absorber wurde ebenfalls aus dem Becken genommen. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass sich die Algen erst mit Beginn der hohen fütterungsrate zugenommen haben, jedoch hatte ich vorher wenig gefüttert und die Beläge auf dem Gestein waren ebenfalls vorhanden nur nicht so ausgeprägt.

      Wie geht ihr gegen po4 Limitierungen vor? Wie geschrieben, es läuft momentan kein absorber, as ist trocken gestellt und ich dosier alle 3 Tage 5 ml das nutri complex, jedoch ohne positive Veränderung:-(

      Ich werde meine Fütterung erstmal reduzieren, füttere ich alle 2 Tage einen großen frostwürfel, wäre das für den Anfang okay?

      Jedoch muss es ja eine Ursache dafür geben, dass sich die Algen in diesem Maße erst entwickeln... :(

      Weiterhin ein schönes Wochenende.
    • Hallo, Ich muss diesen Thread nochmal aktivieren, da ich langsam nicht mehr weiter weiß...

      Habe wie oben geschrieben, die Fütterung bissle reduziert, Fuchs und Doks zupfen an den Algen, aber besser wird es einfsch nicht.

      Ich habe meine ATI Hybrid umgestellt, nach der vorgegebenen Einstellung von dem Herrn kokott.... keine Veränderung, außer das das Licht abends mega hässlich ist :D

      Seit 2 Wochen dosiere ich die rebiotic von FM, ebenfalls keine Veränderungen festgestellt...

      Ich habe das Problem seit echt vielen Monaten und langsam macht es wirkich keinen Spaß mehr. Meine Rückwand ist voll von dem Zeug und wenn ich sie sauber mache, was ein mega Akt ist, ist sie nach 2 Wochen wieder komplett voll.....

      Ich musste auch feststellen, dass die Algen, die die acros berühren, wovon ich nicht gerade wenig habe, ihr Gewebe verlieren...

      Meine Werte haben sich nicht groß verändert, außer das Po4 endlich etwas gestiegen ist (0.03-0.04).... Nitrat ist ganz ganh gering nachweisbar.....

      Bin langsam echt auch produktive Hilfe angewiesen... als Anhang ein Bild von den Algen und eins vom Becken....


      LG an alle und danke für die Hilfe!!!
      Bilder
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    • Das sieht schon nach Algen aus, allerdings ist das Foto doch ziemlich unscharf, wirklich erkennen kann man nicht viel. Rote Cyanos sind auch etwas zu sehen, aber nicht unbedingt kritisch. Auch die grünen Algen betreiben Fotosynthese und haben diese Luftperlen während der Beleuchtungsphase.

      Ich hatte bei mir über ein Jahr lang heftig Kugelalgen, bis ich vor kurzem erst nach den Dingern suchen musst, weil kaum noch welche da waren. Wie sieht es mit Seeigeln aus als Mähmaschinen? So ein Pfaffenhut oder Kugelseeigel kann schon einiges wegräumen. Auch größere Schnecken wie die Turbo fluctuosa sind gute Algenvernichter.

      Algen haben einen langen Atem, wenn man versucht sie auszuhungern gehen erst alle Korallen kaputt, bevor die Algen eingehen. Deshalb kann man da nur Geduld und teilweise auch mal andere Fressfeinde ausprobieren und diesen dann auch Zeit geben! Nicht jeder Algenfresser geht an jede Alge ran. Es gibt einige Algen bei mir im Becken, da gehen weder die Seeigel noch die Krabben oder die Schnecken dran, auch die Fische lassen diese liegen. Bryopsis ist dafür berüchtigt, aber es sieht nicht nach Bryopsis aus.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Danke für die super schnellen Antworten.


      Bei dieser Platte handelt es sich um real reef Rocks, das rotschimmernde sind zum Glück keine cyanos... diese platte/Platten sahen von Beginn an so aus :)


      Ich habe einen Seeigel, globulus, der marschiert auch immer über die Algen, genauso wie meine Turboschnecken, die sich sogar anständig vermehrt haben und mittlerweile eine angemessene Schneckengröse besitzen... :) Veränderungen sehe ich an den Algenbereichen, wo sich die Tiere aufhalten, jedoch nicht....

      Ich bin ein sehr hektischer Mensch, aber in dieser Hinsicht habe ich jetzt wirkich sehr sehr lange Ruhe bewahrt, aber so langsam regt einen der Blick ins Becken regelrecht auf.

      Wäre es nochmal sinnvoll weitere Tiere zu kaufen, wie einen seehaasen, der bereits angesprochene pfaffenhut, mehrere gibessi krabben?

      Das Zeug ist halt mega hartnäckig, ich bekomme es kaum mit dem Messer vom Gestein :( (habe ich nur einmal getestet...)

      Soll ich morgen nochmal Bilder mit einer anständigen Qualität einsetzen, würde das für die Beurteilung des Problems etwas bringen?

      Achja Kugelalgen habe ich mir auch eingeschleppt, aber die bekämpfe ich mechanisch und es werden weniger, sitzen immer an den gleichen Stellen.... nervig....


      Grüße
    • halbkanadier schrieb:

      Hallo, Ich muss diesen Thread nochmal aktivieren, da ich langsam nicht mehr weiter weiß...

      Habe wie oben geschrieben, die Fütterung bissle reduziert, Fuchs und Doks zupfen an den Algen, aber besser wird es einfsch nicht.




      ich hatte weiter oben erwaehnt, wie ich mit besagtem Fischbestand die Algen dezimiere oder gar nicht erst aufkommen lasse. Da steht nichts von ein "bissle reduziert." Du kannst deine entwoehnten Algenfresser nur umgewoehnen, indem du sie auf sehr schmale Kost setzt. Wenn du dann Bedenken wegen der PO4-Limitierung hast, arbeite besser mit Staubfutter. Es ueber das uebliche Fischfutter zu versuchen, ist kontraproduktiv.

      Gruss
      Hajo
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    • Ja, aber ich habe ja leider noch viele andere Fische, wie die squampinis etc, hattest du ja oben angesprochen, was soll ich mit denen machen? Ich kann die ja nicht rausfangen und mal eben verkaufen, die squampinis fange ich in diesem Becken niemals und komplett ohne Fütterung gehen die mir irgendwann hopps oder nicht?
    • Elisabeth schrieb:

      Auf dem letzten Bild die enthaltenen Luftblasen lassen mich vermuten, das evtl auch Cyanos in Frage kommen.
      Cyanos gibt es auch in grün.

      VG

      Elisabeth

      Ich möchte mich der These von Elisabeth anschließen. Aufgrund der watteähnlichen Struktur geht meine Vermutung auch eher in Richtung Cyanos.

      Schizothrix beispielsweise zeigen diese wattige Struktur:

      algaebase.org/search/species/d…cies_id=Fc5cbab9e76ee6e8e

      Deshalb helfen die Algenfresser wahrscheinlich auch nicht gut.

      Deine sehr niedrigen PO4-Werte sprechen aus meiner Sicht ebenfalls sehr dafür.

      Viele Grüße,
      Ina
    • Hallo, mein po4 ist nun Gott sei Dank schon gestiegen, steht jetzt ca. bei 0.03....

      Wenn es sich wirkich um grüne cyanos handelt, wie soll ich dann vorgehen?

      Ich habe nochmal ein bessere Bild gemacht, hoffe das hilft nochmal für die Beurteilung der alge/cyanos.

      Danke für ihr Hilfe:-)))
      Bilder
      • 20180706_154501.jpg

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    • Vielleicht einigen wir uns auf Gruenalgen? :D
      Ich tippe wegen der Vermehrungsfreudigkeit auf Derbesia. Es soll auch unterschiedliche Formen dieser Alge geben. Bei guter Wasserbewegung bildet sie kurze Polster.
      Der Nachteil ist, dass die Fische von dieser Algenart meist nicht sonderlich begeistert sind. Um das Wachstum zu stoppen wird empfohlen, die KH oberhalb von 8 KH zu haltenund/oder herbivore Fresser einzusetzen.

      Gruss
      Hajo
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    • Da ich fast ein reines SPS Becken habe ist auch die Strömung nicht sonderlich schwach, also kommt das mit der starken Wasserbewegung hin....

      Okay, sprechen wir absofort von Grünalgen :D
      Dann werde ich mir noch einen oder zwei seehasen kaufen, weitere Seeigel, gibessi krabben? Was kann ich noch auf die Liste setzen?

      Kh werde ich morgen erhöhen, also so auf 8.5-09? Was genau soll das bewirken, hat sicherlich was mit dem PH zu tun?

      LG
    • eigentlich ist das Ziel das Wasser in den CO2 untersaettigten Bereich zu bringen.
      CO2 ist essentiell fuer die Ernaehrung der Algen. Je weniger vorhanden, desto schlechter das Wachstum. Das gelingt indirekt mit der Erhoehung des PH durch Anhebung der KH.
      Eleganter ist die Verwendung von Calciumhydroxyd. Damit wird nicht die KH erhoeht, sondern nur der PH und der Calciumlevel. Ziel sollte sein, auf laengere Zeit den PH auf 8.5 einzustellen.
      Wie von Joe berets vorgeschlagen, waere der Seehase eine Option. Wenn die Fische nur zaghaft an das Gruenzeug gehen, hege ich aehnliche Bedenken bei Seeigeln. Die Krabben waeren bei dem Massenbefall nur Kosmetik.
      Gruss
      Hajo
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    • hajo schrieb:

      Eleganter ist die Verwendung von Calciumhydroxyd. Damit wird nicht die KH erhoeht, sondern nur der PH und der Calciumlevel. Ziel sollte sein, auf laengere Zeit den PH auf 8.5 einzustellen.
      Eine weitere Methode ist ein CO2-Adsorber in der Zuluft des Abschäumers. Funktioniert tatsächlich: der pH-Wert steigt langsam um 0,1-0,4 (je nach Karbonathärte/Alkalinität).

      LG Burkhard
    • Hallo Sandy,

      bei uns sind die pH-Schwankungen gleich geblieben: abends war der pH-Wert grundsätzlich 0,3 Stufen höher als morgens.

      Vor dem CO2-Adsorberversuch (CO2-X-Globuli) morgens pH 7,95-8,00,
      nach 60 Tagen bei 8,30 bis 8,35;
      Karbonathärte während des kompletten Versuchs niedrig bei 5,5°dKH.

      Vielleicht finden sich weitere Erfahrungen hier im Forum?

      LG Burkhard
    • Hallo,

      ich empfehle eine Zufuhr der Außenluft statt der Raumluft.
      Alle meine Becken werden mit Schlauchzufuhr der Außenluft betrieben.
      Ich wohne außerhalb und habe daher auch keinen nennenswerten Autoverkehr in der Umgebung.
      Ob sich dadurch etwas ändert wüsste ich gar nicht.
      Eine größere PH Verschiebung findet nicht statt. Die Anzeige von +/-0,2 ordne ich einem Messfehler zu, vor allem da dies nicht an Umgebungsbedingungen geknüpft scheint.
      Das erscheint mir viel einfacher als jede zusätzliche Maßnahme.
      PH 8,4
      KH 5,9° dKH

      (Siehe auch "Ratgeber Meerwasserchemie" ab Seite 50)
      Grüße
      Andre
    • bei dem CO2 Absorber meinst du sicherlich atemkalk? Ich werde heute mal einen ph Test bestellen, hatte bisher auch noch keinen, reicht ein salifert-test aus?

      Zu dem Atemkalk, egal von der welcher Marke? Oder kann ich einen no Name in einem 5 l Kanister kaufen und in eine Silikatpatrone machen?

      Ich habe im Sommer eigentlich 24 Std. Die Fenster geöffnet, außer es herrscht richtige Hitze wie die vergangenen Wochen.... mein Nachteil ist, ich wohne in der Stadt...

      Ich kann zumindest eine positive Nachricht verkünden, die rebiotic Bakterien von Fauna Marin scheinen ihre Wirkung zu zeigen. Die Algen werden in der Farbe heller und lassen sich wie eine Haut vom Stein abziehen. Dosiere diese nun seit 2 1/2 Wochen...

      Vielen Dank das ihr so fleißig schreibt! Mega stark, dass ihr eurer Fachwissen weitergebt!!

      Lg
    • halbkanadier schrieb:

      meinst du sicherlich atemkalk?

      Im Krankenhaus und beim Tauchen wird das Atemkalk genannt. In der
      Aquaristik ist der Ausdruck ein wenig eigentümlich. In allen Fällen ist
      es Calciumhydroxid (u.a.) mit einem Farbindikator zur Beurteilung der
      Kapazität. Ob Billigprodukte die gleiche Leistung haben, weiß ich nicht.



      In diesem Filter (s.o.) strömt die Luft von oben nach unten.

      LG Burkhard
    • Hallo zusammen!

      Bei mir war das auch eine Ueberlegung wert, weil eines der Becken nur mit einem Mini-AS betrieben wurde. Das Ergebnis war seit Jahren eine dauerhafte CO2-Uebersaettigung mit schlappem PH-Wert.
      Nach Installation des Adsorbers schwand bald die Hoffnung auf Besserung. Es ruehrte sich nichts. Der Adsorber wurde entfernt. Erst der Tausch des Mini-AS gegen ein effektiveres Geraet brachte den Erfolg!
      Ob Erfolg oder Misserfolg haengt zum Teil auch von der jeweiligen Umgebungsluft ab. Da mag der Adsorber unterstuetzend helfen.
      In erster Linie aber von der Effektivitaet eines AS (Lufteinzug, Luft/Wassergemisch), moeglichst berechnet auf eine optimale Austreibung von CO2.
      Wenn der AS entsprechend der zu verarbeitenden Wassermenge viel zu klein gewaehlt wird, ist ein relativer Austrag von Schaum zwar gegeben, aber es reicht nicht, um eine Uebersaettigung von CO2 signifikant zu mindern. Wer also wegen Luftproblemen den Adsorber waehlt, der sollte auch die Dimension seines AS bedenken. Das ist meine Lehre aus der Geschichte.

      @halbkanadier

      fuer die Kontrolle des PH wuerde ich keinen Tropftest empfehlen.
      Nur eine Dauermessung gibt dir maximale Auskunft ueber die jeweilige Situation.

      Wie ist eigentlich dein Name?

      Gruss
      Hajo
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    • bei mir läuft ein Royal exclusiv Double cone 200, der für mein Becken mit ca 650-700 l bald überdimensioniert ist..

      Okay, dann muss ich mir mal ein PH Messgerät zulegen.

      Mein Name ist André :) bin jetzt gerade mal zwei Jahre im Bereich des salzigen Wassers unterwegs... bisher liefen die Becken immer ganz gut, aber mir fehlt oft das Hintergrundwissen, habt ihr euch das alles selbständig angeeignet?
    • halbkanadier schrieb:




      Mein Name ist André :) bin jetzt gerade mal zwei Jahre im Bereich des salzigen Wassers unterwegs... bisher liefen die Becken immer ganz gut, aber mir fehlt oft das Hintergrundwissen, habt ihr euch das alles selbständig angeeignet?
      Hallo Andre,

      wohl oder uebel. Ueber das Interesse kommt die Leidenschaft. Manche finden sich in Grueppchen zusammen und teilen ihre Beobachtungen. Mit den Jahren wird dann Erfahrung daraus und man entwickelt sich weiter. Aber ohne Fremdwissen, sprich Veroeffentlichungen von wissenschaftlichen Arbeiten, Fachbuecher und einschlaegiger Literatur laeuft das auch nicht rund. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse. Ich betreibe dieses Hobby seit Anfang der 70er Jahre. Das ist eine lange Zeit. Andere meinen, man wuesste bereits alles. Sei dir gesagt, dass ist ein Irrtum! Unser Hobby ist inhaltlich so breit gefaechert, dass man sich vernuenftiger Weise spezialisieren sollte. Aber auch nur dann, wenn man der Materie verfallen ist. :D
      Gruss
      Hajo
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    • achherje, seit den 70ern, da hat man natürlich schon viele Erfahrungen gesammelt und ausreichend Literatur gelesen, wenn man sich für das Hobby begeistert. Finde es trotzdem schoen, dass solch erfahrene Leute ihr Wissen weitergeben und anderen, die noch so viel Erfahrungen sammeln konnten, helfen... Daumen hoch dafür ;)

      Ja bei diesem Hobby hat man nie ausgelernt, das sagt wirkich jeder....
    • Hallo Andre,

      hier im Forum gibt es weitere, interessante und beschlagene Diskussionspartner, die dir gerne weiterhelfen. Allerdings liegt der Schluessel bei dir selbst, um den Baum der Erkenntnis mit Erfolg zu besteigen. Du solltest dir gute Literatur beschaffen und dich mit den Grundzuegen der Biochemie vertraut machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es weniger hilft, sich Probleme durch Fragen vom Hals zu schaffen, als erst einmal zu versuchen selbst ihrer Herr zu werden. Wenn die Zusammenhaenge klarer werden, macht der Umgang mit unseren sensiblen Pfleglingen umso mehr Freude. Auf ein gutes Gelingen!
      Gruss
      Hajo
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    • Ich werde mir auch noch weitere Bücher zulegen, nur bin ich beruflich momentan noch recht eingespannt, aber der Part ist bald erledigt und dann kann man sich dem Hobby mit voller Hingabe widmen :-))

      Jetzt eine Frage nochmal zu dem pH-Messgerät, könnt ihr mir da etwas empfehlen, wollte noch am Wochenende alles bestellen, was ich benötige:-)

      Lg
    • Hallo Andre,

      ich hatte mich damals für das "Twin Control" entschieden, weil mit der Anzeige des PH auch gleichzeitig die Temperatur geregelt werden kann. Ausserdem ist dieses kleine Gerät nicht so auffällig, wie andere, vergleichbare Produkte. Ein automatischer Hinweis in Form eines akustischen und/oder optischen Signals erinnert an die Kalibrierung des Gerätes. So etwas ist von Vorteil, weil dieser Vorgang für die Genauigkeit der Messung extrem wichtig ist. Und leider, wenn man es verpennt, zu Messfehlern führen kann.

      Gruß

      Hajo
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    • Ich habe mir kürzlich erst einen Aqua medic Twin Controller gegönnt, der mir die Wassertemperatur über eine digitale Anzeige anzeigt und meinen Heizstab regelt. Hätte ich diesen nicht, würde ich mir Vllt. das genannte Gerät kaufen welches du genannt hast...

      Ich wollte heute noch etwas bestellen, bin gerade am überlegen ob ich nicht für den Anfang erstmal ein digitales Handgerät für 30-40 Euro kaufe oder doch direkt den neuen Aqua medic PH Controller. Habe mir gerade dazu ein Video von riffaquaristik angeschaut und macht einen soliden Eindruck...

      Und welchen co2 absorber könnt ihr mir empfehlen?
    • da gibt es verschiedene Ansaetze. Es gibt Fertigprodukte (ATI), die man nach der Erschoepfung des Atemkalks zusammen entsorgt, oder austauschfaehiges Material, welches in Reaktoren (FaunaMarin) verbraucht wird. Das sind aber nur 2 Anbieter. Sofern man das entsprechende Behaeltnis hat, kann man den Atemkalk auch aus anderen Quellen beziehen.
      Ich selbst hatte mich fuer das AtI-Produkt entschieden, da erstens fuer einen Erstversuch preiswerter und zweitens wollte ich erst den Effekt ueberpruefen bevor ich das Material profilike einsetze. Das war auch gut so, denn bei mir hat es nichts gebracht.
      Sicherlich haben weitere Mitleser noch bessere Tipps?

      Gruss
      Hajo,
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    • Hallo alle zusammen,
      ich habe nun seit zwei Wochen einen PH Controller. Habe die ersten Tage es einfach nur beobachtet und den Co2 Absorber anschließend angeschlossen. Mein PH lag morgens ohne Co2 Absorber bei 8,2 und tagsüber bei 8,5. Nach Installation des Co2 Absorbers lag der Wert tagsüber bei 8,7 und Nachts bei 8,45 - 8,5. Heute ist er auf 8,2 gefallen, da der Absorber nun erschöpft ist und aufgrund der Wärme den ganzen Tag alle Fenster in der Wohnung geschlossen waren. Den Atemkalk habe ich eben ausgetauscht, eine Frage dazu. Wie geht ihr vor beim Wechseln und wie entsorgt ihr diesen?

      Zu dem Thema Algen... Ich dosiere wie oben bereits angesprochen seit 5 Wochen Bakterien von Fauna Marin, Rebiotic... Zwischenzeitlich dachte ich, dass Becken ist auf dem Weg der Besserung, die Algen wurden hellgrün und ich konnte sie regelrecht wie Moos von Gestein ziehen. Zu früh gefreut.... Nun bilden sich die Algen zurück und sie sind auch wieder kräftig grün.... Ein leidiges Thema, versaut das ganze Becken. :(

      Mit der Wassertemperatur bin ich auch am kämpfen, habe heute meine 8x80 w Hybrid auf 4x80 w reduziert und dies hat zu mindestens sich schon mal positiv ausgezeichnet. Kann die hohe Temperatur für ein erhöhtes Algenwachstum sorgen?

      Liebe Grüße an alle
    • ich habe eine Frage, die ich in Zusammenhang mit der PH-Messung immer voran stelle, weil moeglicherweise in nachfolgenden Diskussionen darauf Bezug genommen wird.
      Hast du das Geraet vor der Erstbenutzung kalibriert?
      Sei mir bitte nicht gram, aber meine Erfahrungen sind manchmal andere....
      Gruss
      Hajo
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