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Kieselalgen? Aber woher?

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    • Kieselalgen? Aber woher?

      Moin,
      da meine Mischbettpatrone regeneriert werden muss habe ich vor einigen Tagen destilliertes Wasser zum Nachfüllen genommen. Seit kurzem sind nun im gesamten Becken braune, teils fädige Beläge zu sehen. Ich würde Kieselalgen vermuten. Aber woher soll das Silikat dafür gekommen sein? So ein Algenwachstum hatte ich nicht mal in der Einfahrphase.
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      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Das "destillierte" Wasser, was man in den Baumärkten bekommen kann ist meist nur grob entsalzt und hat immer noch einen selbst mit billigen Geräten messbaren Leitwert. Da dürfte noch einiges an Silikat drinstecken.

      Es ist eher gedacht für das Bügeln oder das Auffüllen der Batterieflüssigkeit, aber nicht für die hohen Anforderungen in einem Meerwasseraquarium. Auch das Fisch-Symbol, welches die Aquarientauglichkeit darstellen soll ist eher auf Süßwasser bezogen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Bist du sicher, dass destilliertes Wasser verwendet wurde? Oder ist es entmineralisiertes Wasser? Ersteres ist rein, abhaengig von den destillierten Stufen. Letzteres beeinhaltet organische Substanzen o.ae.
      Gruss
      Hajo
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      (Mark Twain)
    • Entmineralisiertes Wasser ist der Überbegriff von Wasser, dem Salze entzogen wurden - egal mit welche Methode (Destillation, Ionenaustausch, Umkehrosmose, Elektrodialyse) und sagt erst mal nichts über die Qualtiät aus.
      Aquadest und Aquabidest werden normalerweise in Glasbehältern zum Kochen gebracht und kann sogar Kieselsäure aus dem Glas lösen. Soll es durch Destillation weiter gereinigt werden, müssen andere Materialien verwendet werden, z.B. Quarzglas. In einfach destilliertem Wasser können noch einige µS/cm Leitfähigkeit gemessen werden. Für die Meerwasseraquaristik nur bedingt zu gebrauchen.
      VE-Wasser (vollentsalztes Wasser) wird normalerweise durch Ionenaustauscher hergestellt und entfernt nur Ionen (Salzteilchen) - ungeladene Stoffe bleiben unberührt. Ionenaustauscher können Leitfähigkeiten vergleichbar mit destilliertem Wasser produzieren. Besondere Harztypen kommen bis auf das Minimum von 0,055 µS/cm (20°C, pH 7) herunter - weiter geht's nicht. VE-Wasser ist für Meerwasseraquaristik geeignet, wenn die Leitfähigkeit deutlich unter ca. 3 µS/cm liegt - das ist die ungefähre Grenze, an der Kieselsäure im Wasser vorhanden sein kann.
      RO-Wasser (Umkehrosmosewasser; leider oft Osmosewasser genannt: jedes Wasser, dass Ionen enthält ist Osmosewasser :( ) wird mit Umkehrosmoseanlagen hergestellt und produziert recht unterschiedliche Qualitäten von ca. 3 bis 50 µS/cm, weil die Ausgangswasserqualität neben Arbeitsdruck, Ausbeute (Abwasser-Reinwasser-Verhältnis), Membrantyp und Temperatur eine entscheidende Rolle spielt. Umkehrosmosewasser ist bedingt für die Meerwasseraquaristik geeignet.
      Die sicherste Methode ist die Kombination RO + VE, weil beide Methoden zusammen erheblich mehr Substanzen aus dem Wasser entfernen, als es jede einzelne Methode es kann. Aber: jede Technik funktioniert nur so gut, wie sie ordentlich gewartet wird.

      Grüße, Burkhard
    • Hallo Stefan,

      für die, die kein Mikroskop haben: Dinoflagellaten kommen meist erst mit dem Licht heraus:
      Bei Beleuchtungsstart ist alles schön "sauber", nach ein paar Stunden Licht ist alles braun. Kieselalgen sind meist nicht so beweglich.

      Grüße, Burkhard
    • Hallo Burkhard, hallo zusammen,

      da muss ich Euch leider enttäuschen. Die weinroten Oscillatoria-Cyanos gehen bei Phosphatmangel am Nachmittag in den Untergrund um neues Phosphat aus dem Korallensand aufzutanken und kommen am Morgen nach Einschalten des Lichtes an die Oberfläche.

      Bei manchen Dinos scheint es so zu sein, dass sie am Nachmittag in die Wassersäule gehen und als Plankton das Wasser trüben um am nächsten Tag wieder Beläge zu bilden. Das halte ich aber für nicht sehr zuverlässig.

      Sicherer ist da die mikroskopische Bestimmung.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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    • Hallo Hans-Werner,

      ich weiß: ganz dünnes Eis - eine makroskopische Bestimmung von Mikroorganismen geht Richtung "rate mal wer da ist".
      Der Hinweis sollte keine Bestimmungsmethode sein, sondern nur eine Notlösung für Aquarianer, die kein Mikroskop haben. Die rote Oscillatoria kann anhand der Färbung ausgeschlossen werden, aber natürlich gibt es noch andersfarbige Arten.

      Stefan, wenn Du magst, schicke einfach eine Probe ein (wenig Wasser, viel Luft). Vielleicht überlebt die Probe und ich würde sie unters Mikroskop legen, um die Organismengruppe zu ermitteln.

      Grüße, Burkhard
    • moin,

      bereits mit ner guten lupe lässt sich zumindest erkennen, ob die teilchen scootermäßig herumdüsen.

      sind zwar megawinzig aber richtung dino oder kiesel lässt es sich feststellen.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
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      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Moin zusammen,
      ich war zuletzt ziemlich beschäftigt, deswegen kommen ich erst heute zum Antworten. Also, meine Patrone hatte als sie zum Regenerieren ging, eine Leitwert on ca. 45 µS, was mir allerdings erst nach dem Ansetzen des Wassers aufgefallen war. Komischerweise ist es danach nicht zu diesen Belägen gekommen. Erst als ich ( meine ich zu erinnern ), das destillierte Wasser aus dem Baumarkt ( gemessener Leitwert 2µS ) verwendet wurde tauchten die Beläge auf. Letztes WE habe ich einen WW mit meiner erneuerten Patrone gemacht und versucht, so viel wie möglich von dem Zeug abzusaugen. Es sieht jetzt schon etwas besser aus. Allerdings nimmt die Belagstärke mit der Tagesdauer wieder zu. Ich werde ´mal mein altes Bresser Mikroskop aus dem Keller holen und schauen, ob ich etwas erkennen kann. Wenn nicht würde ich auf das Angebot mit dem Einsenden einer Probe gerne zurückkommen.
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Nachdem heute meine neue ATI-Lampe den Betrieb aufgenommen hat, haben sich die Beläge verändert. Es scheint sich doch um Dinoflagellaten zu handeln, denn überall sind nun Sauerstoffblasen zu sehen. Dazu zwei Fragen: Sind es wirklich Dinoflagellaten und wenn ja, was kann ich machen??
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Hi Stefan,

      das Angebot steht - eine kleine Probe mit viel Luft zu uns und wir schauen mal ins Mikroskop. Wenn es wirklich Dinos sind, ist das ein Problem. Diese gehören zur gleiche Gruppe wie die Zooxanthellen in den Korallen, haben also ähnlich Vorlieben. Mann kann nur die Umweltbedingungen ein wenig ändern: pH-Wert, Strömung, Aufwuchsfresser (Ctenochaetus spec.), Licht... .
      Aber bitte nicht alles auf einmal.

      LG Burkhard
    • Moin, Burkhard
      Meine Doktoren ( flavescens, veliferum ), bzw. das Fuchsgesicht rühren das Zeug leider nicht an. Einen weiteren Doktor ( Borstenzahn o.ä. ) würde ich aufgrund der Beckengröße nicht einsetzen. Aber ich habe an einen Seehasen gedacht. Die haben in meinem 1000-Liter-Becken in der Einfahrphase zu zweit ca. 1 qm pro Tag von Grünalgen befreit. Mal sehen, ob der örtliche Dealer einen auf Lager hat. Wie sind denn die Erfahren mit Phyco Ex? Lt. Beschreibeung bei MM soll das Zeug ja auch bei Dinos helfen können.
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Ich glaube, mir ist klar geworden, dass ich das Problem zumindest mitverursacht habe. Unter der Vorstellung, dass es sich um Kieselalgen handelt, habe ich einen Beutel Diakat plus in den Filter gehängt, um ihnen das Silikat zu entziehen. Dadurch habe ich das PO4 auf annähernd 0 gesenkt. Das hat mich wahrscheinlich zwei Acroporen und eine Pilzlederne gekostet. Zudem hatte ich vor zwei Wochen, als wir in Paris waren, einen KH-Abfall auf 5, weil die Dosierpumpe mit den ATI Essentials gestreikt hatte. Ich habe die KH mittels Buffer Plus wieder angehoben, vielleicht zu schnell? Jedenfalls tauchen die Sauerstoffblasen immer erst am Nachmittag auf. Schattige Bereiche bleiben annähernd verschont. Ich werde nachher mal WW messen. Das Diakat habe ich jedenfalls gestern Abend wieder entfernt.
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Hi Muschelschubser,

      auch wenn ich hier langenichts mehr geschrieben habe, sich viel bei mir verändert hat.
      Ich hatte auch das Problem mit den Dinos,
      dachte auch erst es wären kieselalgen, war leider falsch.
      Als ich erkannte das es Dinos waren, war es schon wirklich doll.
      Dino X von Faunamarin war die erste angedachte Lösung.
      Nach Anleitung gehandelt, Licht aus usw. sah auch ganz gut aus,
      dann ne Woche später alles wieder da.
      Große Wasserwechsel und der wechsel zu PhycoEx von Mrutzek brachten dann erste wirkliche Erfolge, leider war dann schon wirklich fast alles Tot, nur wenige Korallen(gorgonien 2st. und weichkorallen) sowie zwei Fische hatten überlebt.
      Dann Dinos waren weg und der Neubesatzt kam, die Fische nach knapp ner Woche wieder Tot.
      Hatte mir leider noch Parasiten mit reingeholt.
      Jetzt Steht das Becken wieder gut mit neuen Fischen und Korallen.
      Mit Salzigen Grüßen

      Christian
    • Moin,
      Phyco Ex habe ich heute auch bestellt, wird wohl am Montag geliefert. Da ich hier auf Nachfrage keine negativen Folgen geschildert bekommen habe, will ich am Montag 'mal damit anfangen. Sollte ich jetzt schon ' mal, wie mir ein befreundeter Aquarianer empfohlen hat, mit drei Tagen absoluter Dunkelheit anfangen, oder erst wenn mit dem Phyco ex begonnen wird?
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Kannst du probieren,

      mir hat es leider nichts geholfen,

      beobachte dabei aber deine Korallen und Fische, bei mir ist zum Bsp ne Crispa auf einmal gewandert, die Fische waren auch nicht richtig von begeistert.

      Denke aber das es ihnen nicht den Rest gegeben hat, sondern die Parasiten und schlimmen Umstände.
      Mit Salzigen Grüßen

      Christian
    • Kurzer Zwischenbericht: Seit Montag Phyco Ex dosiert, deutliche Besserung. Bisherige Verluste: Zwei Seeigel und die Arme vom Schlangenstern. Fische und Muscheln wohlauf. Im Netz habe ich eine 600 GDP ROA gefunden, die wird's wohl werden. Dort werden auch Mineraliesierungspatronen angeboten, mit denen sich Calcium, Magnesium und ph-Wert erhöhen lassen. Sinnvoll oder gibt das Probleme beim Ansetzen des Wassers wegen der Berechnung Salz auf Wasser?
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Schade um die Tiere,

      mein RiffdachbohrSeeigel hat es gut überlebt,

      das mit den Mineraliesierungspatronen würd ich nicht machen, wenn du vorher schon zsp. Calcium reinmischst, kommst du Defenitiv nicht auf das Mischungsverhältnis vom Salz.

      Die dinger sind mehr für die Wassertrinker gedacht(damit es besser schmeckt).
      Mit Salzigen Grüßen

      Christian
    • Das ist mir klar und wird auch so gemacht werden. Ich wollte nur wissen ob die Mineraliesierungspatronen einen zusätzlichen Nutzen haben.
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Hallo Stefan,

      Mineralisierungsfilter hinter RO-Anlagen bringen ca. 1 bis 3°dKH und GH (je härter das Ausgangswasser - korrekter je mehr CO2 im Ausgangswasser - desto höher ist die Aufhärtleistung). Toll für Süßwasseraquarien - für Meerwasseraquarien unnötig.

      LG Burkhard
    • Moin,
      ich hätte nchmal eine Frage: Nachdem ich mich im Netz nach einer Mischbettsäule umgesehen habe, bin ich auf viele Mischbettharze gestoßen, ohne dass ich irgendwelche Unterschiede feststellen konnte. Gibt es besonders empfehlenswerte Harze oder welche, die man auf gar keinen Fall nehmen sollte?
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Hi Stefan,

      auch in diesem Bereich gibt es Produkte, die die zugesagten Eigenschaften besitzen, und deren schlechte Kopien aus "janz weit weg", die es nicht können. Der Preis kann ein Hinweis sein, muss es aber nicht. Und welches Harz die jeweiligen Anbieter verkaufen, ist oft unbekannt und manchmal schlicht gelogen. Uns sind sogar Plagiate inkl. hargenau kopierter Verpackung unter gekommen.

      Was schief gehen kann:
      - Kapazität wird nicht erreicht (kann man mit leben)
      - Restleitfähigkeit wird nicht erreicht (kann man bedingt mit leben)
      - ungewollte oder gar schädliche organische Stoffe werden abgegeben, die sich katastrophal auf das Riffaquarium auswirken können.

      LG Burkhard
    • Moin, Burkhard!
      Ich frag´mal anders herum: Resinex macht einen ganz guten Eindruck, und ich erinnere mich, dass ich früher bei Gilbers immer MB400 gekauft hatte. Wären das Kandidaten, die man ruhigen Gewissens verwenden könnte?
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      Beste Grüße

      Stefan
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