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Frage zu Mithraculus sculptus

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    • Frage zu Mithraculus sculptus

      Hallo,
      ich denke über ein Paar mithraculus sculptus nach und hätte da mal eine Frage an die Leute, die Erfahrungen mit dieser Krabbenart haben:Bleibt diese Krabbenart zuverlässig unter Wasser oder neigt sie auch dazu, an die Luft zu klettern?
      Vor einiger Zeit hatte ich mal eine Percnonkrabbe, die nach wenigen Tagen an der Keramik hochkletterte und aus dem Becken fiel. Wir fanden sie leider erst Tage später komplett durchgetrocknet in einem ganz anderen Zimmer. :(
      Mein Becken ist nicht ohne weiteres "ausbruchssicher" zu bekommen und ich möchte weiteren Bewohnern dieses Schicksal ersparen.
      Danke schonmal.
      Mit besten Grüßen
      Peter

      Becken: 160 x 50 x 60 mit Korallenwelt- Riffkeramik; läuft seit 8.02.2015
      Meine Beckenvorstellung

      schaut mal vorbei:
      Oelfinger.com
    • Hallo Peter,

      bei mir wurden Stylophora, Pocillopora und Seriatopora bevorzugt. Andere SPS wie Acropora oder Montipora wurden ignoriert (oder ich habe es nur nicht bemerkt). An LPS und Weichen habe ich Sie nie gesehen. Die Schäden hielten sich aber immer in Grenzen und ich habe dann zugesehen, dass ich die Krabben gezielt füttere. Wenn Sie hungrig sind, gehen Sie auch schon mal einem Fisch hinterher – sind aber zu langsam ein gesundes Tier zu erwischen. Meine Beobachtungen werden im MW-Lex auch bestätigt.

      Viele Grüße
      Sebastian
    • Ich habe meine ab und zu in der Seriatopora hystrix gesehen, aber keine Schäden an der Koralle feststellen können. Foto ist schon ein paar Jahre alt:


      Meine Percnonkrabbe lebt seit gut einem Jahr in meinem 500l-Becken recht zurückgezogen und hat bisher keine Anstalten gemacht, aus dem Becken entwischen zu wollen. Ich füttere in dem Becken auch recht viel und sehe sie vor allem abends, wenn sie munterer wird.
      Ansonsten sehe ich mehr ihre Häutungen als die Krabbe selbst. An denen finden auch andere Gefallen:
      Viele Grüße

      Sandy
    • Nochmal danke.
      Da diese Krabbe ja angeblich ein fleißiger Vertilger der Kugelalgen sein soll, werde ich versuchen, mein Becken so ausbruchssicher wie möglich zu machen und dann mal ein Pärchen ordern. Ich hatte gehofft, daß diese Art nicht zu Landgängen neigt. In meinem Lebendgestein sitzt seit Jahren eine kleine, algenfressende Krabbe, die ich noch nie weiter als 10 cm entfernt von ihrer Höhle beobachten konnte. Vielleicht sind die Tiere ja ähnlich drauf.

      Auf mechanischem Wege komme ich den Kugelalgen, die ich mir mit einem Ableger eingeschleppt habe beim besten Willen nicht mehr bei. Einem Hinweis folgend habe ich den Kalziumgehalt des Wassers stark angehoben - ohne deutlichen Erfolg. Mein Laser, mit dem man sonst problemlos eine Scheibenanemone braten kann nutzt in dem Falle auch kaum.
      Langsam dird es wirklich eng. Meine 15cm große Milka sieht schon zum Heulen aus...

      beste Grüße
      Peter
      Mit besten Grüßen
      Peter

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    • Hallo Peter,

      die Valonia wird sich schneller vermehren, als nur 1 Exemplar Mithraculus oder Percnon die Loesung sein kann. Abhilfe kann bei starkem Befall nur eine Siganus-Art schaffen.
      Schnecken der Familie Elysia werden hin und wieder genannt, was aber eher ein Wunschdenken ist, da die Mitglieder dieser Familie recht unterschiedliche Ansprueche an die verschiedene Algenarten haben. Meines Erachtens haben sie Kugelalgen nicht auf ihrer Speisenkarte. Aber falls dennoch eine der Sackzungenarten sich hinreissen liesse, muessten etliche dieser Tiere angeschafft werden, um die Plage einzudaemmen.
      Ich selbst habe es im Laufe der Zeit mit den Krabben und mit den Schnecken mehrfach versucht, war aber letztendlich nur erfolgreich mit Siganus-Arten.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo zusammen,
      liebe Kugelalgler!


      es ist nicht von der Hand zu weisen, dass manche Siganus-Arten in Sachen Algen auch unterschiedliche Beduerfnisse zeigen. Die Groesse der Kugeln regelt meist ihre Aufnahmebereitschaft. Es bringt kaum Erfolg ein juveniles Tier an grosse Kugeln zu locken. Umgekehrt wird unter bestimmten Bedingungen ein Schuh draus!
      Aber auch in diesem Punkt kann ein Erfolg oft von der jeweiligen Art abhaengig sein. Wetten sollte man nicht abschliessen.
      Mit dem Magnifius hat es nicht geklappt, mit Vulpinus/Unimaculatus schon. Die widerspruechlichen Berichte sollte man genauestens analysieren, falls man ueberhaupt zu einem abschliessenden Urteil kommen will.
      Einige der Umgebungsparameter (allg. Algenwuchs, Futterkonkurrenz, Zusatzfutter etc.) sind in den verschiedenen Becken hoechst unterschiedlich. Der Fisch ist hier auch nur ein Mensch. Er wird sich erst einmal das einverleiben, was ihm am besten schmeckt. Das nennt man Appetit. Danach treibt ihn der beginnende Hunger zu weiteren Taten.
      Ein geringes Interesse an Algen kann man den Kaninchenfischen kaum nachsagen. Nach meinen Beobachtungen wird das Interesse durch Futterkonkurrenz noch gesteigert. Persoenlich habe ich gute Erfahrungen mit Siganus unimaculatus/Zebrasoma veliferum und interessanter Weise seit einiger Zeit mit Vulpinus/Zebrasoma flavescens (semi-adult) gemacht. In letzterer Kombination sind die Kugel nicht komplett verschwunden, aber schon arg dezimiert. Leider wird der Prozess immer wieder durch die taegliche Beifuetterung verzoegert. Fortschritte sind hier aber zu verzeichnen! Diese Methode ist weniger geeignet fuer kleine Aquarien. Deshalb ist es hier wesentlich schwieriger zu einer zufriedenstellenden. Loesung zu kommen. Der Vorschlag mit den Krabben ist zwar ganz nett, loest aber bei einem Ueberangebot an Valonia kaum das Problem.
      Gruss
      Hajo
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