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Demoisellen-Problem

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      hajo schrieb:

      es gibt keine durchgeknallten Fische
      Mir ist klar, dass "durchgeknallt" kein Fachbegriff ist. Der Ausdruck sollte nur verdeutlichen, dass es außerordentlich große Unterschiede im Verhalten unterschiedlicher Fische ein un der selben Art gibt. Wenn ein Fisch in einem bestimmten Aquarium die und die Verhaltensweisen zeigt, kann ein zweiter Fisch der selben Spezies im selben Aquarium vollkommen anders reagieren.

      Grüße, Burkhard
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      Hallo Burkhard,


      die Aquarienhaltung der Fischarten ist zu komplex, als dass man sie alle ueber einen Kamm scheren kann.
      Ein stark ausgepraegter Drang zur Inbesitznahme eines Reviers bezieht sich bei einigen Fischarten eindeutig auf die Nahrung als wichtigsten Grund. Die meisten Arten haben in der Natur ein genuegend grosses Nahrungsterritorium gegen arteigene Fresskonkurrenz zu verteidigen. Das geschieht auf kleinstem Raum (Korallengrundel/Korallenstock) bis zu grossen Territorien bei einigen Kaiserfischarten. Allerdings bestimmt hier auch die Fortpflanzung einen Teil des Revierverhaltens.
      Wie erklaert sich aber die Aggressivitaet gegenueber anderen Arten, die nicht dieselben Fressgewohnheiten haben? Nahrung kann es ja nicht sein. Es ist der Schutz ihres Rueckzugsgebietes, den es zu verteidigen gilt.
      Es darf ruhig beim Verhalten mehr differentiert werden zwischen innerartlicher Aggression (Distanzierungsverhalten) und den Beziehungen zur ausserartlichen Konkurrenz.
      Territoriales Verhalten sichert einem Tier oder einer Tiergruppe einen bestimmten Lebensraum oder bestimmte Zufluchtsstaetten. So etwas vergisst man oft bei Beobachtungen in einem stark begrenzten Lebensraum eines Aquariums.
      Gruss
      Hajo
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