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Start mit 80l - Einsteigerfragen

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    • Start mit 80l - Einsteigerfragen

      Hallo werte Forengemeinde :)

      ich habe schon eine ganze Weile mitgelesen und mir auch versucht soviel zu Herzen zu nehmen, wie es nur geht. Nach einer ganzen Weile "Einarbeitung" in das Thema Meerwasser, ist es nun soweit und ich habe den Versuch gewagt. Kurz zu meiner Person, ich bin recht erfahrener Süßwasseraquarianer, jetzt aber ne Weile ohne Becken und nun der Start ins Meerwasser. Ich bin 32 Jahre alt und meist gut gelaunt :)

      Zu Beginn wollte ich nicht zu klein anfangen, aber auch nicht gleich Unsummen investieren um dann zu merken, dass mein neues Hobby doch nicht das ist, was ich (und vor allem meine Frau) sich so dabei gedacht haben :D

      Lange Rede, kurzer Sinn. Es ist ein Becken ca. 40 x 50 x 50 (Eigenbau eines Bekannten) geworden...reiner Wasserinhalt ca. 82L. Dazu einen AS, eine Tunze 6015 und den Biociruclator von Dennerle als Oberflächenabzug.

      Ich habe zum Start destilliertes Wasser genommen, welches für Aquarien geeignet ist. Letzten Donnerstag kamen erst 6kg, heute noch mal 3kg Lebendgestein rein. Meiner bescheidenen Meinung nach, sehr gute Qualität. Wasser natürlich vorher auf Temperatur und Salzgehalt gebracht. Ich nutze das Red Sea Coral Pro Salz.

      Als ich angefangen habe, mich in das Thema einzulesen, habe ich nur von der oldschool-Variante des Einfahrens gelesen (beide Algenphasen durchlaufen und viel Zeit mitbringen) und mich auch darauf innerlich eingestellt. Jetzt habe ich aber immer mehr von der "aktuelleren" Lektüre den Schnellstart, bzw. schnellen Besatz mitbekommen. Ich bin hin und hergerissen...

      Aktuell startet bei mir die Kieselalgenphase, aber das sehr dezent...ich denke, wenn ich danach frage, welche Start-Variante die bessere ist, dann werde ich keine eindeutigen Antworten bekommen :D

      Aber ich habe ein paar Fragen, die mich schon etwas umtreiben, vielleicht könnt ihr mir da ja helfen:

      1. Technik
      Soll ich lieber noch eine Tunze 6015 reinpacken? ich finde die Wasserbewegung ok, aber gerade hinter dem Aufbau, könnte noch etwas mehr Bewegung kommen, soll aber auch nicht zu viel werden....

      2. Besatz
      Oldschool-Variante:
      Sobald Fadenalgen da sind und die Werte passen, Einsiedler und Turbos rein...dann irgendwann Stück für Stück Korallen dazu packen...mit einer starten um zu sehen, ob die überlebt :)

      "Newschool":
      Werte checken (Dichte passt, alles andere sollte auf Grund des verwendeten Salzes theoretisch auch passen, messen kann ich aber erst am Donnerstag, vorher geht natürlich nix ins Becken)...sollten die passen, würde ich mir ein paar LPS einsetzen. Aber jetzt mein Problem...wie viel wäre denn "etwas"? Fange ich da gleich mit 5, 6, 7 Korallen an, oder erstmal 1 oder 2....

      Habt ihr ein paar schöne Anfänger - LPS im Kopf? ich hätte jetzt an verschiedene Euphyllias gedacht (ancora, glabrescnes), Caulastrea spec., Bartkoralle, Fungia spec (kann ich die einfach auf den Sand legen?), Wulstkoralle....so in diese Richtung eben....

      3. Fütterung
      Fische wollte ich eher keine reinpacken, ich wüsste nicht welche aktuell...Grundeln gefallen mir nicht, für Clownis ist das Becken zu klein....Krebse, eventuell kleinere Garnelen,...da habe ich mich aber noch nicht entschieden. Ohne Fische und deren "Produktion" müsste ich ja die Korallen "zufüttern", ist das korrekt? Jetzt bin ich da aktuell noch etwas überfordert...ich habe mir das jetzt so vorgestellt...ich schauen mir die Werte an, würde dann mit Balling entsprechend gegenwirken, wenn was wichtiges unter die kritischen Werte fällt, oder die Korallen eben nicht schön aussehen...zusätzlich wollte ich ab und an etwas NYOS Reef Pepper dazugeben...eben nach und nach probieren wieviel da gut ist. Das wäre meine Spurenelementzugabe, bzw. Erhöhung des Zooplankton...

      Verstehe ich das soweit richtig? Das ich im Prinzip regelmäßig die Werte checken muss und diese dann ausgleiche? Oder gibt es eine Möglichkeit ein stabiles Milieu hinzubekommen, ohne dann immer regulieren zu müssen (ohne großen Fischbesatz, weil dafür mein Becken ja nun mal zu klein ist).

      Ich weiß...viele Fragen und sicher schon tausend mal beantwortet, aber gerade zur Frage, wie viel ich bei der neueren Schnellstartmethode zu Beginn einsetzen soll, habe ich nirgends was gefunden...

      Fotos folgen morgen :)

      Vielen Dank schon mal!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tick ()

    • Hallo Tick,

      an Schnecken zu nächst mit 2 - 3 Tieren probieren, ob diese sich halten.
      (Turbo)

      Dann zu den Einsiedlern, lese doch einmal hier: Einsiedler Krebse

      Zur Strömung zunächst Korallen herein und sehen, wie diese mit der Strömung auskommen.
      Die Strömung zunächst auf eine Scheibe richten und nicht direkt auf die Tiere. Die LPS benötigen auch nicht so viel Strömung wie SPS.
      Beobachten ob sich strömungsarme Stellen mit Detrius bilden.

      Zunächst mit Euphyllias (ancora, glabrescnes), Caulastrea und Bartkoralle beginnen und beobachten. Dies sind gute Anfängerkorallen.


      Für Fungia und Wulstkoralle muß eine schöne Sandfläche vorhanden sein.
      Die Wulstkoralle kann sehr weit expandieren (bitte beachten).

      Ich füttere meine LPS mit Grow + Color (M) von Fana Marin.
      Am bessten ein Korn je Polyp max drei bei großen Polypen. Maximal alle 2 Tage besser 3 Tage füttern. Tägliches füttern führt zu verderb der Koralle. Die Koralle muss zwischen den Fütterungen die Futterreste wieder ausscheiden können.

      Normale Anemonen sind für Dein Becken zu groß. Es gibt aber einige mögiche falls Du in diese Richtung tendieren solltes.

      VG

      Elisabeth
    • Hallo Elisabeth,
      danke für deine Rückmeldung und dem guten Hinweis für die Einsiedler :)

      Dann werde ich nächste Woche mal ein paar von den Anfänger-LPS reinschmeißen :)

      Denkst du, es gibt kleine Anemonen die dazu führen könnten, dass ich ein Clownfischpärchen halten kann? Eigentlich hatte ich mich von dem Gedanken auf Grund der Anemonengröße schon verabschiedet...
    • Hallo Tick,

      ich halte eine 80 Liter Becken für zu klein, für Anemone und Anemonenfische.

      Ich hatte in einem 130 Liter Becken das Problem, daß die Anemone beckenfüllend wurde und sehr kurzfristig ein neues Zuhause benötigte.

      Lebensgemeinschaften sind aber grundsätzlich interessant.

      Hier eine Alternative:
      meerwasser-lexikon.de/tiere/81…etrolisthes_maculatus.htm
      mit
      meerwasser-lexikon.de/tiere/11253_Cribrinopsis_crassa.htm

      Für diese sollte das Becken aber mindestens 3 Monate stehen.

      Hast Du schon Schnecken in dein Becken eingesetzt? Und halten die sich gut?

      Erst danach weiter Aufstocken.

      Die Einlaufphase ist auch interessant um die Lebewesen, welche mit dem Lebendgestein gekommen sind zu beobachten. Wenn erst einmal das Becken besetzt ist lassen sie sich nicht mehr so gut beobachten.

      Alle Krustentiere (Krabben usw.) benötigen eine vorsichtige Eingewöhnung.
      (Tröpfchenmethode)

      VG

      Elisabeth
    • Hi Tick,

      also statt großer Anemone kann ich dir wärmstens Phymanthus crucifer empfehlen, kann man auf den Boden oder auf nen Stein setzen, wandert kaum, und gibts in den verrücktesten Farben (nicht ganz billig). Eignen sich zudem super für die Vergesellschaftung mit Porzellankrabben, eine tolle Symbiose!

      Desweiteren würde ich dir dringend raten nicht nur Korallen/Anemonen einzusetzen sondern auch 2-3 kleine Fische, paar Krebse, Schnecken etc. Ansonsten werden deine Korallen hungern! Sie benötigen PO4 und NH3, welches vor allem durch die Ausscheidungen der Tiere zur Verfügung gestellt wird. Ohne Fische musst du langfristig diese Nährstoffe dosieren, macht weit weniger Spaß als den Fischen zuzuschauen ;)

      (alternativ könntest du deine Korallen füttern, ist oftmals aber aufwendiger)

      LG Robin
    • zu den Krabben und Einsiedlern: Kann man pauschal nicht sagen, bei den Krabben aber auch bei den Einsiedlern gibts ganz schöne Halunken. Ich würde dir dringenst kleinbleibende Einsiedler (z.B.Clibanarius tricolor) empfehlen (Ersatzhäuser sollten trotzdem bereit stehen). Als Krabbe wie gesagt die Porzellankrabbe mit Anemone, friedlich und schön anzusehen!

      LG Robin
    • Hi Robin,

      Danke für deine Hinweise!

      Dein Tipp bezüglich der Anemone ist auch genial...das werde ich mir zu Gemüte führen, sobald mein Becken ein paar Wochen/Monate stabil läuft...vorher ist das ja eher erstmal nix mit der Anemone, oder?

      Ich weiß ja, dass ich theoretisch Fische brauche...aber ich finde einfach keine schönen :) die Klassiker für Nano's gefallen mir einfach mal absolut gar nicht :)

      Aber dann werden es wohl ein paar Grundeln...
    • ja die Okinawa-Grundeln habe ich mir auch schon angesehen, die sehen durchaus schick aus. Aber wie Sandy schon gesagt hat, sind die scheinbar mitunter ein wenig "interessant" drauf. es werden Trimmas werden...3 oder 4 Stück...aber erstmal mit den Korallen und Schnecken starten...wenn sich das stabilisiert hat, wird es wohl Robins Tipp werden...Anemone + Porzelankrabbe und ein paar Einsiedler, je nach Algenvernichtungsstufe der Schnecken :) und dann erst die Grundeln...
    • Bei den Einsiedlern hattest Du nach der Kompatibilität mit den Krabben gefragt. Die Schnecken stehen für die Einsiedler weit mehr auf der Interessenliste. Gleichzeitig ein Snack und ein potentielles neues Haus. Genial!
      Ich würde die Schnecken deshalb deutlich größer nehmen als die Einsiedler, sonst kannst Du je nach Einsiedler ein Gemetzel unter den Schnecken erleben.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Tick,

      ich habe mit diesen Beiden gute Erfahrungen gemacht.

      meerwasser-lexikon.de/tiere/393_Eviota_atriventris.htm

      meerwasser-lexikon.de/tiere/368_Trimma_rubromaculatum.htm


      Es kann ruhig eine Gruppe von 4 Tieren werden.


      Problem: Schnecke - Einsiedler

      Bei den empfohlenen Einsiedlern dürfte das Problem nicht so groß sein.
      Passende Zweitwohnungen sind bei Einsiedlern immer gut. (Deko-Shop und gut wässern vorher.)

      Aber grundsätzlich gilt: Es gibt keine Garantien im Meerwasserbereich.

      VG

      Elisabeth
    • Hallo ?,

      meine Vorschreiber haben ja eigentlich schon alle wesentlichen Punkte erwähnt.

      Ein paar Sätze möchte ich dir trotzdem noch zu deinen Fragen schreiben.

      Da du bei deiner Beckengröße ja keine Fische als Algenfresser einsetzen kannst, solltest du schon rechtzeitig dafür sorgen, dass das Algenwachstum frühzeitig eingedämmt wird. Das kann durch entsprechende Wirbellose geschehen und natürlich auch durch den Einsatz von Korallen, die den Algen Konkurrenz bieten.

      Wenn du die ersten Korallenableger eingesetzt hast und diese sich gut machen, dann solltest du recht schnell weitere Ableger folgen lassen. Dadurch können massive Algenprobleme gar nicht erst entstehen.

      Für den Besatz bieten sich auch bei kleineren Becken schöne Tiere an, die in größeren Aquarien sogar eher untergehen würden.

      Wie Christopher schon schrieb, bietet die Kombi Partnergrundel mit Knallkrebs sehr schöne Verhaltensweisen, die sich in einem kleineren Becken wunderbar beobachten lassen.

      Auch einen Porzellankrebs mit Partner-Anemone finde ich klasse. Dafür kommen die genannten Phymanthus crucifer in Frage. Aber auch Cribrinopsis crassa oder MinMax-Anemonen wären möglich.

      Für Clownfische mit dazugehöriger Anemone finde ich das Becken auch zu klein.

      Poste doch mal ein Bild von deinem Becken. Dann können wir mal den Aufbau sehen. Eventuell kommen dann noch ein paar Ideen. Oder eben auch ein paar Hinweise bezüglich der Gestaltung der Dekoration.

      Viel Freude mit deinem kleinen Riff. :)

      Viele Grüße,
      Ina






    • Wasserwerte waren alle Top, sollte dem Erstbesatz morgen nichts im Weg stehen. Aktuell ist der vordere Bereich des Aufbaus teilweise "schlecht" beleuchtet. Da kommt morgen noch eine kleine LED-Leiste vorne ran.

      Meiner Meinung nach habe ich viele schöne Stellen für die Korallen :)

      Abschäumer läuft jetzt zwar, holt aber kaum was raus. Da der Fischbesatz klein sein wird, überlege ich gar, den ganz wegzulassen. Denke mit einem wöchentlichen Wasserwechsel sollte das eigentlich auch ohne Abschäumer gehen.
    • Hallo Tick !

      Hast Du keine Angst, dass der Turmbau mal aus dem Gleichgewicht kommt, und zusammenkracht ?

      Ausserdem finde ich, dass für Korallen bei einem turmartigen Aufbau relativ wenige lichtreiche Stellen sind, meiner Meinung nach dürfte ein bankartiger, gestaffelter Aufbau günstiger sein.

      Aber das ist, wie gesagt, nur meine Meinung ....
      Viele Grüsse
      Hans



      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      ... lebe Deine Träume !
    • Hallo Hans,

      habe alles sicher verklebt mit Reef Bond, da sollte nix umfallen :) mit dem Licht hast du Recht, ein kleiner Teil der Säule (mittig so ca 5cm) sind relativ dunkel, dafür habe ich ja noch mal die extra LED-Leiste bestellt. Ansonsten gibt es viele Vorsprünge und Vertiefungen die einen schönen Korallenstandort hergeben...denke ich mir zumindest :)

      Ich wollte lieber in die Höhe als in die Breite...gefällt mir immer besser. Und ich wollte keine "Tunnel" oder so...
    • Es gibt Neuigkeiten und noch mal eine Frage :)

      Seit Ende Januar sind folgende Bewohner eingezogen:

      -Keniabäumchen --> hat es nicht geschafft, war nie wirklich auf der Höhe, war eine Nachzucht, vielleicht einfach Pech gehabt
      -caulastrea furcata --> ich bekam einen Ablegerstein mit 4 "Köpfen". 2 davon waren von Anfang an etwas kränklich, 2 waren satt grün und sahen gesund aus. Weil die anderen beiden Köpfe immer schlechter aussahen, habe ich vermehrt meine Wasserwerte gecheckt und gemerkt, dass ich sehr viel Magnesium im Wasser hatte. Warum weiß ich nicht, habe keine Keramik oder sonstiges drin gehabt...habe dann einen größeren Wasserwechsel mit einem Salz gemacht, was entsprechend weniger Mg drin hat. Einer der beiden kränkelnden Köpfe sieht auch deutlich besser aus jetzt. Wird wieder schön satt grün...der andere Kopf wird es wohl nicht schaffen, mal sehen ob er sich noch mal erholt.
      -duncanopsammia axifuga (Bartkoralle) --> mein absoluter Liebling :) haben sich schnell geöffnet, Tagsüber strecken sie fleißig ihre Tentakeln aus, haben auch schon gut zugelegt will ich meinen, also denen geht es absolut gut. Und immer wieder faszinierend zu sehen wie sie sich zusammenziehen und schließen, und dann wieder öffnen...
      -tricolor Einsiedler --> 5 an der Zahl, alle fleißig am putzen, auch schon Überreste der Häutungen entdeckt, den geht es auch gut (genug Ausweichhäuser sind natürlich da)
      -nassarius vibex --> 4 Stück. Ich glaube da bin ich zu forsch rangegangen und habe nicht lang genug eingewöhnt nach dem Transport. Eine hat sich relativ schnell verabschiedet, eine zweite ein paar Tage später...aktuell sind es noch 2, hoffe ich...beide gleichzeitig habe ich noch nicht wieder zu Gesicht bekommen :( Ich dachte zwar ich habe langsam genug eingewöhnt, aber vielleicht war das mein Fehler bei den Schnecken.
      -Turboschnecken -->3 Stück...davon lebt auch nur noch eine. Ich weiß nicht warum, aber mit Schnecken habe ich nicht so viel Glück.

      Wasserwerte passen alle jetzt, Wasserdichte natürlich auch. Algen wachsen nach wie vor, aus diesem Grund möchte ich jetzt nach und nach weiteren Besatz als Konkurrenz einsetzen. Was genau hatten wir hier ja auch schon mal besprochen...

      Meine Frage ist aber jetzt die, dass man nach der "alten" Einlaufphasen-Methode ja keine Wasserwechsel durchführt, bis die Einlaufphase komplett vorbei ist. Ich fahre ja aktuell eher so ein Mittelding...wenige Korallen, mehr Algen. Das soll sich ja nun ändern, aber wie halte ich es da mit den Wasserwechseln? Normal 10% in der Woche wie bei einem "laufenden" Becken, oder Finger weg, bis wirklich keine Algen mehr da sind? Wie in einem "Einlaufbecken" sozusagen.

      Bin auch über Tips für meine caulastrea dankbar, wie ich vielleicht doch noch alle Sprösslinge retten kann :)
    • Hallo Tick,

      es freut mich, daß es Deinen Einsiedlern gut geht.

      Vielleicht haben die Wasserwerte für Deine Schnecken noch nicht gepasst.
      Es muß nicht am Eingewöhnen liegen, das diese nicht mehr sind.

      Wenn Deine Wasserwerte (Nährstoffe) ok sind braucht Du im Moment keine WW machen.

      Mit neuem Wasser kommen immer auch neue Mineralien hinzu die die Algen fördern.

      VG

      Elisabeth
    • Mal wieder was von mir hier :)

      Folgende Wasserwerte vor dem Wasserwechsel:

      Karbonathärte 8,0
      Calzium 380
      Magnesium 1400
      Nitrat n.n.
      Nitrit n.n.
      Phosphat 0,2
      PH 8,3
      Dichte 1,024

      Ich weiß das ich Nitrat erhöhen muss, ich schau jetzt mal wie es nach dem WW aussieht, ansonsten ist klar, dass noch nicht viel passiert in der richtung, da ich ja noch keine Fische drin habe, sondern nur ein paar Einsiedler und Schnecken. Phosphat ist soweit oben, weil ich davor das erste mal gefüttert habe, wird nach dem Wasserwechsel geprüft, eventuell eben dann mit Adsorber reduziert

      Besatz:
      1. Korallen:

      Nachzucht Keniabäumchen --> hatte es ja nicht geschafft
      Caulastrea furcata --> da waren es ja 4 "Köpfe". 2 sind nach wie vor knackig grün und wachsen auch, die anderen beiden waren ja ein wenig angekratzt. Der eine von beiden wurde immer mehr braun, allerdings hat dieser Vorgang jetzt gestoppt, und beide legen wieder an Farbe zu, sieht also gut aus, dass sie sich auch erholen...
      5 Einsiedler --> nach wie vor am fressen und wachsen :)
      Bartkoralle --> waren 2 Polypen, einer von beiden zieht sich seit ein paar Tagen ziemlich zurück, fährt die Polypen kaum noch aus, dem anderen geht es wunderprächtig, mein Lieblingstier aktuell :). Wieso der eine nicht mehr so will, weiß ich nicht. Es stirbt aber nix ab oder so, also einfach abwarten was da passiert.
      Nassarius Vibey --> 1 oder 2 von ehemals 4 Stück sind munter am fressen und buddeln
      Turboschnecken --> die eine überlebende frisst weiterhin munter

      2. Fuhre Korallen
      Nachdem die eingesetzten Korallen und Tiere im großen und ganzen gut aussahen, habe ich meinen Algen mehr Konkurrenz gegeben, dies war vor ca. 1 Woche:

      Nachzucht Keniabäumchen --> ich finde die Bäumchen eigentlich schön, deswegen wollte ich es noch mal probieren. Das Bäumchen hat 2 Äste, einen relativ großen, und einen etwas kleineren, der kleinere Ast steht schön, der große wird etwas schwerfällig von links nach rechts geworfen. Aber keinerlei Auflösungserscheinungen wie bei dem ersten, es sieht an sich gesund aus und ich denke, mit etwas Zeit, wird es auch beide Äste ordentlich in die Luft bekommen :)
      Eyphyllia glabrescens --> auch ein sehr schönes Tier. Schmeißt ihre schönen grünen Tentakel wild umher, keinerlei negative Anzeichen
      Ricordea florida --> liegt schön breit da, noch etwas farbarm, aber das arme Ding ist halt auch noch winzig (ich kaufe eigentlich nur Ableger, da ich beim Wachsen dabei sein will)
      Min Max Anemone --> ich weiß, dass man damit auch noch etwas hätte warten können (sollen?). Aber eure Idee mit dem Porzelankrebs, fand ich so cool, dass ich die MinMax schon mal ans Wasser gewöhnen wollte...wenn die gut aussieht, folgt dann der Krebs. Sie hat sich ein schönes Fleckchen gesucht, sogar ungefähr da, wo ich sie auch hinhaben wollte. Seitdem ist sie relativ Standorttreu, mal ein paar Zentimeter nach links oder rechts, aber das kann auch nur täuschen. Ob es ihr gut geht, kann ich nicht so richtig einschätzen, ich weiß nicht woran ich das festmachen soll. Sie zieht sich nachts etwas zusammen und am Tag liegt sie schön vollflächig da. Wenn ich ihr futter gebe, frisst sie auch munter drauf los. Unter Blaulicht ist sie auch schön vollflächig bunt, also keine Erscheinungen von Absterben oder ähnlichem. Ich denke das sollte passen. Vielleicht habt ihr ja einen Tipp, woran ich sehen kann, ob es ihr wirklich gut geht.
      Turboschnecke --> es kamen mit dieser Bestellung noch mal 2 Turboschnecken rein, den geht es sehr gut, sie fressen und flitzen quer durchs Aquarium, also kein Vergleich zu den ersten Tieren.

      Ich denke alles in allem läuft das Becken ganz ordentlich. Meine Werte habe ich im blick. Magnesium senke ich weiterhin nach und nach durch ein entsprechendes Salz beim WW, da sollte ich bald bei einem guten Wert angekommen sein. Calcium habe ich noch nicht nachdosiert, da warte ich mal ab wie sich die Werte entwickeln, da habe ich aber das Gefühl, dass das dann eventuell nötig werden kann. Nitrat erhöhe ich eventuell über den Wasserwechsel, wenn das nicht reicht, werde ich mal sehen ob ich handeln muss. Phosphat war bis dato eher zu niedrig mit n.n., aber durch die Fütterung eben etwas hoch, da muss ich auch erst noch rausfinden wie viel Futter gut ist...durch WW sollte es entsprechend runter gehen, teste ich heute. Ansonsten dann Adsorber.

      Meine Fragen jetzt :)
      Ich füttere aktuell 1-2 mal die Woche die Koralle direkt mit der Pipette mit Nyos Goldpods. Ich würde jetzt aber noch ein Staubfutter wie Microbe-Lift Coral Food SPS verwenden und das einfach ins Becken geben. Oder aber lebenden Phytoplanktonkonzentrat nutzen, dann kann nix vor sich hingammeln. Was meint ihr? Ist zufütten bei dem geringen Besatz überhaupt schon nötig? Welche Variante bevorzugt ihr, was das Futter angeht?

      Ich würde jetzt im 2-Wochentakt neue Korallen einsetzen (wie gesagt, bevorzuge ich Nachzuchten). Reichen 2 Wochen dem System um sich an die neuen Korallen zu gewöhnen? Lieber aller 2 Wochen 3-5 neue Korallen rein, oder einen großen Schwung? Ich denke nach und nach sollte besser sein, auch für mich, damit ich das System ordentlich im Griff halten kann und reagieren kann, wenn sich irgendwas verändert.

      Nitrat erhöhen...würde ich ja am liebsten über Fische, kann ich jetzt schon 4-5 Grundeln einsetzen? Oder lieber damit noch warten? Wenn ja, wie Nitrat (abgesehen von WW) erhöhen?

      Bei der nächsten Bestellung ist dann auch der Porzelankrebs dabei, wenn es meiner MinMax bis dahin weiterhin so gut geht :)

      Ich danke euch wie immer schon jetzt :)

      Edit: Dichte habe ich beim WW auch auf 1,022/23 angepasst
    • Worauf Du im Augenblick achten musst ist das Fehlverhältnis zwischen Nitrat und Phosphat. Phosphat 0,2 ist schon recht hoch, da sind vermutlich die Steine vorbelastet gewesen. Ich würde das mit etwas Phosphatadsorber herunterholen.

      Staubfutter habe ich Reefroids von Polyplabs und Instantplancton von Nyos mit Erfolg benutzt. Bei Reefroids würde ich nur die Hälfte der empfohlenen Dosis verwenden.

      Auch Korallen ernähren sich nicht nur von Licht, sondern benötigen Nährstoffe für Wachstum, deshalb ist auch im Becken ohne Fische etwas füttern ratsam.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Danke für die Tipps Sandy!

      Adsorber wird eingesetzt, ob es an den Steinen liegen kann, weiß ich nicht. Hatte bis Dato keine Probleme mit zu hohem Phosphat. Mal sehen.

      Tipps bezüglich der anderen Fragen? Fische einsetzen? Noch warten?

      Anbei ein paar Fotos, wisst ihr was das ist?
      Bilder
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    • Hallo Tick,

      leider sieht man die Struktur nicht so deutlich - könnte auch eine in Kolonien wachsende Tunicate (Manteltierchen) sein. Tunicaten wachsen oft in neuen Becken. Leider verhungern sie, weil es reine Filtrierer sind.

      Grüße, Burkhard
    • Also wenn du noch viel Platz hast kannste du eine Blasenanemone einsetzen (wenn es den anderen korallen wirklich gut geht)Nimmt bei mir nicht mehr Platz weg wie die anderen Korallen (In meinen 112 Litern). Die Anemoensfische verlassen ihre Anemonen bei mir fast NIE(schwimmen nicht viel rum).
      Aber die Anemone kann auch andere Korallen duch wandern vernesseln, d.h. sie braucht einen guten Platz wie z.B eine Spalte für ihren Fuß, und sehr viel Licht. Natürlich muss die Anemone auch groß genug für die Anemonenfische sein mind. 5 cm.

      Das sind meine Erfahrung und ich denke das die 6 cm Fisch schon in 80 Liter reinpassen ;)

      liebe Grüße fishburger