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Start mit 80l - Einsteigerfragen

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    • Start mit 80l - Einsteigerfragen

      Hallo werte Forengemeinde :)

      ich habe schon eine ganze Weile mitgelesen und mir auch versucht soviel zu Herzen zu nehmen, wie es nur geht. Nach einer ganzen Weile "Einarbeitung" in das Thema Meerwasser, ist es nun soweit und ich habe den Versuch gewagt. Kurz zu meiner Person, ich bin recht erfahrener Süßwasseraquarianer, jetzt aber ne Weile ohne Becken und nun der Start ins Meerwasser. Ich bin 32 Jahre alt und meist gut gelaunt :)

      Zu Beginn wollte ich nicht zu klein anfangen, aber auch nicht gleich Unsummen investieren um dann zu merken, dass mein neues Hobby doch nicht das ist, was ich (und vor allem meine Frau) sich so dabei gedacht haben :D

      Lange Rede, kurzer Sinn. Es ist ein Becken ca. 40 x 50 x 50 (Eigenbau eines Bekannten) geworden...reiner Wasserinhalt ca. 82L. Dazu einen AS, eine Tunze 6015 und den Biociruclator von Dennerle als Oberflächenabzug.

      Ich habe zum Start destilliertes Wasser genommen, welches für Aquarien geeignet ist. Letzten Donnerstag kamen erst 6kg, heute noch mal 3kg Lebendgestein rein. Meiner bescheidenen Meinung nach, sehr gute Qualität. Wasser natürlich vorher auf Temperatur und Salzgehalt gebracht. Ich nutze das Red Sea Coral Pro Salz.

      Als ich angefangen habe, mich in das Thema einzulesen, habe ich nur von der oldschool-Variante des Einfahrens gelesen (beide Algenphasen durchlaufen und viel Zeit mitbringen) und mich auch darauf innerlich eingestellt. Jetzt habe ich aber immer mehr von der "aktuelleren" Lektüre den Schnellstart, bzw. schnellen Besatz mitbekommen. Ich bin hin und hergerissen...

      Aktuell startet bei mir die Kieselalgenphase, aber das sehr dezent...ich denke, wenn ich danach frage, welche Start-Variante die bessere ist, dann werde ich keine eindeutigen Antworten bekommen :D

      Aber ich habe ein paar Fragen, die mich schon etwas umtreiben, vielleicht könnt ihr mir da ja helfen:

      1. Technik
      Soll ich lieber noch eine Tunze 6015 reinpacken? ich finde die Wasserbewegung ok, aber gerade hinter dem Aufbau, könnte noch etwas mehr Bewegung kommen, soll aber auch nicht zu viel werden....

      2. Besatz
      Oldschool-Variante:
      Sobald Fadenalgen da sind und die Werte passen, Einsiedler und Turbos rein...dann irgendwann Stück für Stück Korallen dazu packen...mit einer starten um zu sehen, ob die überlebt :)

      "Newschool":
      Werte checken (Dichte passt, alles andere sollte auf Grund des verwendeten Salzes theoretisch auch passen, messen kann ich aber erst am Donnerstag, vorher geht natürlich nix ins Becken)...sollten die passen, würde ich mir ein paar LPS einsetzen. Aber jetzt mein Problem...wie viel wäre denn "etwas"? Fange ich da gleich mit 5, 6, 7 Korallen an, oder erstmal 1 oder 2....

      Habt ihr ein paar schöne Anfänger - LPS im Kopf? ich hätte jetzt an verschiedene Euphyllias gedacht (ancora, glabrescnes), Caulastrea spec., Bartkoralle, Fungia spec (kann ich die einfach auf den Sand legen?), Wulstkoralle....so in diese Richtung eben....

      3. Fütterung
      Fische wollte ich eher keine reinpacken, ich wüsste nicht welche aktuell...Grundeln gefallen mir nicht, für Clownis ist das Becken zu klein....Krebse, eventuell kleinere Garnelen,...da habe ich mich aber noch nicht entschieden. Ohne Fische und deren "Produktion" müsste ich ja die Korallen "zufüttern", ist das korrekt? Jetzt bin ich da aktuell noch etwas überfordert...ich habe mir das jetzt so vorgestellt...ich schauen mir die Werte an, würde dann mit Balling entsprechend gegenwirken, wenn was wichtiges unter die kritischen Werte fällt, oder die Korallen eben nicht schön aussehen...zusätzlich wollte ich ab und an etwas NYOS Reef Pepper dazugeben...eben nach und nach probieren wieviel da gut ist. Das wäre meine Spurenelementzugabe, bzw. Erhöhung des Zooplankton...

      Verstehe ich das soweit richtig? Das ich im Prinzip regelmäßig die Werte checken muss und diese dann ausgleiche? Oder gibt es eine Möglichkeit ein stabiles Milieu hinzubekommen, ohne dann immer regulieren zu müssen (ohne großen Fischbesatz, weil dafür mein Becken ja nun mal zu klein ist).

      Ich weiß...viele Fragen und sicher schon tausend mal beantwortet, aber gerade zur Frage, wie viel ich bei der neueren Schnellstartmethode zu Beginn einsetzen soll, habe ich nirgends was gefunden...

      Fotos folgen morgen :)

      Vielen Dank schon mal!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tick ()

    • Hallo Tick,

      an Schnecken zu nächst mit 2 - 3 Tieren probieren, ob diese sich halten.
      (Turbo)

      Dann zu den Einsiedlern, lese doch einmal hier: Einsiedler Krebse

      Zur Strömung zunächst Korallen herein und sehen, wie diese mit der Strömung auskommen.
      Die Strömung zunächst auf eine Scheibe richten und nicht direkt auf die Tiere. Die LPS benötigen auch nicht so viel Strömung wie SPS.
      Beobachten ob sich strömungsarme Stellen mit Detrius bilden.

      Zunächst mit Euphyllias (ancora, glabrescnes), Caulastrea und Bartkoralle beginnen und beobachten. Dies sind gute Anfängerkorallen.


      Für Fungia und Wulstkoralle muß eine schöne Sandfläche vorhanden sein.
      Die Wulstkoralle kann sehr weit expandieren (bitte beachten).

      Ich füttere meine LPS mit Grow + Color (M) von Fana Marin.
      Am bessten ein Korn je Polyp max drei bei großen Polypen. Maximal alle 2 Tage besser 3 Tage füttern. Tägliches füttern führt zu verderb der Koralle. Die Koralle muss zwischen den Fütterungen die Futterreste wieder ausscheiden können.

      Normale Anemonen sind für Dein Becken zu groß. Es gibt aber einige mögiche falls Du in diese Richtung tendieren solltes.

      VG

      Elisabeth
    • Hallo Elisabeth,
      danke für deine Rückmeldung und dem guten Hinweis für die Einsiedler :)

      Dann werde ich nächste Woche mal ein paar von den Anfänger-LPS reinschmeißen :)

      Denkst du, es gibt kleine Anemonen die dazu führen könnten, dass ich ein Clownfischpärchen halten kann? Eigentlich hatte ich mich von dem Gedanken auf Grund der Anemonengröße schon verabschiedet...
    • Hallo Tick,

      ich halte eine 80 Liter Becken für zu klein, für Anemone und Anemonenfische.

      Ich hatte in einem 130 Liter Becken das Problem, daß die Anemone beckenfüllend wurde und sehr kurzfristig ein neues Zuhause benötigte.

      Lebensgemeinschaften sind aber grundsätzlich interessant.

      Hier eine Alternative:
      meerwasser-lexikon.de/tiere/81…etrolisthes_maculatus.htm
      mit
      meerwasser-lexikon.de/tiere/11253_Cribrinopsis_crassa.htm

      Für diese sollte das Becken aber mindestens 3 Monate stehen.

      Hast Du schon Schnecken in dein Becken eingesetzt? Und halten die sich gut?

      Erst danach weiter Aufstocken.

      Die Einlaufphase ist auch interessant um die Lebewesen, welche mit dem Lebendgestein gekommen sind zu beobachten. Wenn erst einmal das Becken besetzt ist lassen sie sich nicht mehr so gut beobachten.

      Alle Krustentiere (Krabben usw.) benötigen eine vorsichtige Eingewöhnung.
      (Tröpfchenmethode)

      VG

      Elisabeth
    • Hi Tick,

      also statt großer Anemone kann ich dir wärmstens Phymanthus crucifer empfehlen, kann man auf den Boden oder auf nen Stein setzen, wandert kaum, und gibts in den verrücktesten Farben (nicht ganz billig). Eignen sich zudem super für die Vergesellschaftung mit Porzellankrabben, eine tolle Symbiose!

      Desweiteren würde ich dir dringend raten nicht nur Korallen/Anemonen einzusetzen sondern auch 2-3 kleine Fische, paar Krebse, Schnecken etc. Ansonsten werden deine Korallen hungern! Sie benötigen PO4 und NH3, welches vor allem durch die Ausscheidungen der Tiere zur Verfügung gestellt wird. Ohne Fische musst du langfristig diese Nährstoffe dosieren, macht weit weniger Spaß als den Fischen zuzuschauen ;)

      (alternativ könntest du deine Korallen füttern, ist oftmals aber aufwendiger)

      LG Robin
    • zu den Krabben und Einsiedlern: Kann man pauschal nicht sagen, bei den Krabben aber auch bei den Einsiedlern gibts ganz schöne Halunken. Ich würde dir dringenst kleinbleibende Einsiedler (z.B.Clibanarius tricolor) empfehlen (Ersatzhäuser sollten trotzdem bereit stehen). Als Krabbe wie gesagt die Porzellankrabbe mit Anemone, friedlich und schön anzusehen!

      LG Robin
    • Hi Robin,

      Danke für deine Hinweise!

      Dein Tipp bezüglich der Anemone ist auch genial...das werde ich mir zu Gemüte führen, sobald mein Becken ein paar Wochen/Monate stabil läuft...vorher ist das ja eher erstmal nix mit der Anemone, oder?

      Ich weiß ja, dass ich theoretisch Fische brauche...aber ich finde einfach keine schönen :) die Klassiker für Nano's gefallen mir einfach mal absolut gar nicht :)

      Aber dann werden es wohl ein paar Grundeln...
    • ja die Okinawa-Grundeln habe ich mir auch schon angesehen, die sehen durchaus schick aus. Aber wie Sandy schon gesagt hat, sind die scheinbar mitunter ein wenig "interessant" drauf. es werden Trimmas werden...3 oder 4 Stück...aber erstmal mit den Korallen und Schnecken starten...wenn sich das stabilisiert hat, wird es wohl Robins Tipp werden...Anemone + Porzelankrabbe und ein paar Einsiedler, je nach Algenvernichtungsstufe der Schnecken :) und dann erst die Grundeln...
    • Bei den Einsiedlern hattest Du nach der Kompatibilität mit den Krabben gefragt. Die Schnecken stehen für die Einsiedler weit mehr auf der Interessenliste. Gleichzeitig ein Snack und ein potentielles neues Haus. Genial!
      Ich würde die Schnecken deshalb deutlich größer nehmen als die Einsiedler, sonst kannst Du je nach Einsiedler ein Gemetzel unter den Schnecken erleben.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Tick,

      ich habe mit diesen Beiden gute Erfahrungen gemacht.

      meerwasser-lexikon.de/tiere/393_Eviota_atriventris.htm

      meerwasser-lexikon.de/tiere/368_Trimma_rubromaculatum.htm


      Es kann ruhig eine Gruppe von 4 Tieren werden.


      Problem: Schnecke - Einsiedler

      Bei den empfohlenen Einsiedlern dürfte das Problem nicht so groß sein.
      Passende Zweitwohnungen sind bei Einsiedlern immer gut. (Deko-Shop und gut wässern vorher.)

      Aber grundsätzlich gilt: Es gibt keine Garantien im Meerwasserbereich.

      VG

      Elisabeth
    • Hallo ?,

      meine Vorschreiber haben ja eigentlich schon alle wesentlichen Punkte erwähnt.

      Ein paar Sätze möchte ich dir trotzdem noch zu deinen Fragen schreiben.

      Da du bei deiner Beckengröße ja keine Fische als Algenfresser einsetzen kannst, solltest du schon rechtzeitig dafür sorgen, dass das Algenwachstum frühzeitig eingedämmt wird. Das kann durch entsprechende Wirbellose geschehen und natürlich auch durch den Einsatz von Korallen, die den Algen Konkurrenz bieten.

      Wenn du die ersten Korallenableger eingesetzt hast und diese sich gut machen, dann solltest du recht schnell weitere Ableger folgen lassen. Dadurch können massive Algenprobleme gar nicht erst entstehen.

      Für den Besatz bieten sich auch bei kleineren Becken schöne Tiere an, die in größeren Aquarien sogar eher untergehen würden.

      Wie Christopher schon schrieb, bietet die Kombi Partnergrundel mit Knallkrebs sehr schöne Verhaltensweisen, die sich in einem kleineren Becken wunderbar beobachten lassen.

      Auch einen Porzellankrebs mit Partner-Anemone finde ich klasse. Dafür kommen die genannten Phymanthus crucifer in Frage. Aber auch Cribrinopsis crassa oder MinMax-Anemonen wären möglich.

      Für Clownfische mit dazugehöriger Anemone finde ich das Becken auch zu klein.

      Poste doch mal ein Bild von deinem Becken. Dann können wir mal den Aufbau sehen. Eventuell kommen dann noch ein paar Ideen. Oder eben auch ein paar Hinweise bezüglich der Gestaltung der Dekoration.

      Viel Freude mit deinem kleinen Riff. :)

      Viele Grüße,
      Ina






    • Wasserwerte waren alle Top, sollte dem Erstbesatz morgen nichts im Weg stehen. Aktuell ist der vordere Bereich des Aufbaus teilweise "schlecht" beleuchtet. Da kommt morgen noch eine kleine LED-Leiste vorne ran.

      Meiner Meinung nach habe ich viele schöne Stellen für die Korallen :)

      Abschäumer läuft jetzt zwar, holt aber kaum was raus. Da der Fischbesatz klein sein wird, überlege ich gar, den ganz wegzulassen. Denke mit einem wöchentlichen Wasserwechsel sollte das eigentlich auch ohne Abschäumer gehen.