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Schuran JETSTREAM 1 taugt der was

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    • Grasmann schrieb:

      Ist KH zu niedrig und CA zu hoch wird CO2 belassen und Durchfluss so weit es geht reduziert.
      Hat jemand diese Erfahrung geteilt? Mir scheint diese Vorgehensweise ein wenig strange zu sein.

      Gruß, Burkhard
    • Hi,
      also erstmal das mit den 440 mg/l CA finde ich übertrieben. ich würde 400 - 450 mg/L für gut halten.

      Das vom Grasmann genannte verfahren geistert schon lange im Netz rum und wird bei der Verwendung von Kalkreaktoren ohne PH Kontrolle so z.B. im Zeofit Forum beschrieben. Ich kann das nicht bestätigen.

      Armin Glaser hat das Ganze in seinem Buch Meerwasserchemie gut beschrieben.
      die Verhältnisse von gelöstem Calcium zu Hydrogencarbonat lassen sich nicht verändern. Das Verhältnis ist immer 1:2. Das lässt sich auch nicht über eine Veränderung des PH Werts verändern. Durchfluss und entsprechender PH Wert beeinflusst lediglich die in Lösung gehende Menge.
      Was in welchen Verhältnis tatsächlich in deinem Becken verbraucht wird oder auch ausfällt unterscheided sich aber von Fall zu Fall. Deshalb ist eine Korrektur z:B über Balling Salze hin und wieder sinnvoll.

      Gruß
      honk
    • Klaus
      Ich habe mit keinem Wort gesagt das 440 mg nicht gut ist. Alles zwischen 400-450 mg ist ok. Ich fahre z.B mein Becken um die 420 mg und 7,5 KH.
      Hilfreich ist hier der AquaCalculator von Martin Kuhn.

      aquacalculator.com/wordpress/?lang=de

      Gruß Honk
    • pH-Messketten müssen regelmäßig gewartet werden. Für einen Kalkreaktor würde ich 1 x pro Monat empfehlen - aber bitte nicht mit uralten pH-Puffer-Lösungen!
      Weitere Infos findes Du hier - ist zwar schon ein bisschen älter, aber immer noch aktuell:

      aquacare.de/index.php/aquarist…ph-messung-verfahren.html

      Gruß, Burkhard
    • hi,

      beim kalki kommt es bei der ph-wert-messung nicht auf genaues an....

      ob da 6,4 oder 6,6 drin sind ist kaum von bedeutung.

      wichtig ist das an-abschalten der co2-zufuhr.

      die zuflussmenge zurück ins becken wird eh nach bedarfsermittlung geregelt.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      "ULTRA-C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Da muss ich leider widersprechen. Wenn ein Kalkreaktor am Limit betrieben wird - und das ist bei vielen Acropora-Plantagen-Besitzern der Fall - ist der tiefst erreichbare pH-Wert (abhängig vom System, des Materials, Alter des Materials, Betriebsdruck, CO2-Eintragsystem, Temperatur, Durchfluss...) von Bedeutung. Wenn dieser durch falsch oder nicht kalibrierter Messkette nur um 0,1 unterschritten wird, sammel sich sofort eine große CO2-Blase an, die je nach System die Kreislaufpumpe des Reaktors zum Stehen bringt und einen Super-GAU im Aquarium auslösten kann. Muss nicht sein, kann aber. - Bei Kalkreaktoren, die nicht durch den internen pH-Wert gesteuert werden, besteht dieses Risiko natürlich nicht.

      Grüße, Burkhard
    • Wenn es irgendwie möglich ist, sollte in einem herkömmlichen Kalkreaktor eine pH-Messkette installiert sein. Die Gefahr durch eine falsche Einstellung für das Aquarium ist zu groß. Gerade wenn der Zulauf sich nur leicht verstellt (ein Problem aller Kalkreaktoren, die keinen Kleinstfilter im Zulauf installiert haben), können schnell ungünstige Bedingungen entstehen, die eine Kettenreaktion an negativen Folgen entwickelt. Eine pH-Steuerung ist einfach eine Absicherung - nicht gegen alle Störungen aber doch gegen einige. Die Steuerung muss nicht hochpräzise sein, eine Hysterese von 0,1 ist ausreichend.
      Bitte die CO2-Sicherheitsschleife nicht vergessen, da Rückschlagventile - auch die guten - irgendwann einmal den Geist aufgeben und Magnetventil und Druckminderer zerstören können.

      Grüße, Burkhard
    • Hi Joachim,

      ich weiß nicht was meine Vorgänger hier geschrieben haben...


      Ich habe meinen großen Schuran etliche Jahre nur mit einem Basenzähler, meist 60- 120 Blasen pro Minute, betrieben. Als Pumpe für de Wasserzufuhr wurde ein kleine gedrosselte Eheim verwendet.

      Zeitweise habe ich auch den Wasserdurchfluss mit meerwassertauglichen Magnetventil mit PH-Steuerung betrieben oder nur mit einer Zeitschaltuhr damit nachts kein Co2
      Ganz früher hatten wir offene Realtorkammern, nur mit Blasenzähler und ohne Rückschlagventil.

      Grundsätzlich, je mehr Technik Du verwendest, um so mehr musst du auf sie aufpassen oder wieder Technik haben, welche aufpasst.

      Ich würde es erstmal ohne Ph-Sonde probieren. Wenn du deinen Kalki kennengelernt hast, kannst du ja aufrüsten, umrüsten, oder, oder oder


      Grüße aus Aachen
      283x130x87 / Bubble King 400 mit 60W Speedy3 / DaStaCo t3 / ATI Hybrid 6x75W LED und 16x54W T5 / ATI X8 und X6 / 1x Hydro Wizard ECM 63 + 3x CM 42 / 3 x RE speedy 80W
    • Burkhard Ramsch schrieb:

      Da muss ich leider widersprechen. Wenn ein Kalkreaktor am Limit betrieben wird - und das ist bei vielen Acropora-Plantagen-Besitzern der Fall - ist der tiefst erreichbare pH-Wert (abhängig vom System, des Materials, Alter des Materials, Betriebsdruck, CO2-Eintragsystem, Temperatur, Durchfluss...) von Bedeutung. Wenn dieser durch falsch oder nicht kalibrierter Messkette nur um 0,1 unterschritten wird, sammel sich sofort eine große CO2-Blase an, die je nach System die Kreislaufpumpe des Reaktors zum Stehen bringt und einen Super-GAU im Aquarium auslösten kann. Muss nicht sein, kann aber. - Bei Kalkreaktoren, die nicht durch den internen pH-Wert gesteuert werden, besteht dieses Risiko natürlich nicht.

      Grüße, Burkhard
      hi burkhard,

      ok, soweit die theorie.

      in der praxis ist mir (und bei anderen) solches noch nicht unter gekommen.

      und wir befeuern kalkis manchmal so stark, dass der blasenzähler kocht.

      keiner hier im einflussbereich kalibriert seine elektrode beim kalki alle 4 wochen.

      echt!

      mag sein, dass man bislang nie der tieftmöglichen lösungspunkt je erreicht hat und daher der supergau nie im gespräch war.

      auch gibt es in der aquarienliteratur keine hinweise auf solch geschehen, soweit ich mich erinnere.

      kannst du angeben, welches material wie tief maximal begast werden "darf"?
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      "ULTRA-C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Hi

      Ich hab sie als PH-2 an den GHL angeschlossen, kurz in mein Becken getaucht
      (gleicher Wert wie PH-1) und ab in den Kalki.
      Gruß Ewald

      _______________________________________________________________________________________________________________________________

      Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
      Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
      hab ich Angst vorm Licht. ;(
    • Hi Joe,

      die Versuche wurden in einem "Standard-Kalkreaktor" durchgeführt:
      Volumen: 2,77 l
      Innendurchmesser: 105,6 mm
      Turn-Over: 24 h (also im Sättigungsbetrieb)
      Kreislaufvolumenstrom: 400 l/h = interner Turn-Over = 25 s
      CO2-Eintrag: Injektor an der Saugseite der Pumpe bzw. Kolonne
      CO2-Steuerung: über pH-Wert
      Temperatur: 25°C
      Einfahrzeit der Materialien: > 1 Woche

      Tiefst erreichbare pH-Werte (der gilt nur für das oben genannten System - bei anderen Reaktoren kann das vollkommen anders aussehen! Es gibt Reaktoren, die bis auf pH 5,3 herunterkommen):
      Calciumcarbonatbruch grau, Injektor: 6,3
      dito, Kolonne: 6,1
      Calciumcarbonatbruch weiß: 6,3
      dito, Kolonne: 6,1
      Muschelbruch, Injektor: 6,3
      dito, Kolonne: 6,1
      Turbo-Granulat, Injektor: 6,35
      dito, Kolonne: 6,15
      Korallenbruch grob oder fein, Injektor: 6,4
      dito, Kolonne: 6,2
      Diese Werte sehen erst einmal ziemlich ähnlich aus. Aber die erzielte Leistung (unter den oben genannten Bedingungen) unterscheidet sich zwischen dem schlechtesten und dem besten Material um den Faktor 1,7 und zwischen Injektorbetrieb und Kolonnenbetrieb um den Faktor 1,2.

      Es ist zu beachten, dass der tiefst erreichbare pH-Wert im Reaktor umgekehrt proportional zur erzielten Leistung ist (für Wissenschaftler). D.h. je niedriger der pH-Wert einstellbar ist (ohne dass sich große CO2-Blasen im Reaktor sammeln), desto geringer ist die Leistung im Sättigungsbetrieb eines Kalkreaktors. Hört sich erst einmal blöd an, weil man immer denkt, je niedriger der pH-Wert desto höher die Leistung - das gilt aber nur für ein und das selbe Material der gleichen Charge. Die obige Regel hat damit zu tun, dass der tiefst erreichbare pH-Wert von der im Reaktor befindlichen Karbonathärte/Calciumkonzentration abhängig ist. Je löslicher (je größer das Löslichkeitsprodukt) das Material ist, desto besser bildet sich KH/Ca bei relativ hohem pH-Wert. - Die Theorie und meiner Meinung nach auch die Praxis von Kalkreaktoren haben es in sich. Während unseres 3,5jährigen Forschungsprojektes haben wir viel dazugelernt, obwohl wir schon seit 1995 Erfahrungen mit dem Kalkreaktorenbau haben und meinten, dass Wichtigste zu wissen. Ich werde demnächst einige Ergebnisse posten.

      Wir haben leider schon einige Aquarianer erlebt, die sich ihren pH-Wert im Aquarium durch falsche Einstellung bis in den Bereich von 7,0 herunter-"gebombt" haben. Das ist zwar nicht gleich der Totalausfall (mit Super-GAU habe ich vielleicht ein wenig übertrieben), zu Algenplagen hat es jedoch meist geführt und teilweise lange gedauert, bis sich alles wieder normalisiert hat. Das will ich jedem Tier und natürlich auch jedem Aquarianer ersparen

      So weit, Burkhard
    • Burkhard Ramsch schrieb:

      Eine pH-Steuerung ist einfach eine Absicherung - nicht gegen alle Störungen aber doch gegen einige
      Hallo Burkhard,
      soweit so gut. Es gibt aber eine ganze Reihe von Einflussgrößen wieviel KH/CA je Liter Wasser gelöst wird. So z.B. Falschgase im Reaktor. Auch sollte der Auslauf des Wassers vom Reaktor immer über der Wasseroberfläche liegen und in einer möglich stark bestömten Bereich damit eben möglcisht wenig CO2 ins AQ Wasser gelangt.
      Eine PH Steuerung würde ich nicht als Absicherung sehen. Eine PH Sonde zur Überwachung schon. Eine PH Steuerung ist eher fehleranfällig durch z.B, klemmende Mangnetventile oder eben einer nicht kalibrierten oder defekte PH Sonde.

      Die einfachste Varainte ist immer noch ohne PH Messung und Magnetventil über eine gut einstellbare Dosierpumpe und Nadelventil. Mann muss dann halt hin und wieder messen, wieviel KH im Ausgangswasser tatsächlich ist. Gerade wenn man die Dosierung ändert oder auch das eingetzte Material.

      Gruß
      Honk
    • Hallo allerseits
      Ja ja ich weiß der schon wieder
      Ich habe jetzt Ca 420 und kh 9,3 jetzt habe ich in Netz das gefunden

      Ist KH und CA im Aquarium zu niedrig, wird mehr CO2 zugeführt und der Durchfluss wird etwas angehoben.
      Ist KH zu hoch wird CO2 gedrosselt bzw. ausgeschaltet.
      Ist KH zu niedrig und CA zu hoch wird CO2 belassen und Durchfluss so weit es geht reduziert.
      Der Reaktor darf jedoch nicht milchig im innern werden.
      Ist CA zu niedrig und KH zu hoch wird der Durchfluss angehoben.

      Ist das richtig das ich wenn KH zu hoch ist CO2 drosseln bzw. ausschalten soll.
      Grüße aus Mainz
      :fish1: Joachim :fish2:
    • Hallo Joachim,

      ist einer der Werte (Ca, KH) zu hoch, sollte die Leistung gedrosselt werden (weniger CO2 und/oder weniger Zulauf).
      Wenn nur ein Wert zu niedrig ist, kann dieser mit den passenden Flüssigkeiten oder Salzen angehoben werden. Da gibt es 1000 Produkte mit 1001 Namen.

      Bei KH 9,3 würde ich mir keine Sorgen machen. Das ist zwar höher als im natürlichen Riff (6-7°dKH), doch im Aquarium hat es Vorteile, weil das Wasser stärker gepuffert ist und pH-Wertschwankungen (Tag/Nacht) damit geringer sind.

      Ab KH12 kann es kritisch werden, dann muss tatsächlich die Leistung des KR gedrosselt werden. Bei zu hohen KHs fällt das Calciumcarbonat im Aquarium aus und bringt die komplette Wasserchemie durcheinander.

      Grüße, Burkhard
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