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Spurenelement all-in-one: Was taugt was?

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    • Spurenelement all-in-one: Was taugt was?

      Moin,
      Ich habe bisher Dupla Marin Spurenelemente-Mix 2x wöchentlich nach Herstellerangaben dosiert. Auf Empfehlung habe ich dann ´mal Jod getestet und siehe da: So gut wie nix vorhanden. Auf der Packung steht drauf, dass der Mix auch Jod enthält, aber offenbar sehr wenig. Ich habe jetzt angefangen Jod zu dosieren und nun taucht es auch im Test ( Salifert ) auf. Hat jemand eine Empfehlung für eine gute Spurenelement-Mischung, die auch wirklich das enthält, was drauf steht? Ich hatte schon ´mal mit TM Reef All-In-One geliebäugelt, bin aber nun etwas unsicher.
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
      Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
      In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Moin,
      gehört Strontium auch zu den essentiellen Spuris, die täglich dosiert werden müssen? Also nicht über ein wöchentliche Gabe oder mit dem WW ( mache ich alle zwei Wochen ). Habe in der Suche gelesen, dass manche auch wöchentlich oder sogar monatlich dosieren. Ich werde demnächst ´mal bei reefanalytics eine komplette Analyse machen, um zu sehen, ob es Mängel gibt.
      " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Wenn es so einfach wäre jedes Becken mit einer Lösung zu versorgen, das wäre toll!!!

      Es gibt Komplex-Lösungen, wo verschiedene Spuris etc. je nach gegenseitiger Abhängigkeit dosiert werden oder Hauptnährstoffe wie PO4, NO3 mit den in jeweils durch Versuchsreihen festgestellten, dazugehörigen Spuris (Kalium,Bor,Jod etc) eingesetzt werden.

      Alle diese Lösungen erfordern jedoch in der Regel eine genaue Kontrolle, entweder mit ausreichendem WW oder IOCP-Analysen. In großen Becken werden oft die jeweiligen Stoffe einzeln zugeführt und genau nachgemessen.
      lg
      Burkhart
    • Na ja, bei den Salzmischungen steht ja auch nur drauf, dass alle 70 Spurenelemente des Meerwassers vorhanden sind. In welcher Menge und welchem Verhältnis zueinander behalten die Firmen ja für sich. Man könnte natürlich ´mal sein Stammsalz auflösen und eine Probe direkt davon in ein Labor zur Analyse schicken. Dann wüßte man zumindest was tatsächlich vorhanden ist. Wäre vielleicht auch eine Ergänzung für den Aqua-Calculator?
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      Beste Grüße

      Stefan
    • hi,

      nunja, solche lösungen können für einfache anlagen schon positive ergebnisse erzielen, wenn man es sich einfach machen will.

      für scheibenanemonen und co brauchts halt nicht ganz so viel an aufwand.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      "ULTRA-C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Moin, Joe
      Na ja, etwas mehr als Krusten wollte ich eigentlich schon halten :D . Bei meiner Suche bin ich jetzt auf die kationischen und anionischen Mischungen gestoßen. Also eine two-in-one Lösung. Wäre das sinnvoller? Ich würde dabei weniger Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Elementen erwarten als bei einer Mischung, in der Kationen und Anionen gemischt werden, betreffs mögliche Komplexbildungen o.ä. Habe leider Chemie als erste Naturwissenschaft in der Schule abgewählt, daher bitte ich evtl. bestehende Schwächen zu entschuldigen :S .
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      Beste Grüße

      Stefan
    • Hallo Stefan,

      erkundige dich doch bei den Herstellern direkt. Die können dir die Verhaeltnisse der einzelnen Elemente der AllinOne-Loesungen besser erklären. Auch deren Wirkungsweisen im Verhältnis zu deinen vorhandenen (gemessenen) Beckenparametern. Meiner Meinung nach ist das Ganze eine subjektive Geschichte. Bei einem passt es, beim anderen wirkt es nicht so, wie erhofft. Aber fühl dem Hersteller auf den Zahn. Der sollte dir Hilfestellung geben. Meist vertreiben die Hersteller ausser ihrer gemixten Lösung auch noch die Elemente einzeln. Da würde ich doch glatt fragen, wo denn da eventuell der Vorteil für dich liegt. Ich meine nicht den monetären Aspekt. Um es dann weiter zu treiben, bedarf es dann einer spaeteren Laboranalyse. Im Fall der Mixture, wie auch bei der Gabe der einzelnen Elemente.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • muschelschubser schrieb:

      Man könnte natürlich ´mal sein Stammsalz auflösen und eine Probe direkt davon in ein Labor zur Analyse schicken.
      Das ginge, wenn das Salz absolut homogen wäre.
      Ich hatte mal Jodwerte jenseits von gut und böse, obwohl ich kein Jod dosiert hatte. Des Rätsels Lösung: Zum Wasser ansetzen hatte ich ziemlich den Bodensatz meines Salzbeutels erwischt und da war mehr Jod drin, als üblich.
      Das Salz war jetzt auch nicht von irgendwem, sondern eines der beliebtesten.
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Steffi schrieb:

      muschelschubser schrieb:

      Man könnte natürlich ´mal sein Stammsalz auflösen und eine Probe direkt davon in ein Labor zur Analyse schicken.
      Das ginge, wenn das Salz absolut homogen wäre.Ich hatte mal Jodwerte jenseits von gut und böse, obwohl ich kein Jod dosiert hatte. Des Rätsels Lösung: Zum Wasser ansetzen hatte ich ziemlich den Bodensatz meines Salzbeutels erwischt und da war mehr Jod drin, als üblich.
      moin,

      jedes salz hat seine macken und solche analysen sind immer nur momentaufnahmen.

      bringt insgesamt also nix.

      und hätte steffi den gesamten salzbeutel auf einmal gemischt, hätten die werte evtl. doch auf die gesamtmenge gepasst (stichwort entmischung).
      ansonsten
      gruss
      joe

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    • Auf den gesamten 10-kg-Beutel hätte das garantiert auch eher gestimmt oder wenn ich das Salz über einen Probenteiler gegeben hätte.
      Ich hatte damals Wasser aus meinem AQ eingeschickt, das angesetzte Meerwasser war also auch noch ordentlich verdünnt :whistling:

      Und Entmischung ist immer so ein Thema, deswegen verwende ich so gern das Wasser von vor der Haustüre...
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Hallo zusammen,

      was ist die Alternative zu Spurenelemente-Gemischen? Jedes Spurenelement einzeln, wonach? Regelmäßige ICP-OES- (warnt nur vor Überdosierung, alles darunter bekommt "grünes Licht", Defizite werden nicht erfasst) oder ICP-MS-Analyse (ohne Berücksichtigung der Speziation/Bioverfügbarkeit)?

      Nach Beobachtung der Tiere? Dabei kann man aber nur schwer und mit einiger Geduld, Umsicht und Wissen feststellen, ob man von einem Defizit über ein Optimum nicht sehr rasch in einer Überdosierung landet.

      Mich würde interessieren, wie die Dosierung einzelnder Spurenelemente in der Praxis sinnvoll aussieht.

      Spurenelemente-Gemische enthalten die Spurenelemente natürlich in einem festen Verhältnis. Das sehe ich aber nicht als großes Problem. Die meisten Lebewesen benötigen die Übergangsmetalle in der Reihenfolge Fe > Mn > Zn > Cu > Cr > Ni > Co. Im Riffaquarium spielt außerdem eine Rolle, wie bereitwillig die Spurenelemente unlösliche Verbindungen wie z. B. Carbonate eingehen und wie stark sie bei der Kalkbildung durch Korallen, Kalkrotalgen etc. eingebaut und somit verbraucht werden. Mit wirklich großen Verschiebungen im relativen Verbrauch von Riffaquarium zu Riffaquarium rechne ich nicht.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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    • Hallo Stefan,
      ich kann nur davor warnen dem Salifert-Jodtest zu vetrauen. Ich hatte mir zum Überprüfen mal Jod-Tabeletten in der Apotheke besorgt und musste feststellen, dass der Test erst bei 10x Überdosierung etwas anzeigt. Mache einen Test z.B. bei Reefanalytics.
      Ich selbst gebe jetzt Polysept tropfenweise ins Becken. Die Dosierung erfolgt nach dem Polypenbild einer Hornkoralle.
      Grüße
      Lutz
    • Moin, Lutz!
      Bei reefanalytics wollteich schon länger eine Analyse machen, leider war zuletzt das entsprechende Fotometer defekt. Die Ungenauigkeit mit dem Salifert-Test finde ich schon heftig. Müssen Hersteller keine interne Qualitätskontrolle machen um sicherzustellen, dass die verkauften Artikel auch die zugesicherten Eigenschaften haben? Gibt es andere Hersteller, die einen vernünftigen Jodtest anbieten?
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      Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "

      Beste Grüße

      Stefan
    • Man sollte lieber etwas mehr Geld investieren. Das erspart einigen Ärger mit fehlerhaften Messungen und den Rattenschwanz an Vermutungen
      und falschen Verdächtigungen, die dann garantiert losbrechen und alles noch unübersichtlicher machen.

      Gruß
      Hajo
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