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Lebende Rückwand

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    • Lebende Rückwand

      Ahoi,
      brauch etwas an Infos und Ideen, hab im Netz mal was gesehen aber das ist schon eine Weile her und weiß auch nimmer wo. Fand es klasse, da ich es mag wenn sich was „bewegt“ (Anmonen, Euphyllia, usw.) und wollte die Idee wieder auf greifen.
      Jemand hatte die Rückwand bzw. den Ablaufschacht mit etwas zu wachsen lassen. Aus der Erinnerung könnte es „Briareum hamrum“ oder „Erythropodium caribaeorum“ gewesen sein.
      Hat von Euch sowas schon mal gemacht? Wie sind die Erfahrungen, einmal und nie wieder oder jederzeit nochmal? Beide sollten nicht direkt ins „Riff“ sonst wird es zur „Plage“ aber an der Rückwand? Was spricht dafür und was dagegen sowas zu machen. Hab Ihr evtl. andere Ideen/Alternativen?
      Haifischbiss und Lungenriss Tobias
    • Hi,
      ja das geht mit dem Ablegerstein! Meine Rückwand ist mit Xenien und Briareum bewachsen! Sieht schon toll aus! Muß jetzt leider das Becken abbauen, da das Wohnzimmer renoviert wird! Werde aber wieder die Rückwand, damit bewachsen lassen, nach dem Neuaufbau!
      LG
      Frank
    • hi,

      man kann auch sps an die scheibe lehnen, sie heften sich dort fest, bilden eine megabasalplatte aus, aus der dann wieder die äste wachsen.

      so zumindest bei diversen acros und montis.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
      "ULTRA-C o r a l s - made in Germany"
      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Hallo zusammen,

      die Bepflanzung einer Senkrechten hat schon seinen besonderen Reiz. So die Theorie.
      Man kann z. B. alles flach wachsende nehmen um eine Rückwand zu bestücken. Es gibt dabei nur ein Problem: Jedes symbiotische Tier wird sich zum Licht ziehen. Soll heissen, eine noch so flache, an der Wand angebrachte Koralle, z. B. Montipora, wird sich mittelfristig zur Lichtquelle bewegen. Das erzeugt in diesem Fall einen treppenartigen Ueberhang, der nicht mehr die Flaeche abdeckt, sondern der Lichtquelle entgegen in das freie Wasser waechst. Auch den Nachteil mit sich bringt, die darunter stehenden (angebrachten) Tiere abzuschatten. Andere Korallen werden sich ähnlich verhalten. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Planung der Positionen der verschiedenen Korallen,auch in puncto ihrer Wuchsfreudigkeit, unumgaenglich. Sonst wird die eine der anderen in Nullkommanix das notwendige Licht stehlen. Selbst Briareum wird versuchen sich von der Senkrechten in Richtung Lichtquelle zu bewegen. Bei mir hat sich das Tier ein Stück weit ins offene Wasser bewegt. Ein sicherer Untergrund war da nicht zwingend notwendig. Es hat grosse Lappen ausgebildet, welche wiederum im Begriff waren, die unten angebrachten Tiere abzuschatten.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Servus Tobias,

      wie so eine "Bepflanzung" an einer Rückwand ausschauen kann, zeigen die unten aufgeführten Bilder.
      Die Rückseite der "lebenden Wand" bestand aus künstlicher Korallenwelt-Deko, auf die einige Korallen
      befestigt wurden. Teils geklebt, teils ließ ich sie anwachsen.
      Fazit: Alle Korallen zogen sich nach vorn zum Licht, sodaß es Bereiche mit Überschattungen gab.
      So etwas passiert nicht sofort, es dauert eine Weile. Aber irgendwann kommt der
      Tag, wo die unteren Lagen von den oberen "Etagen" abgeschattet oder sogar überwachsen werden.
      Aus Gründen der Abmessungen bestand dieses Becken praktisch nur aus einer lebenden Rückwand.
      Diese war zwar bepflanzt, aber eben doch in einer senkrechten Lage!
      Ich hoffe, es wird etwas deutlicher, was eine totale Bestückung für Folgen haben kann.
      Leider sind die Aufnahmen ausschliesslich frontal gemacht worden.
      Das kaschiert etwas den Blick auf die steile Lage.










      Hier ist sogar direkt unter der Wasseroberfläche der Austritt der Pumpe überwachsen.
      Den Bereich habe ich später frei gemacht, damit die Tridacna und die Acropora darunter
      nicht Schaden nahmen.




      Die Milkja auf dem Bild links hat später ihre grüne Schwester total abgeschattet, sodaß sie nicht mehr zu retten war.
      Die Wuchsgeschwindigkeit der Milka war höher, als die der grünen Variante.




      Gruß
      Hajo
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    • Ahoi,
      auf dem ersten Blick muss ich sagen ,wow! Wie groß ist oder war das Becken? Hab auch "nur" einen Würfel mit 65cm Kantenlänge. Die Bilder sprechen auch wieder für sich, die Bepflanzung einer Senkrechten ist wirklich nicht einfach, besonder wenn man dies mit verschiedenen Art versucht. Was SPS betrifft bin ich erstmal durch, ist aber ein anderes Thema. Der Versuch sollte sich erstmal nur mit einer "einfachen" Art starten und eigentlich auch so bleiben.

      Lexo meinte eine Seitenansicht, aber

      hajo schrieb:

      Leider sind die Aufnahmen ausschliesslich frontal gemacht worden.

      Haifischbiss und Lungenriss Tobias
    • Hallo Wolfgang,
      Hallo zusammen,

      die "Seite" hab ich gerade auch geschnallt ?(

      Habe leider keine gute Seitenansicht auf den Fotos. Habe vielleicht im Laufe der Zeit ca. 50 Fotos frontal aufgenommen! Ist mir auch nicht wirklich in den Sinn gekommen, wenn man 100% Korallen auf der Rückwand hat......
      Anbei 2 der seltenen Fotos von der Seite. Mehr mit dem Ziel die "Bodenbewohner" aufzunehmen. Mehr kann ich aus der Seitenlage nicht bieten.

      Eines möchte ich aber noch hervorheben. Das Becken lief ohne jedwede Technik. Balling pur mit WW und ohne AS. Wenn die Korallen mir nicht aus dem Becken gewachsen wären, hätte ich mich nicht von dieser Optik getrennt.
      Gruß
      Hajo










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