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Osmoseanlage defekt?

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    • Osmoseanlage defekt?

      Hallo zusammen.

      Da ich seit geraumer Zeit mit grünen und roten Cyanos zu kämpfen habe, und sich seit einigen Tagen dazu noch Kieselalgen/ oder Dinos auf dem Bodengrund breit machen, ist mir nun un den Sinn gekommen das evt was mit meiner Osmoseanlage bzw die Filter/Membran defekt oder erschöpft sein könnten. Mischbettharz ist ebenfalls danach geschaltet.

      Dazu habe ich mir ein günstiges TDS Handmessgerät zugelegt um mal zu schauen.

      Was mich auch ein wenig stutzig macht, ist, dass die Anlage mehr Osmosewasser als Abwasser produziert.

      Hier mal die Messwerte:

      Leitungswasser: ~172 ppm
      Abwasser: ~472 ppm
      Osmosewasser OHNE Harz: ~22 ppm
      Osmosewasser MIT Harz: 1 ppm

      Wie schätzt ihr die Werte ein? Sind die Filter evt erschöpft und es kommt doch noch etwas Silikat durch?

      Komplette Anlage ist so seit 9 Monaten in Betrieb.

      Danke schonmal und Gruß
      Martin
      Gruß Martin
    • Hallo Martin,

      wie effektiv die Osmose arbeitet hängt viel vom Wasserdruck ab. Je weniger Druck desto schlechter das Ergebnis. Eine gute Osmose sollte mindestens 95 Prozent der gelösten Stoffe zurückhalten. Ohne Druckerhöhungspumpe klappt das meist nicht.

      Wenn Du noch einen Leitwert nach dem Harz messen kannst ist es bereits erschöpft. Das Silikat fängt bereits an durchzugehen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Danke für eure Antworten schonmal.

      Wie viel Bar Druck da aus der Leitung kommt kann ich nicht sagen. Wie oben zu sehen, ist nach dem Harz 1ppm zu messen. Neues Harz habe ich bereits da. Nun ist die Frage, ob die Membran nun auch schon am Ende ist. Wenn ich jetzt nur das Harz wechsel, aber die evt defekte Membran drin lasse, dann ist ja umso schneller wieder das Harz erschöpft.

      Wie oben geschrieben wundert es mich auch, das die Anlage mehr Osmose - anstatt Abwasser produziert. Sonst ist ja das Verhältnis im besten Fall 1:1.

      Gruß Martin
      Gruß Martin
    • Hallo Martin,
      um beurteilen zu können ob die Membran defekt ist müsstest du das Wasser nach der Membran ohne Harzfilter prüfen. Die Messung nach dem Harzfilter gibt in erster Linie Auskunft über die Qualität des Harzes.
      Der Leitwert nach der Membran müsste grob so 5% vom Leitwert des Ausgangswassers sein, je nach Rückhaltequote.
      Ich hatte früher auch so ein einfaches TDS-Messgerät. Später hatte ich dann ein GLF 100 gekauft und war überrascht, das dies deutlich mehr anzeigt. Bei den billigen Sticks solltest du dem Messwert im unteren Bereich nicht zu sehr vetrauen.
      Meiner Erfahrung nach halten gute Membranen problemlos 3-5 Jahre. Beim Harz hatte ich aber schon deutliche Unterschiede. Am besten war immer das von Reefanalytics bei mir.
      Grüße
      Lutz
      Grüße
      Lutz
    • Hallo

      @Sandy. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das diese trocken geworden sein soll.

      @Lutz. Habe natürlich auch das Wasser ohne Harz mit dem TDS gemessen, 22ppm und das des Leitungswassers 172.
      Habe mir mal jetzt nen JBl Silikattest bestellt, mal schauen.
      Woran erkennt man eine gute Membran. 3-5 Jahre ist aber viel, dafür das eig angegeben ist, dass diese nach 12 Monaten zu tauschen sind.
      Harz habe ich bereits neues da, von Triton.

      Gruß Martin
      Gruß Martin
    • Hallo Martin,

      meine Membran läuft jetzt seit über 4 Jahren, eine Ersatzmembran liegt bereits bereit, aber bisher habe ich nur ab und zu die Filter ausgetauscht, diese sollten wegen Verkeimungsgefahr etwa alle sechs Monate getauscht werden. Bei einem Freund läuft die gleiche Osmosemembran ebenfalls seit dieser Zeit.

      Meine Osmose mit Drucklerhöhungspumpe reduziert den Leitwert von 500 auf 15 nach der Osmose und nicht mehr messbar mit dem einfachen Teil nach dem Harz.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Es ist nicht nur die Membran, sondern auch das Drumherum, was eine stimmige Anlage ergibt. Dazu gehört eine Druckerhöhungspumpe und unbedingt ein Rückspülventil, um die Membran regelmäßig freizuspülen vor und nach der Wasserproduktion.
      Erst, wenn der Spülvorgang beendet ist lasse ich das Wasser durch die Harzsäule laufen und verwende es. Dies erhöht die Lebensdauer des Harzes.

      Das Harz von Triton ist nicht ganz billig aber gut. Ich habe damit gerade auch die hinter der Osmose geschaltete lange 3l-Harzsäule von Gralla gefüllt und bin zufrieden. Eine ICP-Analyse des Reinstwassers hat auch bestätigt, dass kein Silikat mehr nachweisbar ist im Wasser. Ich Sepp muss heute noch die Säule leeren, weil ich beim Umfallen der Säule das Entlüfterventil zerbrochen habe und jetzt tauschen muss. :cursing:

      Für meinen Geschmack ist die Osmose eine Nummer zu klein, was die Geschwindigkeit betrifft, mit über 400l brutto ist Dein Becken nicht unbedingt ein Nano. Dies jetzt aber nicht auf die Qualität gemünzt, sondern in erster Linie auf die Geschwindigkeit.

      Wahrscheinlich kommt die angegebene Wechselempfehlung nach 12 Monaten auch durch die fehlende Rückspülung zustande. Dies verlängert nämlich die Lebensdauer der Membran auch um einiges.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Eine Druckerhöhungspumpe habe ich nicht. Bringt es soviel mehr das es sich lohnen würde darin Geld zu investieren?
      Ein Spülventil hat die Anlage leider nicht. Mir fällt gerade ein das ich eine älter Anlage im Keller liegen habe, zwar ein No Name Teil, aber diese hat ein Spülventil. Dieses könnte ich doch an meine Anlage anschließen? Das sollte doch gehen, oder? Oder ich mache in die alte Anlage neue Filter und ne neue Membran rein...

      Für mich reicht es eig aus von der Geschwindigkeit her. Wasserwechsel mache ich nicht mehr, da ich das Becken mit ATI Essentials betreibe. Und wenn mal doch einer anstehen sollte, dann reicht das auch noch. Und für das Verdunstungswasser habe ich ein 54 l Becken im Schrank daneben stehen, welches ich alle 1-2 Wochen auffüllen muss, je nachdem wie warm/kalt es im Wohnzimmer ist.
      Gruß Martin
    • Ob die Osmose reicht ist zum guten Teil auch eine Frage der Priorität. Ich hasse es, lange auf Wasser warten zu müssen und schätze den Luxus, schnell an große Mengen Wasser zu kommen. Wenn Dich das nicht so stört, dann würde ich gar nichts machen und nur das Harz öfter tauschen.
      Vom Preis her dürfte sich das jedoch im Laufe der Zeit als teurer erweisen, gerade wenn Du das teure Triton DI-Harz nimmst.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Ja 100 GPD reichen bei mir. Der Schlauch wird von der Anlage - diese hängt im Badezimmer - rüber gezogen und in das Nachfüllbecken gehängt. In der Zeit mache ich dann eben Haushalt, Essen oder der gleichen :)

      Nochmal die Frage, kann ich das Spülventil an meine Anlage anschließen? Das sollte doch gehen oder?

      Wie lange spülst du vor- und nach Gebrauch?
      Gruß Martin
    • Hallo.

      Wo kommt das Spülventil ran? An den Ausgang wo das Osmosewasser raus kommt oder dort wo das Abwasser abgeht? An der Anlage ist das nicht zu sehen und Bedienungsanleitung habe ich leider nicht mehr.

      Habe jetzt mal mit nem JBL Test Silikat gemessen. Im Aquarium ist es irgendwas zwischen 0,4 und 0,8 mg/l und das Osmosewasser im Nachfüllbecken hat 1,6 mg/l. Ich denke das Harz ist erschöpft.
      Gruß Martin
    • Hallo Martin,

      nach meiner Erfahrung und auch Bestätigung eines Händlers (der in seinem Laden Tests verkauft und mir ja auch einen hätte aufschwatzen können) ist die Messung von Silikat mit den üblichen Tests weniger optimal möglich.
      Mein Test (Sailfert) hatte immer 0 angezeigt, der Labortest bei Fa. Gilberts brachte dann die Wahrheit ans Licht.

      Die haben mir am Telefon auch gesagt, dass eine Mindestmenge Harz hinter einer Osmoseanlage sein muss, so sinngemäß, so viel wie möglich. Meine Harzpatrone fasst 8 Liter und da meinte er, das wäre schon an der Grenze zu zu wenig.

      Da ich keine größere Patrone kaufen wollte, habe mir zwischen Ausgangswasser Osmoseanlage und dem Eintritt in die Harzpatrone noch einen Zwischenfilter mit Silikatharz geschaltet.

      Dupla Silikatfilter mit Duresin-SI-Silikatharz

      und im Zulauf des Technik- Beckens ein wenig Silikatabsorber platziert.
      sera 08417 marin silicate clear


      Seither sind zumindest die Kieselalgen fast komplett verschwunden. Labortest steht demnächst mal wieder an.
    • Hallo Martin,

      am Abwasserschlauch sollte bei Dir ein Druckbegrenzer sein, der das Abwasserverhältnis einstellt. Das Spülventil überbrückt diesen Druckbegrenzer und sorgt dafür, dass deutlich mehr Wasser durchläuft als im normalen Betrieb.

      Die Rückführung hinter dem Druckbegrenzer ist nicht mehr ganz gut sichtbar, aber auseinanderbauen möchte ich sie im Augenblick nicht. :P

      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo

      Ja am Abwasser der neueren Anlage ist ein Druckbegrenzer. An der alten Anlage ist dort das Spülventil. Was ich nicht verstehe, ist die überbrückung, an der alten Anlage ist da nichts überbrückt, sondern nur das Spülventil.
      Sollte das nicht reichen wenn ich dieses von der alten Anlage an die neue Anlage am Abwasser anschließe?

      Bild 1 zeigt die neue Anlage und Bild 2 die alte, naja zumindest ein Teil davon :)

      Gruß
      Bilder
      • IMG_20170806_124032-780x1040.jpg

        238,27 kB, 780×1.040, 3 mal angesehen
      • IMG_20170806_124144.jpg

        1,28 MB, 1.800×2.400, 4 mal angesehen
      Gruß Martin
    • Sandy Drobic schrieb:

      Wenn Du noch einen Leitwert nach dem Harz messen kannst ist es bereits erschöpft. Das Silikat fängt bereits an durchzugehen.
      Da hat Sandy natürlich recht.
      Aber das Silikat kann auch bereits dann nicht mehr vollständig gefiltert werden, selbst wenn das TDS-Meter noch 00ppm anzeigt.

      Deshalb mein Hinweis das besser mit Tröpfchentest zu messen.
      Und Du musst das Harz auch richtig einschlämmen, um hier nicht vorzeitig ein Nachlassen der Filterleistung zu begünstigen.

      Gruß,
      Matthias