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Nano für Caprella mutica

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    • Nano für Caprella mutica

      Mag bekloppt sein, aber seit ich das erst mal ein Foto von Caprella (Gespenstkrebschen) gesehen hatte, hatte ich mich unsterblich verliebt!
      Es hat Jahre gedauert, Ende Februar war es so weit, ich hatte meinen ersten Caprella mutica (japanische Gespenstkrebschen) im Aquarium sitzen.
      Anfangs waren es vier Weibchen und 2 Männchen, die Weibchen waren tragend und so hatte ich bald meine ersten winzigen Nachwuchstiere im Aquarium sitzen.
      Anfangs hatte ich ein kleines Fluval Spec mit einem kleinen Schwammfilter, aber das war nicht optimal. Das Frostfutter sank zu schnell auf den Boden.
      Das nächste AQ war dann ein 20-Liter-Dennerle, das ich mit einem HMF mit recht dünnem Schwamm versehen hatte, die Matte soll eigentlich nur die Krebschen vor dem Luftheber schützen und gleichzeitig als Sitzfläche für die Krebschen dienen, denn ich hatte in dem kleinen Spec beobachten können, wie die Männchen sich um den kleinen Schwamm zofften.

      Eingerichtet habe ich den Dennerle-Würfel mit allem, was die Küste hier so zu bieten hat. Lebenden Sand von der Küste, Algen und Hydrozoen am Watt gesammelt. Ich hoffe, den Krebschen geht's dort drin gut ^^
      Bisher vermehren sie sich recht stark. Sie sind lebendgebährend, haben nur eine Lebenserwartung von ca. 3 Monaten. Die Männchen sind wesentlich größer als die Weibchen.


      Die Füllhöhe ist mit Absicht nicht höher, ansonsten spratzelt es oben raus, trotz Abdeckung.


      Männchen


      Weibchen


      Bruttasche, gut gefüllt ^^


      Nachwuchs eines Weibchens. Die kleinen bleiben ein paar Tage dicht beisammen und das Weibchen paßt noch auf sie auf. Dann verteilen sie sich.


      Vorspiel zur Begattung. Hier sieht man den Größenunterschied sehr deutlich.

      Die Krebschen passen sich farblich an die Umgebung an:


      Die veralgte Scheibe im Spec :D




      Viele Grüße,
      Steffi
    • Hallo Steffi,

      auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch, dass du deine Aliens endlich bekommen hast!

      Bei mir ist es an sich nicht anders: Seit ich von der Existenz dieser Gespenster erfahren hab lassen sie mich nimmer los. Leider hatte ich bis jetzt nicht das Glück, die bevorzugte Art C. penantis zu bekommen, obwohl sie nicht nur in Florida (dort teilt sie den Lebensraum mit den Seegrasponies) zu finden ist, sondern auch im Mittelmeer.

      Vom Verhalten her scheinen die Geissleinkrebserln alle recht ähnlich zu sein. Ich wünsch dir jedenfalls viel Freude mit deinen Woisln!

      Liebe Grüße
      Linda
    • Die C. mutica zählen mit zu den größten Gespenstern. Die Männchen werden bis 30mm lang, die Weibchen bis max. 20mm.
      Ich füttere hauptsächlich feines Frostfutter (Cyclops, Bosmiden, Lobstereier) und Lebendfutter (verschiedene Copepoden, Nauplien, angereicherte Brachionus) und alle 2 Tage Easy Booster (dieses Phytoplankton-Gel). Damit versuche ich die lebenden Muscheln bei Laune zu halten und die Copepoden, die sich im AQ gebildet haben. Für sie gibt es alle ab und an noch eine kleine (!!) lebende zerdrückte Miesmuschel, dadurch explodiert die Cops-Population förmlich.
      Damit die Wasserwerte durch solche Aktionen nicht vollkommen aus dem Ruder laufen, wechsele ich wöchentlich 70% des Wassers. Es kommt nur Nordseewasser zum Einsatz. Da diese Krebschen mit Vorliebe in Häfen leben (z.B. auch auf Borkum), bekommen sie Hafenwasser aus dem Yachthafen von Norddeich (wie alle meine Nordsee-Aquarien).

      Für die tropischen Meerwässerleins lasse ich mir Wasser von den Fischern mitbringen, da paßt die Dichte besser.
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Ich habe den Artikel gar nicht gelesen ^^
      Aber ich bin schon viel länger hinter den Krebschen her. Pferdefuß war bisher, das Aquarium auf Borkum hatte C. linearis (die ursprünglichen aus der Nordsee), die brauchen es aber kälterund ich habe kein Kühlaggregat, wäre auch zu teuer.
      Jetzt haben sie aber auch C. mutica, die halten höhere Temperaturen aus ;) Mein AQ ist so auch ungeheizt, der Umzug hatte wunderbar gepaßt von den Temperaturen her, es war nur eine Differenz von 2-3° (auf Borkum werden sie bei 12° gehalten, mein kleines AQ hatte Ende Februar 14-15°).
      Mittlerweile sind sie bei 18-19° gelandet und es geht ihnen weiterhin sehr gut. Mal gucken, ob sie die 23° im Sommer aushalten (laut Literatur sollen auch 25° kein Problem sein).

      Die kleinen Asiaten machen sich zur Zeit in der Nordsee breit, wie so vieles. U.a. auch Hemigrapsus sp. (3 Uferkrabbenarten), Palaemon macrodactylus (Garnele), Gracilaria vermiculophylla (Rotalge).
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Ich fahre da nie groß was ein. Sand am Wasser holen und gleich danach ins AQ (keinen Tag herumstehen lassen), Nordseewasser drauf, Algen rein, 3-4 Tage warten und dann kann der erste Besatz rein. Für Seesterne und Co. würde ich schon länger warten, aber die halte ich eh nicht.
      Einsiedler, Krabben, Garnelen, Krebschen, null Problem, das funktioniert auf diese Art prima.

      Es muß manchmal auch schnell gehen, wenn die Fischer irgendwas abgedrehtes mitbringen, was mit anderen Tieren nicht kompatibel ist, dann muß man improvisieren, hat bisher aber immer geklappt, sogar mit Seenadeln ^^
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Hi,
      sehr schickes Becken mit spannendem Besatz!

      Ja diese Tierchen formatfüllend abzulichten artet in Arbeit aus, zumindest beim Tauchen ;-))

      Viel Freude mit ihnen.

      LG,
      Wolfgang
      Bilder
      • P2041109.JPG

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      Man muss wissen, bis wohin man zuweit gehen kann!
      reefdesign.eu
    • Ich muß ja nicht tauchen :ylol Aber auch so sind diese Winzlinge schwer zu fotografieren, weil sie erstens immer am rumzappeln sind und dann so lang, dass es echt schwer ist, sie in die Schärfeebene des Makroobjektivs zu bekommen. Vom Abbildungsmaßstab her liege ich meist irgendwo zwischen 1:1-1,5 und ich habe schon eine µFT-Kamera, bei der ja bauartbedingt (kleiner Sensor) eine größere Schärfentiefe gegeben ist, aber auch F10 bringt da wenig.
      Und dann muß man die Viechlis auch erst mal entdecken!



      Meist finde ist sie anhand der weißen Zeichnung am Kopf, diese sich bewegenden "Pünktchen" sind das einzige, was auffällt (und bei den Mädels, wenn die Bruttasche ziemlich voll ist.
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Seit 2 Tagen läuft ein weiteres Caprella-Nano, hierin werden die Tierchen wärmer gehalten (22-25°, standortbedingt) und versuchsweise auf synthetischem Meerwasser (noch ist Nordseewasser drin, WW werden aber nur noch mit synthetischem Wasser gemacht).
      Ich habe die verbliebenen kleinen NZ-Palemon von letztem Jahr zu ihren Eltern umquartiert und schon war das AQ frei ^^

      Vorteil dieses AQs ist, es steht an einem Westfenster und ist sehr hell. Hier kann ich problemlos mit F10 filmen :D


      Den Nachwuchs aus diesem AQ werde ich dann immer mal an andere Aquarianer abgeben, wenn das so klappt, wie ich mir das vorstelle.
      Viele Grüße,
      Steffi