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Langstandzeitbeckenplanung :-)

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    • Es geht weiter...

      Mittlerweile habe ich erste Offerten erhalten, und ich glaube ich bekomme das hin. Soweit gut. Aber einige Fragen sind noch zu kären: ?(


      Beckengewicht
      Da ich das Becken unten und oben in einen Stahlrahmen und mit 1K verklebt haben will, braucht der Aquarienbauer 3 vor Ort Termine. Das verteuert die Sache immens, ich sitze schliesslich in der fernen Schweiz. Daher wäre es wesentlich günstiger, wenn er das Becken in der Werkstatt kleben könnte. Lieferung auf Palette. Per Kran in den Garten. Soweit lösbar. Aber wie bekomme ich ein 430Kg schweres Becken die 5 Meter ebenerdig ins Wohnzimmer und auf den Unterbau? Das Becken hätte mit Rahmen 122cm Breite, die Terrassentür hat eine lichte Weite von 125cm. Was bewegt man noch per Muskelkraft und wie macht man sowas?


      Silikon
      Wo bekomme ich das V-01 Negro von Olivé her? Kennt jemand einen Dealer in Deutschland. Ich würde das gerne bestellen und zum Aquarienbauer liefern lassen. Er hat zugesagt, dieses zu verarbeiten, dafür kümmere ich mich um die Bezugsquelle.


      Stahlrahmen
      Klaus hat in seinen Beiträgen geschrieben, dass der Rahmen idealerweise aus Duplex gemacht sein soll, mit scharfer Kante innen. Der Empfehlung würde ich gerne folgen. Der Metallbauer meint, er bekomme keine Profile mit scharfen Kanten, er müsse die selber biegen und habe dann einen Radius von 5mm in den Ecken. Scharfe Kanten geht nur mit spritzverzinktem Normalo-Stahl, 2 fach grundiert und anschliessend nasslackiert. Was mache ich jetzt? Wie wichtig ist die scharfe Kante? Das Glas würde zum kleben im Rahmen eh auf Gummipuffern aufliegen, relativiert das die Notwendigkeit der scharfe Kante nicht?

      Auf die vertikalen Winkel über die Ecken werde ich vermutlich verzichten. Würde mir zwar auch optisch gut gefallen, aber der Scheibenreiniger müsste dann jedesmal von Hand über die Ecke umgesetzt werden. Das wäre auf Dauer extrem lästig.


      Abluft
      Im geschlossenen Überbau meines Aquariums entsteht heute schon viel Feuchtigkeit durch Verdunstung und Abwärme der LED’s. Entlüften ist deshalb Pflicht. Aktuell habe ich 2 Stück 100mm Rohre durch die Aussenwand. Luft wird mittels PC’Lüfter ausgeblasen und strömt durch das zweite Loch nach. Eine einfache, günstige und praktische Lösung im Sommer, aber Energieverschwendung im Winter. Wie kann ich das besser machen?

      Dezentraler Lüfter mit Wärmerückgewinnung? Tönt toll, Hersteller (Benzing und Zehnder) haben aber keine Erfahrungen mit dem „Salzdunst“. Zehnder hat eine Feuchtigkeitsrückgewinnung, was ich natürlich nicht will. Benzing leitet das Kondenswasser über die Fassade ab, was natürlich Moos und Schimmel mit sich bringen wird. Zudem müsste im Sommer die Hitze auch raus. Somit eigentlich alles nicht ideal. Bleibe ich beim einfachen „ausblasen“ der Abluft? Wie habt ihr ähnliches gelöst?


      Ablaufschacht oder Rucksack?
      Weiter plagt mich die Frage des Ablaufschachts. Wie gewohnt innenliegend oder Rucksack ist daher momentan die Frage.

      Ablaufschacht innenliegend:
      Vorteil: Optisch längste Sichtscheiben
      Nachteile: Bodennähte im Sand (Borstis...), Schlecht ranzukommen da Raumteiler mit 80er Höhe, Strömungsbremse, besonders bei CL

      Rucksack:
      Vorteil: Leicht zu warten, langer Überlaufkamm, Kein Thema mit Borstis, keine Strömungsbremse
      Nachteile Verkürzt die Sichtscheiben, resp. das ganze Becken um Schachttiefe (ca. 20cm), Möbel wirkt wegen Verblendung an der Wand-/Rucksachseite „schwerer“

      Und wie löse ich das mit Rucksack und dem oberen Stahlrahmen, der ist dann ja dem Schacht im Weg und müsste ausgeschnitten werden. Irgendwie tendiere ich trotz mehr Nachteilen, zum Standard-Schacht. ?(

      Gruss
      Andi
    • Hallo Andi,

      da braucht man ja richtig viel Zeit zum lesen :) .
      Finde ich klasse, wie du das alles planst.

      A.L. schrieb:

      Abluft
      Im geschlossenen Überbau meines Aquariums entsteht heute schon viel Feuchtigkeit durch Verdunstung und Abwärme der LED’s. Entlüften ist deshalb Pflicht. Aktuell habe ich 2 Stück 100mm Rohre durch die Aussenwand. Luft wird mittels PC’Lüfter ausgeblasen und strömt durch das zweite Loch nach. Eine einfache, günstige und praktische Lösung im Sommer, aber Energieverschwendung im Winter. Wie kann ich das besser machen?

      Dezentraler Lüfter mit Wärmerückgewinnung? Tönt toll, Hersteller (Benzing und Zehnder) haben aber keine Erfahrungen mit dem „Salzdunst“. Zehnder hat eine Feuchtigkeitsrückgewinnung, was ich natürlich nicht will. Benzing leitet das Kondenswasser über die Fassade ab, was natürlich Moos und Schimmel mit sich bringen wird. Zudem müsste im Sommer die Hitze auch raus. Somit eigentlich alles nicht ideal. Bleibe ich beim einfachen „ausblasen“ der Abluft? Wie habt ihr ähnliches gelöst?

      Sieh dir mal die Teile von Inventer an. Außen Edelstahl, da rostet bestimmt nichts, das Innenleben ist aus Keramik, also salzwasserbeständig und einen Papst-Lüfter kann man locker alle 5 Jahre mal tauschen. Ich kenne nun einige Becken (inkl. meins) wo solche Lüfter über Jahre ihren Dienst tun (ohne Probleme).
      Ich hatte für mein Becken gleich einen Mauerdurchbruch eingeplant und einen Lüfter eingebaut.
      Wenn alles abgeschlossen ist, bietet sich bei dir der Twin an. Dort arbeiten zwei Lüfter gegenläufig.

      A.L. schrieb:

      Rucksack:
      Vorteil: Leicht zu warten, langer Überlaufkamm, Kein Thema mit Borstis, keine Strömungsbremse
      Nachteile Verkürzt die Sichtscheiben, resp. das ganze Becken um Schachttiefe (ca. 20cm), Möbel wirkt wegen Verblendung an der Wand-/Rucksachseite „schwerer“

      Ich finde den Rucksack mit langen Überlaufkamm deutlich besser. Wenn das dich aber in der Beckenlänge limitiert, wäre leider zu überdenken. Aber der Rucksack muss doch keine 20 cm sein. Sollte die Hälfte nicht locker reichen?

      Mit einem Rucksack hättest du zudem tolle Möglichkeiten den Ablauf leise (das ist dir ja wichtig) und effektiv zu gestalten (Beananimal Overflow).

      reefcentral.com/forums/showthread.php?threadid=1310585

      LG
      Daniel
    • Hi Daniel

      Danke für Deinen Input. Die Inventer-Reile sehen auf den ersten Blick top aus. Schau mir das übers WE genauer an. Wichtig wäre für mich, die Lüfter im Sommer auf reine Abluft schalten zu können, dann muss auch die Wärme raus. Habe aktuell über 27 Grad Wassertemperatur. Und natürlich muss das Kondenswasser abgeleitet werden können.

      Beananimal sieht interessant aus. So wie auf den Bildern würde das doch relativ wenig Platz brauchen, aber Bohrungen durch die Rückwand möchte ich nicht, das wäre dann ja eine Sollbruchstelle. Und der angehängte Rucksack bräuchte schon Platz. Die 50er Tankturchführung misst schon 7,5 cm, die Rückwand des Schachts 1,9cm. Dann brauchts ja sicher noch 3-5cm vor und hinter der Bohrung. Das sind dann mindestens 15,4-19,4cm Platzbedarf für den Rucksack. Frau Gemahlin hat mir 185cm von der Wand weg bewilligt. Das Becken würde sich halt schon um den Rucksack verkürzen. ;(

      Gruss
      Andi

      P.S. Kamm aussen am Schacht angebracht und den Ablauf im Schacht hoch angestaut ist auch sehr leise. Mit royaler Förderpumpe lässt sich dank konstanter Förderleistung das Niveau dann zudem recht gut halten, ohne allzuviel nachregeln zu müssen. Ein leichtes Geplätscher vom Schacht stört mich nicht gross, Brummgeräusche von ungeilen Pumpen sind viel ekliger...
    • Viel ist nicht passiert, trotzdem mal wieder ein Zwischenstand.
      • Rucksackschacht ist zugunsten der Beckenlänge raus.
      • Strömung wird mittels CL und 230er Speedies gemacht
      • Deko von Atoll, liegt schon bereit – Danke Ronny
      • Kunststoffbecken will ich wegen Kratzergefahr nicht
      Ein paar Probleme gibts auch noch:

      Gewicht des Beckens
      Der Statiker hat nun doch den Zeigefinger erhoben. Die Betondecke hält. Schwachstelle ist aber die Trittschalldämmung, welche zwischen Isolation und der Bodenheizung unter dem Unterlagsboden verbaut wurde. Gemäss Hausausschreibungsunterlagen müsste da was Hochwertiges liegen, was das Gewicht ebenfalls verkraften würde. Nur haben meine Fotos während der Bauzeit den Heizungsinstallateur als Pfuscher entlarft. Er hat ohne Absprache ein minderwertigeres Produkt verbaut. Und wie immer in solchen Fällen hat er mittlerweile natürlich einen spontanen Anfall an plötzlicher Pleite erlitten...
      Nun gibt es 2 Varianten:
      1. Aufstellen – wird schon halten, denn bisher hats auch gehalten, Last pro cm2 ist mit dem neuen Becken nicht höher. Schlimmstenfalls drohen Risse im Boden, Einsturzgefahr ist nicht gegeben, da die Betondecke mit Reserve hält.
      2. Bohrungen durch den Unterlagsboden und Becken direkt auf die Betondecke abstützen. Risiko sind da die Heizschlangen, welche dank Niedrigenergie recht eng beisammen liegen. Infrarotcam oder Ultraschall kann das Risiko minimieren. Allerdings hat der Statiker da wieder Vorbehalte, wenn die „Füsse“ zu klein sind. Punktlasten wären dann wieder zuviel für die Betondecke.
      Irgendwie schwierig das Ganze, ich tendiere zu Variante 1. Auf jeden Fall verzichte ich auf den Stahlunter- und -überbau. Er wird stattdessen aus Aluprofil gebaut. Damit spare ich 200 Kg. Damit bin ich sicher unter 2500Kg mit der gesamten Anlage.

      Beckenbauweise
      Der geschweisste Stahlrahmen macht mir das Leben schwer. Zum einen wiegt er viel, kostet viel und benötigt einen zusätzlichen dritten Vorort-Termin für den Aquarienbauer. Zudem kenne ich keinen Stahlbauer der damit Erfahrung hat. Alternative ist folgender Aufbau wie vom Aquarienbauer vorgeschlagen:
      Auf das Alugestell kommt eine Multiplexplatte. Auf die Multiplexplatte eine dünne PVC-U Platte (Wasser- und wurmdicht zum Holz hin). Darauf wird das Becken eigentlich ganz normal aufgebaut. Seitlich werden aber 5mm starke pulverbeschichtete Alublenden an die Multiplexplatte geschraubt. Somit hätte das Becken am Boden dennoch einen Rahmen, der die Nähte entlastet. wenn auch nicht ganz so solide, wie ich mir das gewünscht hätte.



      Mal sehen, wie es weitergeht...

      Gruss
      Andi
    • Neuer Zwischenstand Entspricht dem bisherigen Zwischenstand. Ich habe gerade den Durchhänger und quäle mich täglich mit der Frage, wie einfach und kostengünstig ein Leben ohne Aquarium wäre. ;(

      Nun habe ich aber ein Logistikproblem zu lösen:
      • Um das neue Becken am alten Standort aufbauen zu können, muss das Alte dort weg.
      • Tiere verkaufen und dann komplett von vorne beginnen möchte ich eigentlich nicht.
      • Grosses Provisiorium kaufen und irgendwo sonst im Haus aufbauen und einfahren würde aus Kapazitäsgründen (1200L) doch auf ein sehr teures Provisorum hindeuten.
      • Tiere dem Händler zur Pflege bringen geht kaum, ebenfalls aus Kapazitätsgründen.
      • Ab- und Aufbau des alten Beckens an einem anderen Standort ist eine Wahnsinnsarbeit.
      Also läuft das für mich auf ein Verschieben des Beckens hinaus. Wenn der Esstisch temporär weg geht, könnte ein einfaches Verschieben des Beckens um 3 Meter die einfachste Lösung darstellen. Ich denke es wiegt "abgespeckt" aber immer noch knapp 1000Kg (Verblendung, Überbau, Technik und die Hälfte des Wassers weg). Bloss, wie zum Geier verschiebe ich 1000 Kg?

      Der Unterbau ist massiv, 45mm Aluprofil. Da Raumtrenner, einfach 4 Balken quer durch den Unterbau als Tragholme? Anheben und auf Schwerlastrollen stellen? Verschieben und fertig!

      Tönt einfach, aber wie mache ich das. Umzugsprofis habe ich angefragt, die hätten dafür gerne EUR 1'000. Hilfe...

      Gruss
      Andi
    • Ich habe das mit einer Platte und einem Wagenheber gemacht, als ich mein 800l-Becken anheben musste. Bei mir war das Becken aber leer, und mir reichte es, dass ich es auf einer Seite ankanten konnte, um den Mittelsteg unten rauszuflexen.

      Die Platte habe ich gerade da gehabt, auch wenn sie ein klein wenig lang war. (^-^)

      Hat gut geklappt, auch wenn es etwas wüst aussieht:
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Andi,

      wie wäre es mit Kunststoffwannen oder Containern? Die gibt es sogar gebraucht und lebensmittelecht.
      Wenn jemand in meinem aquaristischen Umfeld ein neues Becken bekam, besorgte man sich diese Wannen. Jeweils eine für die Fische und die andere(n) für die Korallen etc.
      In diesen Behältern konnten die Tiere ohne Probleme fuer ein paar Tage aushalten, da sich manchmal erfahrungsgemaess der Liefertermin des neuen Aquariums änderte. Licht, Pumpen und Heizung waren ja auch vorhanden.


      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hajo ()

    • Hallo Sandy
      In etwas so habe ich mir das auch vorgestellt. ausser, dass ich ein Art Trageholme bauen muss, die es dann ermöglichen, das Becken ausserhalb des Unterbaus auf Rollen abzustützen. Die Multiplex unter dem Unterbau liegt lose da und muss bei angehobenen Becken entfernt werde, damit ich es verschieben kann. Sorgen bereiten mir dabei noch die entstehende Punktlasten auf dem Plattenboden. 1000Kg auf 4 kleinen Rädern ist schon heftig.

      Hallo Hajo
      Wannen wären für einen kurzen Zeitraum sicherlich gut geeignet, allenfalls auch ein Kinderplanschbecken. Problem ist aber, dass das neue Becken vor Ort geklebt werden muss und dass ich - wenn ich weiterhin auf 1K Silikon bestehe - die Verklebung an 2 Terminen mit 2 Wochen Zeitunterschied erfolgt. Dann kommt noch die Aushärtezeit von 1-2 Monaten. Deshalb sind Wannen nicht meine erste Wahl. Anders wärs, wenn ich dennoch noch mal 2K zulassen würde...

      Gruss
      Andi
    • Da würde ich mir bei den Möbelrollern nicht so große Sorgen machen. Zum einen kannst Du an jeder Seite zwei Möbelroller verwenden, dann sind das schon auf jeder Seite 8 Rollen, insgesamt also 16 Rollen, auf die sich das Gewicht verteilt. Zumindest bei den rechteckigen Möbelrollern, die ich hier habe mit je vier Rollen unter einer 50x30 Platte. Davon an jeder Ecke einer und das Gewicht ist gut verteilt.
      Viele Grüße

      Sandy