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HQI nicht mehr zeitgemäß??

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    • Hi
      Ganz genau.
      Eine Led ist getacktet. Das heisst Flackern tut sie Bauart bedingt immer.
      Wenn jetzt noch schlechte Bauteile verbaut sind wird es eckelhaft.
      Der Henning , Immo und ich haben mal einige LED Module darauf getestet. Leider werd ich mich hüten das zu veröffentlichen, da ich dann wahrscheinlich 20 Anwalts schreiben im Briefkasten habe.
      Ich habe einen Grund warum ich nicht über jede LED auf meinem Block schreibe.
      Ein wenig Stolz habe ich auch noch.
      Lg Ronny
      salzwasserwelten
    • Wir
      haben gemessen, daraus die theoretisch notwendigen Spektren abgeleitet,
      welche gerade an einer Uni falsifiziert werden. Im Moment schaut es gut
      aus (Theorie, Messwerte, Ableitung daraus und Praxis scheinen bisher
      kohärent).

      Hallo,
      ich finde die Spectrenvergleiche der korallen auf eurer seite sehr gut.
      Damit kann man Anhaltspunkte bekommen.

      Zum Thema Flicker .
      Das ist das grösste Problem an 90% der LED Bauer.
      Zu Faul oder sie wissen es wirklich nicht.
      Sobald mann Viele Module Dimmt fangen die Extrem an zu Flackern.
      Für den Menschen nicht sichtbar aber empfindliche Zeitgenossen bekommen da ganz schnell Kopf schmerzen.

      Der Wellengang verstärkt das auch noch. Ich hab das keine Woche ausgehalten.

      Bernd Koberstaedt schrieb:

      Interessanterweise waren da einige clevere Bastler mit ihren DIY-Konstruktionen offensichtlich erfolgreicher.

      Watt- und lichtangaben von diesen leuten wären interessant.
      Damit man sieht, ob gute Aquarien wirklich sparsamer sein können.

      lg tom
    • Hallo Tom,

      wieviel Watt und welche LED da jeweils verbaut wurden weiß ich nicht; waren ja auch ganz verschiedene Leuchten. Gemeinsam war aber die dichte Verteilung von kleinen LED (wohl jeweils 3 Watt) ganzflächig über dem gesamten Becken und insgesamt sehr hohe Wattleistung (also kein Streben nach Stromersparnis ).

      Gruß

      Bernd
    • Guten Abend zusammen,

      erstmal schön, dass hier wieder was Ruhe einkehrt, also schön sachlich und ruhig weiter diskutieren und Ronny geb ich recht manchmal
      hilft auch ein Bier dabei ;)

      Letztendlich kommt man aber doch immer wieder auf das Gesamtspektrum zurück, das Korallen stresst, schädigt, tötet.
      Ist das ganze bei HQI/T5 von Hause aus schon gut verteilt, ist das beim mischen der einzelnen LED´s/LED´s Kanäle schon problematischer.

      Ich sehe und höre in dem Zusammenhang der Korallenproblematik fast immer eine deutlich zu starke Blaubeleuchtung um 450nm und ein
      kaum vorhandenes Spektrum um 500-600nm.
      Früher beim schönen 6500k HQI Brenner hatte man ein Vollspektrum, da mischte man dann Osram 67 dazu für einen etwas höheren Blauanteil
      und fertig, so hatte man eine tolles Spektrum wie es etwa in 5-10m Wassertiefe vorherrscht, das machte Korallen glücklich.

      Nun versuche ich genau das umzudrehen, und bei unseren häufig sehr blaulastigen LED´s durch beischalten von 6500K T5 wieder
      ein Vollspektrum ähnliches Licht zu erzeugen. Dazu wird der 450nm Bereich gedrosselt und besonderes Augenmerk auf den 480-550 nm Bereich gelegt.
      Bis jetzt danken es mir meine Korallen mit Farbzunahme, gesteigertem Wachstum, besseres Poltypenbild, das muss man jetzt natürlich mal auf längere Sicht beobachten,
      aber nach nun ca. 2 monatiger Phase erkenne ich nur Positive Veränderungen.

      --> Das mit dem flackern der LED´s müsste wirklich Untersucht und bewiesen werden, so denke ich das gerade Korallen des Riffdaches durch die Lichtbrechung und
      Lichtreflektion der bewegten Wasseroberfläche, sehr starken "flakernden" und unterschiedlichen Lichtimpulsen ausgesetzt sind.
      Salzigen Gruß
      Daniel

      Mein WohnzimmerRiff

      Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen,
      bleibt es trotzdem eine Dummheit.
      Anatole France
    • Fotojäger schrieb:

      Das mit dem flackern der LED´s müsste wirklich Untersucht und bewiesen werden, so denke ich das gerade Korallen des Riffdaches durch die Lichtbrechung und
      Lichtreflektion der bewegten Wasseroberfläche, sehr starken "flakernden" und unterschiedlichen Lichtimpulsen ausgesetzt sind.
      moin,

      nun, das natürliche "flackern" ist ja nicht so kurztaktig wie das von leds.

      diese infolge der lupenwirkung der gekrümmten wasseroberfläche wurde auch als positiv angesehen, da dadurch den korallen immer ein quant an höherer lichtenergie zur verfügung steht, ggfls. auch dadurch eine schattenwirkung abgemildert wird.

      m. e. nicht mit dem "flackern" von leds vergleichbar.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
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      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Hallo,

      das Dilemma bei LED ist oder war, dass die Gimmicks nicht viel kosteten und gekauft wurden, bzw. auch der verstärkte Fluoreszenz-Effekt der Royal-Blau-LEDs erstmal Eindruck gemacht hat und gekauft wurde. Hersteller versuchen natürlich das anzubieten, von dem sie meinen, dass es sich gut und schnell verkauft.

      Meiner Meinung nach ist weder auf Hersteller- noch auf Anwender-Seite ein ausreichendes Bewusstsein vorhanden, dass Licht für photosynthetisierende Organismen sowohl "Lebensmittel" als auch Informationsträger ist und keinesfalls ein Spielzeug für den Anwender.

      Hinzu kommt, dass die Informationen, die Licht in der Unterwasserwelt überträgt, fundamental andere sind, als die in der Überwasserwelt. Algen und Korallen lesen aus der Lichtintensität und dem Lichtspektrum heraus, in welcher Wassertiefe und unter welchen Bedingungen (z. B. Farbe und Klarheit des Wassers) sie wachsen. Fehlinformationen an der falschen Stelle des Spektrums wirken sich entsprechend aus. Prinzipiell sind die Informationsempfänger (Rezeptoren) der Algen (und somit der Zooxanthellen) einigermaßen bekannt, es handelt sich um Cryptochrom(e) im blauen und/oder blaugrünen Spektralbereich und Phytochrom im roten Spektralbereich. Die spektralen Bandbreiten, aus denen die Informationen bezogen werden, sind ziemlich eng.
      Leider werden oft nur die Photosynthese-Spektren berücksichtigt, ohne an diese Informationsempfänger zu denken. Ich rechne nicht damit, dass große Geheimnisse in den Lücken der Spektren entdeckt werden. Im Endeffekt wird es wohl eher darum gehen, herauszubekommen, wie die Zooxanthellen und die Korallen auf die Signale und Informationen aus dem Licht und insbesondere aus den entsprechenden (engen!) Spektralanteilen reagieren.

      Was die Sonnenuntergänge unter Wasser angeht, habe ich noch keinen rötlichen erlebt. Zum einen sind in den Tropen die Sonnenuntergänge ziemlich kurz, die Sonne plumpst ja ziemlich senkrecht ins Wasser, anstatt sich, wie in den gemäßigten Breiten, langsam und flach dem Horizont zu nähern. Mit niedrigerem Sonnenstand verlängert sich der Weg bis zu den Korallen und zum Meeresboden, es wird vermehrt rotes Licht herausgefiltert. Schon deutlich vor Überwasser-Sonnenuntergang habe ich meist ein eher konturloses Blau-Grau durch Streuung und Lichtbrechung erlebt.

      HQI ist in der Entwicklung, Herstellung and im Betrieb so ziemlich die teuerste und unflexibelste Lösung. Ich kann mit schwer vorstellen, dass HQI noch eine große Zukunft hat. HQI scheint sehr schnell aus dem Bereich der allgemeinen Anwendungen zu verschwinden. Auch wenn die Aquaristik der letzte Bereich sein sollte, aus dem HQI verschwindet, die Kosten wird kein Hersteller nur für die Aquaristik auf sich nehmen.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

      Tell me the reality is better than the dream - but I found out the hard way nothing is what it seems !
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      Franconia Franca
    • Hallo Hans-Werner,

      deine Überlegungen zu vermuteten Fehlinformationen bei den Rezeptoren scheinen mir sehr plausibel, bleibt aber noch die Frage zur konkreten Umsetzung bei den gebräuchlichsten LED-Leuchten. Die Vielzahl der Varianten hinsichtlich ihrer Bestückung, Einstellung und Intensität macht die Herausarbeitung klarer Kriterien wohl doch recht schwierig. Hinsichtlich der Royal-Blau-LED gibt es scheinbar deutliche Ansatzpunkte (obwohl es auch da offensichtlich unterschiedliche Erfahrungswerte gibt), aber allein hieran dürften Misserfolge auch kaum liegen. Hinzu kommt, dass auch bei der HQI - oder Leuchtstoffröhrenbeleuchtung alles andere als gleichartige Lichtverhältnisse bestehen. Auch da gibt es recht variable Zusammensetzungen, die Fehlsteuerungen wahrscheinlich machen, ohne dass dabei so häufige Misserfolge berichtet wurden.

      Mir scheint die überwiegend konzentrierte Anordnung der LED in den Leuchten Hauptursache des Problems zu sein. Diese Problematik besteht bei einer T5-Beleuchtung eben nicht. Inzwischen werden ja auch LED-Leuchten mit breitflächiger Verteilung der Leuchtdioden vermehrt angeboten.

      Gruß

      Bernd
    • Hallo Bernd,

      den Grund, weshalb es bei HQI und LL keine so ausgeprägten Probleme gab, habe ich oben schon geschrieben. Es gab keine Leuchtmittel, die ein so engbandiges Maximum bei 450 nm erzeugten. Gerade bei HQI war es so, dass es nur wenige Leuchtmittel mit einem Maximum beim 450 nm gab, die blauen Brenner waren da eine Ausnahme, ließen auch schnell in der Leistung nach. Die meisten Brenner mit hoher Farbtemperatur waren eher violett, bestes Beispiel ist der von Dir schon erwähnte AB-Brenner.
      Nach einer Untersuchung von Stefan Brunnengräber an T5-LL geht bei LL der blaue Anteil zuerst verloren. Außerdem gab es da noch das "Shut-Down-Syndrome", vielleicht durch einen ungewohnt hohen Blauanteil neuer Leuchtmittel zu erklären. Auch hier im Forum wurden Probleme mit roten Montis berichtet, nachdem ein neuer blaulastiger HQI-Brenner eingesetzt wurde. Es gibt also vereinzelte Hinweise, dass es möglicherweise diese Probleme auch schon früher gab, falls sich bestätigen sollte, dass es diese spezifische Wirkung von 450-460nm-Licht gibt.

      Bei LED könnte man das sehr einfach ausprobieren. Es gibt mittlerweile ziemlich blaulichtarme weiße LEDs (mit hoher Lumenausbeute oder mit niedriger Farbtemperatur), es gibt grüne, hellrote, dunkelrote, normal-blaue und royal-blaue LEDs. Mit denen könnte man ausreichend Versuche durchführen, ohne erstmal die ineffizienten UVA-LEDs einzubeziehen.

      Die konzentrierte Anordnung hast Du im Prinzip bei HQI auch, je nach Effizienz und Größe des Reflektors. Ich glaube nicht, dass die konzentrierte Anordnung die alleinige Ursache der Probleme ist. Was das Flimmern angeht, erscheint mir LED-Licht für sich genommen deutlich ruhiger als LL-Licht (höhere Frequenz?). Das "Flimmern" durch die Lichtbrechung an der Wasseroberfläche bei mehreren Lichtquellen ist nochmal was anderes.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
    • Hallo zusammen,

      meine Meinung dazu ist, die LED sind samt mit viel Spielerei ausgestattet. Alleine das Programmieren ist teilweise ohne fundierte Kenntnisse ein Abenteuer. Ich habe z Z 4 ATI X4 über dem Becken und habe sie im Standartprogramm laufen.

      Bei HQI / T5 ist das ganze einfacher, hat man seinen Brenner und Röhren gefunden einfach einschalten und fertig. Ob sich Stromverbrauch/Leuchtmittel langfristig teurer stellen wie LED , schauen wir mal.
      Gruß Jörg

      180X90X80
    • Hans-Werner schrieb:



      Bei LED könnte man das sehr einfach ausprobieren. Es gibt mittlerweile ziemlich blaulichtarme weiße LEDs (mit hoher Lumenausbeute oder mit niedriger Farbtemperatur), es gibt grüne, hellrote, dunkelrote, normal-blaue und royal-blaue LEDs. Mit denen könnte man ausreichend Versuche durchführen, ohne erstmal die ineffizienten UVA-LEDs einzubeziehen.







      Hallo zusammen,

      Als "Aufhänger" nehme ich einmal Hans-Werner´s Kommentar.

      Irgendwie finde ich den roten Faden nicht. Ich beziehe das auf meine persönlichen Gedankengänge. Es braucht schon einige akademische Verrenkungen, um das alles zu verstehen.
      Die bislang genutzten Farben weiss, blau und royal blau in den von mir verwendeten LED-Leuchten führten niemals zu irgendwelchen fragwürdigen Unfällen. Die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt, wäre vielleicht die Tatsache, dass die Wattage nicht übermässig hoch angesiedelt war. Ungefähr 0,6 W pro Liter Wasservolumen. Das entsprach so etwa den Mindestanforderungen früherer Tage. Wegen des guten Wachstums der gepflegten Korallen bin ich nie auf den Gedanken gekommen, die Leuchtstärke zu erhöhen. Warum auch?
      Das letzte Becken wurde wegen zu starkem Korallenwuchs aufgelöst. Die Fische bekamen Platzangst. :D Ein neues Aquarium musste her.

      Über dem neuen Becken hängt jetzt seit Jahresbeginn eine flächige Leuchte mit 6 Farben:
      Weiss, Blau, Royal Blau, Grün, Rot, UV. 90 Grad Linsen.
      Der optische Eindruck war anfangs schwer zu ertragen, da dieses Mischlicht optisch keinerlei Verwandschaft zu der gewohnten weisslilablauen Beleuchtung darstellte, obwohl die Anteile der weissen und blauen und royalblauen Leds denen der alten Leuchte entsprachen. Die ersten Eindrücke waren schwer gewöhnungsbedürftig. Das Licht entsprach in der Wahrnehmung mehr dem Tageslicht, als ich es erwartet hatte.
      Ich möchte hier auch nicht verschweigen, dass ich nun doch mit etwas gemischten Gefühlen ein Unwohlsein meiner umgesetzten Korallen erwartete. Doch nichts dergleichen geschah. Im Gegenteil. Man hatte den Eindruck, die Korallen dankten es mir. Die expandierten Polypen und das einsetzende Wachstum bewiesen es. Einige Korallen erfuhren eine deutliche Aufhellung. Ihre Farbkontaste wurden prägnanter.
      Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit dieser Lichtmischung machen können. Einen positiven, optischen Vorteil bringt mir dieses Licht. Es ist heller in der Wahrnehmung. Viel heller. Abgesehen von dem positiven Aspekt bezüglich des Korallenwuchses, ist die Helligkeit der andere big point für mich. Der eine Punkt ist ein persönlicher Gewinn in der Wahrnehmung, der andere die Hoffnung auf ein gesundes Wachstum auf der Langstrecke.
      Mit einigem zeitlichen Abstand werde ich weiter berichten.

      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo,
      ich habe mir LED (Maxspect) nur wegen dem sanften anlaufen gekauft.
      Von den Einstellungen hab ich keine Ahnung, deshalb läuft sie 1:1.
      Licht; Stärke und Farbspektrum

      Aber ich werde wieder eine T5 dazuhängen.
      Bei mir wächst seit einem halben Jahr nur eine koralle.
      der rest macht nichts. nichtmal algen wachsen.

      Maxspect gibt zwar ihr Spectrum an, aber mit viel Ahnung von nichts weis ich ja auch nicht, welche röhre zu meiner lampe passt bzw sie ergänzt.

      Jemand brachte hier den Gedanken ein, Sonnenlicht zu imitieren.
      Dann könnte man das Becken gleich ans Fenster stellen?
      Sonnenlicht will aber wegen der Algen niemand.
      Obwohl die korallen ja aus algen bestehen?

      hajo schrieb:

      Die bislang genutzten Farben weiss, blau und royal blau in den von mir verwendeten LED-Leuchten
      Eigenbau?

      lg tom
    • TomR.. schrieb:



      hajo schrieb:

      Die bislang genutzten Farben weiss, blau und royal blau in den von mir verwendeten LED-Leuchten
      Eigenbau?


      Nein, Markenprodukt.

      Wegen der Maxspect bin ich etwas irritiert. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis etliche zufriedene Besitzer einer Maxspect.
      Ausserdem finde ich es etwas seltsam, wenn man sich eine, fuer die Korallen lebenswichtige Leuchte, nur wegen des langsamen Hochfahrens kauft.
      Da sollten doch sicherlich ernsthaftere Gründe eine Rolle spielen.

      Gruss
      Hajo
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      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • hajo schrieb:

      Ausserdem finde ich es etwas seltsam, wenn man sich eine, fuer die Korallen lebenswichtige Leuchte, nur wegen des langsamen Hochfahrens kauft.
      Da sollten doch sicherlich ernsthaftere Gründe eine Rolle spielen.

      Hallo.

      sicher gibt es wichtigere Aspekte, aber wenn man keinen Tau hat, muß man sich auf angaben von herstellern verlassen, und nach denen sind eben alle gut.
      die größe ist durch das becken vorgegeben.
      für mich als laie blieb nur noch:
      fische schrecken oder nicht, und wie die lampe optisch ins wohnzimmer passt.

      Vielleicht hab ich ein falsches LED modul drin. ich könnte das aber auch nicht sagen, wenn es eine röhre wäre.


      lg tom
    • hajo schrieb:

      Über dem neuen Becken hängt jetzt seit Jahresbeginn eine flächige Leuchte mit 6 Farben:
      Weiss, Blau, Royal Blau, Grün, Rot, UV. 90 Grad Linsen.


      Im Prinzip decken sich deine Beobachtungen mit meinen Hajo,
      durch deine Vollspektrum ähnlicheren LED´s (eben mit Rot,Grün,) siehst du eine Verbesserung an deinen Korallen und
      genau das konnte/kann ich auch bei mir beobachten, seit dem zuschalten der DayLight Röhre.

      Ausserdem gefällt mir der schöne, viel hellere Eindruck und die m.M. bessere Farbwiedergabe der Pfleglinge, deckt sich
      ja auch mit deiner Beobachtung.

      Zum Flackern, wollte natürlich nicht die Oberflächenbrechung mit dem "flackern" der LED´s gleichsetzen, nur aufzeigen,
      das in der Natur keinesfalls ruhiges Konstantes Licht herrscht.
      Deshalb auch mein Aussage, das es zu der Flackerproblematik noch einiges zu erarbeiten gilt, wobei es da auch wirklich
      auf den Aufbau der Dimmersteuerung in der Lampe ankommt, in wie weit ein flackern vorliegt.

      Evtl. noch ein Aspekt der in der modernen Riffaquaristik und Probleme mit der LED Beleuchtung zu Buche schlägt,
      Heutzutage werden viele Becken wesentlich Nährstoffarmer als früher gefahren, man will ja das letzte bisschen aus den Korallen
      rauskitzeln, hat Analysen die auf die dritte Kommastelle die Werte angeben.
      Wenn nun in so einem "Rasierklingen Becken" noch Strahlungstress hinzukommt, da kann eine empfindliche Koralle schnell weiß
      anlaufen.
      Hier im Forum sieht man oft, das lange gut laufende Becken (auch mit LED) häufig auch einen adäquaten Fischbesatz aufweisen.
      Salzigen Gruß
      Daniel

      Mein WohnzimmerRiff

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      bleibt es trotzdem eine Dummheit.
      Anatole France
    • Deepdive schrieb:

      Hallo wie wäre denn die Mischung Hqi und LED sagen wir mal ich nehme zwei Brenner 250 od. 400 Watt daylight und mache DIY LED in Royal blau dazu die man dimmen kann! dann könnte ich ein wenig die Dämmerung simulieren und dann alles abschalten!

      Lg Rene



      Das beste Korallenbecken das ich kenne wird genau so ausgeleuchtet, 3x400 W HQI in Lumenarc Reflektoren und um die Reflektoren herum sind Streifen mit blauen LEDs angebracht. Das Becken ist der Hammer, da es in einem voll klimatisierten Bürogebäude steht ist die Abwärme auch kein Problem. Leider habe ich keine Fotos mehr davon.
      @Klaus: Wäre das nicht was für Dich, HQI mit blauen LED? Was man mit den blauen LED an Fluoreszenz rauskitzeln kann ist schon der Hammer, das schafft keine T5.
      Grüße
      Jens
      Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)
    • Hallo Hajo, hallo zusammen

      es wurde ja schon von Daniel so interpretiert, bei Dir ist eben vieles richtig gelaufen, was nicht allgemein so gehandhabt wird: Du hast ein tageslichtähnliches LED-Licht, eine moderate Beleuchtungsstärke (du nutzt LED tatsächlich, um Energie zu sparen) und hast als Fischmensch ausreichend Nährstoffe für die Korallen. Das sind meines Erachtens drei Punkte, wo es häufig schief läuft. Deswegen fand ich es auch etwas fragwürdig, aus einer Erfahrung von 2 Jahren mit LED heraus und ohne umfangreiche Versuche, beweisen zu wollen, dass die technische Konstruktion der LED sie für Korallen grundsätzlich ungeeignet macht.

      Oft wird vielleicht einfach zu viel gewollt, optimale Fluoreszenzfarben durch viel Blaulicht und dazu auch noch optimale Pocilloporine durch hohe Watt- und PAR-Leistung und niedrige Nährstoffkonzentrationen, und diese Kombination sorgt dann dafür, dass man recht unsanft auf dem harten Boden der Realität aufschlägt. Da kann ich mich Daniel nur voll und ganz anschließen.

      Was Analysen und Messungen angeht, würde ich für den Anfang und als Ausgangspunkt 0,05 bis 0,1 mg/l reaktives Phosphat (Tröpfchentest) empfehlen, mit der Option, sich von da nach unten voranzutasten. Das würde bei den SPS vieles vereinfachen, egal mit welchem Licht.

      Grüße

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
    • @Hajo,
      welche Maxspect-Leuchte nutzt du denn?

      Ich hatte über ein Jahr die Maxspect Glaive in Betrieb, eine sehr schöne Leuchte für mein ehemaliges 100*30*30cm-Nano.
      Anstatt kaltweißer LED hatte sie warmweiße (3000K) verbaut. Dazu noch Cyan (500nm), Royal Blau (460nm) und Superactinic (420nm).
      Royalblau und Superactic hatte ich etwas heruntergedimmt.
      Das Licht empfand ich als sehr schön, nicht so sehr blau. Die Korallen wuchsen unter der Glaive um die Wette, das war echt Wahnsinn.
      Ich bin allerdings nicht so der Freund der Hirschgeweihe (SPS), daher hatte ich nur ein paar Stylophora/Seriatopora, die hatte ich geschenkt bekommen und die gingen unter dem Licht ab wie Luzie!

      Henning Wiese hatte die Leuchte im Sommer nach gut einem Jahr Laufleistung vermessen und war sehr angetan , was das Spektrum angeht.

      Allerdings kamen anfangs auch Kommentare wie, der Rotanteil über das warmweiß läßt die Algen sprießen (hatte ich nie ein Problem damit)...
      Meine AQs haben auch schon immer Tageslicht abbekommen (allerdings Nordseite), mein aktuelles steht an einem Westfenster und bekommt den ganzen Nachmittag Sonne ab, seit einem halben Jahr hatte ich hier null unerwünschten Algenwuchs, auch keine Cyanos, obwohl ich das AQ hier neu aufgesetzt hatte. Im Gegenteil, die Korallen -vor allem die Gorgonien- öffnen sich wie nie, wenn sie das Sonnenlicht abbekommen.
      Viele Grüße,
      Steffi