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Kleine Nordsee (Kaltwasser-Nanos)

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    • Jaaa, die kleine Nordsee ist interessant, weil hier die kleinen Tierchen ohne Fressfeinde beobachtet werden können. In meiner 60-Liter-Nordsee wären die nach einem Tag schon nicht mehr da... Dafür muss man hier dann Schiedsrichter spielen, wenn Tierarten überhand nehmen, wie gerade die ganz normalen Flohkrebschen :S Die fange ich jetzt raus und setze sie in die große Nordsee. Dann müssen sie schnell sein ;)
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Danke, Hans!

      Gestern habe ich über 200 Flohkrebse (die "ganz normalen") aus dem Aquarium entfernt, sie hatten meine Sichelflohkrebschen und auch die Gespenstkreschen arg dezimiert.
      Außerdem noch einige der zwölfundneunzig kleinen Klippenasseln, die fressen alles kurz und klein X/

      Für diese Aktion habe ich alles aus dem AQ rausgeräumt (ist ja nicht sooo viel bei einem 30x20x20-Aquarium), alle Algenbüsche gründlich ausgeschüttelt (Sichelflohkrebschen und Gespenstkrebschen kann man nicht rausschütteln, die normalen Flohkrebschen schon).
      Ich wollte auch nicht alle entfernen, das klappt sowieso nicht.
      Der Bodengrund bleib unangetastet, der ist so wunderbar bewohnt.

      Unten sieht man einen Seeringelwurm (gehört zu den Borstenwürmern), der Bodengrund bewegt sich kaum noch, alles durchzogen mit verklebten Wohnröhren.


      Ich fresse keinen Beerentang *schwör!*


      Nachdem der Klippenassel-Nachwuchs sämtliche feinen Algen weggespachtelt hat, geht's jetzt bei der Gracilaria vermiculophylla weiter...


      Eines der ganz wenig verbliebenen Sichelflohkrebschen. Ein Männchen, erkennbar an den riesigen Scheren.


      Ein junges Männchen.




      Ein altgedientes Männchen, die sind allesamt eher rosa/rot, weil sie sich an die Farbe der Rotalgen anpassen.


      Und ein Weibchen, sie wird bald wieder tragen. In der Vergrößerung kann man in der Nähe der Blattkiemen die neuen Eier erkennen, seitlich im Körper aufgereiht wie an einer Schnur.

      Gesamtansicht:

      Der orangefarbene Klecks an der Scheibe ist eine kleine Wellenbrecheranenome, die wird auch nicht größer. Für sie der strategisch günstigste Ort um an Futter zu kommen. Doof sind'se nicht.
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Danke für's Zeigen, Steffi !

      Gerade die kleinen Überraschungsgäste, die oft unerwartet auftauchen, lehren uns, was die Evolution noch zu bieten hat.
      Viele Grüsse
      Hans



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      ... lebe Deine Träume !
    • Reinhard Seidl schrieb:

      Die Gespensterkrebschen sollten etwas größer sein.
      Dann wären sie ein Renner im Laden.
      Jetzt weiß ich auch, wo K. Rowling ihre Idee für den Bowtruckle her hat.

      Steffi, hast du noch so ein paar tolle Videos..... 2 Monate "OHNE" ist eine lange Zeit ;( .

      LG
      Daniel
    • Moin Daniel,
      nee, leider nicht. Im Moment habe ich sowieso nur noch 2 Krebschen, ein Pärchen. Das Problem sind die sich rasant vermehrenden Flohkrebse, die haben die kleinen zum Fressen gern. Ich kann aus den 10 Litern jeden Monat ca. 300-500 Flohkrebse rausfangen. Die sortiere ich dann nach Größe, die ganz kleinen bekommen die Trimma als Lebendfutter, die großen gehen zu den Felsengarnelen. Jetzt habe ich eine Flohkrebsfalle gebaut, die täglich geleert wird. Demnächst tauchen die Caprella wieder im sichtbaren Bereich auf, dann hole ich wieder etwas Nachschub ^^ Ihren Winterurlaub verbringen sie unter den Schwimmstegen, da kommt man mit dem Kescher nicht hin. Ihre Kumpels, die die gleiche Nische besetzen, die Sichelflohkrebschen, sind schon da.

      Ich habe das ganze mittlerweile in einen Dennerle Cube (bissel zerkratzt :rotewange: ) umgezogen und auch wieder ein Stück Fischernetz installiert.


      Die kleinen lieben ja Seescheiden. Die Schlauchseescheiden gab's über Winter nicht, deswegen hatte ich mal ein paar Faltenascidien (auch Einwanderer aus Asien) mitgenommen.

      Da leben sie jetzt drauf, oben das Weibchen, unten das Männchen.


      Junge Faltenascidie mit Schwämmchen drumherum, am Fuß einer alten Faltenascidie.
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Daniel Rother schrieb:

      Vielen Dank Steffi,

      einfach nur wunderschön eine kleine "große" Welt.

      LG
      Daniel
      ......und wesentlich abwechslungsreicher, als unsere Becken;.....(schön,wenn man das Wasser vor der Tür hat).
      Gefällt mir äußerst gut.
      ......wenn bloß nicht diese Umgebungskälte nötig wäre..... :D
      Mfg. Peter
      .......die beste Methode einem Lebewesen wohlwollend gegenüber zu treten besteht darin, ihm die Wahl zu lassen.......
    • Die Tierchen aus Asien lassen sich im Aquarium sehr gut halten, sie sind auch recht unempfindlich. Füttern muss man die Seescheiden natürlich schon, mit Phyto und feinem Staubfutter.
      Die asiatischen Gespenstkrebschen sind recht unkompliziert zu halten (sofern man das Problem mit den Fressfeinden in den Griff bekommt), das ist ein ewiger Kampf. Ich habe jetzt ja Zeit zu gucken, ob das mit der Flohkrebsfalle dauerhaft gut funktioniert.

      Was die Temperaturen angeht, meine Nordsee-Aquarien stehen in meinem Schlafzimmer und das geht Richtung Nord-Ost und wird grundsätzlich nicht beheizt. Im Winter gehen die Temperaturen dann auch bis 13/14 Grad runter, mit "Rolladenmanagement" im Sommer kann ich max. 22-23° gut halten.
      Die Tiere, die ich halte, fange ich in verschiedenen Häfen, da wird's im Sommer auch richtig warm. Gut, die 6°, die im Borkumer Hafen im Winter waren, kann ich nicht bieten, aber das muss es auch nicht. Viele Tiere verpieseln sich ja auch raus aus dem Hafen, weil es ihnen dort im Winter zu kalt ist.
      Mein Wohnzimmer Richtung Süd-West wäre da überhaupt nicht geeignet. Da stehen dann die tropischen Aquarien :D
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Mein 60-Liter-Aquarium habe ich aufgelöst, die Felsengarnelen leben jetzt im Tropischen AQ.
      Das 10-Liter-AQ wurde zugunsten meines 17-Liter-Aquariums getauscht (45x24x17cm), das ist schön flach, Höhe bringt mir nix.

      Gestern habe ich noch etwas Besatz geholt in Form von Seescheiden. Das rosa Schwämmchen habe ich vom Nordsee-Aquarium geschenkt bekommen, das wächst dort ganz groß, das kleine Stück war "abgebrochen" und dümpelte im großen Eckaquarium umher.
      Als Testkandidaten habe ich mir hauptsächlich Falten-Ascidien (Styela clava) geholt. Die stammen aus Asien und sind recht unempfindlich.


      Komplettansicht. In dem weißen Tonröhrchen sitzt die kleine europäische Borstenkrabbe, da saß sie auch im 60er immer drin, wenn sie nicht unter einer Austernschale hockte. Leider ist das Männchen immer noch solo.


      Die Falten-Ascidien sind richtige kleine Biotope.


      Das kleine rosa Schwämmchen. Erst waren die Borkumer von einer Seescheide ausgegangen, aber das ist auch schwer zu beurteilen, da sie gut einen Meter von der Frontscheibe entfernt sitzt und die Tiere auf Borkum fast komplett aus den "Schornsteinen" bestehen, aus denen das filtrierte Wasser wieder austritt.


      Kleine Schlauchseescheide.


      Diese orangefarbene Seescheide (ich vermute Botrylloides violaceus) hing unter einer Alge (ich wollte eigentlich die Alge und nicht die Seescheide), jetzt versuchen wir es Ich habe sie mit einem Kabelbinder locker fixiert, ansonsten trieb sie im Aquarium herum. Ihr Substrat guckt oben noch raus, eine fädige Rotalge.


      Und auch wieder dabei, Gespenstkrebschen und Sichelflohkrebschen.

      Betrieben wird das Aquarium mit einem Luftheber, beleuchtet wird es mit einer 4W-Kaltlichtleuchte aus dem Süßwasserbedarf. Die Tiere stammen allesamt aus einer maximalen Wassertiefe von 30cm, da dürfte der Blauanteil vernachlässigbar sein. Außerdem ist sowieso nix mit Zooxanthellen dabei...
      Viele Grüße,
      Steffi
    • Leider kämpfe ich wieder mit Cyanos ohne Ende ;( Das ist das was die Krebschen am wenigsten abkönnen. Cyanos auf den Kiemenblättchen und das war's.
      Freitag war ich wieder auf Borkum und da habe ich was ganz tolles geschenkt bekommen :love: Austernschalen mit Schlauchseescheiden bewachsen :D
      Da ich es satt war, alle Woche das was die Seescheiden wieder ausscheiden abzusaugen und den Sand auswaschen und wieder rein, habe ich ein 10-Liter-Aquarium am Boden ganz dünn ausgemörtelt und mit Sand bestreut. Jetzt kann ich das viel einfacher absaugen. Das muss sein, ansonsten explodieren die Nährstoffe. Das Problem ist, ich kann keine Garnelen einsetzen, die beseitigen auch viel Detritus, dafür aber auch die Krebschen. Ich habe schon viel ausprobiert.

      Gestern und heute habe ich die Großfamilie umgesiedelt, das ist eine Strafarbeit, die Krebschen krallen sich dermaßen fest, man muss aufpassen, dass man sie dabei nicht kaputt macht. Die Algen werden jetzt erst mal im Krabbenaquarium von den Felsengarnelen geputzt.









      Gugguck, ist hier ein Weibchen, das was von mir will?





      Viele Grüße,
      Steffi
    • Die brauchen seeehr viel Futter! Und die machen Dreck ohne Ende.
      Ich hatte bisher immer Sandboden in meinen kalten Aquarien, aber bei den Seescheiden ist mir das jetzt zu blöd geworden. Beim Wasserwechsel sauge ich den Detritus immer ab, dann musste ich den Sand auswaschen und zurückgeben. Deswegen jetzt der Versuch, mit dem ausmörteln. Hat bis jetzt einen großen Vorteil, die Krebschen laufen auf dem Boden, was sie beim Sand nicht gemacht hatten, sie konnten sich auf Sand nicht festkrallen. Das funktioniert jetzt und sie gehen jetzt gucken, ob sie noch was gebrauchen können.

      Dieser Dreck entstand nur in 2 Tagen!

      Alles Überreste der Seescheiden.


      Krebschen mit einem Stückchen Alge.


      Das war ein Becher Nannochloropsis (vermutlich), aus Borkum-Wasser gezogene Schwebealge. Das wird jetzt noch ausgeworfen.



      Auch in der Natur sieht das nicht besser aus, das Wasser ist auf Borkum eigentlich sehr klar, die Trübung und die ganzen Brösel sind alles Nahrungsreste, die von Muscheln und Seescheiden übrig sind.

      Das Wasser in meinem kleinen Nano ist abends immer total trüb und grün ( <X ) und morgens wieder glasklar. Die Seescheiden haben schon eine enorme Reinigungsleistung.
      Viele Grüße,
      Steffi
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