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Halichoeres melanurus, Halichoeres marginatus und andere Lippfischarten - Verhalten und Verträglichkeit untereinander

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    • Halichoeres melanurus, Halichoeres marginatus und andere Lippfischarten - Verhalten und Verträglichkeit untereinander

      Hi Zusammen,

      sind heute über den H. melanurus und den H. marginatus gestolpert, die mir auch optisch sehr gut gefallen. Hat jemand von euch Erfahrungen mit den beiden Lippfischarten und kann mir sagen, wie sie sich im Aquarium verhalten (Hektiker oder eher ruhig, Planarienfresser, Verträglichkeit mit anderen Lippfischarten etc.)?

      Wer von euch pflegt mehrere Lippfischarten und welche Arten klappen untereinander besonders gut?

      Freue mich über Erfahrungswerte!

      Viele Grüße
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Hallo Corinna,

      die Frage nach der Verträglichkeit von verschiedenen Lippfischen untereinander wäre von mir auch noch gekommen. Daher lese ich hier interessiert mit :)

      Schau mal in meinen Thread, dort hat Sandy etwas zum H. marginatus geschrieben. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass er zügig und pausenlos im ganzen Becken unterwegs ist. Also ein Hektiker.
      Bei mir frisst er Strudelwürmer, auch von vielen LPS.

      Viele Grüße
      Andreas
    • Hallo Corinna,

      als ich den H. marginatus halbwüchsig bei mir eingesetzt hatte war nicht der H. marginatus der Aggressor, sondern der kleine Sechsstreifenlippfisch, der ihn gnadenlos immer in die Ecke zurückbiss, obwohl der marginatus schon größer war. Später hat sich das dann beruhigt, aber es hatte volle drei Wochen gedauert, bis er nicht mehr von dem kleinen Stinkstiefel attackiert wurde. Er selbst war nie der Agressor.

      ich habe seit knapp drei Jahren bei mir im 800l-Becken sowohl den H. marginatus als auch den H. melanurus drin, sie vertragen sich untereinander und auch mit den anderen Fischen sehr gut. Wobei es jedoch deutliche Unterschiede im Gemüt gibt. Der H. marginatus ist einiges mehr unterwegs als der kleinere melanurus und stiftet auch allgemein mehr Unruhe. Das beginnt mit dem allgemeinen Schwimmverhalten, welches das Becken wirklich klein erscheinen lässt. Mit etwa 15cm Länge ist er auch einiges größer als der H. melanurus, der nur etwa 12cm misst. Ständig auf der Suche nach Fressbarem (obwohl er bei mir sehr gut gefüttert wird), dreht und wendet er alles um, was er nur bewegen kann, und er ist ein echtes Kraftpaket. Er ist wenig schüchtern und opportunistisch immer zu Stelle, wenn es etwas zu fressen geben könnte.

      Abends wird das Bett aufgeschüttet und teilweise erzeugt er da mehr Schwebeteilchen als jede Grundel. Seinen Schlafplatz ist er ständig am Wechseln, er scheint keinen Stammplatz zu haben.

      Jede Koralle, die nicht bombenfest ist, landet auf dem Boden. Selbst massive Korallenklötze mit 10cm Durchmesser auf dem Boden werden gewendet, um an die Schätze darunter zu kommen. Zum Glück nimmt er nicht nur die Flohkrebse und Schlangensterne, sondern auch Turbellarien, bei mir waren es Waminoa. Es hatte Monate gedauert, aber fast unmerklich wurden die Waminoa immer weniger, bis ich im Hauptbecken keine mehr fand, nur im Algenrefugium halten sie sich deutlich sichtbar.

      Insgesamt würde ich ihn nicht für kleinere Becken empfehlen, es sollten schon Becken in der 1000l-Klasse sein. Er braucht ein Becken mit viel Winkeln und Ecken, wo er stöbern kann. Er braucht eine sehr abwechslungsreiche Dekoration, sonst wird ihm langweilig und er sucht sich Beschäftigung, die meist bei mir zu Flüchen führt. Beim Futter ist er sehr problemlos: er frisst praktisch alles, das beginnt bei Frost- und Lebendfutter, geht über Flocken und Granulat in fast allen Formen und selbst Algen verschmähnt er nicht. Auch von den Norialgen holt er sich seinen Teil. Dazu bedient er sich bei Schlangensternen, Flohkrebsen, kleinen Schnecken und auch einigen Würmern. Vorsichtig muss man bei ihm mit kleinen Garnelen und sehr kleinen Fischen sein. Die laufen Gefahr, bei ihm auf dem Speiseplan zu landen. Eine Weißbandputzergarnele von etwas über 4cm Länge hat er jedoch verschont, sie ist bis heute bei mir im Becken. Futtergarnelen sieht er jedoch genauso: als Futter.

      H. melanurus ist ähnlich gesittet, jedoch im Verhalten einiges ruhiger und nicht ganz so eine Wühlmaus. Lose stehende Korallen schubst er zwar auch herum, jedoch bei weitem nicht mit der Energie des H. marginatus. Ebenso wieder H. marginatus frisst er Turbellarien und ist gegenüber allen anderen Fischen sehr friedlich. Er scheint auch in der Beckengröße deutlich besser aufgehoben. Vorsichtig muss man jedoch bei offenen Becken sein, ich musst zwei mal in der ganzen Zeit erleben, dass er auf dem Boden vor dem Becken landete. Einmal sogar mitten in der Nacht, als ich noch am Computer saß und plötzlich einen "Patsch" hört und er auf dem Boden lag. Wer keinen Sprungschutz hat sollte sich eine Abdeckscheibe für die Nacht überlegen.
      Beim Futter und in der Gemeinschaft ähnlich unkompliziert wie der H. marginatus und auch nicht so auf Garnelen aus wie der H. marginatus.

      Korallen haben die beiden in der Zeit nie auch nur eines Anblicks gewürdigt. Nur einmal habe ich gesehen, wie der melanurus der Wunderkoralle etwas Granulat stibitzt hatte, was ich der Wunderkoralle zugefüttert hatte. Er hat dafür aber nicht die Koralle selbst angebissen.

      Ich hoffe, die Beschreibung hilft.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hi,
      ich hatte ein Paar von H. melanurus, 1 x H. iridis und 1 x H. chrysus im Becken. Untereinander war das Verhalten problemlos, aber nach 3 oder 4 Jahren setzte bei dem H. melanurus-Weibchen die Zwangsumwandlung ein und das alte Männchen wurde von ihm getötet. Ich würde Halichoeres-Arten nicht mehr als Paar halten. H. melanurus haben auch unter den Schnecken und Einsiedlern ein kleines Massaker angerichtet. Außerdem waren es die hektischten Fische die ich jemals gepflegt habe. In der Zeit der Pflege war der gesamte Fischbesatz äußerst nervös, ängstlich und unruhig. Nie wieder. Vielleicht ist das Verhalten bei einem Einzeltier anders.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von KS ()

    • Zwei Melanurus-Männchen haben sich bei mir auch bekriegt, jedoch nicht direkt getötet. Der dominante Melanurus hat jedoch den Unterlegenen dazu getrieben, in den Ablaufschacht zu springen, und dort ist er dann vor kurzem im Ablauf vor dem Kugelhahn gestorben. :( Ein Pärchen kann ich definitiv ebenfalls nicht empfehlen. Meinen Bestand machen sie jedoch nicht nervös, vielleicht auch, weil ich sehr viel füttere.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo Corinna,

      ich habe seit gut 2 Jahren einen Halichoeres melanurus und einen H. iridis in meinem 750Liter Becken. Daneben noch zwei Putzerlippfische Labroides dimidiatus. Es gibt keinerlei Streitigkeiten zwischen den vieren.
      Der H. melanurus hat bei mir gut mit den braunen Tubellarien aufgeräumt.

      VG,
      Bernhard
      ***** FISCH VOR KORALLE ****** Meine Becken: 768 Liter+ VIDEO und AM Cubicus
    • Hallo Zusammen,

      erstmal herzlichen Dank für die ausführlichen Erfahrungsberichte! Das hilft mir bei der Entscheidungsfindung sehr gut weiter!

      @Andreas: Tsja ... Ich habe den Vorteil, dass ich noch 4 Wochen bis zur Vorortverklebung durchhalten muss und mir die Zeit bis dahin mit der Besatzplanung versüßen darf. :D Evtl. gibts die Möglichkeit den Besatz vorhältern zu lassen (inkl. Entwurmung und Eingewöhnung). Mal sehen ... Dreht der H. marginatus bei dir auch die Steine um?

      @Sandy: Vielen Dank für den Bericht! Hilft mir sehr weiter! Die Beckengröße wäre kein Problem (knappe 1300 L), aber das Steineumdrehen beim H. marginatus kommt mir bekannt vor und ist eher nix für meine Nerven. Springschutz ist fest eingeplant. Tendiere zu einer Glasabdeckung, die mir ein Freund machen würde. Auch wenn sie Licht schlucken wird, es wäre eine sichere Lösung. Wir hatten über unserem 650er auch schon eine Glasabdeckung und konnten so sämtliche Verluste durch Sprung vermeiden.
      Nicht nur die Hektik stört mich beim H. marginatus, sondern auch die Möglichkeit, dass er an Garnelen gehen könnte. Wegen dieser Problematik hadere ich auch bei den Fuchsgesichtern.
      Gräbt sich H. melanurus ein?

      @Klaus: Danke dir! In welcher Beckengröße hattest du sie vergesellschaftet? Ist H. melanurus an Schnecken und Einsiedler gegangen? 8o H. chrysus ging bei mir auch an Garnelen, ebenso M. bipartitus. Die einzigen Garnelen, die nicht als Futter angesehen wurden, waren Sexy Shrimps (evtl. wegen der Farbe/Muster?).

      @Bernhard: Geht das mit den beiden Putzerlippis noch gut? Mein Mann und ich überlegen, nur noch jeweils 1 Exemplar von allen Lippfischen einzusetzen, um dem Problem mit der Zwangsumwandlung aus dem Weg zu gehen. Andererseits konnte ich es bei uns im Becken nur 1x beobachten (H. chrysus, die haben wir dann auch abgegeben).

      Wurde gestern noch auf P. tetrataenia aufmerksam gemacht. Die sollen friedlich sein und sind außerordentlich hübsch.

      Liebe Grüße
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Corinna S. schrieb:

      @Klaus: Danke dir! In welcher Beckengröße hattest du sie vergesellschaftet? Ist H. melanurus an Schnecken und Einsiedler gegangen? 8o H. chrysus ging bei mir auch an Garnelen, ebenso M. bipartitus. Die einzigen Garnelen, die nicht als Futter angesehen wurden, waren Sexy Shrimps (evtl. wegen der Farbe/Muster?).
      Hi,
      hatte ich oben ja geschrieben: H. melanurus haben auch unter den Schnecken und Einsiedlern ein kleines Massaker angerichtet.

      M. bipartitus und H. iridis habe ich vom Altbesatz übernommen und hatte bisher noch keine Übergriffe auf Garnelen, Einsiedler oder Schnecken, obwohl da auch sehr kleine darunter sind.
    • Hi Klaus,

      das sollte eigentlich der geschockte blaue Smiley sein bei der Frage nach dem Schneckenmassaker. :D Keine Ahnung, warum der nach dem Absenden jetzt so aussieht. Auf Schneckenmassaker würde ich gerne verzichten.

      Meine Frage wegen der Beckengröße zielte auf meine Erfahrung mit H. chrysus ab. Die langweilten sich bei uns im 650er und waren stets im "Rüpelmodus". Hab das immer darauf geschoben, dass wir keinen Chef im Becken hatten, der die Bande im Zaum hätte halten können. Vielleicht kannst du dazu noch was schreiben.

      Ansonsten freue ich mich auch über Vorschläge von Arten, die keine Garnelen und Schnecken fressen und trotzdem verträglich sind und an Planarien Geschmack haben!

      @Bernhard: Hat dein H. malanurus auch Schneckenmassaker angerichtet? Scheint dann eine Glückssache zu sein?

      Liebe Grüße
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Corinna S. schrieb:

      @Andreas: Tsja ... Ich habe den Vorteil, dass ich noch 4 Wochen bis zur Vorortverklebung durchhalten muss und mir die Zeit bis dahin mit der Besatzplanung versüßen darf. :D Evtl. gibts die Möglichkeit den Besatz vorhältern zu lassen (inkl. Entwurmung und Eingewöhnung). Mal sehen ... Dreht der H. marginatus bei dir auch die Steine um?

      Hallo Corinna,

      nein, bei mir macht er es (noch) nicht. Das könnte aber auch daran liegen, dass er erst um die 8 cm misst. Und ja, ein vertrauter Händler, der vorhältert und erst gesund und futterfest verkauft, ist Gold wert. An Schnecken habe ich meinen noch nicht gesehen, aber was mir auffällt, ist, dass ich keinen einzigen Borstemwurm mehr sehe.

      Viele Grüße
      Andreas
    • Hi,

      Corinna S. schrieb:

      das sollte eigentlich der geschockte blaue Smiley sein bei der Frage nach dem Schneckenmassaker. :D Keine Ahnung, warum der nach dem Absenden jetzt so aussieht. Auf Schneckenmassaker würde ich gerne verzichten.
      die Smiley's sind bei mir auch öfters mal vertauscht.

      Corinna S. schrieb:

      Meine Frage wegen der Beckengröße zielte auf meine Erfahrung mit H. chrysus ab. Die langweilten sich bei uns im 650er und waren stets im "Rüpelmodus". Hab das immer darauf geschoben, dass wir keinen Chef im Becken hatten, der die Bande im Zaum hätte halten können. Vielleicht kannst du dazu noch was schreiben.
      Das
      Becken hatte die Maße 180x70x65, starker Korallenbesatz (erst SPS,
      später stark mit Weichkorallen gemischt), verhältnismässig hoher, gemischter
      Fischbesatz und gute Fütterung. Das Paar H. melanurus hatte ich von privat und auch beim Vorbesitzer hatten die Schnecken und Einsiedler unter ihnen zu leiden.

      Corinna S. schrieb:

      Ansonsten freue ich mich auch über Vorschläge von Arten, die keine Garnelen und Schnecken fressen und trotzdem verträglich sind und an Planarien Geschmack haben!
      H. iris, 1, 2, 3 oder 4:D Pseudocheilinops ataenia, Cirrhilabrus sp. (diese fressen aber keine Planarien)
    • Hallo Corinna,

      @Bernhard: Geht das mit den beiden Putzerlippis noch gut? Mein Mann und ich überlegen, nur noch jeweils 1 Exemplar von allen Lippfischen einzusetzen, um dem Problem mit der Zwangsumwandlung aus dem Weg zu gehen. Andererseits konnte ich es bei uns im Becken nur 1x beobachten (H. chrysus, die haben wir dann auch abgegeben).

      Ja, ich habe sie jetzt seit etwa zwei Jahren. Einer ist c.a 6cm, der andere etwa 5 - 5,5cm. Beim Einsetzen war der Größenunterschied noch deutlicher, ich denke, das ist wichitg. Bislang geht es sehr gut. Hatte auch mal irgendwo gelesen, dass sie bei Paarhaltung weniger aufdringlich gegenüber anderen Fischen sein sollen. OK, aber bei mir haben sie ja auch 5 erwachsene Docs; da gibt es eigentlich immer einen Freiwilllgen, der sich putzen läßt.

      @Bernhard: Hat dein H. malanurus auch Schneckenmassaker angerichtet? Scheint dann eine Glückssache zu sein?

      Nein, ich habe einige Tectus fenestratus sowie Stomatellas drin. Konnte da keine Verluste feststellen. Allerdings füttere ich auch reichlich, die Fische sind immer satt.

      VG,
      Bernhard
      ***** FISCH VOR KORALLE ****** Meine Becken: 768 Liter+ VIDEO und AM Cubicus
    • Hallo Corinna,

      sowohl der H. melanurus als auch der H. marginatus graben sich ein. Ich denke, dass gilt für alles Halichoeres-Arten. Ich habe viele Täubchenschnecken im Aquarium, die sich bei mir mehr als gut vermehren und deshalb auch in allen Größen immer vorhanden sind. Von denen holt der H. marginatus sich ab und zu welche, aber nur selten. Der H. melanurus scheint die Täubchenschnecken ganz zu ignorieren.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hi Zusammen,

      der H. melanurus steht vorerst auf meiner Wunschliste. Danke für die Erfahrungsberichte, so macht die Planung noch mehr Freude!
      Wir werden dann mit dem Einsetzen abwarten, bis sich eine stabile Schneckenpopulation gebildet hat und dann wird man sehen, ob er sich im schlimmsten Fall daran vergreift. Schnecken würde ich nämlich schon gerne haben (vor allem für den Bodengrund). Das Verhalten bei Klaus scheint allerdings die Ausnahme zu sein (hab auch im Bekannten/Freundeskreis rumgefragt, da gabs keine Probleme mit den Schnecken) und bei Sandy und Bernhard scheints auch nicht vorzukommen. Mal sehen.

      @Klaus:
      1, 2, 3 oder 4:D Pseudocheilinops ataenia
      Gibts da keine Probleme mit der Geschlechtsumwandlung? Ein kleines Grüppchen wäre natürlich toll! Bin ja Fan von Paar- oder Gruppenhaltung!

      Cirrhilabrus sind eher nix für uns. Unser Filamentosus saß überwiegend im Ablaufschacht bis wir ihn wieder rausgefischt hatten. :sleeping: :D Sind wunder-, wunderschön ... aber nix für mich!

      H. iridis finde ich auch schön! Hat noch jemand Erfahrungen? Würde gerne wieder Putzergarnelen einsetzen und hatte bei den größer werdenden Lippfischen ja immer das Problem, dass sie die Garnelen gerne als Snack betrachten (kurz nach der Häutung oder wenn sie Eier tragen).

      Alternativ zu den Putzerlippis hatte ich an Elacatinus oceanops gedacht. Da sie so winzig sind, habe ich Bedenken, dass sie als "Futter" für größere Fische dienen könnten. Was mir gefällt ist, dass sie relativ gut als Nachzuchten erhältlich, nicht so aufdringlich wie die Putzerlippis und obendrein sehr hübsch anzusehen sind. Hab allerdings noch keine Ahnung, ob eine Haltung in einem großen Becken Sinn macht. ?( Vielleicht kann dazu jemand was sagen. Alternativ mache ich die Tage mal einen Extra-Tröt auf.

      Liebe Grüße
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • HI Cori,


      Ich hatte ca. 3 Jahre ein paar Elacatinus oceanops. Es waren die persönlichen Beauty-Assistenten von Bärbel. Ich habe über Jahre etliche anderen Putzer versemmelt. Nie wollten, egal welche, egal woher, bei mir überleben.

      Vor zwei Jahren habe ich einen Bicolor- Putzer bekommen. Der lebt jetzt endlich länger. Dummerweise hat er noch der Eingewöhnungszeit die beiden Elacatinus oceanops platt gemacht.

      Auch große Lippis und Docs waren nie ein Problem für die kleinen Putzergrundeln. Die Elacatinus oceanops haben keine weiteren kleinen Putzgrundeln leben lassen. 2 Stück in 1200Liter waren also genug.



      LG Diddi
      283x130x87 / Bubble King 400 mit 60W Speedy3 / DaStaCo t3 / ATI Hybrid 6x75W LED und 16x54W T5 / ATI X8 und X6 / 1x Hydro Wizard ECM 63 + 3x CM 42 / 3 x RE speedy 80W
    • Elacatinus oceanops hatte ich ebenfalls als Pärchen versucht einzusetzen. Nach drei Tagen war die erste Grundel verschwunden, zwei Wochen später die zweite ebenfalls. Einen Agressor habe ich leider nicht ausfindig machen können, außerhalb des Beckens waren sie offenbar nicht durch Sprung gelandet.
      Weißbandputzergarnelen werden bei mir nicht von den Halichoeres attackert, zumindest nicht, wenn sie eine gewisse Größe haben (deutlich über 4cm Länge, kleinere habe ich nicht probiert).
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo ihr Lieben!

      Halichoeres iridis: Verhalten identisch wie H. chrysus oder H. leucoxanthus / werden im Schnitt 1-2 cm laenger, aber nicht ganz so bullig / Gruppenhaltung ist kein Problem, wenn man sie als Jungtiere zusammen einsetzt

      Pseudocheilinops ataenia: 100% friedlich / werden von anderen Fischen groessenteils komplett ignoriert / extrem neugierig - ueberall unterwegs, aber aufgrund ihrer Winzigkeit nicht immer auf den ersten Blick sichtbar / Auch hier ist Gruppenhaltung kein Problem (Wichtig, immer nur 1x Maennchen)


      Pseudocheilinus tetrataenia: Verhalten aehnlich wie P. hexataenia, auch wenn nicht ganz so dominant / Wird dafuer nicht so gross und bullig / Paarhaltung geht oft schief


      Mein absoluter Favorit hinsichtlich Turbellarien-Fresser sind die kleinen P. ataenia (Achtung: Waminoa werden oft ignoriert) Sie sind vom Verhalten einfach toll und witzig anzuschauen, weil sie fast ausschliesslich als Gruppe unterwegs sind. Ansonsten empfehle ich auch mal einen Blick auf Halichoeres rubricephalus zu werfen. Ein ungewoehnlich schoener Halichoeres, vom Verhalten aehnlich wie chrisus/leucoxanthus und iridis. Zur Paarhaltung kann ich leider nichts sagen, da es sich bei den importierten Tieren zu 99% um Maenner handelt.

      Viele Gruesse! :D
    • Aqzeno schrieb:

      Pseudocheilinops ataenia: 100% friedlich / werden von anderen Fischen groessenteils komplett ignoriert / extrem neugierig - ueberall unterwegs

      Hallo zusammen

      Kann ich nur bestätigen, habe diesen Fisch als Pärchen in meinem 300 Liter Aquarium. Absolut problemlos.
    • Hallo Zusammen,

      lieben Dank für die Erfahrungsberichte und die Tipps!

      @Diddi: Ich dachte an ein Paar. Habe öfters mal gelesen, dass sie nicht so aufdringlich sein sollen wie die Putzerlippfische und was vor allem für sie spricht, sie sind als Nachzuchten mittlerweile öfters erhältlich. Vor 2-3 Jahren waren sie (kann mich auch täuschen, aber gefühlt ist das für mich so) nicht so oft im Handel als Nachzuchten zu sehen.

      @Sandy: Könnte sein, dass sie empfindlich sind bei der Eingewöhnung. Werde unseren Tosten vom Forenteam mal bei Gelegenheit ausquetschen. Wenn ich mich nicht täusche, hatte er ja sogar Nach- und Aufzuchtversuche bei Elacatinus oceanops unternommen.

      @Lam: H. melanurus und P. ataenia stehen nun auf unserer Wunsch-Liste für den "Hauptbesatz". Für spätere Neuzugänge planen wir ein Quarantänebecken. Für den Anfang gehts mir hauptsächlich darum, die Nischen alle entsprechend zu besetzen (falls möglich hauptsächlich mit Wunschtieren, die im Idealfall auch noch an Plagegeistern Geschmack finden :D ). Der H. melanurus könnte auch an Waminoa gehen glaube ich ...

      @Harald: Danke! :)

      Hat von euch Lippis-Haltern auch jemand Baggergrundeln im Becken und wenn ja, mit welchen Lippfischen klappt es gemeinsam gut im Aquarium? Wir hatten früher ein Paar V. wardii, die ständig von den H. chrysus beim Baggern verfolgt wurden. Klappte trotzdem gut, sie fühlten sich nicht bedrängt (Problem war eher der C. strigosus, der alle länglichen Fische mobbte und schließlich zu einer Freundin umziehen "durfte").

      Viele Grüße
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Hallo Corinna,

      der unterlegende H. melanurus ist häufig zu meiner Grundel mit unter den Stein geflüchtet, wenn es zwischen den beiden Zoff gegeben hatte. Ich hatte eine sexguttata, die hatte mit keinem Lippfisch Probleme und umgekehrt. Ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass bei mir der H. melanurus mit den Waminoa aufgeräumt hat.

      Wäre schön, wenn es noch ein paar Tipps für die Eingewöhnung der kleinen Putzergrundel gäbe. Ich hasse es, Tiere so schnell zu verlieren.
      Viele Grüße

      Sandy
    • HI Cori,

      ich hatte auch ein Paar. Es war auch immer unaufdringlich. Die beiden habe alle Fisch geputzt. Erst seit Bärbel da war, waren alle andren Fische langweilig und die Grundeln haben Bärbels Wohnung fast nie mehr verlassen.

      Jetzt der Bicolor ist so brutal zu Bärbel, dass Bärbel nur noch in der Dämmerung gefüttert wird, damit sie in Ruhe ihere Krabben suchen kann, da der Putzlippi im Bett ist. Der Labroides bicolor putzt auch viel kleiner Fische. Die Fische freuen sich auf den Lippi, nur Bärbel wird malträtiert - fast immer wenn sie aus ihrer Höhle kommt :-(.


      Seit 3 Wochen habe ich ein Paar "Pseudocheilinus octotaenia - Achtlinien-Zwerglippfische" Scheinen wesentlich lieber wie die 6streifen-Lippis zu sein. Man sieht sie nur nicht so oft im Handel. Und wenn, ist es immer eine Glücksache mit dem Überleben. Wenn die Fische 2-3 Wochen beim Dealer gefuttert haben gibt es wohl kaum Probleme. Auf keine Fall, frisch importiert kaufen. Manchmal schleifen sie alle Krankheiten der Welt mit sich herum.


      Meine Baggergrundeln hatten nie Probleme mit Lippfischen aller Größen. Nur die Docs wollten immer spielen. Sehr alt sind die Bagger nie geworden ( max. 18 Monate )


      LG Diddi
      283x130x87 / Bubble King 400 mit 60W Speedy3 / DaStaCo t3 / ATI Hybrid 6x75W LED und 16x54W T5 / ATI X8 und X6 / 1x Hydro Wizard ECM 63 + 3x CM 42 / 3 x RE speedy 80W
    • HI Sandy,

      ab uns an sieht man ältere Baggergrundel in Aquarien. Die meisten scheinen aber jung zu verschwinden. Vielleicht ( hoffentlich)widerspricht mir jemand, aber ich habe das Gefühl, als würden die Baggerteile in , sagen wir mal, in etwas ungepflegteren Becken ( bisschen veralgter Bodengrund, schummeriges Milieu, wenig Fische und kaum SPS), sich am wohlsten fühlen. Ich habe einen Bekannten mit einem 2 Meter x 2Meter Becken. Er macht schon Jahre lang nix mehr an dem Becken. NICHTS außer Scheiben putzen und wenig füttern! Interessantes Becken... aber was noch lebt, wird wohl niemals sterben. Hoher Sandboden, ohne Ende Kupferanemonen und nur uralte Docs, Grundeln und 2-3 alte Lippis.

      Irgendwie ist Deine Frostfutter-Theorie damit schon fast bestätigt. Das Futter in und an dem Sand ist wohl gesünder für die Fischis.


      LG Dietmar
      283x130x87 / Bubble King 400 mit 60W Speedy3 / DaStaCo t3 / ATI Hybrid 6x75W LED und 16x54W T5 / ATI X8 und X6 / 1x Hydro Wizard ECM 63 + 3x CM 42 / 3 x RE speedy 80W
    • Hi,

      Corinna S. schrieb:

      Hat von euch Lippis-Haltern auch jemand Baggergrundeln im Becken und wenn ja, mit welchen Lippfischen klappt es gemeinsam gut im Aquarium? Wir hatten früher ein Paar V. wardii, die ständig von den H. chrysus beim Baggern verfolgt wurden. Klappte trotzdem gut, sie fühlten sich nicht bedrängt
      Meine Frau hält seit ca. zwei Jahren ein Paar V. sexguttata in meinem Becken :D Sie kommen mit allen Lippis klar. Das verfolgen ist normal, macht bei uns z.B. der H. iridis sehr gerne und ist in der Natur genauso der Fall. Wo Bodengrund aufgewirbelt wird, suchen halt Lippis nach Fressbarem.
    • Dietmar Schauer schrieb:

      Irgendwie ist Deine Frostfutter-Theorie damit schon fast bestätigt. Das Futter in und an dem Sand ist wohl gesünder für die Fischis.
      Hi Dietmar,
      das würde ich so nicht sagen. Das Sandwühlen ist halt ihre Bestimmung als Baggergrundel :D Meine V. sexguttata schwimmen bei der Fütterung (Futterautomat) bis in halbe Beckenhöhe und fressen dort. Meine Fische sind alle dick, rund und gesund, obwohl ich seit Jahren (seit dem Problem mit den Artemien) fast überwiegend nur zwei versch. Sorten Granulat (gemischt) füttere. Als Leckerbissen zwischendurch mal Flockenfutter. Mein Fischbestand ist auch darauf abgestimmt.
    • Das wiederlegt zumindest nicht meine Hypothese, dass frostfutter-lastige Fütterung nicht alle Bedürfnisse der Grundeln erfüllen kann. Wenn ich noch einmal Grundeln einsetze werde ich zumindest für die Grundel dann auch Granulat mit in den Boden einarbeiten und aufstreuen. Meiner Grundel hat es nämlich nach ein paar Monaten gereicht, das vorbeiziehende Frostfutter aufzuschnappen, von dem ich eine Menge füttere. Nur scheint dies nach einer gewissen Zeit zu einer Mangelerscheinung zu führen.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hi Zusammen,

      unser Erfolgsrezept bei V. sexguttata und V. wardii waren gezielte Fütterungen. Die Probleme fangen oft an, wenn die Paare ablaichen. Da bauen vor allem die Weibchen stark ab, wenn man nicht aufpasst. Hochwertiges Granulat mit ausreichend Omega 3 Fettsäuren und hochwertige, fette Mysis sowie Krill und Muschelfleisch helfen. ;) Manche Fische wie C. strigosus bedrängen die Grundeln so stark, dass sie nicht mehr zum Baggern rauskommen und nur noch in der Höhle sitzen. Da ziehen die Grundeln auf lange Sicht den Kürzeren.
      Wenn zB V. wardii Grundeln einmal ihren Partner gefunden haben und der Partner stirbt, stellt das verbliebene Tier das Fressen ein und verhungert. Hab das selbst immer angezweifelt, aber war auch bei uns leider der Fall (Unfall mit MinMax Anemone).

      Noch jemand Ideen für schöne Lippfische?

      @Diddi: P. octotaenia habe ich bei uns noch nirgends gesehen. Sagt aber nichts aus, da wir uns erst seit 3 Wochen wegen dem Fischbesatz Gedanken machen und erst 2 Ausflüge zu Händlern gemacht haben. :D Die sind ausgesprochen hübsch!

      Lg Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Als ich sie eingesetzt hatte war es ein Paar, leider hat das Weibchen sämtliche Nahrung verweigert und ist einige Wochen später gestorben. Das verbliebene Männchen war immerhin noch knapp anderthalb Jahre bei mir im Becken, bevor es dann auch immer weniger gefressen hat und dann gestorben ist. :(

      Bei den Lippfischen würde ich mir die Gattung Anampses anschauen, die brauchen ein größeres Becken, sind aber meisten doch nicht so übermäßig groß und sehr interessant. Schau Dir mal Anampses chrysocephalus an oder A. melanurus. Letzterer ist übrigens auch ein Strudelwurmfresser. Die sind alle nicht ganz einfach zu pflegen, aber mit etwas Sorgfalt beim Transport und der Eingewöhnung durchaus haltbar.
      Viele Grüße

      Sandy
    • Hallo zusammen,


      es passt nicht ganz zum eigentlichen Thema, aber anbei einige Aufnahmen von der Umfärbung des Naoko-Weibchens. Seit einigen Tagen hatte sich das bereits angekündigt. Erst ließ das Balzverhalten des Männchens nach. Dann sah ich ein einziges Mal die umgekehrte Reaktion, d.h. das kommende Männchen (altes Weibchen) muckte kurz auf und verfolgte den vermeintlichen Rivalen. Dieser Angriff wurde nach ein paar Sekunden abgewehrt und bis dato hat der alte Mann noch alles unter Kontrolle. Obwohl das 2. Männchen nahezu voll ausgefärbt ist. Vielleicht dauert die eigentliche Geschlechtsumwandlung länger als die optische Wandlung?
      Mal schauen, was weiter passiert. Aus persönlichen Gründen hoffe ich auf einen Männerbund. Und das alles nach dem Umzug ins neue Aquarium.
      Es sind leider keine besonders guten Fotos geworden, da die beiden für ein Tablet zu schnell unterwegs sind. Dieses fototechnische Produkt ist gut für einen Karpfen, aber nicht für schnelle Düsen!!
      Auf den ersten Blick ist eigentlich das werdende Männchen nur durch seine ehemalige weibliche Fülligkeit zu unterscheiden.

      Gruß
      Hajo


      Die ersten beiden Aufnahmen zeigen die Tiere im Jahre 2014














      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hi Zusammen,

      langsam wirds Zeit den Besatz zu erweitern. Sind demnächst in Bremen und ich möchte evtl. bei Sabine und Michael nach Lippis Ausschau halten.

      A. melanurus steht fest auf der Wunschliste. Mal sehen, wer sonst noch einziehen darf. Die ersten Planarien wurden leider auch schon gesichtet. :D

      Wäre für weitere Vorschläge noch offen! ^^

      Lg Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Hallo Torben!

      Schaun mer mal. Momentan lassen die sporadischen Attacken des Altmaennchens nicht nach. Sie nehmen auch nicht zu. Auffaellig sind diese Reaktionen schon, denn sie unterscheiden sich jetzt von der normalen Beziehungskiste Männchen/Weibchen. Es geht nun in Richtung Vertreibung des neuen Rivalen! Allerdings hätte ich das andersherum erwartet. Na ja, vielleicht kommt das noch.
      Auf jeden Fall eine interessante Lage. Mal sehen, wie es endet. Übrigens geht die ganze Chose bis jetzt ohne Verletzungen ab.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo zusammen,
      Neues von der Lippfischfront:
      Jetzt ist es passiert! Die Naokos wurden getrennt. Es lief auf das Übliche hinaus. Die Umfaerbung des Weibchens hatte ja schon vor ein paar Tagen begonnen. Die Geschlechtsreife lief damals wohl noch nicht parallel mit. Das hat sich geändert, sodass das alte Männchen schließlich in Bedrängnis geriet. Um weiteren Ungemach abzuwenden schwimmt es sich jetzt bei Torben im grossen Pott einen Wolf! :D
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Hallo zusammen,
      ich greife mal den Treat auf um ein paar neue Beobachtungen zu schreiben.
      Ich habe in meinem 500-Liter-Riffbecken einen Halichoeres hortulans von derzeit 10 cm Länge (für mich einer der schönsten Lippfische - aber nicht völlig unbedenklich im Riffbecken, er wird später in mein 1800 Liter Becken beim Chinesen umziehen) und hatte aus einem Import 2 juvenile Halichoeres argus bekommen. Da beide mit 6 cm deutlich kleiner waren, habe ich sie nur mit geringen Vorbehalten zugesetzt (Abends in der Dämmerung als der Hortulans schon im Sandbett war). Morgens zeigte er sich sehr aufgeregt und die Argus blieben in der Dekoration. Er hat sie zwar angeschwommen aber nicht direkt attackiert. Das ging dann etwa 2 Wochen so. Trotzdem sind die Argus zum Füttern immer weiter raus gekommen. Nach etwa 2 Wochen hat einer der Argus sein Farbkleid begonnen zu wechseln (die hellen Punkte in der Streifung sind verschwunden und die Gesichtszeichnung ist deutlicher geworden). Jetzt wurde hauptsächlich er angegriffen, der Fisch in Jugendfärbung wurde durch den Hortulans nicht mehr beachtet. Nach weiteren 2 Wochen hat der Hortulans beide Argus akzeptiert und sie schwimmen als 3-er Gruppe durch das Becken. Jetzt nach 3 Monaten hat das Argus-Männchen deutlich an Größe zugenommen und den Hortulans erreicht. Es gibt aber keinen Ärger.

      Manchmal braucht man einfach etwas Geduld mit der Gesellschaft und sollte die Fische nicht gleich bei der ersten Attacke wieder trennen.

      beste Grüße

      Andre´
      Bilder
      • Halichoeres argus juv klein.JPG

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      • Halichoeres argus klein.JPG

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      • Halichoerus hortulans klein.JPG

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    • Andre Luty schrieb:


      Manchmal braucht man einfach etwas Geduld mit der Gesellschaft und sollte die Fische nicht gleich bei der ersten Attacke wieder trennen.
      dem kann ich nur beipflichten. Jahrelange Beobachtungen auch an anderen Arten bestaetigen das! Leider wird viel zu oft die Flinte in‘s Korn geschmissen. Wohl auch, weil man mit den auftretenden Ruppigkeiten nicht klar kommt. Vieles dabei geht kontraer zu unseren menschelden Vorstellungen. Schade darum. Es nimmt uns den interessanteren Teil der Erfahrung mit diesen Tieren.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)