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calanoide Copepoden im Handel ausgestorben?

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    • calanoide Copepoden im Handel ausgestorben?

      Hallo Community,

      der Erfolg der Zwergseepferdchenhaltung hängt bekanntlich von der Versorgung mit hochwertigem Futter ab. Meine Ponies bekamen in den vergangenen 4 Jahren abwechselnd mit Selco S.parkle gefütterte Artemianauplien und 'Marine Copepoden' wie sie im Handel in den 90 ml Portionsbeuteln angeboten wurden. Von denen stammen die meisten aus polnischen Aquakulturen von Uwe Schatz. Dass diese Teiche im Winter einfrieren und deshalb eine Ernte nicht möglich ist, liegt auf der Hand.

      Aus diesem Grund hab ich seit 2012 Copepoden vor allem im Winter bei Poseidon gekauft. Deren Anlage im Westen Deutschlands war über die Jahre eine verlässliche Quelle.

      Seit November ist sie leider versiegt. Laut Auskunft des Firmeninhabers sind die Kulturen zusammengebrochen, und es wird auf unbestimmte Zeit keine Copepoden von Poseidon geben.

      Gestern war wieder einmal Liefertermin bei meinem hiesigen Dealer für den Seepferdchenhafer. Schatz hat neuerlich keine Copepoden geliefert :( Nächster Termin in 14 Tagen.

      Die Suche im Web war auch nicht erfolgreich: Weder Gunnar Krug (fischfutterhandel.de) noch sonst ein mir bekannter Anbieter hat derzeit Copepoden im Stock. Vermutlich beziehen die aber ohnehin alle bei Schatz ...

      Hat jemand aus der Community einen Tipp für mich, wo ich's noch versuchen könnte?

      Liebe Grüße
      Linda
    • Steffi schrieb:

      Auch wenn's auf der HP so steht, ist oft doch nicht lieferbar.

      Steffi hat dieselben Erfahrungen gemacht wie ich. Den Smiley erspar ich uns.

      Liebe Grüße
      Linda

      PS: Für den nächsten Winter plan ich, meine Tigriopuszucht im Garten winterfest zu gestalten. Sowas wie diesen Winter mag ich net noch einmal haben. Die (fast) ausschließliche Fütterung mit Artemianauplien über mehrere Monate hindurch ist keine Lösung.
    • Torsten81 schrieb:

      Hast du dir schonmal überlegt die Americamysis bahia in deiner Seegraswiese einzusetzen?

      Hallo Torsten,

      ja, hab ich. Die Idee kam damals von Angi über Peter Steinbauer, lang bevor er mit seinem Planktonshop begonnen hat. Da hießen sie noch Mysidopsis :)

      Es hat dann aber irgendeinen Grund gegeben, warum ich das doch nicht getan hab. Weiß jetzt nimmer, vielleicht war's der Umstand, dass A. bahia wie alle Mysiden anderes Zooplankton dezimieren. Die Zucht wollt ich 2010 trotzdem versuchen und hab eine Sammelbestellung im Riffaquaristikforum organisiert für diese Schwebegarnelen und Tisbe biminensis. Das war, glaub ich, sogar noch bei Angi, sie hatte eine Quelle in den USA aufgespürt. Dass dann die Mysis nicht mitgekommen sind, war einfach Pech. Ich hab's auch als Fügung des Schicksals empfunden.

      Bis vor kurzem hatte ich noch ja auch noch eine veritable Population von Ostseemysis in den Pferdchenbecken. Da waren ein paar mit den Copepoden mitgekommen und haben sich vermehrt wie die Fliegen - mit den entsprechenden Folgen für die substratgebundenen Copepoden, deren üppiger Bestand in den Pferdchenkoppeln mir sehr wichtig ist. Erst waren die Tisben dezimiert, und dann sind auch die Mysis wieder verschwunden.

      Als Zusatzfutter schwör ich deshalb auf die freischwimmenden Copepoden aus den Portionsbeuteln - auch wenn es sich mitunter um Tigriopus californicus handelt. Die wollten meine Ponies früher nicht, aber sie haben sich daran gewöhnt und nehmen sie jetzt gerne. Vor allem halten sie sich im Aquarium nicht ewig und sind deshalb keine Gefahr für die Tisben.

      Es wär ja zu schön gewesen, wenn sich die Erfolgsstory der letzten 4 Jahre problemlos fortgesetzt hätte. Die abwechselnde Fütterung mit Cops und Artemia hat die Vitalität der Pferdchen erhöht, Krankheiten ferngehalten und die früheren Vermehrungspausen vergessen lassen.

      Am Gardasee sollt man halt wohnen. Dort lassen sich die Tiggerpods ganzjährig ohne viel Aufwand züchten. Glaub ich zumindest :)

      Liebe Grüße
      Linda
    • Hallo Linda,

      hättest du mal vor meiner winterlichen Urlaubssaison den Knut gefragt, der hätte dir helfen können.


      Vor Weihnachten waren 3 meiner " Tiger-Wannen" so voll, dass ich einem befreundeten Korallen Shop 3 große 75 l Wannen, zur Verfütterung in den Korallen- und Fischbecken, geschenkt habe.
      Nach meiner Erfahrung brechen allzu dichte Bestände ohnehin irgendwann zusammen.
      Dann dauert es einige Zeit, bis sich aus den wenigen verbliebenen Exemplaren wieder eine ausreichend dichte Population entwickelt hat.

      Nach meiner Urlaubszeit sind meine eigenen Wannen leider nicht mehr so gut gefüllt.
      Sei es durch die geänderte Pflege seitens der Urlaubsvertretungen oder den späten Wintereinbruch im Westen Deutschlands und den damit gesunkenen Temperaturen im Zuchtkeller.
      Die Außenwannen geben bei den nun herrschenden Nacht Temperaturen auch nichts mehr her.

      Darüberhinaus haben, im Gegensatz zu früheren Urlauben, diesmal die Zosterae ausnahmslos überlebt und verursachen damit einen entsprechenden Eigenbedarf.

      Dennoch werde ich mal etwas an den Behältern quetschen und sehen, was heraus kommt.
      Vielleicht finden ja einige Cops den Weg nach Wien, sobald es wieder frostfrei ist.


      Ich kenne noch einen anderen Shop in unserem Raum, der Cops verkauft.
      Angeblich werden sie zur Fütterung an Amphiprion Larven gezüchtet.
      Diese Cops sind aber mit Brachis dicht durchsetzt.
      Zu Versuchszwecken habe ich schon mal eine Portion bei einem zufälligen Besuch mitgenommen.
      Sie werden jeweils frisch abgefüllt.
      Der Inhalt ist wesentlich umfangreicher als bei den 90 ml Tütchen aber auch um ein Vielfaches teurer.
      Selbst bei geöffneter Tüte halten sie nur sehr kurzfristig.
      Der Sauerstoffverzehr scheint enorm hoch zu sein.
      Bei Abfüllung mit ausreichendem Wasservolumen könnte ich mir auch einen längeren Transport als erfolgsversprechend vorstellen.
      Es scheint sich um andere Cops zu handeln, als die von mir vermehrten " Tiger ".
      Da sie mit Hefe und Flockenfutter beim Züchter ernährt werden, sind sie durchscheinend milchig bis grau gefärbt.
      Mit meinen " Tiger " , die eine rote bis braunrote Färbung aufweisen , ist das nicht zu vergleichen.
      Leider habe ich auch bei mehrfachem Aussieben keine nachhaltige Trennung von Cops und Brachis herbeiführen können, sodass ich meine Zuchtversuche wieder eingestellt habe.
      Bei Bedarf und Interesse stelle ich den Kontakt gern her.

      MfG

      Knut

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von K.B. ()

    • Hallo Knut

      In solchen Fällen hilft eigentlich nur der Start über Ein-Weibchenkulturen und am besten nicht in der Nähe von Brachis.
      Mit dieser Methode bin ich schon häufiger zu reinen Kulturen gekommen. Ist aber auch mühselig einzelne tragende Weibchen aufzufinden und zu separieren.
      Ich würde mich auch über eine Info zu deinem Kontakt freuen.
      Da ich wegen Hausbau alles abgeben hatte, muß ich jetzt wieder bei Null anfangen.

      LG Torsten
    • K.B. schrieb:

      Ich kenne noch einen anderen Shop in unserem Raum, der Cops verkauft.
      ...
      Diese Cops sind aber mit Brachis dicht durchsetzt.
      ...
      Es scheint sich um andere Cops zu handeln, als die von mir vermehrten " Tiger ".
      Da sie mit Hefe und Flockenfutter beim Züchter ernährt werden, sind sie durchscheinend milchig bis grau gefärbt.
      Mit meinen " Tiger " , die eine rote bis braunrote Färbung aufweisen , ist das nicht zu vergleichen.
      ...
      Leider habe ich auch bei mehrfachem Aussieben keine nachhaltige Trennung von Cops und Brachis herbeiführen können, sodass ich meine Zuchtversuche wieder eingestellt habe.
      Bei Bedarf und Interesse stelle ich den Kontakt gern her.

      Hallo Knut,

      erst mal danke, dass du dich hier eingebracht hast. Ich hab ja gehofft, dass sich AquarianerInnen mit ähnlicher Interessenslage mit konkreten Tipps melden.

      Zu den zitierten Absätzen in deinem Beitrag:

      Fein, dass es doch noch andere Quellen für größere Copepoden zu geben scheint in Deutschland. Wenn sie mit Brachionus durchsetzt sind stört mich das nicht besonders. Ist wohl eine Folge der Fütterung mit Hefe und des Umstands, dass es sich eben nicht um Tigriopus handeln wird. Die hätten die Rädertierchen schon aufgegessen.

      Interessant ist auf jeden Fall, dass die Zucht dieser Art ergiebig zu sein scheint. Noch interessanter sind die Bedingungen, unter denen das stattfindet.

      Für die Herstellung des Kontakts wär ich dir dankbar.

      In ein paar Wochen werden meine Tigriopus im Garten auch wieder mit der Vermehrung beginnen, über die Sommermonate wird es dann - hoffentlich - keine Probleme geben.

      Prekär waren die Monate von November bis jetzt. Ich hab ja versucht, ein paar Pods von den Gartenwanndln in die Wohnung zu übersiedeln, aber ergiebig ist das nicht geworden. Da möcht ich mich bei anderer Gelegenheit noch mit dir unterhalten, wie du eine derart produktive Indoorzucht von Tiggerpods am Laufen hältst.

      Und ja: Vor deiner Urlaubssaison hatte ich noch nicht damit gerechnet, dass es über Monate hindurch keine Pods zu kaufen geben gibt.

      Liebe Grüße
      Linda

      Darüberhinaus haben, im Gegensatz zu früheren Urlauben, diesmal die Zosterae ausnahmslos überlebt und verursachen damit einen entsprechenden Eigenbedarf.

      Unglück im Glück :)