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Tom's Herrenzimmer 220x120x70

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    • Tom's Herrenzimmer 220x120x70

      Hallo zusammen,

      da läuft die aktuelle Anlage gerade richtig gut, da werden wie schon wieder umziehen. Allerdings bleiben wir dieses mal in der Stadt (Berlin) denn wir kaufen ein Häuschen. Nichts weltbewegendes, ein kleines Reihenmittelhaus von 2010, aber das ist dann unseres und ich weiß, wohin das Geld fließt - nämlich nicht mehr an den Vermieter. Der Umzug wird von Juli bis September stattfinden.

      Da ich seit fast 11 Jahren mit den Fingern im Salzwasser wühle, kennt meine Freundin die möglichen Nebenerscheinungen und lässt sich unter keinen Umständen darauf ein, das Aquarium ins Wohnzimmer zu stellen. Dafür darf ich den Keller ganz für mich haben :). Momentan ist das noch ein einziger Raum mit 10,32m x 4,66m. Den Teil mit Hauswasseranschluss und dem Fernwärmetauscher teile ich als Hauswirtschafts- und Vorratsraum ab und habe auf der anderen Seite ein etwa 35m² großes "Herrenzimmer", in dem ich mich nach Belieben austoben darf.

      Dieser Raum wird wiederum unterteilt. Gegenüber der Treppe trenne ich einen 2,5m x 3m großen Bereich ab, in dem das Hauptbecken und die Wasseraufbereitung untergebracht werden.
      Das Hauptbecken misst nach aktuellem Planstand 220x120x70cm. Die Technik führe ich mal in Stichpunkten auf:

      • Hauptbecken: 220x120x70cm, externer Überlaufkasten
      • 3 Seiten zugänglich
      • Ablegerbecken: 140x70x30cm
      • Technikbecken: 140x70x40cm (Höhe muss noch berechnet werden, muss Rücklaufwasser bei Stromausfall aufnehmen können)
      • Untergestell aus 45mm Aluminiumprofilen. Rahmen unter Hauptbecken 90x45mm
      • Osmose-Ausgleichsbecken: 100x40x50cm
      • Salzmischbecken für Wasserwechsel: 100x50x50cm
      • Schnellfilterung über zwei 18cm-Socken (vorhanden)
      • Abschäumer: Bubble King 250 Deluxe (vorhanden), ATB 1300l als Backup
      • RFP: Red Dragon 80W (vorhanden)
      • Strömung: Jebao (2x RW8, 2x RW20) <- ist vorhanden, kann später erweitert oder getauscht werden
      • Licht: ATI-Powermodul 10x80W, Doppelleuchtbalken 2x80W, 400W LED aus 50W-Emittern (Alles vorhanden)
      • Kalkreaktor Gralla GKR 950 (vorhanden)
      • Profilux III mit 10 Steckdosen für Automatisierung von Abläufen (vorhanden)
      • Besatz 70% SPS, 20% LPS, ein paar Weiche
      • Riffaufbau aus totem Riffgestein, ca. 20kg (Spült bereits in Natronlauge)
      • Nur wenige hohe Säulen und Bögen (Hat sich bei meinem aktuellen Riff bewährt), sehr luftig
      • Zentrales Riff, Rückwand unverkleidet mit schwarzer Hinterlegung

      Hier schon mal ein paar Grafiken zum Aufbau.
      Ich freue mich über eure Anregungen!

      Gruß,
      Thomas
      Bilder
      • technischerAufbau0001.jpg

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      • technischerAufbau0002.jpg

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      • technischerAufbau.jpg

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      • Var1_0005.jpg

        86,76 kB, 1.440×900, 70 mal angesehen
    • Ich weiß ja nicht, wie Du das Becken gestalten möchtest, aber ich würd so eine Gelegenheit nutzen, zwei Längs- und eine Schmalseite sichtbar zu lassen und das Becken mit einer Schmalseite vor eine Wand stellen, hinter welcher dann die Technik verschwindet.
      MfG
      Björn

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      Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

      Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
      Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
      britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.
    • Hi Björn,

      da ich den Raum auch noch für "Homerecording " nutzen möchte und da noch ein Computerarbeitsplatz und ein Sofa unterkommen müssen, fällt ein Raumteiler leider raus.
      Dafür ist der Raum dann zu klein. Die Rückseite vom Becken wird aber auch einsehbar. Ich habe vor, da nur eine schwarze Platte hinter zu hängen, die zum Scheibenreinigen abgenommen werden kann.

      Gruß,
      Thomas
    • HI,

      und es müssen keine 5,6 meter Scheiben sauber gehalten werden.


      Tolles Vorhaben, schön Tiefe. Ich habe eine 130cm Tiefe. Die Fische habe vorne 30cm mehr Schwimmraum und hinter 30cm mehr Verstecke. Somit brauche ich nicht mehr Licht, wie für ein ca. 80cm tiefes Becken.


      Gruß, Dietmar
      283x130x87 / Bubble King 400 mit 60W Speedy3 / DaStaCo t3 / ATI Hybrid 6x75W LED und 16x54W T5 / ATI X8 und X6 / 1x Hydro Wizard ECM 63 + 3x CM 42 / 3 x RE speedy 80W
    • Hi Ameo,
      Zur Belüftung gibt es mehrere Optionen. Eine wäre das Abführen der feuchten Luft aus dem Technikum direkt zum Lichtschacht. Allerdings wird die Luft im Aquarienraum mit gut 2000W Licht aufgeheizt. Es wäre doch gut, wenn man die Energie nicht einfach nach draußen blauen müsste, sondern damit noch den Keller heizen könnte.

      Hättet ihr da noch Ideen? Einen kleinen Luftentfeuchter z.b.? Kann man sich dazu die Temperaturdifferenz zwischen Technikraum und dem Rest des Kellers zu Nutze machen?

      Gruß, Thomas
    • Hallo Tom,

      tolles Projekt..... !

      Wenn Du die Feuchtigkeit los werden musst, aber gleichzeitig die Wärme im Haus halten willst.... (was nebenbei bemerkt sehr vernünftig ist !) solltest Du Dir mal einen Luft Luft Wärmetauscher oder auch Kreuzstromwärmetauscher ansehen. Die Abluft überträgt seine Wärme mit diesem System auf die Zuluft und Feuchtigkeit wird abgeführt , fällt auch zum Teil in Form von Kondensatwasser an und kann so beseitigt werden.

      Das ganze ist nicht so kompliziert wie es zunächst vielleicht aussieht.

      Ich bin auch gespannt wie es weiter geht !

      Grüße
      Carsten
      Bilder
      • Luft Luft Wärmetauscher.jpg

        8,71 kB, 317×159, 2.689 mal angesehen
      Grüße aus der Ideenschmiede

      AQUADRIVER®
      Meisterbetrieb für Feinwerkmechanik
    • Hi Tom, tolles Projekt und ein echter Männerraum :D

      Bezüglich deines Luftaustauschs kann ich mich Carsten nur anschließen,

      ich habe solche Wärmetauscher schon mehrfach für meine Bauherren eingeplant, zwar in einer anderen Ausführung, aber das Prinzip ist das gleiche. Als normaler Wohnraumlüfter zieht ein Ventilator die Luft aus dem Wohnraum durch eine Keramik die aufgeheizt wird, nach einer gewissen Zeit schaltet der Lüfter sozusagen vom Saugbetrieb auf Druckbetrieb und bläst kalte Außenluft durch die aufgeheizte Keramik nach innen, somit wird die Abwärme der Innenluft zum Aufheizen der Außenluft verwendet.

      In deinem Fall müsste man nur mit zwei getrennten Kanälen und 2 Lüftern arbeiten, um immer feuchte Luft nach außen und gleichzeitig trockene Luft nach innen zu befördern, genau wie in Carstens Grafik.

      Bei Fragen helfe ich dir gerne.

      Viele Grüße
      Sebastian
    • Hallo Thomas,

      Glückwunsch zum Eigenheim, bleibt ihr in Steglitz?. Da bin ich aber mal gespannt wie es bei dir in Zukunft aussieht :D

      Was passiert mit deinem LPS-Becken, ziehen die Tiere mit ins das neue Becken um?

      Vermutlich wird es nach dem Umzug jede Menge neue Ableger geben...irgendwo bricht immer was ab, egal wie vorsichtig man ist.



      Gruß

      Christian
    • Carsten P schrieb:

      Hallo Tom,

      tolles Projekt..... !

      Wenn Du die Feuchtigkeit los werden musst, aber gleichzeitig die Wärme im Haus halten willst.... (was nebenbei bemerkt sehr vernünftig ist !) solltest Du Dir mal einen Luft Luft Wärmetauscher oder auch Kreuzstromwärmetauscher ansehen. Die Abluft überträgt seine Wärme mit diesem System auf die Zuluft und Feuchtigkeit wird abgeführt , fällt auch zum Teil in Form von Kondensatwasser an und kann so beseitigt werden.

      Das ganze ist nicht so kompliziert wie es zunächst vielleicht aussieht.

      Ich bin auch gespannt wie es weiter geht !

      Grüße
      Carsten

      Ich wollte einen solchen Lüfter mit Wärmerückgewinnung von der Firma "Meltem" einbauen.
      Die ziehen aber 60-100qm !!! Luft aus dem Gebäude.
      Mein Schornsteinfeger hat sofort ein Veto eingelegt.

      Ich habe letzes Jahr einen Beitrag hier im Forum geschrieben ("Luftfeuchte durch Verdunstung").
      Da wurde auf 2 Seiten einiges dazu geschieben.
      LG
      Ameo
    • Hallo Ameo,

      ja.....ein wichtiger Punkt!

      Falls es eine Feuerstätte also z.B. einen Kaminofen gibt sind natürlich einschlägige Normen und Sicherheitsrichtlinien zu beachten.
      Das gild im übrigen auch für banale Dunstabzugshauben in der Küche, die in einer offenen Bauweise, in gleichen Räumlichkeiten wie der Ofen steht.

      Man muss hier schon aufpassen und einen Expertenrat einholden!

      Gruß
      Carsten
      Grüße aus der Ideenschmiede

      AQUADRIVER®
      Meisterbetrieb für Feinwerkmechanik
    • Hallo Ameo,

      bei der Version mit umschaltbarem Lüfter muss in der Tat aufgepasst werden, dass sich im Haus kein Unterdruck bildet der Kohlendioxid haltige Luft aus dem brennenden Kamin in den Wohnraum zieht. Bei der Verwendung von einem Lüfter zur Luftabsaugung und einer gleichzeitigen Lufteinspeisung über den Wärmetauscher besteht diese Gefahr jedoch nicht. Nichts desto trotz habt ihr recht, das sollte vorher unbedingt mit dem Bezirksschornsteinfeger abgesprochen werden (falls ein Kamin vorhanden ist) um keine Probleme zu bekommen.

      Grüße
      Sebastian
    • Hallo zusammen,

      die Abluft ist tatsächlich das größte Problem bei der Anlage. Den Rest habe ich im Griff. Es gibt zwei Grundideen:

      1) Die Wärme muss aus den Raum raus
      2) Die Feuchtigkeit muss aus der Luft

      Als Grundlage: Der Keller besteht aus drei Räumen:
      - Hauswirtschaftsraum (HWR) 13m²
      - Aqarium- und Technikraum 7,5m²
      - "Herrenzimmer" 25m²


      zu 1)
      Die Wärme muss in erster Linie aus dem 2,5m x 3m großen Technikraum raus, weil sonst das Becken überhitzt. Immerhin werden etwa 2000W an Beleuchtung ordentlich Wärme abgeben. Optimal wäre es, die Wärme dazu nutzen zu können, um den Rest des Kellers heizen zu können.

      zu 2)
      Das Wasser muss aus der Luft, bevor diese in den restlichen Keller geleitet wird.

      Wie Carsten schon schreibt, wäre hier ein Kreuzwärmetauscher eine gute Wahl, um die Feuchtigkeit aus der Luft zu bekommen, da das Wasser um Wärmetauscher kondensiert und abgeführt werden kann. Allerdings bewirkt ein Kreuzwämetauscher, dass die Temperaturzonen erhalten bleiben. Die Wärme wird somit nicht aus dem Raum abtransportiert. Hier würde sich ja ein Bayernlüfter zwischen Technikraum und HWR anbieten.

      Damit die Kondensation im Wärmetauscher funktioniert, sollte der Unterschied zwischen Außenluft (Hier: Luft aus dem HWR) und Innenluft (Technikraum) möglichst groß sein. Es wäre also gar nicht so gut, den HWR zu heizen, wenn man eine Temperaturdifferenz erhalten möchte. Angenommen, es würde funktionieren, dass die Luftfeuchte im Technikraum durch den Kreuzwärmetauscher auf ein annehmbares Maß gesenkt wird, könnte man, wenn die Temperatur im Technikraum zu hoch wird, die Luft mit der Luft aus dem Herrenzimmer tauschen. Kurz gesagt:
      - HWR bleibt ungeheizt für Temperaturdifferenz
      - Technikraum entfeuchtet
      - Wärmetausch durch Lüftung zum Herrenzimmer

      Die Lüftung zum Herrenzimmer könnte durch einen temperaturgesteuerten Ventilator realisiert werden.


      Was haltet ihr von der Idee? Wie wären eure Vorschläge?

      Gruß,
      Thomas
    • Hi zusammen,

      Der Umzug wird eine große Herausforderung. Ich bekomme jetzt schon graue Haare, da auch keine Zeit für eine lang angelegte Einfahrphase ist.

      Zur Lüftungssituation:
      Wir haben tatsächlich Luftschächte, einen im Herrenzimmer und einen im HWR. Es handelt sich um solche Modelle:


      Auf dem angehängten Foto sieht man sie Situation im HWR. Der Wand-Fortsatz an der Treppe wird als Trennwand durch den Raum verlängert. Der Bereich dahinter wird dann der HWR.

      Das Fenster wäre die einzige Möglichkeit, die Abluft nach draußen zu führen. Allerdings könnte man das Fenster auch Herausnehmen oder verkleinern, um eine Durchführung für die Abluft zu ermöglichen.

      Gruß,
      Thomas
      Bilder
      • Keller.jpg

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    • ... oder halt doch als relativ günstige Lösung ein Luftentfeuchter wie dieser hier, der zwar 370W nimmt, aber auch nicht im Dauerbetrieb laufen müsste. Bei 5h Betrieb am Tag lägen die monatlichen Stromkosten bei ca. 15€. Das wäre zu verschmerzen.

      Dann könnte man einen Zyklus schalten:
      1) Luft im Technikraum trocknen
      2) Luft in Herrenzimmer abblasen (Wärme raus)
      Über den Profilux wäre das kein Problem.

      Übrigens werden alle offenen Becken, die nicht beleuchtet werden, abgedeckt. Das habe ich jetzt schon bei meiner Anlage umgesetzt und konnte die Verdunstung etwas eindämmen.

      Gruß,
      Thomas
    • Hallo Thomas,

      viele Wege führen nach Rom. Spontan würde ich mich an Deiner Stelle wohl für den Bayernlüfter zwischen Technikraum und Deinem Zimmer entscheiden. Der Bayernlüfter ist ja auch nichts anderes wie ein kleiner Kreuzströmer und führt Kondensat ab. Strom frisst er auch nicht viel da dort nur ein kleiner Ventilator verbaut ist. Bedeutet also das er sparsam, dauernd in Betrieb sein könnte. Der Anschaffungspreis und der Montageaufwand ist ebenfalls überschaubar.

      Viele Grüße
      Carsten
      Grüße aus der Ideenschmiede

      AQUADRIVER®
      Meisterbetrieb für Feinwerkmechanik
    • Hi Carsten,

      Google hilft. Wenn ich diese Tabelle richtig verstanden habe, dann liegt der maximale Wirkungsgrad, wenn ich zwischen beiden Räumen ohne künstliche Kühlung des Kondensators über einen Kreuzwärmetauscher arbeite wie folgt:

      20°C Herrenzimmer (klingt inzwischen bescheuert, aber nennen wir es mal so, des Unterschieds halber)
      26°C Aquariumzimmer
      Taupunkt 22°C bei 26°C bedeutet eine Kondensation bis etwa 70% Luftfeuchte.

      Das bedeutet, dass ich in dem Szenario die Luftfeuchte mit dem Bayernlüfter auf höchstens 70% drücken kann. Dann diffundiert die Luft mit 70% Feuchte in den Rest des Kellers. Dieser hat dann eine Wandtemperatur von Pi mal Daumen 15°C. Bei 20°C Raumtemperatur zu 15°C Wand kondensiert Wasser ab 75,4% Luftfeuchtigkeit. Nasse Wände gäbe es bei 13°C Wandtemperatur.

      Liege ich mit der Rechnung richtig? An sich sollte das doch so klappen, oder was meinen die Fachleute?

      Gruß,
      Thomas
    • Hallo Thomas,

      das eine direkte Anbindung an einer Lüftung somit nicht möglich ist macht es natürlch nicht einfacher. Ich muss mir auch eingestehendas ich in Lüftungsfragen kein Fachmann bin.
      Trotzdem ist es wichtig mal ein paar harte Fakten zu bekommen. Und dafür ist ja dieses Forum super !

      Welche Erfahrungswerte gibt es bei unseren Technikraumnutzern ?

      z.B.

      -offene Wasserfläche (Oberfläche der Becken inkl. Filter)
      -Raumvolumen des Technikraumes
      -Temperaturen in und um den Technikraum
      -Raumgrößen um den Technikraum
      -sonstiges

      Also..... Erfahrungen auf den Tisch ! :yidee

      Viele Grüße
      Carsten
      Grüße aus der Ideenschmiede

      AQUADRIVER®
      Meisterbetrieb für Feinwerkmechanik
    • Hallo

      Das Lüftungsbedürfnis habe ich bei meinem isolierten aber ungeheizten Technikraum unterschätzt.

      Viel Becken in wenig Raum, nur teilweise abgedeckt -> Somit massive Verdunstung.

      Badlüfter nach draussen mit Luftfeuchtesteuerung funzt nicht, zumindest die Steuerung ging auf Störung, da zuviel Nass in der Luft. Nun läuft er im Dauerbetrieb und alles ist ok. Frischluft kommt aus dem Wohnraum darüber via Ablaufbohrungen, resp. den Zwischenräumen. Unterdruck ist somit kein Problem. Nicht gerade Energieeffizient, aber einfach und günstig, auch was Reparaturen betrifft. Schliesslich ist Meerwasser-Abluft recht aggresiv, weshalb ich herkömmlichen Lüftungskomponenten keine lange Lebensdauer gebe.

      Ich stelle mir aber immer noch vor, dass wenn die Becken konsequent abgedeckt werden und die Abluft des AS direkt nach draussen geht, das Feuchteproblem keins mehr ist und der Badlüfter feuchtigkeitsgesteuert ausreicht. Allerdings sind es bei mir 7 Meter AS-Abluftschlauch, ob das klappt, frage ich mich. Und 7 Meter ozonfester Silikonschlauch geht schon ins Geld. Besonders wenn der Erfolg unsicher ist.

      Entfeuchter habe ich übrigens auch probiert, infolge gefühlten 23 Laufzeit pro Tag wieder abgestellt, der Stromverbrauch ist massiv.

      Was übrigens auch nicht unterschätzt werden darf, ist der Geruch des AS. Nur schon daher würde ich auf jeden Fall nach draussen lüften und nicht nur ins Herrenzimmer. Soll ja kein Müffelzimmer werden... ;)

      Gruss
      Andi
    • Hallo Andi,
      vielen Dank für Deinen Beitrag! Somit sollten also schon mal zwei Rohre nach außen zum Luftschacht geführt werden. Eins für die Zu- und eins für die Abluft. Dazwischen käme dann ein Wärmetauscher


      Übrigens kann man sich ja einen Kreuzstrom-Wärmetauscher relativ einfach selber bauen. Auf die Idee komme ich, weil so ein Lüftungsgerät Minimum 500€ kostet und rein technisch gesehen nur ein Kasten mit dem Wärmetauscher sowie zwei Ventilatoren plus Steuerelektronik ist. Abgesehen vom Bayernlüfter sind die Wärmetauscher aus Metall oder Zellulose und somit für Meerwasser-Abluft ungeeignet. Auch die Steuerelektronik würde bei der salzigen Luft sicher schnell das Zeitliche segnen.

      Da wäre es einfacher, einen simplen Kreuzstrom-Wärmetauscher ohne Steuerelektronik selbst zu bauen. Der Tauscher an sich ist kein Hexenwerk. Aus 0,3mm Tiefziehfolie und 3mm-PVC-Hartschaum-Stegen zur Luftführung sollte man verhältnismäßig leicht einen Gegenstromtauscher mit 20-30 Lagen aufbauen können, der vielleicht nicht ganz so strömungsoptimiert wie der Tauscher des Bayernlüfters ist, aber mit etwa 20€ Materialkosten nicht besonders ins Gewicht fällt.

      Den Kasten zur Luftverteilung würde ich ebenfalls aus PVC-Schaumplatten konstruieren. Ein netter Betrieb aus der Nachbarschaft schneidet mir das Material auf Maß zu.
      Im Gegensatz zu den üblichen Geräten würden bei mir die Ventilatoren auf der Abluft-Seite angebracht werden. So sollte ein Teil der Luftfeuchte bereits um Tauscher kondensieren, bevor sie durch den Ventilator geht und die Elektronik schädigt.

      Was haltet ihr von der Idee?

      Gruß,
      Thomas
    • Hallo,

      hat dein Keller irgend ein Fenster oder etwas in der Art. Wenn nicht, wäre das auch kein Beinbruch.

      Sieh dir das mal an, alles was du benötigen würdest, wäre eine Kernbohrung und einen Spaten.


      Hier der Link.


      LG
      Daniel

      PS: Die Bayernlüfter habe ich mir damals auch angesehen, waren aber indiskutabel. Wir haben deshalb diverse Inventer eingebaut. Selbst in einem Bad mit Whirlpool hat der Lüfter gute Arbeit geleistet.
    • Hi Daniel,

      der Inventer arbeitet ja zweistufig. Erst wird Luft aus dem Raum gesogen und dabei die Keramik erwärmt. Im zweiten Schritt wird wieder Luft zugeführt und dabei an der Keramik erwärmt. Wenn jetzt die Luft abgezogen wird, strömt aber an einer anderen Stelle kalte Luft ins Haus, um den Unterdruck auszugleichen. Das möchte ich vermeiden.

      Anbei mal eine Idee, kurz in 3D aufgerissen, wie ich mir meinen Wärmetauscher vorstelle. Simpler geht es nicht. Man benötigt nur eine einigermaßen steife Folie, PVC-Hartschaumplatten für die Stege, Kleber und ein Teppichmesser.

      Eine Kernbohrung können wir leider nicht machen, da der ganze Keller unterirdisch ist. Ansonsten müsste man Erde abtragen und die Versiegelung der schwarzen Wanne durchbrechen. Das wäre mir zu riskant. Einfacher wäre es, den Luftaustausch über den Lichtschacht zu machen. Vorbei die warme Abluft weiter nach oben abgeführt wird. Für das Fenster gibt es, soweit ich das gesehen habe, Kunststoffeinsätze, mit denen man die Durchführung der Rohre realisieren kann.

      Gruß,
      Thomas

      Bilder
      • Tauscher.jpg

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      • cache_2416098074.jpg

        86,66 kB, 800×600, 786 mal angesehen
    • Hallo,

      ich denke nicht, dass eine Entlüftung zwischen Technikraum in der Wohnung und der Wohnung selber sinnvoll ist. Das Wasser in der Luft muss raus ins Freie und nicht in die Wohnung.
      Ich würde sehen, ob ich die zwei Leitungen für den Bayernlüfter bis zu einer Außenwand legen kann (eventuell mit leichten Gefälle für Kondenswasser).

      Das gleiche gilt für den Inventer. Hier gibt es allerdings das Problem, dass der Luftstrom alle 75 Sekunden wechselt. Bei zu langen Leitungen wird die Luft nur im Rohr hin und her bewegt.

      LG
      Daniel
    • Hi Daniel,

      stimme Dir zu, dass der Technikraum Zu- und Abluft nach draußen braucht. Die Entfernung zur Außenwand sind etwa 3m, also wären da zwei Rohre angebracht. Die Optik ist da nachgeordnet, da verlaufen eh schon die Versorgungsleitungen und die Fernwärme.

      Was für ein Aufwand sind denn die Kernbohrungen? Wir wird der Durchlass nachher versiegelt, so dass kein Wasser ins Mauerwerk kommt?

      Gruß,
      Thomas
    • Hallo,

      das kannst du selbst machen, oder eine Firma beschäftigen. Das Ganze wird nach dem Einbau abgedichtet. Eine Firma macht das sicher für ein "paar" EUR

      Bei den Bayernteil reicht übrigens eine Hartmetall-Bohrkrone mit langen Schaft aus.

      So sieht das außen aus.

      LG
      Daniel
    • Hallo,- ich glaube leider nicht, dass das Bayernluft-Gerät mit der enormen Menge fertig wird, welches die große Oberfläche deines Beckens absetzen wird.
      Hier ein Auszug aus einem email-Verkehr mit Bayernluft, die übrigens sehr kompetent und hilfsbereit sind.
      Für mich fällt das alles leider flach, weil meine "Lebensgefahr" eher auf mich und das Becken als auf den offenen Kamin verzichtet.



      Sehr geehrter Herr Ameo, -
      die Entfeuchtungsleistung durch Lüften hängt entscheidend vom absoluten
      Feuchtegehalt der Außenluft ab.
      Einen sehr unkomplizierten Feuchterechner finden Sie z.B. unter:
      bastelitis.de/luftfeuchtigkeits-rechner/
      Hier ein
      Beispiel:
      Außenluft 0°C mit 95% relativer Luftfeuchte. Das entspricht einem absoluten Wassergehalt
      von 4,6 Gramm pro Kubikmeter Raumluft
      15°C mit 65% relativer Luftfeuchte. Das entspricht 8,3 g/m³

      Die Differenz pro m³ sind also 3,7 g/m³ Multipliziert mit 20 m³, die unser Gerät
      jede Stunde wechseln kann, werden also 74 g Wasser pro Std. ausgelüftet, was
      pro Tag rund 1,8 Litern entspricht.
      Multipliziert mit 7 Tagen wären dies 12,6
      Liter pro Woche.
      Die 40 Liter, die in Ihrem Fall verdunsten werden also nur anteilig ausgelüftet,
      allerdings mit sehr geringem Stromverbrauch von max. 6 Watt. Bei kälterer
      Witterung ist die Entfeuchtungsleistung höher, bei wärmerer Witterung und
      entsprechend schwüler Luft im Sommer geht sie auch deutlich zurück.

      Das Kondensat wird im Normalfall über das Fortluftrohr ausgeleitet. Sobald Sie aber
      dieses Rohr nach oben verziehen müssen, würden Sie z.B. ein T-Stück mit
      Schlauchanschluss am tiefsten Punkt setzen und das Kondensat im Raum auffangen
      bzw. auch ins Becken zurück führen. Je nach Außentemperatur muss der Taupunkt
      nicht zwangläufig unterschritten werden. Dann fällt kein Kondensat an und die
      Entfeuchtung ist rein gasförmig, indem z.B. gesättigte Luft hinaus und trockene
      Luft herein kommt.
      Ich hoffe esi st wieder alles verständlich und wie gewohnt stehe ich gerne für Rückfragen
      zur Verfügung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ameo ()

    • Hallo Ameo,

      dafür gibt es sogenannte Luftduckwächter.

      Den durften wir einbauen ;( , obwohl es Quatsch ist (zu mindestens bei uns.).


      Hallo

      das sollte man das schon genau am jeweiligen Beispiel durchrechnen:

      Bei 25 Grad und 99% Luftfeuchtigkeit hat man 23,53 g/m3 Wasser in der Luft.
      Bei einer Außentemperatur von 5 Grad und 99% Luftfeuchtigkeit (Nebel im Herbst) sind es nur 6,79 g/m3 Wasser in der Luft.
      (an einem kalten Frosttag -5 Grad und 40% Luftfeuchtigkeit sind nur noch 1,36 g/m3 Wasser in der Luft)

      Also, genau dann, wenn wir die Lüftung dringend benötigen (also im Winter, im Herbst usw.) funktioniert diese am besten, was die Entfeuchtung betrifft.

      Bei dem Beispiel oben (plus 5Grad) haben wir also eine Differenz von 16,74 g/Stunde und m3. Bei 20 m3 und 24 Stunden wären das 8 Liter am Tag.

      Wenn die Luft gesättigt ist, verdunstet zudem kein Wasser mehr aus dem Becken........

      LG
      Daniel
    • Hi zusammen,

      vielen Dank für die Ausführungen! Vor allem über den Bericht vom Bayernlüfter. Im Sommer sind bei meiner aktuellen Anlage schon mal 30l/Tag verdunstet - allerdings mit einem großen Ventilator auf die Wasseroberfläche gerichtet. Bei solchen Bedingungen würde ich in Zukunft auch einfach alle Fenster aufreißen und querlüften.

      Jetzt experimentiere ich erst mal ein wenig. Was gesetzt ist, sind zwei Kernbohrungen für die Be- und Entlüftung. Was daran angeschlossen wird, ist noch verhandelbar ;).
      Bestellt habe ich mir zumindest schon mal 10m Tiefziehfolie in 55cm Breite. Inkl. Versand kostet die 22€, da ist der Verlust nicht so groß, wenn es nicht klappen sollte.
      Meine ursprüngliche Idee vom Wärmetauscher muss noch etwas verfeinert werden. Wenn die Luft im Mittenbereich ungehindert durchströmen kann, ist die Kontaktfläche zu klein.
      Deswegen muss hier ein Wellenprofil eingearbeitet werden. Weil ich schon über so etwas nachgedacht habe, habe ich Tiefziehfolie bestellt und das Tiefziehen ist mit Hausmitteln (Backofen, Holzkiste + Staubsauger) recht gut möglich.
      Auf Youtube gibt es diverse Tutorial zum Tiefziehen von Modellauto-Karosserien - da ist meine Riffelstruktur ein Kinderspiel im Vergleich.

      Für den Tauscher habe ich mir eine Grundfläche von 20x55cm überlegt. Damit bekomme ich mit Verschnitt gute 30-40 Ebenen aus meinem Stück Folie. Mehr Ebenen hat der Bayernlüfter auch nicht und wenn alles klappt, hat mein Tauscher eine größere Oberfläche.

      Gruß,
      Thomas
    • Hi zusammen,

      hier mal ein Update aus meinem kreativen Chaos.

      Das Tiefziehen der Folie klappt ganz gut und so langsam entsteht mein Gegenstromwärmetauscher. Rein optisch sollte das passen. Ich bin mal auf den ersten Probelauf gespannt. Für die spätere Anlage werde ich wohl zwei von den Dingern brauchen ... einen zum Erwärmen der Zu- und Abluft und einen für den Wärmetausch für den restlichen Keller. Die Konstruktion aus der Tiefziehfolie war sehr hilfreich, um zu lernen vorauf es ankommt. Bei meinen Recherchen habe ich dann auch Quellen gefunden, über die ich Wärmetauscher gefunden, die die Kriterien für salzige Abluft erfüllen. Vielleicht kommt in der finalen Anlage dann doch kein DIY-Gerät zum Einsatz ;). Mal schauen.

      Anbei noch ein paar Fotos vom Bastelfortschritt.

      Gruß,
      Thomas
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