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Fragen zur Phytohaltung

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    • Fragen zur Phytohaltung

      Hallo Forum,

      Da ich seit geraumer Zeit Phytoplankton ziehe um mein Becken und eine kleine Zooplanktonzucht zu versorgen hab ich ein paar Fragen.

      Wie schafft man es am besten die Zucht sauber zu halten ?

      Bei welcher Temperatur haltet und vermehrt ihr euer Phytoplankton ?

      Womit düngt ihr und mit welchen Leuchten wird wie lange beleuchtet. ?

      Bei mir werden leider immer wieder einzelne Behälter in relativ kurzer Zeit braun ...so das ich von einer Verschmutzung mit Bakterien oder Zooplankton ausgehe.

      Die Gefäße so wie die Luftröhrchen werden regelmäßig mit Chlor gewaschen und heiß ausgespült.

      Es wird ausschließlich mit frischem Osmosewasser und TM Meersalz gearbeitet, und beim Befüllen wird alles durch ein 11mü Sieb geschüttet.

      Die Raumtemperatur beträgt zwischen 21 und 24 Grad und der Salzgehalt ist so wie im Aquarium auch bei ca. 1.023


      Gegen ein paar Erfahrungen und oder Tipps hätte ich wie immer nichts einzuwenden.

      Anbei ein Bild von meinem " Versuchsaufbau "
      Bilder
      • Planktonschrank.jpg

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      Gruß vom Nils

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      Erfolg ergibt sich grundsätzlich aus Versuchen und Scheitern....!


      Hier gehts zu unserem Aquarium ...
    • Hallo Nils,

      wielange und einfach oder schwer eine phytozucht sauber bleibt,und bei welcher temperatur , hängt natürlich auch schwer von der jeweiligen art ab.

      Grundsätzlich habe ich meine kulturen immer kühler als allgemein empfohlen gefahren (gerne um 15 grad,ausser isochrysis eigentlich nichts über 20),dann wachsen sie nicht (alle) gleich schnell,sie kippen aber auch nicht so schnell um

      ich hatte immer f/2 verwendet das funktionierte immer gut

      empfindliche arten reagieren schnell negativ auf überdüngen und kippen dann schnell ,also lieber öfter und weniger düngen,und ab und an nachmessen (teststreifen)

      als beleuchtung eine sparbirne (aber gerne etwas kraftig,hängt natürlich auch von der behältergrösse ab) daylightfarbe oder weiss

      bei dir hängen die birnen etwas weit von den behältern ab , ich hatte ähnliche wie du,aber 4 im quadrat,und eine birne in der mitte (hab'leider kein bild mehr davon,aber so hübsch wie bei dir sah es bei mir auch nie aus ;) ) direkt am glas

      11 my kann schon zu gross sein,ich habe immer alles wasser für die kulturen durch einen kaffefilter gemacht

      salzgehalt wie du

      mfg Thomas
      GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
      mein Bilderbuch
    • Hallo Nils,

      Thomas' Erfahrung teil ich im Großen und Ganzen. Seit längerem schon hab ich nur mehr Nannochloropsis salina in Kultur, die früher gezogene Rhodomonas baltica war mir wegen des Aufwands (mehrere Backups, weil diese Alge bei der geringsten Kleinigkeit abschmiert) zu aufwändig.

      Ich scheib, das, was mir dazu noch einfällt, an der passenden Stelle in Thomas' Text.

      Thomas Engels schrieb:

      Hallo Nils,

      wielange und einfach oder schwer eine phytozucht sauber bleibt,und bei welcher temperatur , hängt natürlich auch schwer von der jeweiligen art ab.
      Da gab's mal eine Tabelle von Richard L.Hubbard im Web mit den gängigen Arten und den Umweltparametern in ihrem natürlichen Lebensraum. Ich werd schauen, ob ich die irgendwo gespeichert hab. Im Web gibt es sie nimmer.

      Grundsätzlich habe ich meine kulturen immer kühler als allgemein empfohlen gefahren (gerne um 15 grad,ausser isochrysis eigentlich nichts über 20),dann wachsen sie nicht (alle) gleich schnell,sie kippen aber auch nicht so schnell um
      Meine Kulturen stehen im Keller und im Schrankraum bei max. 24°.

      ich hatte immer f/2 verwendet das funktionierte immer gut
      Ja. Die Mischung für das f/2-Medium importier ich sogar selber von Varicon, weil es das bei uns nicht gibt und es eine Zeit lang auch in D nicht zu bekommen war. Dieser Dünger ist (entgegen anderslautender Empfehlungen) auch für Rhodomonas geeignet.

      empfindliche arten reagieren schnell negativ auf überdüngen und kippen dann schnell ,also lieber öfter und weniger düngen,und ab und an nachmessen (teststreifen)
      Nicht nur empfindliche Arten tun das, selbst die Waldundwiesenalge Nannochloropsis salina schmiert ab, wenn zuviel gedüngt wird. Ich setz die neuen Kulturen deshalb mit ca. 25% von der Altkultur gleich etwas dichter an und düng dafür nicht nach.

      als beleuchtung eine sparbirne (aber gerne etwas kraftig,hängt natürlich auch von der behältergrösse ab) daylightfarbe oder weiss
      Bei mir sind's T8-Balken mit daylight-Röhren, im Keller sind sie an der Wand hinter den Flaschen montiert.

      bei dir hängen die birnen etwas weit von den behältern ab , ich hatte ähnliche wie du,aber 4 im quadrat,und eine birne in der mitte (hab'leider kein bild mehr davon,aber so hübsch wie bei dir sah es bei mir auch nie aus ;) ) direkt am glas
      Bei mir schaut's auch nicht so hübsch und professionell aus wie bei Nils =) Ich verwend 1,5 l PET-Flaschen im Keller und solche mit 0,5 l im Schrankraum. Letztere sind von den frisch gepressen Fruchtsäften vom Spar und zeichnen sich durch eine glatte Wand aus, was die Reinigung erleichtert.

      À propos Reinigung: Diesen Punkt halt ich für wesentlich. Nach Gebrauch werden die Flaschen heiß ausgespült, dann nacheinander je 1 Tag mit NaClO (Natriumhypochlorit/Danclorix)-Lösung und verdünnter HCl behandelt und anschließend noch einmal gründlich mit Leitungswasser gespült.


      11 my kann schon zu gross sein,ich habe immer alles wasser für die kulturen durch einen kaffefilter gemacht
      Ich filtere durch doppelt zusammengelegtes Küchenpapier. 11µ kommt mir aber eh sehr fein vor. Fremdalgen lassen sich durch das Filtern aber eh net beeindrucken. Flagellaten wie etwa Oxyrrhis marina sollten durch 11µ auch nimmer durchgehen, sind aber immer wieder gut für Überraschungen.

      salzgehalt wie du
      Dito. Die mitunter empfohlene Salinität >40 psu muss nicht sein.
      mfg Thomas

      Liebe Grüße
      Linda

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Linda ()

    • Hallo zusammen ,

      was es gibt kein f/2 mehr zu kaufen in De,das ist ja tragisch...dort gibt es das zeug,und mehr sachen,die man nicht überall so bekommt :

      florida-aqua-farms.com/product…re/micro-macro-nutrients/

      meine lieblingsbehälter waren zylinderglasvasen, 5l ,haben glatte wände und sind somit gut zu reinigen , a la dies hier :

      ikea.com/no/no/catalog/products/60223328/

      ...sollte man natürlich einen passenden deckel zu finden/basteln
      GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
      mein Bilderbuch

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Thomas Engels ()

    • Linda schrieb:

      Ja. Die Mischung für das f/2-Medium importier ich sogar selber von Varicon, weil es das bei uns nicht gibt und es eine Zeit lang auch in D nicht zu bekommen war. Dieser Dünger ist (entgegen anderslautender Empfehlungen) auch für Rhodomonas geeignet.



      Hallo Linda,

      also ich hatte hier in DE nie Probleme. Das Pulver, ja... das stimmt, das gab es eine Zeit nicht. Nur angerührte Flüssigkeit, die natürlich nicht so lange haltbar ist.
      Peter Steinbauer hat da aber zum Glück vor mehr als 1 Jahr Abhilfe geschaffen:
      plankton-zoo.de/shop/zubeh%C3%B6r/#cc-m-product-12991648430

      Walnes bietet er auch an, welches ich zur Zeit nutze.
      Schöne Grüße
      Karin
    • Hallo Karin & Thomas,

      es ist ein Nebenschauplatz, aber nur zur Erklärung: Phytoplankton zücht ich seit 2009 (ich brauch's ja für die Copepodenzucht wegen der Seepferdchen) und bin deshalb auf die sichere Versorgung mit dem Dünger angewiesen. 2010 hab ich tatsächlich keinen Lieferanten für das f/2-Pulver gefunden in A und D, nachdem ich meinen vorherigen plötzlich nicht mehr erreichen konnte. Das war lang bevor Peter aktiv wurde. Aber natürlich ist es gut, dass es jetzt mehrere Anbieter gibt und es schon lang nicht mehr zu Engpässen gekommen ist.

      Denn soviel ist sicher: Das Guillard-Medium ist für die Phytoplanktonzucht unerreicht, und etwa für Rhodomonas ist das Walnes-Medium die noch bessere Wahl.

      Übrigens - für die, die's noch nicht kennen: Die Uni Göttingen hat eine umfangreiche Algenbank und mit der EPSAG ein Department, das Kulturen zum Kauf anbietet. Einzig der Preis ist für Private (die da gleich behandelt werden wie kommerzielle Unternehmen) sehr hoch. Die Informationen über die Kulturmedien sind allerdings gratis. Aber nicht umsonst =)

      Liebe Grüße
      Linda
    • Hallo

      Danke für die vielen Informationen.

      Mein Phyto müsste auch nannochloropsis salina sein.

      Ich habe den PhytoSpezial K2 Dünger von Korallenplanet , werde jetzt mal deutlich weniger nehmen und beobachten ob es was ändert.

      Hab die braun gewordenen Behälter mal mit dem Mikroskop untersucht ....kann aber nichts Zooplanktonähnliches finden.( es bewegt sich nichts)
      Gruß vom Nils

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    • Hallo Nils ,

      sind es die behälter,die braun werden,oder deren inhalt ?

      wenn grüne kulturen braun werden,kønnen eigentlich nur kieselalgen schuld dran sein (aber die benötigen silikat im dünger)

      wenn die behälterwände braun werden,deutet dies auf "abfall" der kulturen (ausgeflockte tote algenzellen oder cyanos) hin,was wieder durch überdüngung gefördert wird
      früher oder später ist das aber so oder so der fall,dann muss eben neu angesetzt und gereinigt werden

      wenn zooplankton reinkommt,wird alles blass ...

      ...bewegen können sich auch einige phytoplanktonarten (z.b. tetraselmis und iso) , die setzen sich aber nicht im üblichem nanno durch

      mfg thomas
      GRÜSSE AUS DEM HOHEN NORDEN
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