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Kunststoff-Aquarien Royal-Exclusiv ...

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    • Danke Klaus

      @tommy.. da trifft beides zu. Der Fischbesatz ist schon richtig alt, hab ich fast ohne Verluste von meinem alten Aquarium (Umzug....) übernommen. Der Desjardinii ist Handzahm, frisst mir das Futter aus den Fingern. So lange es so harmonisch und friedlich geht, wollte bzw. konnte ich mich nicht von den Doc´s trennen.


      MfG
      Marcus
    • Kunststoff-Aquarien Royal-Exclusiv ...

      Hallo.

      Da das Thema mit den Kunststoffbecken laut eines Nachbarthreads wieder Fahrt aufnehmen könnte, wollte ich mal allgemein nach dem aktuellen Stand fragen. Passt wohl hier auch besser rein.

      Wie kratzfest sind die Becken verglichen mit Glas und herkömmlichen Acryl-Becken so?
      Hat das mit der nur einen Sichtscheibe einen speziellen Grund?

      Viele Grüße
      Silvio
    • Hi Silvio ...

      nachdem wir die Vlieser-Dreamboxen nun in der Serie haben, widme ich mich persönlich neuen Entwicklungen zu . Das erste Voll-Kunststoffaquarium wird gerade mit Solid-Works konstruiert. Bis die ersten verkaufsfähigen Becken fertig sind, wird sicher noch bis Herbst dauern.
      Ich habe bestimmte Vorstellungen, wie so ein Becken aussehen soll. Ich möchte im Becken selber, keinerlei Technik sehen. Es gibt verschiedene Lösungsansätze, die ich in Prototypenaquarien testen möchte. Das erste Becken wird komplett mit zwei Closed Loop Pumpen und den Strömungsboxen gebaut, weil ich persönlich hier das größte Potential für eine ganz neue Strömungstechnologie sehe. Die xte. Variante mit Strömungspumpen, streben wir nicht an. Auch sehr große Becken, streben wir nicht an. Dieses Feld ist hervorragend besetzt durch die Firma Schuran, die sehr viel Erfahrung im Bau von großen Acrylbecken haben. Kann ich uneingeschränkt empfehlen.

      Deswegen wird erst mal ein kleines Becken gebaut mit nur einer Frontscheibe aus Evonik-Plexiglas. Plexiglas ist natürlich nicht so kratzfest wie Glas, aber bei entsprechender Behandlung/Pflege können solche Becken auch sehr alt werden.
      Man könnte durchaus ein Vollkunststoffaquarium bauen mit auswechselbarer Frontscheibe. Technisch und konstruktiv betrachtet, kein Problem... Etwas aufwendig, aber machbar....

      Bei mir privat wird aktuell eine Meerwasseranlage aufgebaut und da werden als erstes drei oder vier Vollkunststoffbecken im Filterkeller ausgiebig getestet in den Größen 120 x 60 x 60 cm, 160 x 80 x 60 cm und ein Becken mit 200 x 80 x 60 cm. Das werden die ersten Prototypen sein. Parallel wird ein solitäres Komplettaquarium gebaut mit den Maßen 120 x 60 x 50 cm....

      Der größte Vorteil von heißgasverschweißten Vollkunststoffbecken sind ihre Unverwüstlichkeit und dass sie nicht undicht werden können, sofern sie in den Ecken fachgerecht verschweißt wurden. Da ich etwas über 30 Jahre Erfahrung im Kunststoffschweißen mitbringe, trauen wir uns das zu, solche Teile zu bauen. Die entsprechenden Portalfräsmaschinen sind auch vorhanden.
      Es laufen bereits viele Refugien, sowie auch einige Aquarien aus Vollkunststoff bei Kunden. Gerade Refugien werden immer beliebter.

      Ein weiterer großer Vorteil von Kunststoffaquarien sind die verschweißten Durchbrüche. Es gibt ja faktisch keine Verschraubungen oder Verklebungen an diesen Becken, alle Rohre sind fest verschweißt von zwei Seiten. Da wird nichts mehr undicht.

      Die Strömungsboxen selbst sind nur 3 cm tief und sind auswechselbar über eine Art Schieber. So kann der Aquarianer auch unterschiedliche Varianten der Lochbelegung wählen. Oder selbst die Anordnung der Austrittsöffnungen bestimmen..... wir bieten auch ungebohrte Schieber an.

      Herzstück der ganzen Anlage sind die Closed Loop Pumpen, die unmittelbar unter der Strömungsbox montiert werden und zwar auf kürzestem Weg saugen die Pumpen an und blasen in die entgegengesetzte Box raus, so dass ein Sog-und Druckeffekt gleichzeitig entsteht, der faktisch (theorietisch) die Seitenwände als Strömungsbremse, aufheben sollen.... Ist zwar alles noch Theorie, bin aber sicher dass es funktioniert....

      Naturgemäß wird es deswegen erst mal die Variante mit nur einer Frontscheibe aus Plexiglas geben. Die restlichen Wände und Böden werden aus 12 mm Hart- PVC gefertigt. Die gesamte Konstruktion weist eine ganz klassische Passnut-Konstruktion auf, ähnlich wie bei den Dreamboxen. Es hat sich außerordentlich bewährt, dass alle aufrecht stehenden Teile, in den Boden und in den oberen Rahmen, 4-6 mm versenkt werden.
      Die gesammte Rückwand kann als Ablaufkammer dienen, bzw. kann man auch die Rückwand beleuchten mit LED Panels in einer Art doppelten Wand. Es ist eine Variante geplant, wo die Rückwand aus blauem translumiszenten Evonik-Plexiglas mit Hintergrundbeleuchtung ausgestattet wird. Der Tiefeneffekt verstärkt sich dadurch enorm. Wie die Korallen auf das zusätzliche seitliche Licht reagieren, wird man sehen.

      Dass diese Art der Meerwasseraquaristik ein neues Denken vorraussetzt, dürfte klar sein. Stein-und Geröllhalden gehen in diesen Becken nicht. Auch die Rückwände müssen dann gereinigt werden... Das ganze soll nach AquaScaping bzw. Mininmaldeko- Gesichtspunkten, gestaltet werden. Viel Licht, viel Strömung, gute Abschäumung... Hier hat vieles mit Design zu tun. Meerwasseraquaristik hat generell auch viel mit Design zu tun und diese Art der Aquaristik, im Besonderen. Deswegen wird es mit Sicherheit auch ein Nischen- und kein Massenprodukt werden.


      Grüße ... Klaus
      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....