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Mein Wohnzimmerriff

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    • Mein Wohnzimmerriff

      Hallo liebe Meerwassergemeinde,

      wie im Vorstellungsthread bereits geschrieben ist mein Name ist Sebastian, ich bin 34 Jahre alt, wohne in der Nähe von Koblenz in RLP und bin sowohl neu im Forum als auch in der Meerwasseraquaristik.

      Ich habe seit meinem 18ten Lebensjahr immer wieder Süßwasseraquarien gehabt und hatte bis vor 6 Wochen noch ein 500 Liter Eheim Becken mit mehreren Diskus. Nachdem ich gemerkt hatte, dass sich unter dem Becken der Estrich unseres Neubaus anfing zu setzen (war mein Fehler, ich hab das Becken genau vor den Verteiler der Fußbodenheizung gestellt und da waren mehr Leitungen als Estrich im Boden :P ) und die Fußleiste bereits 1cm in der Luft hing, musste ich handeln. Als dann noch meine Frau fragte, ob wir uns nicht gleich vergrößern wollen, wenn ich ohnehin alles umräumen muss, folgte eins dem anderen so das wir am Ende bei einem größeren Becken und dem Umstieg auf Meerwasser gelandet sind.

      Seit dem habe ich mich versucht so gut wie möglich in die neue Materie einzulesen und habe auch bereits fleißig an der Umsetzung gearbeitet. Geplant haben wir folgendes:



      Becken: 300cm lang, 75cm tief und 70cm hoch (Wasserstand bei 60cm) mit Ablaufschacht, umlaufenden Glasrand und Verstrebungen

      Beleuchtung: Eigenbau LED mit Steuerung

      Strömungspumpen: vorhanden bereits 2x Tunze 6105 mit Multicontroller 7096, geplant noch 2x 6095 oder noch mal zwei 6105

      Abschäumer: geplant Aqua Medic acone EVO 1.5

      Technikbecken: im Keller bestehend aus meinem "alten" 500 Liter Eheim Becken mit Unterschrank



      Das hier war der letzte Stand meines Süßwasserbeckens, einige Fische waren bereits verkauft, ich hoffe es klappt mit dem Bild :D








      Nachdem ich von meinem Statiker das OK für die Betondecke hatte ging es weiter. Um mit dem neuen Becken nicht die gleichen Probleme mit dem Estrich zu haben, hab ich den kurzerhand entfernt



      Dann hab ich angefangen aus Porenbetonsteinen einzelne Pfeiler zu mauern, den untersten Stein hab ich immer eine Nummer größer gewählt, damit die Einbauschränke ein Auflager haben. Für die Leitungen der Fußbodenheizung hab ich die Steine unten ausgeschnitten, so musste ich keine Leitungen trennen und theoretisch kann alles wieder zurück gebaut werden.



      Da das Technikbecken im Keller stehen soll (zum einen will ich im Wohnbereich nicht mit Wasser panschen und zum anderen kommt so nicht noch mehr Gewicht auf die Decke) standen dann noch 3 Kernbohrungen durch Beton an, dank dem Bauhaus Leihgeräteservice ebenfalls in Eigenarbeit :D



      Hier das fertig gemauerte Ergebnis an Heiligabend, die Frau war schwer begeistert darüber das ich das Projekt noch vor Weihnachten starten musste :D .



      und hier mit den schwedischen Einbauschränken



      dann sollte natürlich alles zu unseren bestehenden Möbeln passen, das war nicht ganz einfach da der Farbton doch etwas seltener anzutreffen ist. Hier das Bestands-Sideboard.



      Und hier der Unterschrank nach erfolgreicher Folierung der Türen und dem Bau der Schubladenfronten und Verkleidungen mit strukturierter Oberfläche. Die Seitenverkleidung fehlt noch, ich hoffe damit werde ich heute fertig.



      Soweit der aktuelle Stand, ich freue mich auf eure Rückmeldung.

      Viele Grüße

      Sebastian

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Sebastian81 ()

    • Hallo Sebastian,

      ein tolles Projekt! :thumbsup:

      Vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lässt.

      Ich würde mich auch freuen, wenn du deine Bilder künftig hier im Forum hochladen würdest. Diese externen Anbieter nerven auf Dauer ein wenig... ;)

      Außerdem verschwinden die Bilder bei den Uploaddiensten häufig irgendwann. Dein Tagebuch wäre dann leider für spätere Leser nicht mehr nachvollziehbar.

      Ich bin gespannt, wie es hier weitergeht. :)

      Viele Grüße,
      Ina
    • Hallo Sebastian,

      herzlich Willkommen in unserer Runde!

      Erstmal ganz allgemein zu dem Projekt: Ich finde es toll, dass deine Frau dich so unterstützt! :D

      Die Größe ist schon mal eine Ansage, wow!
      Mich würde interessieren, was du für den Riffaufbau geplant hast (Material, Aufbau) und welchen Besatz du später pflegen möchtest.

      Die Bilder von deinem Unterschrank gefallen mir sehr gut! Sieht sehr stimmig aus!

      Wünsch dir weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung und freue mich, dass du hier über dein Projekt berichtest!

      Viele Grüße
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Hallo Corinna,

      ja über die Unterstützung meiner Frau bin auch ich sehr froh, sie hat Gott sei Dank auch Spaß am Aquarium und dem Einblick in die Tierwelt, ganz zu schweigen von unserem kleinen Sohn :D

      Zum Riffaufbau und Besatz haben wir uns natürlich auch schon Gedanken gemacht. Den Aufbau möchten wir recht "luftig" gestalten. Den Ablaufschacht werde ich mit Riffgestein verkleiden und die Strömungspumpen ebenfalls, dann werden mittig noch ein oder zwei steile Berge mit Plateaus entstehen, so das viel Schwimmraum für die Fische bleibt. Die Rückwand werde ich schwarz lackieren und nicht vollständig mit Riffgestein "verstecken". Auf jeden Fall möchte ich viele Höhlen und Versteckmöglichkeiten schaffen, um den Tieren auch Rückzugsmöglichkeiten bieten zu können.

      Beim Besatz steht bis jetzt nur ein Tier ganz fest, und das ist eine oder vielleicht sogar zwei Sternfleckenmuränen. Diese werden aber als letztes und als kleine Jungtiere einziehen, um sie mit dem restlichen Besatz bestmöglich zu vergesellschaften. Zumindest ist das bei meinen Recherchen dabei rausgekommen, da sie wenn als erstes eingesetzt gegenüber Neuankömmlingen wohl anders reagieren als wenn sie in ein besetztes Becken dazugesetzt werden.

      Ansonsten dachten wir an:

      2 Paare falsche Clown Fische mit 2 Blasenanemonen

      1 Paar Mandarinfische

      mehrere zitronenflossen Doktorfische/Rotmeer Doktorfische oder blaue Doktorfische (wir wissen noch nicht genau ob gemischt oder nur eine Gattung, jedenfalls eine Gruppe von 5-8 Tieren)

      Adamanen Fuchsgesicht 2-4 Tiere

      schwarze Segelflossen-Blennys

      eventuell ein Pärchen echter Mirakelbarsche

      einige bunte Lippfische aus dem Hause Cirrhilabrus

      Putzergarnelen/Einsiedler/Schnecken und eventuell einen Seeigel

      Das sind zumindest die Tiere, die ich mir erst einmal zutraue gesund halten zu können und auch vergesellschaften zu können nach allem was ich gelesen habe. Sollte ich damit falsch liegen, sagt es mir bitte, ich bin über jede Hilfe dankbar. Gerne würde ich natürlich auch einen Imperator Kaiserfisch halten, aber nach allem was ich gelesen habe ist selbst das Becken noch zu klein dafür und der Fisch sehr "schwierig", vor allem was Gesellschaft und Korallen angeht.

      Bei den Korallen wissen wir noch nichts genaues, interessant finden wir die Wunderkoralle und Margeritenkoralle, aber ich muss mich erst noch ausgiebig über die Haltung von SPS und LPS informieren, ich will da nicht gleich für Tote verantwortlich sein. Wenn das Becken Ende Februar gefüllt wird und wir dann Ende April mit stabilen Werten dastehen ziehen wahrscheinlich erst einmal die Clownis mit den 2 Anemonen ein, und dann ganz langsam Stück für Stück weiter.

      Ich würde mich über eure Rückmeldung zum Besatz sehr freuen, hoffe ich liege damit richtig :)

      Viele Grüße

      Sebastian
    • Hallo Sebastian,

      das klingt bis auf die Gruppe S. magnificus (Andamanenfuchsgesicht) doch ganz gut. Eine erfolgreiche Paarhaltung in privaten Heimaquarien scheint schwierig. Da würde ich mich vielleicht am ehesten mit J. Großkopf in Verbindung setzen, der hat in der Zusammenstellung von Paaren sehr viel Erfahrung. Evtl. kann auch hier noch jemand mehr dazu schreiben. Über eine Gruppenhaltung in Heimaquarien ist mir bisher nichts bekannt. Solltest du da Infos haben, würde ich mich über Links oder Quellen freuen. Zu der Haltung von den Sternmuränen können dir andere hier im Forum sicherlich berichten, evtl. einen Extra-Tröt starten oder in der Suche gucken, ob bestehende Themen reaktiviert werden können.

      Wenn du dich mehr über die Haltung von Anemonen informieren möchtest, kann ich dir diesen Link ans Herz legen:

      mathgame.de/Aqua/Anemonen-FAQ_Deutsch.pdf

      In der Regel ist es für die Anemonen besser, wenn das Aquarium schon stabil steht (mind. 6 Monate). Bei manchen klappts auch eher, aber dazu würde ich nicht guten Gewissens raten.

      Bedenke das die Rückwand später mit Kalkrotalgen zuwächst und du nicht zum Putzen rankommst bei der Beckengröße.

      An Büchern und zum Einlesen kann ich dir von Armin Glaser "Ratgeber Meerwasserchemie" empfehlen. Rüdiger Latka "Das Riffaquarium: Praxis für Neueinsteiger" fand ich auch hilfreich. Die Besatzvorschläge würde ich aber hier diskutieren.

      Ansonsten dann einfach hier fragen, fragen, fragen und viele Threads lesen ... :)

      Liebe Grüße und viel Spaß beim weiteren Einlesen
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • Guten Morgen zusammen,

      ich war in den letzten Tagen fleißig und so darf ich euch den fertigen Unterschrank (bis auf den Sockel) präsentieren:

      Auch die Verrohrung ist eingetroffen und ich hab bereits mit dem Bau der Rohre bis in den Keller begonnen.

      Soweit der aktuelle Stand. Am 19 Januar treffe ich mich noch einmal mit meinem Aquarienbauer zur Schlussbesprechung, dann bestellt er das Glas. Gibt es da noch Tipps für mich an was man noch denken sollte bzw. nützliche Gimmicks die man einbauen kann/soll.

      Bis jetzt ist geplant:

      Frontscheide in OptiWhite (Seiten kann man eh kaum einsehen)

      Ablaufschacht an Rückwand versetzt 2/3 zu 1/3 mit 4 Bohrungen (Ablauf/Überlauf/Rücklauf und einmal Kabelführungen)

      umlaufenden Glasrand wegen der geplanten Muräne als erster Ausbruchsschutz

      Ich freue mich auf eure Tipps und Ratschläge.

      Viele Grüße

      Sebastian
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    • Hallo Forum,

      es ging weiter mit dem Projekt. In den Weihnachtsferien hatten wir uns 40kg totes Riffgestein und ein paar gebrauchte Riffkeramikteile aus einer Beckenauflösung gekauft. Dazu sind dann noch 2 riesen Brocken gekommen, die ich bei einem Besuch bei Zoo-Zajac gefunden habe, und an denen ich nicht vorbei gehen konnte. Die meisten Steine in den Zoohandlungen haben ja überschaubare Größen, aber der eine Brocken ist fast 50 cm hoch und 35-40 cm breit und wiegt 22kg, noch dazu mit einer wie ich finde super schönen Oberfläche mit Tunneln und Gängen.

      Am Wochenende haben wir uns dann an die Reinigung des Riffgesteins gemacht. Zuerst alles mit dem Hochdruckreiniger von Dreck befreit, und da ist schon einiges runter gekommen. Auf dem letzten Bild sieht man die abgewaschenen Reste auf unserer Terrasse, und das sind nur die Reste die liegengeblieben sind
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    • Im Anschluss hab ich die Steine in ein altes Aquarium in Wasserstoffperoxid eingelegt und ganz unten eine alte Pumpe mit eingebaut um ein wenig Zirkulation zu erreichen.
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    • Da es jedoch recht stark verdünnt war bei 100 Litern Wasser hat es bereits nach 3 Tagen aufgehört zu schäumen, so das das Peroxid sich wohl aufgelöst hat. Nachdem ich mir das von Corinna empfohlene Buch von Herrn Latka gekauft habe, habe ich mir bei Amazon Natriumhydroxid bestellt, in das ich die Steine ab morgen erneut einlegen werde. Danach werde sie mit regelmäßigen Wasserwechseln in Osmosewasser wässern bis kein Phosphat mehr messbar ist.

      Der bereits vorgestellte Unterschrank hat die Maße 350x80 cm, geplant war ein Becken von 300x70x70 cm. Nachdem ich das Maß einmal auf die Platte gezeichnet hatte waren meine Frau und ich uns einig, das 25cm Rand rechts und links doch irgendwie merkwürdig aussehen. Also zurück an den Schreibtisch und neue Zeichnungen angefertigt und mit meiner Frau abgestimmt. Gestern Abend war es dann soweit und ich habe mich erneut mit meinem Aquarienbauer getroffen um ein finales Gespräch zu führen. Resultat ist das sich die Beckenmaße doch noch einmal geändert haben, und zwar auf 330cm Breite, 73cm Tiefe und 65cm Höhe.
      Grund für die 330cm war der zu breite Rand auf dem Unterschrank, Grund für die geringere Höhe war folgender:

      Bei der vorher geplanten Höhe von 70cm und einem Wasserstand von 65cm wären nach Flachgasnorm/DIN 15mm Glasstärke notwendig gewesen. Mit 15mm wären auch Höhen bis 80cm möglich gewesen, was mir persönlich aber zu viel gewesen wäre. Also habe ich das Becken einmal mit 75 cm Höhe und dann 70cm Wasserstand gezeichnet, und einmal mit 65cm Beckenhöhe und 60cm Wasserstand, das Resultat seht ihr hier.
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    • Sowohl ich, als auch meine Frau und sogar der Aquarienbauer, der eigentlich ein Freund hoher Becken ist, waren uns einig, dass die niedrigere Version irgendwie ästhetischer aussieht. Zudem kommt noch dazu, das alleine der Aufpreis von 12mm auf 15mm Glas 1000 Euro ausmacht, bei absolut identischen Beckenmaßen 8o

      Also steht fest, Becken wird 330 x 73 x 65 mit Wasserstand bei 60cm und Frontscheibe in Opti-White, Glas wurde heute bestellt, jetzt nur noch 4 Wochen warten :rolleyes:
    • Wasser hat es bereits nach 3 Tagen aufgehört zu schäumen, so das das Peroxid sich wohl aufgelöst


      Sebastian, Wasserstoffperoxid "löst" sich nicht auf, sondern zerfällt unter Einfluß von Licht und Wärme. Je kälter und dunkler es also ist, um so besser. Aber es reagiert natürlich mit allen möglichen, im Wasser vorhandenen, reduzierbaren Substanzen, z.B. viele organische Verbindungen.

      Natronlauge kann man machen, die sollte aber auch eine gewisse Reinheit haben und kein technischer Reststoff sein.

      Grundsätzlich liegt die Gefahr gebrauchter Dekoration immer in gespeichertem Phosphat. Dieses ist aber durch keine der beiden oberen Substanzen aus dem System zu entfernen.

      Danach werde sie mit regelmäßigen Wasserwechseln in Osmosewasser wässern bis kein Phosphat mehr messbar ist.


      Das ist der richtige Weg, wobei man das erste Mal vielleicht zunächst Leitungswasser benutzen könnte. Dieses würde ich nach 24 Stunden mit einem guten Test (Reefanalytics) auf Phosphat testen. Ist oder steigt der Wert innerhalb einer Woche nicht über 0,2mg/l kannst Du getrost mit Osmosewasser auffüllen und mit einem guten Kombiadsorber das System langsam starten.

      .
      KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
      Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen
    • Hallo Sebastian,

      ich finde das 2 Beispiel optisch besser. Ist natürlich Geschmackssache. Ich selbst habe ein sehr hohes Becken welches aus der Not heraus so hoch geworden ist. Meine Frau hat mir halt nicht mehr Tiefe bewilligt. Ich dachte erst das ist verschenkter Raum da Fische Grünfläche benötigen und nicht Höhe. Das ist im Nachhinein betrachtet quatsch denn in den oberen Etagen eines Hochhauses leben auch mehr Menschen als im Erdgeschoss. Das kann ich im Aquarium auch beobachten. Ein höheres Aquarium birgt sehr viel Nachteile aber optisch viel schöner und ich vermute auch Tiergerechter denn mir ist noch kein Fisch aus dem Becken gesprungen auch keine Muräne - Zufall? Die Personen die hier ein sehr hohes Becken haben würden nicht mehr in der Höhe reduzieren wie Jens Kallmeyer und ChristianS. Jens schrieb neulich wenn er nochmals vergrößert dann auch in der Höhe. Wenn du es finanziell verkraften kannst dann würde ich es machen. Natürlich wirkt ein Becken größer und breiter wenn es flacher ist. Aber es geht nichts über Schwimmraum.

      Grüße Torben

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Torben ()

    • Guten Morgen zusammen,

      Torsten du hast völlig recht, Wasserstoffperoxid löst sich natürlich nicht auf, da habe ich mich blöd ausgedrückt, ich meinte den Zerfall in Wasser und Sauerstoff damit und damit die Neutralisation. Das Becken stand bei mir im Keller, also relativ kühl und dunkel, allerdings war es leider sehr stark verdünnt und somit allgemein recht wenig Peroxid im Becken. Ich dachte bei dem Haufen Steine würde, wenn eng gepackt, nicht mehr so viel Wasser ins Becken passen, da hab ich mich aber hoffnungslos verschätzt, es waren trotzdem noch 80l.

      Das die Gefahr besonders von eingelagertem Phosphat ausgeht und man dieses so gut es geht ausschwemmen muss habe ich in Latkas Buch und auch hier im Forum gelesen, allerdings dachte ich bisher, dass das Wasserstoffperoxid bzw. jetzt das Natriumhydroxid bei diesem Ausschwemmen hilft da es die toten organische Reststoffe auf und in den Steinen zersetzt und so hilft das Gestein von Phosphatquellen zu befreien. Aber selbst wenn es nur eine optische Wirkung hat indem das Gestein von außen gereinigt wird bin ich zufrieden und werde so oder so danach ausreichend wässern und die Wasserqualität des Wässerungswassers beobachten. Sind die Phosphat Tests von Nyos aus ausreichend bzw. von guter Qualität, die habe ich nämlich noch zu Hause?

      Torben, auch du hast absolut recht, je ausgedehnter die Dimensionen eines Aquariums sind, egal ob in die Höhe, in der Tiefe oder der Länge, es kommt den Fischen zu Gute. Aber es sprechen bei uns leider auch einige Punkte dagegen. Zum einen hat mich meine Frau bisher völlig unterstützt, obwohl ihr bei 3m Länge schon etwas "mulmig" war. Dann wurden es 3,30m Länge, kein Einspruch ihrerseits, statt 70cm Tiefe jetzt 73cm, noch immer kein Einspruch, auch als ich ihr 75cm Höhe vorgelegt habe, kein Einspruch, aber ein "mir gefällt das niedrige Becken besser", und auch sie soll damit glücklich sein können. Ich denke jeder weis wie es ist wenn der Partner mit einem Hobby des anderen (egal ob Mann oder Frau) nicht ganz zufrieden hast, dann kann man auch selber schnell den Spaß verlieren, und das würde den Tieren auch gut tun. Abgesehen davon gefällt mir die niedrige Version auch besser.

      Dann kommen noch viele technische Aspekte dazu:

      300x70x60 Wasserstand sind es 1260kg an Wasser + 260kg Glas = 1520kg
      330x73x60 Wasserstand sind es 1445kg an Wasser + 280kg Glas = 1725kg
      330x73x70 Wasserstand sind es 1686kg an Wasser + 360kg Glas = 2046kg

      Also schon über 2 Tonnen und 500kg mehr als am Anfang geplant. Da hört die Belastbarkeit meiner Decke aber auch auf und ich müsste in dem fertig ausgebauten Kellerraum Abfangmaßnahmen einbauen.
      Dann kommen noch Punkte wie mehr Beleuchtung bei 10cm mehr Wassertiefe, schlechtere Möglichkeiten der Reinigung weil die Arme zu kurz werden usw. usw.

      Da wären die 1000 Euro Mehrkosten für das Glas noch das geringste Problem gewesen. Man muss einfach den Aufwand mit dem Nutzen in Relation sehen, und da muss ich sagen (ohne Tierquäler zu sein) sind es mir die 10cm mehr Schwimmraum in der Höhe nicht wert diesen Aufwand zu betreiben, zumal es mir optisch nicht einmal besser gefallen würde. Zudem muss man ja sagen, das die Fische mit 3,30m Kantenlänge schon deutlich mehr an Schwimmraum geboten bekommen, als in schätzungsweise 90-95 % aller privaten Meerwasseraquarien und Ihnen mehr damit geholfen ist, wenn meine Frau mich weiter so toll unterstützt und ich Spaß an dem Hobby haben kann, dann geht es Ihnen im gepflegten Becken mit 60cm Wasserstand besser als im vernachlässigten mit 70cm Wasserstand :) und die 1000 gesparten Euro kann ich in Technik investieren, damit es Fischen und Korallen noch besser geht 8)

      Viele Grüße
      Sebastian
    • Hallo zusammen,

      ich habe gestern Abend mal die Steine aus dem Aquarium mit dem zersetzten Wasserstoffperoxid rausgeholt und jetzt liegen sie in einer Regentonne mit Natriumhydroxid für noch einmal eine Woche (zusammen mit der Riffkeramik), dann fange ich mit dem Wässern an.
      Es ist aber schon erstaunlich was das Peroxid und die eine Woche unter Wasser aus den Steinen noch so rausgelöst hat, wann man bedenkt, das ich jeden Stein einzeln vorher von allen Seiten mit dem Hochdruckreiniger behandelt habe.
      Seid froh das die Bilder nicht riechen können, das Wasser hat gestunken wie eine Müllkippe voll totem Fisch
      Am Wochenende fange ich mit dem Bau der LED-Beleuchtung an, ich hoffe ich kann euch Montag schon etwas präsentieren.

      Bis dahin ein schönes Wochenende
      Sebastian
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    • Ich hab grad mal in das Faß geguckt und den größten Brocken rausgeholt, und da sind mir ein paar "merkwürdige" Stellen aufgefallen.
      Ich weiß nicht ob die sich gebildet haben oder nur unter dem Dreck versteckt waren, aber vielleicht kann mir da jemand von euch helfen der schon einmal totes Riffgestein in Lauge gereinigt hat oder auch nur so erkennt was es sein könnte und ob es normal ist.
      Ich hab die auffälligen Stellen rot markiert, bin mal auf eure Meinung gespannt.
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    • Hi Sebastian ...

      Mit 15mm wären auch Höhen bis 80cm möglich gewesen,


      Ich möchte Deinem Beckenkleber ja nicht unbedingt in die Parade fahren, aber bei der Länge Deines Beckens, bei 80 cm Höhe noch 15 er Float Glas zu empfehlen, halte ich für extrem grenzwertig.

      Hohe Becken haben ihren Reiz, ohne Zweifel. Hatte selbst viele Jahre ein Becken mit 150 cm Wasserstand. Aber die Aufwendungen für hohe Becken sind nicht zu unterschätzen. Das Beste ist immer noch, mit den Armen ranzukommen, alles andere artet in Sauerei aus. Bei 80 cm brauchst Du schon eine Taucherbrille und viele Handtücher vor dem Becken...

      60 cm ist ein Idealmaß. Einmal vom Handling und zum anderen das zu beleuchten ....

      Die rot markierten Stellen, sehen wir aus wie ausgeblichene Kalkalgenfelder....

      Grüße ... Klaus
      Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....
    • Hallo Klaus,

      vielen Dank für deine Antwort.

      Deine Bedenken bezüglich der 80cm Beckenhöhe kann ich nachvollziehen, das Becken bekommt ja aber einen komplett umlaufenden, 10cm tiefen Glassteg mit 6 Streben von vorne nach hinten. Ich denke das er da mit den 15mm bei Höhen bis maximal 80cm richtig gelegen hätte, da sich die Abschnittslänge ja so auf ca. 80cm verkürzt.

      Aber ich habe mich ja ohnehin für die 65cm Version mit 60cm Wasserstand entschieden, genau aus den von dir genannten Gründen.

      Vielleicht bist du ja zukünftig auch in der Lage solche Becken aus Acryl zu bauen, dann wird mein nächstes bei dir in Auftrag gegeben ;) du bist ja auch fast um die Ecke :D

      Viele Grüße
      Sebastian
    • Hallo Sebastian,

      Aber ich habe mich ja ohnehin für die 65cm Version mit 60cm Wasserstand entschieden, genau aus den von dir genannten Gründen.
      ich glaube, dass du mit der Höhe sehr zufrieden sein wirst. Hohe Becken sind, wenn machbar, wirklich toll und auch hier im Forum gibts einige sehr schöne Becken dazu, aber das Handling ist bei der 65er Version wirklich bequemer.

      Viele Grüße
      Corinna
      LIFE IS BETTER IN FLIP FLOPS ❤️
    • klaus Jansen schrieb:



      60 cm ist ein Idealmaß. Einmal vom Handling und zum anderen das zu beleuchten ....



      Heyhou zusammen,

      ...sehe ich genau wie Klaus, 60cm ist ne gute Sache!!!

      Ich würde dann lieber auf mehr Grundfläche, vor allem Tiefe gehen!!

      Ist ja aber hier nicht das Thema!!! :D :D
      Einen fetten Gruß vom

      Steffen
    • Guten Morgen zusammen,

      meine letzte Meldung ist nun 2 1/2 Wochen her und es gibt viel Neues zu berichten.

      Das ganze Gestein habe ich nach einer Woche aus der Lauge geholt (die ordentlich nach alter Fischsuppe gerochen hat), noch einmal mit dem Hochdruckreiniger behandelt und wässer es im Moment auf der Terasse in einem alten Becken. Nach einer Woche habe ich Phosphat gemessen mit einem Nyos-Test.
      Das Ausgangswasser hatte einen Wert von 0,10, das Wasser in dem Behälter mit der Riffkeramik hatte nach einer Woche noch immer 0,10 somit sollte die Keramik "sauber" sein.
      Das Becken mit dem Riffgestein hatte allerdings einen Phosphatgehalt von 0,40, hier wechsel ich im Moment alle 2 Tage das Wasser mit Leitungswasser und werde am Wochenende dann auf Osmosewasser umstellen, ich hoffe das auch hier schnell ein Ende in Sicht ist damit ich mit den Steinen arbeiten kann.

      Hier die Steine auf der Terasse
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    • Dann habe ich mich an die Beleuchtung gewagt.

      Nachdem ich mich erst einmal in die LED Technik eingelesen hatte habe ich mich an die Planung meines Eigenbaus gemacht. Die angehängten Bilder sind leider nicht die 100% endgültige Aufteilung, da ich davon keine Bilder gemacht habe, aber zu 90 % passt es.
      Angesteuert wird die Lampe später durch die Platinen von CoolHardware, die man sich als Bausatz kaufen kann. An LEDs benutze ich nur Cree (farbige) und Nikita (weiße) High Power LEDs, insgesamt ca 140 St. Beströmt werden Sie nur mit dem mittleren, vom Hersteller angegebenen mA-Wert, so erreiche ich eine meiner Meinung nach best mögliche Beleuchtung, Energieeffizienz und Lebensdauer. Ein höherer mA-Wert hätte die Wattzahl und damit den Stromverbrauch um ca. 30% erhöht, die Lichtausbeute aber nur um ca. 5-10%, da benutze ich lieber mehr LEDs bei geringerem Stromverbrauch.

      Hier die Planung der Lampe und die Belegung der Ausgänge der Platinen:
      (zwischen den LEDs ist noch genug Platz um weitere zu verbauen, sollte das Licht nicht ausreichen, auch die Platinen habe noch genug freie Plätze)
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    • Nachdem ich mir ein Musterstück besorgt habe und es 8 Stunden in Salzwasser gekocht habe, ohne auch nur den geringsten Schaden zu bekommen, habe ich mir eine Bauallzweckplatte (HPL-Platte) bei Bauhaus zurechtschneiden lassen.
      Anschließend habe ich die Lage der LEDs aufgezeichnet und dann angefangen mit einem Kegelbohrer die Löcher zu bohren, das hat mal eben 6 Stunden gedauert und den Akku musste ich 8mal Laden :)
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    • Weiter ging es mit den LEDs.
      140 LEDs mit Wärmeleitkleber auf Sternkühlkörper geklebt und dann mit Polimerkleber auf die Bauallzweckplatte geklebt, hier der momentane Stand der Lampe.
      Als nächstes kommt die Verkabelung, da graut es mir schon vor :D
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    • Die offenen Stellen sind mittlerweile auch mit LEDs belegt, es fehlt wie gesagt nur noch die Verkabelung.

      Dann hab ich in der Zwischenzeit auch noch den Haustechnikraum ausgebaut, der sich noch im Rohbauzustand befand, da hat sich die Frau vielleicht gefreut :)

      In der Ecke in die das Technikbecken kommt habe ich eine Art Wanne aus Ytong gebaut, damit austretendes Wasser nicht unter den Estrich fließen kann (eine Undichtigkeit am Becken im Wohnraum bemerkt man ja eher als am Technikbecken im Keller wo man nicht jeden Tag hinkommt). In die Wanne werde ich eine Pumpe mit Wasserstandserkennung bauen, so das falls etwas undicht wird, das Wasser aus der Wanne automatisch abgepumpt wird und nichts weiteres passieren kann. Die Dreambox die ich von Toto aus dem Forum gekauft habe wird dann an die Betonwand über die Wanne gehängt, um möglichst wenig Höhenunterschied zum Hauptbecken im EG zu haben.

      Und hier die Bilder meiner Ausbauarbeiten im Keller:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sebastian81 ()