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C. lubbocki Weibchen jagt Männchen

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    • C. lubbocki Weibchen jagt Männchen

      Hallo zusammen,


      seit ein paar Tagen jagt mein lubbocki Weibchen das Männchen. Dieses verhält sich auch total komisch. Versteckt sich nur noch oder 'steht' still in der Ecke des Beckens auf dem Bodengrund (freier Boden - überhaupt nicht versteckt).
      Beim näheren Hinsehen hat er weiße Schleier auf der Hinterflosse, aber nur fleckig. Keine Punkte und auch nicht vollflächig.
      WWs kann ich heute abend erst messen.


      Bildet sich das Weibchen vielleicht um?
      Viele Grüße
      Katharina und Torsten (der Abschäumer-Entleerer ;) )

      Neustart gut - alles gut!?
    • Ich kriege ihn einfach nicht drauf.
      Eigentlich sieht er normal aus, nur diese Schleier (vielleicht Stöße vom Weibchen?) und ist nicht abgemagert. Nur Verhaltensauffällig.
      Wenn das Weibchen in seine Nähe kommt, stellt es alle flossen auf und leuchtet blau auf.
      Viele Grüße
      Katharina und Torsten (der Abschäumer-Entleerer ;) )

      Neustart gut - alles gut!?
    • Hallo,

      Das Verhalten des (noch)Weibchens deutet auf einen Geschlechtswechsel hin. Das erfolgt, je nach Art, heftig oder weniger heftig. Wenn man Pech hat, und der Druck zu stark wird, verliert man das erste Männchen. Manchmal spielt hierbei auch die Beckengroesse eine nicht unbedeutende Rolle. Es gibt hierfür Aussagen in die eine oder andere Richtung. Meiner Meinung nach, ist es aber mehr von der Art des jeweiligen Lippfisches abhängig.
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)

      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Hallo Thorsten,

      war bei mir kürzlich auch zu erkennen. Dazu kam, dass beim Männchen an der Rückenflosse ein, zwei Schuppen gefehlt haben. Diese Stellen haben sich dann zu einem Tumor entwickelt. Fangen lies sich das Tier nicht. Die Zickereien zwischen den Fischen waren mal mehr mal weniger stark zu bemerken. Ich meine aber, dass die Sprunggefahr jetzt deutlich steigt. Mein Becken ist recht gut abgedeckt, so dass es bei mir zum Glück keinen Trockenfisch gab. Kürzlich ist das Männchen leider verendet. Ich vermute aber eher den Tumor als Ursache, vielleicht aber auch beides. Gefressen hat das Tier zumindest bis zu Letzt.

      @ Hajo

      Hältst du eine Krankheit und damit verbundene Schwäche das ersten Männchens als möglichen Auslöser bzw. Trigger des Wandels für plausibel?


      Viele Grüße,
      Björn
    • Hallo Björn,

      Dass eine Krankheit der Auslöser sein kann, also eine körperliche Schwaeche, ist von anderen Tierarten bestens bekannt. Im unseren Fall glaube ich das nicht. Es hat eher mit der typischen Veränderung des Sexualhaushaltes zu tun. In diesem Fall schwaechen die ständigen Attacken das Tier. Eine schlechter werdende Konstitution ist die Folge, und wenn man Pech hat, das Ableben des Tieres. Oft sind die Attacken so heftig, dass der Unterlegene nicht mehr aus der Deko kommt und dort verendet. Ich habe das immer mit einer Art psychischen Schockstarre verglichen, denn diese Tiere zeigen oft ein unübliches Verhalten. Als ob sie (noch) nicht begriffen haben, was mit ihnen geschieht. Es gibt aber viele Gegenbeispiele anderer Lippfischarten, die erst als Paare gestartet sind, und dann als Männerbund noch etliche Jahre weiterschwammen.
      Gruss
      Hajo
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    • Hallo Torsten,

      ich hatte genau dasselbe Problem, hatte anfänglich ein Pärchen, nach einer Weile (ca. 6 Monate) wurde das Weibchen immer aggressiver dem Männchen gegenüber, das Ende vom Lied war, dass das
      alteingesessene Männchen bis zu dessen Ableben ständig attackiert wurde. Dabei habe ich festgestellt, dass die Attacken in der Blaulichtphase immer am heftigsten waren!

      Kann es vielleicht sein, dass die Umwandlung bei dieser Art zwangsweise geschieht? Sprich das sich die Weibchen irgendwann immer zu einem Männchen umwandeln, egal ob schon
      ein dominierendes Männchen vorhanden ist?

      VG ErBul
    • Hallo,

      die allermeisten Lippfische enden als Männchen. Es gibt da aber auch einige Ausnahmen. Ob eine Vergesellschaftung gut geht oder nicht, ist meist von der Art abhängig. Wie bereits gesagt, es gibt am Ende entweder einen Verlust zu beklagen oder die Freude an einem Männerbund. :D

      Gruss
      Hajo
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      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Lippfische sind protogyne Zwitter. Sie werden sich also vom Weibchen zum Männchen entwickeln. Dann wird es stressig!
      Lieber ein Einzeltier pflegen, als die Folgen der Aggressivität dann auf dem Teppich zu finden.
      Gruss
      Hajo
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      Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!
    • Ok, dann also besser die Einzelhaltung.
      Handelt es sich bei dem Exemplar auf meinem Bild um ein Männchen? Habe im Internet Lubbockis in den unterschiedlichsten Farbvarianten gesehen und frage mich, ob es unterschiedliche Farbschläge der Männer gibt.

      Grüße
      Thomas
      Bilder
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      Viele Grüße
      Thomas