Blöde Frage: wie kühlt Ihr Euer Becken?

  • Guten Morgen zusammen


    mich treibt eine blöde Frage um: wie kühlt Ihr Euer Becken? Bei den derzeit herrschenden Temperaturen läuft mein 4-strahliger Ventilator im Dauerbetrieb und das Nachfüllwasser kommt aus dem Kühlschrank, dennoch kriege ich die Temperatur nicht wesentlich runter. Wie haltet Ihr das so? Einen teuren Kühler dazwischenschalten?

    Grüße


    Deniz

  • Das ist wirklich übel! Üblicherweise läuft mein mobiles Klimagerät und kühlt den Raum etwas runter. Das reicht, damit dte Temperatur im Becken normalerweise nicht zu hoch geht. In der Nacht hat es dann Gelegenheit, wieder runterzukühlen.

    Donnerstag habe ich einen Wasserwechsel mit frischem Osmosewasser gemacht mit 19°C, das hat das Becken ebenfalls um 0,7°C runtergekühlt. Nicht viel, aber alles zählt inzwischen.


    Wenn alle Stricke reissen muss es eine Lüfterreihe richten, die über Verdunstungskühlung arbeitet. Sehr laute und nicht sehr gute GHL-Lüfter.. Da werde ich mir was besseres basteln müssen.

    Durchlaufkühler sind zu teuer, ich kann die Abwärme auch nicht nach draußen abgeben, das bringt mir nichts.

    Viele Grüße


    Sandy

  • Habe bei meinem 90 Liter Becken einen Doppellüfter mit Inkbird Steuerung laufen.

    Der läuft auch fast durch, aber schafft die Kühlung.

    Nachfüllen muss ich auch oft und viel.

    Gerd

  • Ich hab mir mit leisen Gehäuselüfter und ein Adapter für die Laufleistung die Kühlung selber gebaut, aktuell bei 24,5 Grad nach der Kühlphase d.h. bin sehr zufrieden.


    Du kannst 1,5 Liter Wasserflaschen zu 2/3 mit Osmosewasser füllen und in die Kühlbox. Wenn's gefroren ist, ab ins TB jeweils 1-3 Flaschen hilft auch etwas

    VG

    Chris

  • Hallo,


    ich habe mir mit zwei USB-Ventilatoren auf Basis einer Plexiglasscheibe einen Lüfter selbst gebaut. Die Ventilatoren sind relativ leise. Dies funktioniert seit Jahren auch bei sehr hohen Außentemperaturen.


    Gruß


    Bernd

  • Mit Lüftern einen Windzug über die Oberfläche streichen lassen: funktioniert nur ohne Abdeckung und bei trockener Luft - also gute Durchlüftung des Raums.

    Direkte Kühlung des Wassers mit Kühlgerät: ist laut und relativ stromaufwändig.

    Indirekte Kühlung der Umgebungsluft: Sonneneinstrahlung minimieren, nachts gut lüften. Die Endlösung ist ein Klimagerät - wirklich leistungsstark sind da nur Splitgeräte ("Kompressor" draußen, "Ventilator" innen).

    LG Burkhard

  • Jetzt nicht lachen!

    In meinen Anfängen gab es keine effiziente Kühltechnik für aquaristische Zwecke, sowie sie heute überall angeboten wird.

    Mit diesem Problem wurde man mehr oder weniger allein gelassen.

    Wie man jetzt verfährt ist dann meist eine Frage des Geldes.

    Der Temperaturanstieg im Sommer betraf auch nicht die Becken im Keller, sondern eher jenes im Wohnbereich.

    Not macht erfinderisch!

    Das kalte Leitungswasser floss sehr langsam vom Hausanschluss durch die V2A-Spirale im Aquarium und dann in den Abfluss.

    Es funktionierte und drückte mir die Temperatur um ca. 3 Grad, was dann völlig ausreichend war.

    War die Hitze vorbei, verschwand auch diese primitive Technik aus dem Gesichtsfeld.

    Gruß

    Hajo


    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

  • Splitgerät im Aquariumraum ist auf 22° eingestellt,

    Becken liegt bei 25-26°

    Gruß Ewald


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    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • Hallo,


    ja, in den Anfangszeiten gab es kein Überangebot an technischen Gerätschaften und meist auch nur begrenzte finanzielle Mittel, dafür aber pfiffige Ideen. Manche haben auch Löcher in einen alten Kühlschrank gebohrt, eine Schlauchspirale darin deponiert und mit einer kleinen Pumpe einen Kühlkreislauf hergestellt.

    Und siehe da, auch so hat es geklappt. :smiling_face:


    Gruß


    Bernd

  • Die modernen Klimaanlagen, mit Außeneinheit, also Luft-Luft-Wärmepumpen, haben auch noch den Vorteil, heizen zu können.

    Mit flexiblem Stromtarif, lässt sich außerdem, auch ohne PV, der günstige "Sonnenstrom" zur Kühlung nutzen.

    Gruß


    Christian-W.

  • Einziger, aber nicht zu unterschätzender Nachteil ist, dass bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen, und dies bei Mietwohnungen vom Vermieter abhängt.

    Viele Grüße


    Sandy

  • Für Sparfüchse mit geringem Anspruch was Ästhetik und Geräuschempfinden betrifft: einen 30 Euro Ventilator aus dem Baumarkt (30-40cm Durchmesser) auf Technikbecken richten oder oben auf die Wasseroberfläche. Damit kann man die Temperatur um 3-4 Grad senken. Mache ich im Dachgeschoss, wo das Becken steht, seit Jahren. Da ist zwar auch eine Split Klimaanlage, aber die mache ich nur zur Not an, wenn ICH es nicht mehr aushalte. Wie zuletzt am Wochenende...

    Grüße


    Chris

  • Hallo zusammen,

    habe auch das Problem, dass es schon warm wird im Becken und dazu noch eine Frage. Ich kühle auch über einen Ventilator, der über die D-D-Temperatursteuerung (und damit fast durchgehend) läuft.


    Ich habe mein Becken eigentlich auf 25 Grad eingestellt. Dadurch bin ich aktuell aber auch schnell höher, weshalb ich jetzt auf 24 Grad eingestellt habe. Dies hat nun aber größere Temperaturspürnge zur Folge, da es immer recht schnell wieder über 25 bzw. 26 Grad geht tagsüber. Die Durchschnittstemperatur sollte aber geringer sein, da ja nachts unter 25 fällt (zumindest noch).


    Nun die Frage, was für die Insassen stressiger ist: eine höhere Durchschnittstemperatur (also bei mindestens 25 Grad) oder stärke Temperaturwechsel (Einstellung auf 24 Grad und dann stärkere Anstiege)?


    Ich schätze zwar, bald ist das ohnehin egal, da es jetzt schon kaum noch unter 25 fällt. Aber bevor ich den Tieren jetzt noch unnötig den Stress mit den Schwankungen gebe.


    Was meint ihr?

    Viele Grüße
    Christoph


    Mischbecken 230x80x60, RE DC 250 Speedy, , RE Speedy 65 RüFöJebao 10000, 3 x Orphek Atlantic V3 und 1 x Compact alle Upgrade auf V4 im Frühjhar 2021 sowie 5 x Orphek OR3, Balling Light, Strömung Vortech MP60, Vortech MP40, Tunze Stream 3, Maxspect Gyre 350 doppelt, Rollermat, Korallentreff MagneticSystem mit Zeolith, Ozon über AS

  • Kommt auf die Insassen an. Einige bevorzugen kühlere Temperaturen und kommen gut mit 22-23°C zurecht, viele andere bevorzugen eher 25-27°C und schwimmen auch gerne in sonnenbeschienene Bereiche, wo die Temperatur hoch geht. Auch viele Korallen sind bei 27°C sehr zufrieden.

    Große Schwankungen jenseits des Bereichs 23-27°C können schon zu Wachstumseinschränkungen führen.


    Bei mir geht die Heizung erst ab 23°C an, Hitze wird mit dem Klimagerät gesenkt und ich bekomme es direkt als erster mit, wenn es zu heiß wird. .:-((

  • Bei mir geht die Heizung erst ab 23°C an, Hitze wird mit dem Klimagerät gesenkt und ich bekomme es direkt als erster mit, wenn es zu heiß wird. .:-((

    So sollte es auch sein.
    Eine Klimaanlage im Zimmer ist auch nicht schlecht, den Strom dazu liefert die Sonne umsonst.

    Was auch sehr gut hilft, ist es die Fensterscheiben von außen mit einer Spiegelfolie zu bekleben, das senkt die Temperatur im Raum erheblich (je nach Folie um bis zu 10 Grad).
    Ansonsten kostet ein vernünftiges Kühlgerät weniger als so manche Koralle oder Fisch. Aber das will ja keiner hören.



    LG
    Daniel

  • Ich kann Daniel nur zu 100% zustimmen! Wir haben das vor zwei Jahren auch gemacht mit der Spiegelfolie an den Fensterscheiben. Geniale Sache! Man verliert zwar ein paar Grad im Winter die man zusätzlich heizen muss, spart aber im Sommer unglaublich viel Geld / Strom für die Klimaanlage.


    Wer ein Balkonkraftwerk hat, kommt am Ende fast bei +/- 0 raus (wenn die Sonne scheint, läuft die Klimaanlage, wenn die Sonne nicht scheint, braucht man sie häufig nicht).


    Als Mieter muss man zwar leider auf die ineffizienteren mobilen Klimageräte ausweichen, die sind aber in der Montage günstiger.

    Als Eigentümer hat man ja alle Möglichkeiten offen. Mit einem Luft-Luft-Gerät kann man sogar im Winter noch heizen.


    Viele Grüße

    Rüdiger

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