Fe-Po4 Adsorber

  • Hallo miteinander,


    ich habe Anfang des Jahres einen Versuch mit Blühpflanzen begonnen.
    Zwei Blumenpötte, düngerhungrige Geranien in dieselbe, bereits gedüngerte Erde. In einen der Töpfe habe ich zweiwöchentlich das gesättigte PO4-Granulat entsorgt.
    Nun, nach 4 Monaten kann ich bezüglich Blattgrün und Blütenanzahl keinen Unterschied erkennen.


    Mein Gedanke war, dass sich Eisen und Phosphor geprägt positiv auf Blüten und Clorophyll auswirken, was hier aber offensichtbar nicht funktioniert. Spaltet es sich nicht ab, demineralisiert sich das Material nicht allmählich durch bakteriellen Abbau?


    Wo liegt, bitte, mein Denkfehler?

    Grüße vom Aachener Land,
    Werner


    Reefer 425, 2 x Hydra 32 + 40 Watt umlaufende LED-Leisten 13.000 K.+ 5 Spots
    5 Turbellen, Wellen im 0,3 Sekundentakt, "Ebbe - Flut" alle 3,5 h
    Deltec 600i, Fe-Adsorber (Ramsch-Perlen), Biopellets, Zeolith, Balling light
    15 % Wasserwechsel/Woche

    Täglich lebende Artemianauplien + 120 cm³ frisch gezapftes Phytoplankton

  • Hallo Werner,


    die Idee ist gut und ich habe das auch schon im Garten ausprobiert aber nicht weiter verfolgt.
    Ich nehme an, di hast das Granulat nicht auf die Bodenoberfläöche gelegt, sondern etwas eingearbeitet.


    Nun, Fe-P-Adsorber bestehen aus Eisenhydroxyhydraten. Das sind stabile Fe-O-Verbindungen. Das dreiwertige Eisen (nicht zweiwertig wie von Pflanzen benötigt) geht nicht in Lösung, d h. es stehen den Pflanzenden keine Eisenionen zur Verfügung. Ob eine Lösung des Eisens durch biochemische Vorgänge stattfinden können, ist die Gretchenfrage.
    Nach deinen Praxis-Ergebnissen eher nicht.
    Fall potentielle durch biochemische Vorgänge dennoch gelöste Eisenionen entstehen sollten, denke ich, dass diese gelösten Eisenionen sofort vom räumlich danebenliegenden Phosphationen als unlösliches Eisen-Phosphat ausgefällt werden. Und so den Pflanzen nicht zur Verfügung stehen.
    In Pflanzendüngern z. B. werden Eisenionen ja durch Chelate davor "geschützt".


    Das an Fe adsorbierte Po4 wieder als pflanzenverfügbares Phophation in Lösung zu bringen, ist kaum möglich. Bei der Regeneration dieser Absorber muss die phosphatbelegte Oberfläche durch Säure/laugen-Verfahren abgelöst werden. Das adsorbierte Phosphat ist so stark an Eisenhydroxyhydrat gebunden, dass eine Regeneration über Ionentausch (Stichwort:Kati-Ani-Ionentauscher) nicht funktioniert.


    Aber trotzdem sehr interessant.


    VG
    Paul

  • Hallo!


    Ich denke das, abgesehen von den Problemen die Paul aufzählt, der Po4 Gehalt für Grünpflanzen viel zu niedrig ist.


    Ich setze den alten Adsorber aber mit gutem Erfolg in Süßwasserbecken als Bodengrund und Eisendünger ein.
    Vor allem schnellwachsende Stengelpflanzen profitieren davon.

  • Hallo Reinhard,


    der entscheidende Unterschied liegt hier wohl im Einsatz des Absorbers als "Dauernassbetrieb".
    Bei Geranien eher kontraproduktiv.


    VG
    Paul

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!