SPS Polyp Frassspuren von Asterinia?

  • Moin,
    Ich meine mal gelesen zu haben, dass sich die Asterinas über vorgeschädigtes Korallengewebe hermachen. Also nicht Ursache, sondern Folgen der Gewebeschäden.

    " Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht
    Doch der Haifisch lebt im Wasser so die Tränen sieht man nicht
    In der Tiefe ist es einsam und so manche Zähre fliesst
    Und so kommt es , dass das Wasser in den Meeren salzig ist "


    Beste Grüße


    Stefan

  • Asterinia gibt's mehr Arten, welche die rot, grau oder schwarz sind. Und ich glaube mich Recht zu erinnern, dass zwei eher unproblematisch mit Korallen sind, eine davon jedoch aktiv Polypen frisst. Ich glaub die roten waren es, müsste man nochmal gegenprüfen

  • habs auch nicht geglaubt und für mythos gehalten. Allerdings bei mir an krustenanemonen. Vorzugsweise die aus den teureren bereichen...was sonst.


    Irgendwann wurden die krusten weniger und ich habe mich nachts auf die lauer gelegt. Waren teils regelrecht über die polypen gestülpt und kaum abzubekommen. Seit ich die sternchen absammele, werden die krusten wieder mehr und stehen auch besser da.


    Also ich würde das nicht mehr ausschliessen.

  • Hallo


    bei mir gibt es eine Invasion von Gänsefüßchen, konnte noch nie eine Schädigung an Korallen feststellen.

    Gruß Ewald


    _______________________________________________________________________________________________________________________________


    Früher hatte ich Angst im Dunkeln.
    Wenn ich heute so meine Stromrechnung sehe,
    hab ich Angst vorm Licht. :loudly_crying_face:

  • ja ewald, es scheint da sone und solche zu geben. Habs jetzt auch das erste mal erlebt. Der zusammenhang ist leider überdeutlich

  • Hallo Alexander,


    ich kann aus persönlicher Erfahrung bestätigen, dass Asterinia aktiv an aPS (insbesondere Poccis wie auf deinem Foto) aktiv (nicht abgestorbenes oder geschwächtes Korallengewebe)fressen. Also definitiv auch gesundes Gewebe.
    Die größer werdende Art (wie auf deinem Bild) ist da besonders "spezialisiert".


    VG
    Paul

  • Guten Morgen,
    da sind ja schon einige Erfahrungen zusammen gekommen. Danke für die rege Beteiligung :smiling_face:


    Jetzt bleibt natürlich die Frage, wie ich weiter damit umgehen werde.
    Erstmal habe ich mir schonmal Literatur gesucht; [Danke Wolfgang für die Richtung]:


    A systematic revision of the asterinid genus Aquilonastra - P. M. O’Loughlin & F.W.E. Rowe (2004)
    New asterinid seastars from northwest Australia, with a revised key to
    Aquilonastra species (Echinodermata: Asteroidea) - P.M. O’Loughlin & G. Bribiesca-Contreras (2016)


    Mal schauen ob ich es dieses Jahr noch schaffe die komplett zu lesen um dann einen nicht invasiven Identifikationsversuch zu unternehmen.


    Der Plan, möglichst viel heraus finden um hoffentlich eine gute Futteralternative zu finden. Sollte es die geben, ziehen alle Sterne die der Pocillipora zu nah kommen um.
    Einfach absammeln und töten, bzw. eine Harlekingarnelen möchte ich eigentlich nicht.


    Grüße und ruhige Feiertage wünsche ich euch!
    Alexander

  • moin,


    da bin ich auch der fan des vertilgens vorgeschädigter bereiche.


    auch bei dem natürlichen unteren gewebeabsterben von pocis oder seriatoporas findet man sie auf bereits sich in der ls-umarbeitung befindenden ästen.


    auf noch vor gesundheit strotzenden bereichen sind sie nie zu finden.

  • Hallo Joe,


    sorry aber da liegst du definitiv falsch.


    Thomas Pohl (Korallenzucht Coburg) hat mir schon vor ca. 15 Jahren davon berichtet. ich war auch lange skeptisch und der gleichen Meinung wie du.
    So wie Wolfgang schreibt, gibt es offensichtlich verschiedene Arten. Und wie Sven schreibt, gehen da auch manche an Soziatus-Krustenanemonen.
    Ich habe einen Fraß an Poccilopora damicornis selbst über Tage andauernd "studiert". Es war ein ähnlicher Stern wie im Bild von Alexander (2,5 cm groß und blaugrau). Natürlich frass der von unten die Pocci und robbte nicht zuerst übers gesundes Gewebe weiter nach oben. Die Pocci war kern gesund und" strotzte nur so vor Gesundheit". Der Stern "umwickelte" einen Pocci-Ast. Am nächsten Tag war an der Stelle dann das weiße Pocci-Skelett zu erkennen. Der Stern arbeitet sich cm für cm nach oben ins gesunde Gewebe mit voll expandierten Polypen.
    Dass Asterinia auch Soziatus-Krusten schädigen ist unbestritten. Frag mal einige Züchter. Ich selbst kann das absolut bestätigen.


    Wenn du andere Erfahrung hast, dann hast du wohl die "friedlichen Versionen" in den Becken.


    VG
    Paul

  • moin paul,


    nun, wer weiss schon, was pohl damals beobachtet hat....


    hier leben tausende von diversen farbformen - eigentlich dürften wir keine korallen mehr haben :winking_face:


    eines tages werde ich das geheimnis lüften :grinning_face_with_smiling_eyes:

  • Hallo, habe in beiden Becken verschiedenste Arten drin (Rotbraun, grau, blaugrau) und keine Probleme damit. Gab auch vor ein paar Ausgaben einen guten Artikel in der Koralle über die kleinen Sternchen.


    Klar sieht man sie immer wieder Mal auf Korallen, aber mehr als Algenbeläge fressen die bei mir nicht.


    LG Gerald

  • Hallo, habe in beiden Becken verschiedenste Arten drin (Rotbraun, grau, blaugrau) und keine Probleme damit. Gab auch vor ein paar Ausgaben einen guten Artikel in der Koralle über die kleinen Sternchen.


    Klar sieht man sie immer wieder Mal auf Korallen, aber mehr als Algenbeläge fressen die bei mir nicht.


    LG Gerald


    Der Artikel beschäftigt sich leider ausschließlich mit der Steuerung der Vermehrungsrate zweier Asterina-Arten im Aquarium. Davon kann man kaum die unterschiedlichen Nahrungsgewohnheiten dieser Art ableiten. Fazit hier: Bakterien und Algen.
    Es sind unter den ca. 30 Arten auch einige omnivor unterwegs. Das heißt, dass diese Sterne, wenn sie auf dem vegetarischen Sektor keine Kost mehr finden, auch den fleischlichen Genüssen nicht abgeneigt sind. Welche wir nun in unseren Aquarien vorfinden, kann uns nur eine genaue Bestimmung verraten. Asterina gibbosa und Asterina stellifera sind bekannte Vertreter der fleischlichen Genüsse.
    Ich habe bei meinen vorhandenen Gänsefuß-Seesternen nie Übergriffe festgestellt.
    Dagegen haben mir einige Aquarianer vom Gegenteil berichtet.
    Auch in der Literatur und Foren wird darauf hingewiesen.


    Gruß
    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)


    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

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