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Zum Ende der Seite springen Frage zum stromverbrauch
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AlexRügamer


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Frage zum stromverbrauch 30.07.2010 00:09 [OPTIONEN] [] []

hai

ich hab mal ne frage zum stromverbrauch von förderpumpen... und zwar steht im leistungsdiagram von der tunze silence pumpe dass der stromverbrauch mit der höhe zu nimmt... versteh ich das richtig? ist das bei jeder förderpumpe so?

allex


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30.07.2010 07:29 [OPTIONEN] [] []

Hallo Alex,

ich denke das dürfte so stimmen. War zwar auch in Physik ne Null aber je höher das Wasser gepumpt werden soll umso mehr Energie muss die Pumpe ja einsetzen, um die Höhe zu bewältigen.


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Viele Grüße
Stefan
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30.07.2010 07:57 [OPTIONEN] [] []

Hallo!

...das würde mich auch mal interessieren, wie sich das nun genau verhält mit dem Stromverbrauch! Auch wenn ich ehemaliger Energieelektroniker bin, aber beim Thema Motorentechnik habe ich mich vor 14 Jahren in der Lehrwerkstatt leider ein wenig durchgemogelt, was ich heute bereue! traurig

Fakt ist, dass das ganze mit der Bauart des Motors zusammen hängt. Ich habe mal gehört, dass bei größerer Förderhöhe die Wassermenge halt abnimmt, sich dadurch die Flügelraddrehzahl verringert und der Stromverbrauch daher abnehmen solle. ...kann mir das aber eigedntlich nicht vorstellen, denn es handelt sich ja nicht um einen Otto- Motor, sondern um einen Elektromotor. ...wenn die Drehzahl abnimmt, fließt der Straom halt länger durch die einzelnen Wicklungen, bis die Wicklung wechselt (...müsste so bei bei Gleichstrommotoren sein). Synchron- oder Asynchronmotoren dagegen, welche meines Wissens meistens in den Pumpen verbaut sind, versuchen eigentlich immer die Netzfrequenz als Drehzahl zu halten (Synchron), bzw. ihr nur kurz nachzueilen (Asynchron). ...bei steigender Belastung würden sie mehr Strom aufnehmen um die Drehzahl zu halten, sofern es ihrer Leistung nach möglich ist. ...von daher würde es passen, dass die Pumpe mehr Strom aufnehmen würde.

Hoffe ich habe grad nichts ganz falsches erklärt, wie gesagt ist meine Lehre lange her und zu der Zeit dieses Thema waren einfach Frauen, Bier und Moppeds wichtiger! Zwinkern
Wer da bestimmt genaueres zu sagen könnte, da er doch neue Motoren konstruiert, ist Klaus Jansen von Royal Exclusiv, oder? ...wäre super wenn er dazu was genaueres schreiben könnte.

Beste Grüße,
Torsten.


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30.07.2010 08:18 [OPTIONEN] [] []

Hm... es ist doch auch so, daß Förderpumpen weniger Strom verbrauchen wenn man sie drosselt. Eigentlich denkt man sich hier doch auch, die Pumpe sollte mehr verbrauchen weils gegen einen Widerstand ankommen muss?!?


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Bonsai77 Bonsai77 ist männlich


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30.07.2010 09:03 [OPTIONEN] [] []

Hallo!

Mit dem Drosseln ist das auch eine andere Sache. ...Synchron- oder Asynchronmotoren werden meines Wissens nur über Frequenzrichter gedrosselt, da ihre Drehzahl von der Netzfrequenz abhängig ist. Bei geringerer Drehzahl würde weniger Wasser gefördert und damit müssten sie auch weniger Strom aufnehmen, um "ihre" Drehzahl zu halten.
Mit dem höheren Widerstand durch die höhere Förderhöhe sinkt aber auch die Menge des geförderten Wassers. Die effektiv abgegebene Leistung wäre ja Menge des Wassers x Förderhöhe. Von daher könnte die abgegebene Leistung dabei gar nicht so sehr schwanken, sondern eher der Wirkungsgrad der Aufnahmeleistung zur Abgebaleistung. ...ist dabei dann sicherlich interessant, bei welcher Anwendung welche Pumpe dem größten Wirkungsgrad haben.
...zum Vergleich werden Strömungspumpen (viel Wasser/ wenig Druck) ihren besten Wirkungsgrad halt nur bei der reinen Strömungserzeugung haben und Förderpumpen (weniger Wasser/ höherer Druck) ihren besten Wirkungsgrad dagegen beim Fördern von Wasser.

Beste Grüße,
Torsten.


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s.zaehler s.zaehler ist männlich


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30.07.2010 09:23 [OPTIONEN] [] []

Hallo,

ich habe als Rückförderpumpe eine OR 2500. Diese ist mit 38W angegeben, da sie bei mir das Wasser waagerecht fördert und der Wasserdruck entfällt verbraucht sie nur gemessene 12W.
Demzufolge wird der maximale Stromverbrauch nur anfallen, wenn annähernd die maximale Förderhöhe abgerufen wird.


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fg. Stephan
AlexRügamer


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Themenstarter Thema begonnen von AlexRügamer
re 30.07.2010 10:58 [OPTIONEN] [] []

hi

hm... also so wirklich licht im dunkeln is noch nicht... die tunze pumpe ist die einzige die im leistungsdiagramm den stromverbrauch berücksichtigt. in den anderen steht einfach nur je höher desto weniger wasser kommt oben an^^

mich würd ja nur interessieren ob ich mit weniger strom rechnen kann wenn die pumpe anstatt 2m höhe nur 1,20 oder so pumpen muss.

alex


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bendel bendel ist männlich


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30.07.2010 12:47 [OPTIONEN] [] []

Hier mal ein Beispiel (aus der alten Schunk-Pumpen Anleitung), 1Bar Druck entspricht dabei ungefähr 10m Förderhöhe.

Theoretisch bei 100% effizienter Pumpe,Verrohrung, muss man für 1kg um 1m heben ca 10Ws rechnen (Da hätte das WAsser aber dann beim Austritt auch keine Geschwindigkeit mehr). D.h. für 2m Förderhöhe und 10000l/h würde man mindestens 55W brauchen, für die Beschleunigung auf 4m/s nochmal ca 20W. In der praktischen Messung (60% Leistung, 10000/l, 0.2..bar, 150W) ist es dann das Doppelte.

bendel hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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venotec


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30.07.2010 14:12 [OPTIONEN] [] []

Hallo,

dazu kann ich eine kleine Erklärung abgeben. Die mechanisch verbrauchte Leistung hängt mit der bewegten Wassermenge zusammen. Hat man eine Kreiselpumpe mit fester Drehzahl, hat diese im frei abblasenden Betrieb den höchsten Stromverbrauch. Wird sie druckseitig gedrosselt, sinkt die bewegte Wassermenge, somit das Drehmoment an der Welle und demzufolge auch der Stromverbrauch.

Also sinkt der Stromverbrauch bei steigender Förderhöhe.

ABER: Schaut man sich die von bendel gezeigte Grafik an, scheint es, dass der Stromverbrauch bei 10m Förderhöhe am größten ist. Das hat folgenden Hintergrund (am Beispiel unserer Abyzz Pumpen erklärt, siehe beigefügte Grafik - nur zu Erklärungszwecken): Stellen Sie die Pumpe auf 60% Leistung, hat sie bei dieser Einstellung und null Förderhöhe ca. 100W Stromverbrauch (maximale Wasserbewegung). Lässt man diese Einstellung so und drosselt nun auf einen Druck von 0,3bar, sinkt der Stromverbrauch auf ca. 40W (lila Linie).

Das ist dann also genau wie bei einer Pumpe mit fester Drehzahl. Der Unterschied wird bei 100% Leistungseinstellung deutlich: Die Pumpe verbraucht 200W bei Null Meter Förderhöhe, aber auch bei z.B. 4m Förderhöhe !

Dieser Effekt liegt in der Steuerungskennlinie begründet: Die Pumpe soll bei 100% immer volle Leistung bringen, also läuft sie an ihrer Strombegrenzung mit Maximalstrom. Steigt die Förderhöhe, also der Gegendruck, sinkt die Leistung. Der Treiber merkt das und erhöht die Drehzahl des Motors solange, bis er wieder an der Strombegrenzung liegt - wir nennen das "overdrive", weil die Nenndrehzahl des Motors überschritten wird. Am Beispiel der A200: Nenndrehzahl ca. 2400rpm, Maximaldrehzahl ca.3200rpm. Dieser Trick erhöht natürlich deutlich die Förderleistung bei Gegendruck und geht so lange, bis die Drehzahl am Ende der Motorauslegung ankommt oder aber die Geometrie des Pumpenkopfes einen Strömungsabriss erzeugt.

Ich hoffe, ich habe das einigermassen verständlich erklärt ?

MfG

Alex Grah

venotec hat dieses Bild angehängt:
stromverbrauch.png



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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von venotec: 30.07.2010 14:17.

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31.07.2010 09:26 [OPTIONEN] [] []

...Bahnhof?!?!?! verwirrt

......nee, ein wenig klarer ist das schon, wobei das mit der Drehzahlerhöhung doch nur mit einem Frequenzrichter, oder bei Gleichstrommotoren geht, oder?

Gruß,
Torsten.


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01.08.2010 17:09 [OPTIONEN] [] []

Hallo Torsten,

ja, das geht nur bei regelbaren Motoren, die auch in der Lage sind, mehr als ihre Nenndrehzahl zu bringen.

Gruß Alex


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02.08.2010 21:10 [OPTIONEN] [] []

Hallo Alex,

wollte ich doch meinen. Wie sieht es denn nun bei unseren Synchron- und Asynchronmotoren aus, die meines Wissens immernoch am meisten verbaut sind in den Pumpen. ...zumindest in den einfacheren.

Beste Grüße,
Torsten.


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02.08.2010 21:13 [OPTIONEN] [] []

Hi Torsten,

nun, das sind ja alles Motoren mit fester Drehzahl. Bei all solchen Motoren sinkt die Stromaufnahme mit sinkendem Drehmoment (so keine Elektronik verbaut ist), also mit steigender Förderhöhe (aber natürlich sinkt dann auch die Fördermenge).

Theoretisch gäbe es natürlich auch Ausnahmen, z.B. wenn ein Motor so groß überdmimensioniert ist, daß die Belastung durch das Wasser vernachlässigbar ist. Dann bleibt der Stromverbrauch natürlich (nahezu) gleich.

Gruß Alex


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03.08.2010 10:53 [OPTIONEN] [] []

Hallo

Interessant wäre dazu mal ein Vergleich der aufgenommenen elektr. Leistung zur abgegeben Pumpenleistung. Da gibt es auf Grund der nichtlineraren Kennlinien bestimmt einen Punkt, an dem der Wirkungsgrad einen max. Wert hat. Bei Förderhöhe null und maximaler Förderhöhe wird der Wirkungsgrad eher schlechter sein. Irgendwo dazwischen sollte das Maximum liegen. Leider habe ich noch nichts in dem Zusammenhang finden können. Das wäre bestimmt hilfreich wenn man für seine Bedingungen die Pumpe mit dem besten Wirkungsgrad finden könnte.

MfG Bernd
venotec


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03.08.2010 11:44 [OPTIONEN] [] []

Hallo,

hier ist so etwas für die A420eco, gilt aber nur zur Orientierung, da das natürlich stark vom Aufbau des Prüfstands abhängt. Der Knick bei der 100% Linie ist nicht so stark wie dargestellt, aber das Protokoll stammt noch aus Excel Zeiten... beim Import in Numbers hat es da wohl etwas gehapert, aber wir bereiten zur Zeit Stück für Stück die Kennlinien neu auf - es tut sich ja auch immer etwas.

Bei unserem sieht es jedenfalls so aus:

venotec hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
Wirkungsgrad A420eco.png



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