Frage zum stromverbrauch |
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| Frage zum stromverbrauch |
30.07.2010 00:09 [OPTIONEN]
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hai
ich hab mal ne frage zum stromverbrauch von förderpumpen... und zwar steht im leistungsdiagram von der tunze silence pumpe dass der stromverbrauch mit der höhe zu nimmt... versteh ich das richtig? ist das bei jeder förderpumpe so?
allex
__________________ ich war mal die signatur:D
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Hallo Alex,
ich denke das dürfte so stimmen. War zwar auch in Physik ne Null aber je höher das Wasser gepumpt werden soll umso mehr Energie muss die Pumpe ja einsetzen, um die Höhe zu bewältigen.
__________________ Beleuchtung: Giesemann Reflexx 4 x 54 Watt, Strömung: 2x Tunze 6045, Abschäumer: Deltec MCE 600
Immer eine gute Sache: http://www.avaaz.org
Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita
Viele Grüße
Stefan
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Bonsai77
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Dabei seit: 23.12.2009
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Wohnort: Bad Wünnenberg Becken: geplant sind ca. 500l Standzeit: ...noch in Planung
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Hallo!
...das würde mich auch mal interessieren, wie sich das nun genau verhält mit dem Stromverbrauch! Auch wenn ich ehemaliger Energieelektroniker bin, aber beim Thema Motorentechnik habe ich mich vor 14 Jahren in der Lehrwerkstatt leider ein wenig durchgemogelt, was ich heute bereue!
Fakt ist, dass das ganze mit der Bauart des Motors zusammen hängt. Ich habe mal gehört, dass bei größerer Förderhöhe die Wassermenge halt abnimmt, sich dadurch die Flügelraddrehzahl verringert und der Stromverbrauch daher abnehmen solle. ...kann mir das aber eigedntlich nicht vorstellen, denn es handelt sich ja nicht um einen Otto- Motor, sondern um einen Elektromotor. ...wenn die Drehzahl abnimmt, fließt der Straom halt länger durch die einzelnen Wicklungen, bis die Wicklung wechselt (...müsste so bei bei Gleichstrommotoren sein). Synchron- oder Asynchronmotoren dagegen, welche meines Wissens meistens in den Pumpen verbaut sind, versuchen eigentlich immer die Netzfrequenz als Drehzahl zu halten (Synchron), bzw. ihr nur kurz nachzueilen (Asynchron). ...bei steigender Belastung würden sie mehr Strom aufnehmen um die Drehzahl zu halten, sofern es ihrer Leistung nach möglich ist. ...von daher würde es passen, dass die Pumpe mehr Strom aufnehmen würde.
Hoffe ich habe grad nichts ganz falsches erklärt, wie gesagt ist meine Lehre lange her und zu der Zeit dieses Thema waren einfach Frauen, Bier und Moppeds wichtiger!
Wer da bestimmt genaueres zu sagen könnte, da er doch neue Motoren konstruiert, ist Klaus Jansen von Royal Exclusiv, oder? ...wäre super wenn er dazu was genaueres schreiben könnte.
Beste Grüße,
Torsten.
__________________ Und da fragte der Herr die Steine:
"Steine! ...wollt ihr Taucher werden?!"
Und die Steine antworteten:
"Nein Herr! ...wir sind nicht hart genug!"
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hi
hm... also so wirklich licht im dunkeln is noch nicht... die tunze pumpe ist die einzige die im leistungsdiagramm den stromverbrauch berücksichtigt. in den anderen steht einfach nur je höher desto weniger wasser kommt oben an^^
mich würd ja nur interessieren ob ich mit weniger strom rechnen kann wenn die pumpe anstatt 2m höhe nur 1,20 oder so pumpen muss.
alex
__________________ ich war mal die signatur:D
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bendel
Dabei seit: 23.05.2008
Beiträge: 164
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Hier mal ein Beispiel (aus der alten Schunk-Pumpen Anleitung), 1Bar Druck entspricht dabei ungefähr 10m Förderhöhe.
Theoretisch bei 100% effizienter Pumpe,Verrohrung, muss man für 1kg um 1m heben ca 10Ws rechnen (Da hätte das WAsser aber dann beim Austritt auch keine Geschwindigkeit mehr). D.h. für 2m Förderhöhe und 10000l/h würde man mindestens 55W brauchen, für die Beschleunigung auf 4m/s nochmal ca 20W. In der praktischen Messung (60% Leistung, 10000/l, 0.2..bar, 150W) ist es dann das Doppelte.
bendel hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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Hallo,
dazu kann ich eine kleine Erklärung abgeben. Die mechanisch verbrauchte Leistung hängt mit der bewegten Wassermenge zusammen. Hat man eine Kreiselpumpe mit fester Drehzahl, hat diese im frei abblasenden Betrieb den höchsten Stromverbrauch. Wird sie druckseitig gedrosselt, sinkt die bewegte Wassermenge, somit das Drehmoment an der Welle und demzufolge auch der Stromverbrauch.
Also sinkt der Stromverbrauch bei steigender Förderhöhe.
ABER: Schaut man sich die von bendel gezeigte Grafik an, scheint es, dass der Stromverbrauch bei 10m Förderhöhe am größten ist. Das hat folgenden Hintergrund (am Beispiel unserer Abyzz Pumpen erklärt, siehe beigefügte Grafik - nur zu Erklärungszwecken): Stellen Sie die Pumpe auf 60% Leistung, hat sie bei dieser Einstellung und null Förderhöhe ca. 100W Stromverbrauch (maximale Wasserbewegung). Lässt man diese Einstellung so und drosselt nun auf einen Druck von 0,3bar, sinkt der Stromverbrauch auf ca. 40W (lila Linie).
Das ist dann also genau wie bei einer Pumpe mit fester Drehzahl. Der Unterschied wird bei 100% Leistungseinstellung deutlich: Die Pumpe verbraucht 200W bei Null Meter Förderhöhe, aber auch bei z.B. 4m Förderhöhe !
Dieser Effekt liegt in der Steuerungskennlinie begründet: Die Pumpe soll bei 100% immer volle Leistung bringen, also läuft sie an ihrer Strombegrenzung mit Maximalstrom. Steigt die Förderhöhe, also der Gegendruck, sinkt die Leistung. Der Treiber merkt das und erhöht die Drehzahl des Motors solange, bis er wieder an der Strombegrenzung liegt - wir nennen das "overdrive", weil die Nenndrehzahl des Motors überschritten wird. Am Beispiel der A200: Nenndrehzahl ca. 2400rpm, Maximaldrehzahl ca.3200rpm. Dieser Trick erhöht natürlich deutlich die Förderleistung bei Gegendruck und geht so lange, bis die Drehzahl am Ende der Motorauslegung ankommt oder aber die Geometrie des Pumpenkopfes einen Strömungsabriss erzeugt.
Ich hoffe, ich habe das einigermassen verständlich erklärt ?
MfG
Alex Grah
venotec hat dieses Bild angehängt:
__________________ venotec UG - Hersteller der Abyzz Produktreihe
www.abyzz.info www.abyzzpumpen.de www.venotec.de
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von venotec: 30.07.2010 14:17.
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Bonsai77
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Dabei seit: 23.12.2009
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...Bahnhof?!?!?!
......nee, ein wenig klarer ist das schon, wobei das mit der Drehzahlerhöhung doch nur mit einem Frequenzrichter, oder bei Gleichstrommotoren geht, oder?
Gruß,
Torsten.
__________________ Und da fragte der Herr die Steine:
"Steine! ...wollt ihr Taucher werden?!"
Und die Steine antworteten:
"Nein Herr! ...wir sind nicht hart genug!"
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Hallo
Interessant wäre dazu mal ein Vergleich der aufgenommenen elektr. Leistung zur abgegeben Pumpenleistung. Da gibt es auf Grund der nichtlineraren Kennlinien bestimmt einen Punkt, an dem der Wirkungsgrad einen max. Wert hat. Bei Förderhöhe null und maximaler Förderhöhe wird der Wirkungsgrad eher schlechter sein. Irgendwo dazwischen sollte das Maximum liegen. Leider habe ich noch nichts in dem Zusammenhang finden können. Das wäre bestimmt hilfreich wenn man für seine Bedingungen die Pumpe mit dem besten Wirkungsgrad finden könnte.
MfG Bernd
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Hallo,
hier ist so etwas für die A420eco, gilt aber nur zur Orientierung, da das natürlich stark vom Aufbau des Prüfstands abhängt. Der Knick bei der 100% Linie ist nicht so stark wie dargestellt, aber das Protokoll stammt noch aus Excel Zeiten... beim Import in Numbers hat es da wohl etwas gehapert, aber wir bereiten zur Zeit Stück für Stück die Kennlinien neu auf - es tut sich ja auch immer etwas.
Bei unserem sieht es jedenfalls so aus:
venotec hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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