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Blasenkoralle geht ein

    • Blasenkoralle geht ein

      Hallo,

      mit Schrecken musste ich hilflos zusschauen wie meine Blasenkoralle binnen drei Tagen fast tot ist. Ähnliches habe ich mit Euphylia erlebt, aber nicht ganz so schnell. Standort und Strömung waren unverändert. Wasser werte: KH 7, Ca 420, Nitrat 5 mg/L, PO4 0,05 mg/L. Für eine SPS eigentlich nichts kritisches. Neigen die dazu oder gibt es da besondere Feinde? Bei den Euphylia hatte ich Bohralgen in Verdacht. Die funktionieren allerdings jetzt wieder.
      Auf dem Bild sieht man deutlich wie hinten das Skelett sichtbar ist. Das Gewebe hängt schlaf herunter. Ich habe Sie jetzt entsorgt, sie hat auch teuflisch gestunken.

      Gruss
      Andreas

      476L, Maxspect Razor 160W+Giesemann Pulzar 52W, Tunze 9006, Tunze 6105+Jebao RW8
    • Hallo Andreas,

      sind es Neuzugänge gewesen oder gehören sie zum alten Besatz?
      Bei Neuerwerbungen sollte man bei Euphyllia und Plerogyra auf Verletzungen des Gewebes besonders achten. Unsachgemäßer Transport oder fahrlässiges Überführen in das Heimaquarium sind Fehler, die bei diesen Tieren häufig gemacht werden. Auch gehören beide Arten nicht zu den SPS. Nicht nur deswegen ist eine moderate Strömung angesagt. Ich beobachte immer wieder, dass darauf keine Rücksicht genommen wird. Das Ende vom Lied ist ein Abreissen des Gewebes. Dann ist der Koralle nicht mehr zu helfen. Regeneration und Mortalität wegen Bohralgen würde ich bei Neuzugängen fast ausschließen. Das stellt sich erst viel später raus. Euphyllia lieben eine etwas höhere KH. ---> 8 KH
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • Neu

      In der Beschreibung zu Reef Vitality ist zu finden, dass bei angeschlagenen Tieren mit einer Gewebeablösung zu rechnen ist. Gab es vielleicht doch schon vorher Gewebeschwaechen?
      Vielleicht unbemerkt? Dann wäre das eine moegliche Erklärung.

      Gruss
      Hajo
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    • Neu

      Hallo Andreas,

      mal abgesehen von den nicht zu bemängelden Wasserparametern, sofern sie korrekt gemessen wurden (setz ich mal voraus!), und einer peniblen Anwendung der beschriebenen Zusätze, kommt es dennoch manchmal zu Virus- oder Bakterieninfektionen, die letztendlich zu Schäden bezw. zu einer Mortalität von Euphyllia, Catalaphyllia und Plerogyra etc. führen können. Der Vollständigkeit halber möchte ich das noch erwähnen. Für die Catalaphyllia, die ja engstens verwandt mit der Euphyllia-Gruppe ist, hat sich diese Krankheit bis heute sporadisch gehalten. Sie wurde erstmals 2004 von Borneman als „ECS-Syndrom“ beschrieben. Betroffen waren ausser Euphyllia auch Plerogyra und andere. Allerdings Plerogyra mit weit weniger Verlusten. Ursprung waren Importe aus Indonesien. Australien war aussen vor.
      Das nur zur Information, und um eventuell andere Ursachen ausschliessen zu können.
      Inwieweit diese pathogenen Keime hier als Ursache infrage kommen, kann ich dir nicht mit Bestimmtheit sagen. Dafür müsste die gesamte Beckenhistorie auf den Tisch. Das wird im Schnelldurchgang kaum möglich sein. Ausserdem müsste man den Eintrag der Keime durch Neuerwerb ausschliessen. Das wird schwierig....
      Die pathogene Wirkung hängt oft mit der Kondition der Tiere zusammen. Ein schlechter Allgemeinzustand ist meist die Eintrittspforte für Gewebserkrankungen. Egal, was zu diem Zustand geführt hat.
      Gruß
      Hajo
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      Hallo Dieter, das habe ich nicht gemessen. Wo soll man dann anfangen und aufhören? Das Sterben ging innerhalb von drei Tagen. Vorher sah die so aus, wie die Untere bei Hajo mit vollem Polypenbild. Ich denke Mangelerscheinungen haben ein langsameres Eingehen zur Folge? Neuzugänge gab es die letzten 6 Monate definitiv keine, weder Fisch noch Koralle.

      Das einzelne Tiere anscheinend "grundlos" eingehen, kommt ja immer wieder mal vor. Die Euphilia im Becken steht auch gut da. Ist schade um so ein schönes Tier, muss man aber so hinnehmen.
      Gruss
      Andreas

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