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Nahrungsentzug

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    • Mit Goldalgen hab ich keine Erfahrung. Wiki verwirrt mich, weil da neben den Chrysophyceen auch andere Organismen als Goldalgen bezeichnet werden.

      Wenn sich deine Gäste nicht deutlich bewegen nehm ich an, dass sie in der freien Wassersäule nicht vorkommen werden. Damit halt ich UV für wenig Erfolg versprechend. Ozon ist nach meinem Dafürhalten auch nicht das Mittel der Wahl.

      Absaugen ist gut, auch Hans-Werners und Sandys Tipps mit möglichst restloser Silikatentfernung durch Umkehrosmose und Harzfilter.

      Wobei ich selbst bemerkt habe, dass SiO2 im Aquarium relativ rasch verbraucht wird - wahrscheinlich durch Goldalgen ;)

      Liebe Grüße
      Linda
    • Meine Erfahrung mit Goldalgen ist die, dass man vor allem einen langen Atem braucht. Die groben Beläge immer wieder mechanisch entfernen, Wasserwerte optimal halten und ggf. mal wegen der Beleuchtung schauen.

      Die letzten Goldalgen (aber längst nicht so stark) hatte ich im Dezember im Rahmen der Einfahrphase unseres Nanos. Das soll jetzt keine Empfehlung sein, aber nachdem wir über Weihnachten 2 Nächte nicht da waren und die Zeitschaltuhr versehentlich auf Dauer-On stand *hust*, waren die Goldalgen verschwunden... :D
      Viele Grüße
      Christiane

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    • danke èuch wieder mal.

      habe 0 silikat im becken. arbeite mit vollensalzer, stak basisch, also bleibt silikat im frisch regenerierten filter...

      habe jetzt extreme strömung im becken, welche ich täglich ändere - das scheint meinen `goldies` nicht so angenehm zu sein. aber sie sind echte kämpfernaturen...

      @Azalee : habe ich das richtig vestanden: du hast 2 tage lang dauer beleuchtet und die goldies waren darüber verstimmt?

      @Sandy : das sieht genau so aus - die goldies scheinen einige braungefärbte freunde zu haben. kann ich wenigstens denen mit ozon das leben schwerer machen?

      lg mike
    • mike11 schrieb:


      @Azalee : habe ich das richtig vestanden: du hast 2 tage lang dauer beleuchtet und die goldies waren darüber verstimmt?
      Teilweise richtig. Einen zeitlichen Zusammenhang gab es, aber ob der auch kausal war...? Außerdem waren es sogar drei Tage inkl. zwei Nächte. Kannst es ja mal ausprobieren :D
      Viele Grüße
      Christiane

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    • die algen saug ich vom kies ab und am nächsten abend ist der kies wieder genauso braun. ich vermute, wenn ich den kies tausche, greifen die goldies dann einfach vom riff aus auf den neuen kies über. die steine kann ich im becken nicht von den algen befreien. was könnte man machen? steine außerhalb des beckens irgendwie abschrubbeln?? macht es sinn cyanocontrol oder zeolithpulver einzubringen? oder irgendeine chemiekeule? das seltsame: nitrat und silikat ist im becken nicht nachweisbar. lg mike
    • Nee, das ist nicht seltsam. Goldalgen treten meines Wissens gerade bei nährstoffarmen Becken eher auf, also lieber schauen, dass Nitrat mindestens nachweisbar, besser zwischen 2mg und 5mg liegt.


      Mit Silikat haben Goldlagen nicht so direkt zu tun wie Kieselalgen. Die stehen mit Silikat im Wasser in deutlichem Zusammenhang, aber Goldalgen meines Wissens nicht oder nicht direkt. Trotzdem ist es natürlich wichtig, das Wasser sauber von Silikaten zu halten.


      Die beiden Mittel kenne ich, schätze ihre Wirkung aber als nicht produktiv, wenn nicht sogar kontraproduktiv ein. Das fiese an Goldalgen ist ja gerade, dass es nicht einfach damit getan ist, bestimmte Stoffe aus dem Wasser zu holen.


      Wie gesagt, ein langer Atem ist das wichtigste ;)
      Viele Grüße
      Christiane

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    • hi christiane,

      ich dosiere tägl sehr vorsichtig stickstoff um auf 5 mg/l nitrat zu kommen. aber die goldies sind ganz schön verfressen. im ernst: ich habe keine erfahrung, wann die schwelle erreicht ist. will nicht einfach ohne messungen stickstoff reinkippen...

      lg mike
      ps: unwichtig momentan, aber ich hatte vor ca 1 jahr cyanos mit cyanocontrol sehr erfolgreich bekämpft.nach 3 wochen war nichts rötliches mehr sichtbar... überlege mir momentan was schöner ist: roter oder brauner teppich? die abwechslung machts :thumbup:
    • servus zusammen,

      habe inzwischen folgendes gemacht:
      1. stömung stark optimiert
      2.licht ziemlich runtergefahren
      3.nitrat auf 5 mg/l eingependelt (mit zufuhr von stickstoff )
      4.abtragung und ständige reinigung bodengrund

      resultat: unglaublich. was ich vor 3 tagen im scherz geschrieben hatte, ist eingetreten: die braunen/goldenen algen schliessen sich zu einem dichten teppich zusammen. sieht identisch zu cyanos aus - aber in braun.

      ich bastle gerade an einer ringbürste mit schlauch und bearbeite dann die felsen damit. bodengrund entferne ich heute abend vollständig. mal schaun. lg mike
    • hallo zusammen,

      verblüffend: meine Goldies haben ihre Vermehrungsstrategien meinen täglichen Absaugungen angepasst! :respekt:

      Neustart wäre unbefriedigend - nach 2 jahren könnte ich das gleiche Thema wieder haben.....

      Hoffe darauf Gleichgesinnte zu finden, die sich auch im Dauerkampf mit der Goldalge befinden..... :base:

      lg mike
    • hello again

      will euch nicht nerven mit meinen goldies. aber die burschen sind echte gegener...

      was haltet ihr von folgender maßnahme:
      parallel ein zweites becken ganz normal einfahren. evtl nicht mehr mit lebendgestein. dann alle fische und korallen in irgendein spezielles bad und dann ins neue becken setzen und hoffen, dass keine einzige goldige alge mittransportiert wird....

      gibt es vielleicht irgendeinen meeresbiologen unter euch, der eine weniger aufwändige idee für mich hat?

      danke, lg mike
      ps: ich muß fürs neue haus sowieso ein neues becken einrichten-das könnte ich zeitlich einfach vorziehen. ABER eigentlich will ich die goldies nicht nur mit einem neustart in den griff bekommen.
    • Hallo Mike,

      Goldalgen sind viiiel kleiner, deswegen sind es für mich immer noch Dinoflagellaten, auch wenn sie sich nicht bewegen. Dinoflagellaten bilden Cysten, die nahezu unangreifbar sind, man kennt das ja von Amyloodinium. Insofern stehen die Chancen für Dein Vorhaben ausgesprochen schlecht.

      Ich empfehle Geduld, Beharrlichkeit, Steh- und Sitzvermögen.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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      Franconia Franca
    • mike11 schrieb:

      ....und hoffen, dass keine einzige goldige alge mittransportiert wird....
      moin mike,

      selbst wenn welche mit rüber transportiert werden, ist es kein muss, dass sie auch "ausbrechen".

      das beckensystem insgesamt muss "dinofreundlich" sein.
      ansonsten
      gruss
      joe

      korallenfarm.de H
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      der weg ist das ziel!
      theorie ist: wenn man alles weis und nichts funktioniert.
      praxis ist: wenn alles funktioniert und keiner weis warum.
    • Hallo Mike,

      ich bin Hans-Werner sehr dankbar, dass er die Diagnose Goldalgen in Zweifel zieht. Seit der Bestimmung deiner ungebeten Gäste als Goldalgen hab ich mich aus der Diskussion rausgehalten, auch wenn ich deinen Beschreibungen nach immer noch der Meinung war, dass es sich um Dinoflagellaten handelt.

      Hans-Werners Prognose, dass es eine langwierige Geschichte bleibt, schließ ich mich an, genauso deinem Argument, die Sache auszusitzen. Ein Neustart würde die Verwendung von Lebewesen aus dem bestehenden Becken für das neue ausschließen, und die Technik müsste gewissenhaft desinfiziert werden. Trotzdem gibt es keine Gewähr, dass sich die Gäste nicht irgendwann auch im neuen Becken einfinden.

      Dinoflagellaten stehen wie schon früher erwähnt auf dem Speisezettel von Schnecken, Copepoden und Gänsefuß-Seesternen, und solang sich die Geisseltierchen keine giftigen Bakterien einverleibt hatten, schadet das den Fressfeinden auch nicht. Irgendwann stellt sich ein Gleichgewicht ein, und man kann das unterstützen durch Maßnahmen wie Absaugen der Beläge, UVC, Lichtreduktion und Wasserwechsel - alles halt mit Maß und Ziel.

      Ich wünsch dir die dafür trotzdem nötige Geduld.

      Liebe Grüße
      Linda
    • Hallo Mike,

      auch ich habe mich da bisher herausgehalten, denn bei unklaren Diagnosen sind falsche Ratschläge leicht vorprogrammiert. Die richtige Zuordnung zu treffen ist natürlich oftmals schwierig, zumal derartige Beläge häufig aus ganz verschiedenen Mikroorganismen bestehen. Auch eine Identifizierung als Dinoflagellate garantiert aufgrund deren Artenvielfalt noch keine eindeutigen Bekämpfungserfolge.
      Grundsätzlich kann man wohl davon ausgehen, dass Dinoflagellaten - ähnlich wie viele andere "Plagegeister" -stets latent vorhanden sind. Nach meinen und auch anderer Leute Erfahrung hat sich gezeigt, dass oftmals besondere Zugaben - z.B. irgendwelche Präparate - hier recht kontraproduktiv sind. Insofern sehe ich deine Verwendung von Nitratlösungen recht kritisch!.
      Auffällig war bei mir immer, dass stärkeres Auftreten von Dinoflagellaten häufig im Zusammenhang mit der Vermehrung von Kieselalgen - und diese bei erhöhten Silikatkonzentrationen - verbunden war. Die Folgen waren aber immer relativ zeitversetzt eingetreten, weshalb die richtige Zuordnung der Ursachen anfangs nicht gleich auf der Hand lag.
      Gezeigt hat sich dann in meinem Becken, dass das manuelles Stören, das Absaugen oder oft allein schon das mehrfach tägliche Aufrühren befallener Bodenschichten und das Abpinseln bei gleichzeitigem Verzicht auf irgendwelche Zugaben die beste Bekämpfungsmaßnahme war. Große Beläge sollte man daher gar nicht erst aufkommen lassen!
      Dies alles braucht aber Zeit, viel Zeit! Insofern kann ich da die Ratschläge von Hans-Werner voll bestätigen. Geduld ist da wirklich am wichtigsten.

      Gruß

      Bernd
    • danke euch.
      bin mir sehr unsicher wie ich weitermachen soll. (silikat ist im beckenwasser nicht nachweisbar.)
      das tägliche absaugen und manuelles entfernen würde mir nichts ausmachen, wenn ich erfolge sehen könnte....

      wenn sich in den nächsten 4 wochen wieder nichts positiv bewegt, fahre ich parallel mein neues becken hoch.
      habe ich euch richtig verstanden: keine steine mitnehmen und die vorhandenen korallen kann man auch nicht
      irgendwie behandeln? Ist ja ewig schade! ich will sie natürlich auch keinem anderen verkaufen. heißt: ich müsste sie
      tatsächlich entsorgen.. :weinen:

      lg mike
    • Hallo Mike,

      Du kannst praktisch nicht verhindern, dass Dinoflagellaten ins Becken kommen, die können auf jedem Stück Stein sitzen, das mit irgend einer Koralle reinkommt. Dinoflagellaten sind wahrscheinlich in praktisch jedem Becken in irgend einer Form vorhanden. Es nutzt also mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nichts, die Korallen nicht mitzunehmen.

      Du kannst bei einer Neueinrichtung versuchen, die Bedingungen so zu halten, dass die Dinoflagellaten nicht überhand nehmen, ich weiß aber nicht, was das genau für Bedingungen sein müssten. In der Literatur werden Dinoflagellatenblüten mit einer hohen Stickstoffzufuhr von Land her in Verbindung gebracht. Nitrat oder andere Stickstoffverbindungen sind also eher unerwünscht.

      Gruß

      Hans-Werner
      H ><((((°>

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