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Nahrungsentzug

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    • Nahrungsentzug

      hallo

      hätte eine frage an euch: wie kann ich der alge (siehe bild) die nahrung entziehen? das becken steht seit 2 jahren. heute morgen: phosphat: 0,07 , silikat nicht nachweisbar, nitrat nicht nachweisbar, habe deshalb heute morgen etwas stickstoff zugeführt um wenigstens minimal nitrat zu haben, sonst werfen die korallen wieder die polypen ab. becken ist mit ca 1 w pro liter beleuchtet ( LED). ich habe keine ahnung, wie ich diese algen in den griff bekommen könnte. freue mich über jede idee.
      danke vorab!
      Bilder
      • 20170213_121536.jpg

        624,54 kB, 1.280×720, 144 mal angesehen
    • hi mark,

      ich vermute du empfiehlst mir algenfresser. könnte evtl auch funktionieren - aber irgendwie beschäftigt mich die frage wieso ich plötzlich so viele von den braunen algen habe. wie können die sich plötzlich so vermehren?welche nährstoffe sind da plötzlich in meinem wasser? vorher war mein kies weiß - jetzt ist er braun. ?(
      lg mike
    • Hallo Mike

      Das Problem bei den Becken ist, dass der Bodengrund, wenn er nicht dauernd umgegraben wird, viele Nährstoffe bindet und diese werden irgendwann (bei dir jetzt) freigesetzt werden.

      Möglichkeit 1:
      Bodengrund raus und neuen rein.

      Möglichkeit 2:
      Algenfresser (Einsiedler/Schnecken) und Bodenumwälzer zulegen. (Grabende Seesterne/Sanddollar/Schnecken).

      Wobei ich die beiden Möglichkeiten kombinieren würde um wirklich nachhaltig zu sein.

      Viele Grüsse

      Stefan
    • Zusätzlich würde ich, um dieses "unerklärliche" Auftreten in Zukunft zu verhindern darauf achten, dass die Nährstoffe immer im messbaren Bereich sind. Du hast ja bereits angefangen Stickstoff zu dosieren, da Nitrat nicht nachweisbar ist. Dazu sollte es besser nicht mehr kommen.

      Um auf den Titel des Threads Bezug zu nehmen: diese Schmieralgen/Bakterien haben oft die Option, sich die Nährstoffe nicht nur gelöst aus der Wassersäule zu besorgen, sondern auch Depots von Detritus als Quelle zu nutzen. Von daher schaffst Du es vielleicht, die Korallen kaputtzuhungern, aber die Schmieralgen/Bakterienbeläge werden diese Schmalspurkost überstehen, wenn auch etwas verringert.
      Deshalb hilft es auch, den Sand zu reinigen oder zu tauschen.

      Die normalen grünen Aufwuchsalgen und Korallen haben da das Nachsehen und müssen warten, bis die Nährstoffe wieder normal verfügbar sind. Ich hatte auch eine Phase mit Bakterienbelägen gehabt und in der Zeit Staubfutter verwendet, um den Nitratwert zu steigern, als noch keine Fische im Becken waren. Das hat recht gut funktioniert, die Zugabe von Reefroids hat zudem eine Explosion von Kleinkrebsen hervorgerufen, aber leider auch eine recht hartnäckige leichte Bakterienblüte, die das Wasser ständig etwas trübte.
      Viele Grüße

      Sandy
    • wilro schrieb:

      Das sehe sich so wie Stefan.
      Ich nicht. Ja, Variante 2 unterschreib ich ung'schaut, aber bei einem 2 Jahre alten Becken den Bodengrund auszutauschen halt ich für übertrieben.

      Mike, vermutlich hängt es angesichts der Detritusansammlungen im Substrat mit einer Veränderung der Bakterienfauna zusammen. Ich habe schon erlebt, dass sich nach der Auflockerung des Substrats dessen Erscheinungsbild binnen weniger Tage verbessert hat, der Sand 'von selbst' wieder strahlend weiß geworden ist.

      Keine Ahnung, was im Gravel- und Substrate-Cleaner von Microbe Lift drinnen ist, aber der besitzt eine ähnliche Wirkung.

      Das Problem ist, dass die Algen Schwebeteilchen aufhalten und somit den Prozess der Nährstoffanreicherung im Boden beschleunigen. Möglich ist auch eine Verringerung der Strömung infolge des Korallenwachstums, die zu vermehrter Feinsubstratablagerung führt.

      Also: Ich würde Stefans Variante 2 - Algenesser und Bodenauflockerer einsetzen - bevorzugen und allenfalls manuell (beim Wasserwechsel) Algen und Feinablagerungen entfernen.

      Liebe Grüße
      Linda
    • Hallo Reinhard und Wolfgang,

      das Foto scheint tatsächlich nicht Bodengrund zu zeigen..

      Dessen ungeachtet halt ich meine Theorie aufrecht, nach der Feinsubstratablagerungen die Ursache sind für das Gedeihen der Algen.

      Vermutlich sind dann am Ehesten Schnecken die Mittel der Wahl, und eine Überprüfung der Strömungsverhältnisse.

      Die Schnecken essen vermutlich diese Art von Algen gar nicht, sorgen aber für saubere Substratoberflächen - gemeinsam mit einer guten Strömung, die solche Ablagerungen reduziert. Das entzieht den Algen die Wachstumsgrundlage.

      Liebe Grüße von der
      Linda
      *die Derartiges aus eigener Erfahrung kennt und trotzdem zufrieden ist mit ihren Aquarien* :)
    • servus und guten morgen, hier zwei bilder:

      bild 1: eine gesamtansicht ( rechts ist der bodengrund nur wegen einem krebs mit zitronengrundel und wegen einer baggergrundel auf der anderen seite ohne braunalgen )

      bild 2: habe einen unterstand für einen mirakelbarsch - da sind die braunen algen echt extrem

      vor ca 2 monaten sah das becken noch gut aus.ich überlege ständig was ich verändert habe. idee von heute nacht: habe seit 2 monaten eine mördermuschel aus meinem anderen becken verpflanzt und diese versorge ich täglich mit einem minilöffel staubfutter - aber das kann es doch nicht die ursache sein...!?

      lg mike
    • mike11 schrieb:

      servus und guten morgen, hier zwei bilder:

      bild 1: eine gesamtansicht ( rechts ist der bodengrund nur wegen einem krebs mit zitronengrundel und wegen einer baggergrundel auf der anderen seite ohne braunalgen )

      bild 2: habe einen unterstand für einen mirakelbarsch - da sind die braunen algen echt extrem

      vor ca 2 monaten sah das becken noch gut aus.ich überlege ständig was ich verändert habe. idee von heute nacht: habe seit 2 monaten eine mördermuschel aus meinem anderen becken verpflanzt und diese versorge ich täglich mit einem minilöffel staubfutter - aber das kann es doch nicht die ursache sein...!?

      lg mike
      Ach du dicker Vater! ;( Wer hat dir denn diesen bloedsinnigen Tipp mit der gezielten Fütterung einer Tridacna gegeben? Wenn du noch weiterhin Freude an dem Tier haben willst, lass es bitte sein!!! Gegen aufgelöstes Futter im Zuge der allgemeinen Fütterung ist nichts einzuwenden. Ob sie davon profitiert, sei erst einmal dahingestellt. Licht ist der weitaus lebenswichtigere Faktor!
      Gruss
      Hajo

      P.S. Die Ursache für die Veralgung sehe ich u. a. in der täglichen Gabe von Staubfutter.
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • danke hajo,

      die tridacna hatte ich seit 2 jahren in meinem anderen becken (keine fische) tägl mit staubfutter gefüttert und keine algenprobleme.( immer weiser sand). aber ich höre jetzt mal sofort mit dem staubfutter auf und beobachte meine muschel. habe noch eine andere neue idee: könnte es braunes cyanos sein? schau dir mal den linken ast vom grünen enzmann an.

      lg mike

    • Hallo Mike,

      Rückschlüsse auf das alte Becken sind wenig hilfreich, da in neuen Aquarien meist andere Verhältnisse vorherrschen. Die Übertragbarkeit steht auf wackligen Füssen.
      Cyanos können es sein. Wenn es nur partielle Stellen sind, hilft absaugen.
      Ist aber auch ein Hinweis, dass es nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte
      Gruss
      Hajo
      Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
      Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
      aber aufhören zu leben.
      (Mark Twain)
    • hallo Mike

      Mehr Nahrung == mehr nährstoffe, kann natürlich sein. Evt hast du Platz im TB für Caulerpa-Algen oder ähnliches, an deren Wachstum würdest du solche veränderungen auch gut sehen.

      Fasse mal die Erkenntnisse zusammen:

      1. Bodengrund lockern / sauber halten -> entsprechende Tiere einsetzen und oder manuell eingreifen.
      2. Strömung -> optimieren / gammelecken auflösen.
      3. Konkurenz für die Algen schaffen (evt Caulerpa/Drahtalgen einsetzen)

      Viele Grüsse

      Stefan