Marubis e.V. Korallenriff Meerwasserlexikon Mrutzek Meeresaqiaristik Interessengemeinschaft für marine Nachzuchten - IFMN
www.meerwasserforum.info

Tom's Herrenzimmer 220x120x70

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Thomas,

      viele Wege führen nach Rom. Spontan würde ich mich an Deiner Stelle wohl für den Bayernlüfter zwischen Technikraum und Deinem Zimmer entscheiden. Der Bayernlüfter ist ja auch nichts anderes wie ein kleiner Kreuzströmer und führt Kondensat ab. Strom frisst er auch nicht viel da dort nur ein kleiner Ventilator verbaut ist. Bedeutet also das er sparsam, dauernd in Betrieb sein könnte. Der Anschaffungspreis und der Montageaufwand ist ebenfalls überschaubar.

      Viele Grüße
      Carsten
      Grüße aus der Ideenschmiede

      AQUADRIVER®
      Meisterbetrieb für Feinwerkmechanik
    • Hi Carsten,

      Google hilft. Wenn ich diese Tabelle richtig verstanden habe, dann liegt der maximale Wirkungsgrad, wenn ich zwischen beiden Räumen ohne künstliche Kühlung des Kondensators über einen Kreuzwärmetauscher arbeite wie folgt:

      20°C Herrenzimmer (klingt inzwischen bescheuert, aber nennen wir es mal so, des Unterschieds halber)
      26°C Aquariumzimmer
      Taupunkt 22°C bei 26°C bedeutet eine Kondensation bis etwa 70% Luftfeuchte.

      Das bedeutet, dass ich in dem Szenario die Luftfeuchte mit dem Bayernlüfter auf höchstens 70% drücken kann. Dann diffundiert die Luft mit 70% Feuchte in den Rest des Kellers. Dieser hat dann eine Wandtemperatur von Pi mal Daumen 15°C. Bei 20°C Raumtemperatur zu 15°C Wand kondensiert Wasser ab 75,4% Luftfeuchtigkeit. Nasse Wände gäbe es bei 13°C Wandtemperatur.

      Liege ich mit der Rechnung richtig? An sich sollte das doch so klappen, oder was meinen die Fachleute?

      Gruß,
      Thomas
    • Hallo Thomas,

      das eine direkte Anbindung an einer Lüftung somit nicht möglich ist macht es natürlch nicht einfacher. Ich muss mir auch eingestehendas ich in Lüftungsfragen kein Fachmann bin.
      Trotzdem ist es wichtig mal ein paar harte Fakten zu bekommen. Und dafür ist ja dieses Forum super !

      Welche Erfahrungswerte gibt es bei unseren Technikraumnutzern ?

      z.B.

      -offene Wasserfläche (Oberfläche der Becken inkl. Filter)
      -Raumvolumen des Technikraumes
      -Temperaturen in und um den Technikraum
      -Raumgrößen um den Technikraum
      -sonstiges

      Also..... Erfahrungen auf den Tisch ! :yidee

      Viele Grüße
      Carsten
      Grüße aus der Ideenschmiede

      AQUADRIVER®
      Meisterbetrieb für Feinwerkmechanik
    • Hallo

      Das Lüftungsbedürfnis habe ich bei meinem isolierten aber ungeheizten Technikraum unterschätzt.

      Viel Becken in wenig Raum, nur teilweise abgedeckt -> Somit massive Verdunstung.

      Badlüfter nach draussen mit Luftfeuchtesteuerung funzt nicht, zumindest die Steuerung ging auf Störung, da zuviel Nass in der Luft. Nun läuft er im Dauerbetrieb und alles ist ok. Frischluft kommt aus dem Wohnraum darüber via Ablaufbohrungen, resp. den Zwischenräumen. Unterdruck ist somit kein Problem. Nicht gerade Energieeffizient, aber einfach und günstig, auch was Reparaturen betrifft. Schliesslich ist Meerwasser-Abluft recht aggresiv, weshalb ich herkömmlichen Lüftungskomponenten keine lange Lebensdauer gebe.

      Ich stelle mir aber immer noch vor, dass wenn die Becken konsequent abgedeckt werden und die Abluft des AS direkt nach draussen geht, das Feuchteproblem keins mehr ist und der Badlüfter feuchtigkeitsgesteuert ausreicht. Allerdings sind es bei mir 7 Meter AS-Abluftschlauch, ob das klappt, frage ich mich. Und 7 Meter ozonfester Silikonschlauch geht schon ins Geld. Besonders wenn der Erfolg unsicher ist.

      Entfeuchter habe ich übrigens auch probiert, infolge gefühlten 23 Laufzeit pro Tag wieder abgestellt, der Stromverbrauch ist massiv.

      Was übrigens auch nicht unterschätzt werden darf, ist der Geruch des AS. Nur schon daher würde ich auf jeden Fall nach draussen lüften und nicht nur ins Herrenzimmer. Soll ja kein Müffelzimmer werden... ;)

      Gruss
      Andi
    • Hallo Andi,
      vielen Dank für Deinen Beitrag! Somit sollten also schon mal zwei Rohre nach außen zum Luftschacht geführt werden. Eins für die Zu- und eins für die Abluft. Dazwischen käme dann ein Wärmetauscher


      Übrigens kann man sich ja einen Kreuzstrom-Wärmetauscher relativ einfach selber bauen. Auf die Idee komme ich, weil so ein Lüftungsgerät Minimum 500€ kostet und rein technisch gesehen nur ein Kasten mit dem Wärmetauscher sowie zwei Ventilatoren plus Steuerelektronik ist. Abgesehen vom Bayernlüfter sind die Wärmetauscher aus Metall oder Zellulose und somit für Meerwasser-Abluft ungeeignet. Auch die Steuerelektronik würde bei der salzigen Luft sicher schnell das Zeitliche segnen.

      Da wäre es einfacher, einen simplen Kreuzstrom-Wärmetauscher ohne Steuerelektronik selbst zu bauen. Der Tauscher an sich ist kein Hexenwerk. Aus 0,3mm Tiefziehfolie und 3mm-PVC-Hartschaum-Stegen zur Luftführung sollte man verhältnismäßig leicht einen Gegenstromtauscher mit 20-30 Lagen aufbauen können, der vielleicht nicht ganz so strömungsoptimiert wie der Tauscher des Bayernlüfters ist, aber mit etwa 20€ Materialkosten nicht besonders ins Gewicht fällt.

      Den Kasten zur Luftverteilung würde ich ebenfalls aus PVC-Schaumplatten konstruieren. Ein netter Betrieb aus der Nachbarschaft schneidet mir das Material auf Maß zu.
      Im Gegensatz zu den üblichen Geräten würden bei mir die Ventilatoren auf der Abluft-Seite angebracht werden. So sollte ein Teil der Luftfeuchte bereits um Tauscher kondensieren, bevor sie durch den Ventilator geht und die Elektronik schädigt.

      Was haltet ihr von der Idee?

      Gruß,
      Thomas
    • Hallo,

      hat dein Keller irgend ein Fenster oder etwas in der Art. Wenn nicht, wäre das auch kein Beinbruch.

      Sieh dir das mal an, alles was du benötigen würdest, wäre eine Kernbohrung und einen Spaten.


      Hier der Link.


      LG
      Daniel

      PS: Die Bayernlüfter habe ich mir damals auch angesehen, waren aber indiskutabel. Wir haben deshalb diverse Inventer eingebaut. Selbst in einem Bad mit Whirlpool hat der Lüfter gute Arbeit geleistet.
    • Hi Daniel,

      der Inventer arbeitet ja zweistufig. Erst wird Luft aus dem Raum gesogen und dabei die Keramik erwärmt. Im zweiten Schritt wird wieder Luft zugeführt und dabei an der Keramik erwärmt. Wenn jetzt die Luft abgezogen wird, strömt aber an einer anderen Stelle kalte Luft ins Haus, um den Unterdruck auszugleichen. Das möchte ich vermeiden.

      Anbei mal eine Idee, kurz in 3D aufgerissen, wie ich mir meinen Wärmetauscher vorstelle. Simpler geht es nicht. Man benötigt nur eine einigermaßen steife Folie, PVC-Hartschaumplatten für die Stege, Kleber und ein Teppichmesser.

      Eine Kernbohrung können wir leider nicht machen, da der ganze Keller unterirdisch ist. Ansonsten müsste man Erde abtragen und die Versiegelung der schwarzen Wanne durchbrechen. Das wäre mir zu riskant. Einfacher wäre es, den Luftaustausch über den Lichtschacht zu machen. Vorbei die warme Abluft weiter nach oben abgeführt wird. Für das Fenster gibt es, soweit ich das gesehen habe, Kunststoffeinsätze, mit denen man die Durchführung der Rohre realisieren kann.

      Gruß,
      Thomas

      Bilder
      • Tauscher.jpg

        37,2 kB, 800×600, 786 mal angesehen
      • cache_2416098074.jpg

        86,66 kB, 800×600, 781 mal angesehen
    • Hallo,

      ich denke nicht, dass eine Entlüftung zwischen Technikraum in der Wohnung und der Wohnung selber sinnvoll ist. Das Wasser in der Luft muss raus ins Freie und nicht in die Wohnung.
      Ich würde sehen, ob ich die zwei Leitungen für den Bayernlüfter bis zu einer Außenwand legen kann (eventuell mit leichten Gefälle für Kondenswasser).

      Das gleiche gilt für den Inventer. Hier gibt es allerdings das Problem, dass der Luftstrom alle 75 Sekunden wechselt. Bei zu langen Leitungen wird die Luft nur im Rohr hin und her bewegt.

      LG
      Daniel
    • Hi Daniel,

      stimme Dir zu, dass der Technikraum Zu- und Abluft nach draußen braucht. Die Entfernung zur Außenwand sind etwa 3m, also wären da zwei Rohre angebracht. Die Optik ist da nachgeordnet, da verlaufen eh schon die Versorgungsleitungen und die Fernwärme.

      Was für ein Aufwand sind denn die Kernbohrungen? Wir wird der Durchlass nachher versiegelt, so dass kein Wasser ins Mauerwerk kommt?

      Gruß,
      Thomas
    • Hallo,

      das kannst du selbst machen, oder eine Firma beschäftigen. Das Ganze wird nach dem Einbau abgedichtet. Eine Firma macht das sicher für ein "paar" EUR

      Bei den Bayernteil reicht übrigens eine Hartmetall-Bohrkrone mit langen Schaft aus.

      So sieht das außen aus.

      LG
      Daniel
    • Hallo,- ich glaube leider nicht, dass das Bayernluft-Gerät mit der enormen Menge fertig wird, welches die große Oberfläche deines Beckens absetzen wird.
      Hier ein Auszug aus einem email-Verkehr mit Bayernluft, die übrigens sehr kompetent und hilfsbereit sind.
      Für mich fällt das alles leider flach, weil meine "Lebensgefahr" eher auf mich und das Becken als auf den offenen Kamin verzichtet.



      Sehr geehrter Herr Ameo, -
      die Entfeuchtungsleistung durch Lüften hängt entscheidend vom absoluten
      Feuchtegehalt der Außenluft ab.
      Einen sehr unkomplizierten Feuchterechner finden Sie z.B. unter:
      bastelitis.de/luftfeuchtigkeits-rechner/
      Hier ein
      Beispiel:
      Außenluft 0°C mit 95% relativer Luftfeuchte. Das entspricht einem absoluten Wassergehalt
      von 4,6 Gramm pro Kubikmeter Raumluft
      15°C mit 65% relativer Luftfeuchte. Das entspricht 8,3 g/m³

      Die Differenz pro m³ sind also 3,7 g/m³ Multipliziert mit 20 m³, die unser Gerät
      jede Stunde wechseln kann, werden also 74 g Wasser pro Std. ausgelüftet, was
      pro Tag rund 1,8 Litern entspricht.
      Multipliziert mit 7 Tagen wären dies 12,6
      Liter pro Woche.
      Die 40 Liter, die in Ihrem Fall verdunsten werden also nur anteilig ausgelüftet,
      allerdings mit sehr geringem Stromverbrauch von max. 6 Watt. Bei kälterer
      Witterung ist die Entfeuchtungsleistung höher, bei wärmerer Witterung und
      entsprechend schwüler Luft im Sommer geht sie auch deutlich zurück.

      Das Kondensat wird im Normalfall über das Fortluftrohr ausgeleitet. Sobald Sie aber
      dieses Rohr nach oben verziehen müssen, würden Sie z.B. ein T-Stück mit
      Schlauchanschluss am tiefsten Punkt setzen und das Kondensat im Raum auffangen
      bzw. auch ins Becken zurück führen. Je nach Außentemperatur muss der Taupunkt
      nicht zwangläufig unterschritten werden. Dann fällt kein Kondensat an und die
      Entfeuchtung ist rein gasförmig, indem z.B. gesättigte Luft hinaus und trockene
      Luft herein kommt.
      Ich hoffe esi st wieder alles verständlich und wie gewohnt stehe ich gerne für Rückfragen
      zur Verfügung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ameo ()

    • Hallo Ameo,

      dafür gibt es sogenannte Luftduckwächter.

      Den durften wir einbauen ;( , obwohl es Quatsch ist (zu mindestens bei uns.).


      Hallo

      das sollte man das schon genau am jeweiligen Beispiel durchrechnen:

      Bei 25 Grad und 99% Luftfeuchtigkeit hat man 23,53 g/m3 Wasser in der Luft.
      Bei einer Außentemperatur von 5 Grad und 99% Luftfeuchtigkeit (Nebel im Herbst) sind es nur 6,79 g/m3 Wasser in der Luft.
      (an einem kalten Frosttag -5 Grad und 40% Luftfeuchtigkeit sind nur noch 1,36 g/m3 Wasser in der Luft)

      Also, genau dann, wenn wir die Lüftung dringend benötigen (also im Winter, im Herbst usw.) funktioniert diese am besten, was die Entfeuchtung betrifft.

      Bei dem Beispiel oben (plus 5Grad) haben wir also eine Differenz von 16,74 g/Stunde und m3. Bei 20 m3 und 24 Stunden wären das 8 Liter am Tag.

      Wenn die Luft gesättigt ist, verdunstet zudem kein Wasser mehr aus dem Becken........

      LG
      Daniel
    • Hi zusammen,

      vielen Dank für die Ausführungen! Vor allem über den Bericht vom Bayernlüfter. Im Sommer sind bei meiner aktuellen Anlage schon mal 30l/Tag verdunstet - allerdings mit einem großen Ventilator auf die Wasseroberfläche gerichtet. Bei solchen Bedingungen würde ich in Zukunft auch einfach alle Fenster aufreißen und querlüften.

      Jetzt experimentiere ich erst mal ein wenig. Was gesetzt ist, sind zwei Kernbohrungen für die Be- und Entlüftung. Was daran angeschlossen wird, ist noch verhandelbar ;).
      Bestellt habe ich mir zumindest schon mal 10m Tiefziehfolie in 55cm Breite. Inkl. Versand kostet die 22€, da ist der Verlust nicht so groß, wenn es nicht klappen sollte.
      Meine ursprüngliche Idee vom Wärmetauscher muss noch etwas verfeinert werden. Wenn die Luft im Mittenbereich ungehindert durchströmen kann, ist die Kontaktfläche zu klein.
      Deswegen muss hier ein Wellenprofil eingearbeitet werden. Weil ich schon über so etwas nachgedacht habe, habe ich Tiefziehfolie bestellt und das Tiefziehen ist mit Hausmitteln (Backofen, Holzkiste + Staubsauger) recht gut möglich.
      Auf Youtube gibt es diverse Tutorial zum Tiefziehen von Modellauto-Karosserien - da ist meine Riffelstruktur ein Kinderspiel im Vergleich.

      Für den Tauscher habe ich mir eine Grundfläche von 20x55cm überlegt. Damit bekomme ich mit Verschnitt gute 30-40 Ebenen aus meinem Stück Folie. Mehr Ebenen hat der Bayernlüfter auch nicht und wenn alles klappt, hat mein Tauscher eine größere Oberfläche.

      Gruß,
      Thomas
    • Hi zusammen,

      hier mal ein Update aus meinem kreativen Chaos.

      Das Tiefziehen der Folie klappt ganz gut und so langsam entsteht mein Gegenstromwärmetauscher. Rein optisch sollte das passen. Ich bin mal auf den ersten Probelauf gespannt. Für die spätere Anlage werde ich wohl zwei von den Dingern brauchen ... einen zum Erwärmen der Zu- und Abluft und einen für den Wärmetausch für den restlichen Keller. Die Konstruktion aus der Tiefziehfolie war sehr hilfreich, um zu lernen vorauf es ankommt. Bei meinen Recherchen habe ich dann auch Quellen gefunden, über die ich Wärmetauscher gefunden, die die Kriterien für salzige Abluft erfüllen. Vielleicht kommt in der finalen Anlage dann doch kein DIY-Gerät zum Einsatz ;). Mal schauen.

      Anbei noch ein paar Fotos vom Bastelfortschritt.

      Gruß,
      Thomas
      Bilder
      • DSC_0078.JPG

        389,13 kB, 1.000×1.226, 13 mal angesehen
      • DSC_0079.JPG

        392,45 kB, 1.500×844, 13 mal angesehen